„Mir macht´s riesigen Spaß!“ Schweinsteiger wird zum Glückgriff für Osnabrück
Bonn, 12.02.2023
Glücksgriff Tobias Schweinsteiger für den VfL Osnabrück, denn dass dieser Trainer so gut einschlagen würde, war im August 2022 als Nachfolger von Daniel Scherning nicht abzusehen. Und jetzt: nach dem 4:1 in Ingolstadt sind es nunmehr 5 Siege in 2023, mit 37 Punkte und Platz 5 ist zumindest der Relegationsplatz in Reichweite. „Mir macht´s eigentlich, seitdem ich in Osnabrück bin, riesigen Spaß. Mit der Mannschaft, mit den Jungs zu arbeiten, aber auch mit den Leuten drumherum“, sagt Tobias Schweinsteiger über seine Beziehung zum VfL und attestiert seinem Team „eine reife Leistung“. Ganz andere Sorgen hat Guerino Capretti mit Ingolstadt: „Wie wir unsere Tore kassieren, das geht nicht“ – 5 Tore nach Standards in 2 Spielen. „Das mit dem Aufstieg das legen wir mal ganz, ganz weit weg“, erklärt Ingolstadts Kapitän Schröck. Der SV Wehen Wiesbaden ist mit 44 Punkten erster Verfolger von Spitzenreiter Elversberg, nach dem 3:2 in Bayreuth war Trainer Markus Kauczinski dennoch stocksauer auf sein Team, weil es schon wieder eine komfortable Führung fast verspielt hatte: „Die Mannschaft nimmt das vielleicht zu locker und das geht mir auf den Sack.“ Kauczinski ermahnte erneut: „Dass wir immer am Limit spielen müssen und wenn wir nachlassen, wird´s bestraft.“
Nachfolgend die wichtigsten Stimmen der beiden Sonntagspiele – bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Morgen schließen Viktoria Köln gegen RW Essen den 22. Spieltag ab – ab 18.45 Uhr live bei MagentaSport.
FC Ingolstadt – VfL Osnabrück 1:4
„Das mit dem Aufstieg das legen wir mal ganz, ganz weit weg“, hat Ingolstadts Kapitän Schröck nach der 5. Niederlage beschieden. Tatsächlich passt aktuell nicht viel zusammen bei den Schanzern, die den Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben hatten, dann flog Rehm als Coach, sein Nachfolger Guerino Capretti hat schon 2 Pleiten kassiert: Platz 9, Diskussionen untereinander auf dem Platz, 5 Tore allein nach Standards. „Wie wir unsere Tore kassieren, das geht nicht“, erklärte Ingolstadts neuer Trainer Guerino Capretti: „Ich habe die Jungs übernommen, in einer schwierigen Phase. Wir sind nicht bei 100 Prozent, das sieht man. Wir setzen jetzt da an, die kleinen Schritte zu machen.“
Der Link zum Capretti-Interview: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=ell6Mk5raFNUZWhON1d6QklHYXRJQT09
„Wir hätten noch ein paar Tore mehr schießen können“, fand Osnabrücks Trainer Tobias Schweinsteiger, der vor allem mit den Basics erfolgreich ist: „Bei Standards sind wir gut. Wir haben ein reifes Spiel gespielt. Wir hatten in vielen Phasen eine gute Aufstellung. Auch wenn wir mal tiefer stehen mussten. Wir wissen, dass wir auch mal ein Tor kassieren können und machen trotzdem unser Spiel weiter. Da haben wir viel dran gearbeitet. Nicht nur an den spielerischen Inhalten, sondern wie gehen wir untereinander auf und neben dem Platz um. Wie gehen wir mit den verschiedenen Phasen um. Deswegen haben wir verdient gewonnen.“
Schweinsteiger und sein Erfolgsrezept: „Das glaubt mir wahrscheinlich keiner, aber ich habe auch im Herbst viel Spaß gehabt als wir die 3 Spieler hintereinander verloren haben. Weil ich sehe, wie die Spieler trainieren. Wir punkten jetzt konstant und das hat auch viel damit zu tun wie wir im Umgang miteinander agieren.“
Schweinsteiger und der VfL – das ist mittlerweile eine innige Beziehung, nicht nur wegen der zuletzt 5 Siege, Platz 5 und schon 37 Punkten: „Mir macht´s eigentlich, seitdem ich in Osnabrück bin, riesigen Spaß. Mit der Mannschaft, mit den Jungs zu arbeiten, aber auch mit den Leuten drumherum.“
Der Link zum gesamten Schweinsteiger-Interview: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=enRaRmoybisxUkltWElyWi9LUXgyUT09
Spvgg. Bayreuth – SV Wehen Wiesbaden 2:3
3:0 geführt und dann noch 2 Gegentore kassiert. Der SV Wehen Wiesbaden hat seine Hausaufgaben teilweise gut erledigt: 4 Siege und nur ein Remis, Platz 2 hinter Elversberg und auf den Vierten. Bayreuth kassiert nach der Pause 3 Tore in 15 Minuten, war in der 1. Halbzeit dominierend, aber: wieder keine Punkte, Vorletzter. „Die Niederlage schmerzt richtig“, Bayreuths Trainer Thomas Kleine war schon mitgenommen: „Wir müssen klar mit einer Führung in die Halbzeit gehen und dann kommen wir so schlecht raus. Das 2. Tor haben wir uns fast selbst reingehauen. Dann waren die Köpfe unten. Das ist einfach ärgerlich, dass wir in einer Viertelstunde das Spiel verlieren.“
Der Link zum Kleine-Interview: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=N0E3eU11MExpS3YrbXdZSnNpTnVMZz09
„Das geht mir auf den Sack!“
„Völlig unnötig von unserer Seite. Wir führen 3:0, haben das Spiel in der 2. Halbzeit komplett auf unserer Seite. Am Ende zitterst du dich nach drüber.“ SVWW Trainer Markus Kauczinski war im Spielerkreis schon angefressen, weil sein Team wie schon gegen Halle einen komfortablen Vorsprung hergab und schimpfte auch danach im MagentaSport-Interview: „Beim ersten Mal sage ich noch, das kann passieren, alles klar. Heute bin ich sauer. Weil wir aus so einem Ding lernen müssen und das haben wir nicht getan. Spielen da ein bisschen rum, legen den Ball noch selber vor anstatt seriös zu Ende zu spielen. Anstatt ohne Risiko zu spielen. Die Mannschaft nimmt das vielleicht zu locker und das geht mir auf den Sack.“
Kauczinski nimmt als Lehre mit: „Dass wir immer am Limit spielen müssen und wenn wir nachlassen, wird´s bestraft.“
Der Link zum Kauczinski-Interview: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=M3RMVWRIeVVQa0hWd0pxdGdHeURTQT09
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