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Fußball

Die 3. Liga Live bei MagentaSport – Meppens „goldener Oktober“

Ausgerechnet Pourie sorgt für Lautern-Frust: Antwerpen „enttäuscht“ über Nachlässigkeit

Bonn, 31.10.2021

Höhenflug gestoppt: Kaiserslautern verliert durch ein 0:2 gegen Würzburg erstmals seit 6 Spielen. „Es fühlt sich auf jeden Fall richtig scheiße an“, meinte FCK-Trainer Antwerpen, der sich über nachlassende Intensität nach dem Rückstand ärgerte: „Da bin ich schon enttäuscht drüber.“ Lauterns René Klingenburg kritisierte den Schiedsrichter, weil dieser 2 Elfmeter nicht gegeben habe: „Er hat das ganze Spiel geschlafen und in den entscheidenden Situationen auch. So wie wir bei den 2 Gegentoren. Scheißtag!“ Ausgerechnet Marvin Pourie, der schon vor dem Spiel gegen Trainer Antwerpen geschossen hatte, traf zum 2:0. Würzburgs neuer Trainer, Danny Schwarz, holte in seinen 3 Spielen 7 Punkte, schwärmte: „Das ging nur über den puren Willen.“ Der SV Meppen besiegt Türkgücü München spät mit 1:0 und „schließt einen tollen Oktober ab“, so Trainer Schmitt. Sein Gegenüber, Peter Hyballa, war trotz Niederlage und langer Unterzahl nicht unzufrieden: „Wir sind ja jetzt nicht die Voll-Loser.“

 

Nachfolgend die wichtigsten der Sonntagsspiele – bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Morgen Abend wird der Spieltag abgeschlossen mit der Partie zwischen dem SC Verl und dem VfL Osnabrück – ab 18.45 Uhr live bei MagentaSport.

 

1. FC Kaiserslautern – Würzburger Kickers 0:2

Nach zuletzt 6 ungeschlagenen Spielen verliert der FCK zuhause gegen die Würzburger Kickers. Trotz zahlreicher Chancen und mehrerer kniffliger Entscheidungen reichte es am Ende nicht zu einem Punkt. Die Lauterer rutschen damit auf den 11. Platz zurück. Lauterns Trainer Marco Antwerpen: „Es fühlt sich auf jeden Fall richtig scheiße an, hier ein Heimspiel zu verlieren. Der Gegner musste da in der 1. Halbzeit aber auch gar nicht so viel für machen. Wir haben nach guten 15 Minuten aufgehört und den Gegner eingeladen… Wie wir dann in der 2. Halbzeit alles versucht haben, da haben wir dann unser wahres Gesicht gezeigt. Aber die Chancen musst du schon nutzen.“ 

Was nach dem 0:1 nicht richtig lief: „Du musst die Intensität beibehalten und da haben wir aufgehört. Man muss sich dann schütteln und richtig dagegenhalten. Da haben wir von meinem Gefühl her nochmal ein bisschen weniger gemacht. Das kann natürlich nicht sein. Da bin ich schon ein bisschen enttäuscht drüber.“ 

Über die Leistung des Schiedsrichters und 2 mögliche Elfmeter für den FCK: „Der Schiedsrichter hat eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Alles außerhalb des 16ers. Aber die Entscheidungen dann im Sechzehner zu treffen, dann wäre er ein richtig guter Schiedsrichter. So hat er nur eine gute Partie gemacht.“ 

Lauterns René Klingenburg: „Uns erwischt in der 1. Halbzeit die kalte Dusche. Wir haben gar nicht so schlecht begonnen, aber waren einfach nicht griffig in den Zweikämpfen. Da muss man ehrlich sein… Dann kommt der Gegentreffer und dann rennst du der Musik hinterher. Aber ich denke, mindestens 2 Elfmeter wären heute drin gewesen… In der 2. Halbzeit ist das ein ganz klarer Elfmeter (60. Minute, Schneider gegen Klingenburg). Man sieht den Trikotzupfer. Und dann meint der Schiri gerade zu mir: „Ich weiß nicht, welche Situation du meinst.“ Okay. Dann hast du das ganze Spiel geschlafen und in den entscheidenden Situationen auch. So wie wir bei den 2 Gegentreffern. Ein Scheißtag.“

Aufopferungsvolle Würzburger erkämpfen sich den Sieg gegen Lautern und bleiben nun seit 3 Spielen ungeschlagen, springen an Duisburg vorbei auf Platz 18. 

Würzburgs Trainer Danny Schwarz: „Wenn man auf dem Betzenberg siegt, ist man immer stolz auf seine Mannschaft. Man hat gesehen, was das dann für ein Hexenkessel ist. In der 2. Halbzeit ging es nur über den puren Willen. Dass dann das Quäntchen Glück auf einer Seite sein muss, ist uns allen bewusst gewesen. Es waren viele Situationen, wo ich auf der Bank auch zusammengezuckt bin. Aber die Jungs haben sich in alles reingeworfen und dementsprechend bin ich sehr glücklich.“ 

Wie er die beiden vermeintlichen Elfmeterszenen für den FCK gesehen hat: „Das sind beides Laufduelle. Da sehe ich jetzt keinen klaren Kontakt. Es kann sein, dass er den ein bisschen berührt hat, aber das gehört zum Fußball dazu. Natürlich können wir uns nicht beschweren, wenn der Schiedsrichter da auch mal pfeift.“

Marvin Pourié erzielte im 3. Spiel in Folge ein Tor: „Ich bin ein bisschen im Zwiespalt, muss ich ganz ehrlich sagen. Der Verein liegt mir wirklich am Herzen… Ich kann mich mit dem Verein wirklich identifizieren und bin echt im Zwiespalt gerade… Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil mir auch alle unter der Woche den Rücken gestärkt haben und mich ermutigt haben. Gerade in der 2. Halbzeit war das unglaublich, was die Jungs defensiv geleistet haben.“

 

3. Liga soll die Liga der Chancen werden

Lauterns Beiratsvorsitzender Dr. Markus Merk über die Beschlüsse der Task Force 3. Liga: „5.000 Zuschauer sind wichtig. Wer sich sportlich qualifiziert für diese fantastische 3. Liga - für viele die Liga der Sorgen, aber sie soll die Liga der Chancen werden - der hat es auch verdient, in seinem eigenen Stadion zu spielen. Natürlich gibt es auch verschiedene andere Punkte. Dieses „Financial Fairplay“, natürlich nicht zu vergleichen mit dem aus dem internationalen Fußball: Wie schaffen wir es, die Wirtschaftlichkeit aller Vereine zu stabilisieren. Da gibt es neue Auflagen und das wird dem ein oder anderen Verein auch nicht immer gefallen und in der Umsetzung schwierig sein. Der Nachwuchsfördertopf: Liga der Chancen heißt auch immer, dass man Nachwuchsspieler einbauen können muss. Das wird auch honoriert… Was ich noch wichtig finde: Warum spielen wir Fußball? Wir spielen Fußball für und wegen den Fans. Die Bindung zwischen Vereinen, Verbänden und Fans muss stärker werden… Die Fans sind das wichtigste im Fußball, sonst bräuchten wir nicht zu spielen.“

 

Marco Antwerpen wollte vor dem Spiel nicht auf die Angriffe von Würzburgs Marvin Pourié gegen seine Person eingehen: „Wir wissen, dass er Qualitäten hat und die hat er ja letztes Jahr hier bei uns auch auf den Platz gebracht und da sind wir ihm noch dankbar für. Grundsätzlich wollen wir ihn aber heute stoppen. Das ist natürlich klar.“

 

SV Meppen – Türkgücü München 1:0

Der SV Meppen erkämpft sich in Überzahl den 1. Heimsieg seit Ende August. Matchwinner und Neuzugang Sukuta-Pasu köpfte die Meppener in der 88. Minute zum Sieg. Auch Keeper Erik Domaschke sicherte den Erfolg mit mehreren Paraden.

Meppens Trainer Rico Schmitt nach dem 3. Sieg in Folge: „Wir haben einen tollen Oktober gehabt und das heute abgeschlossen mit einem 1:0. Von Anfang an hat man gesehen, wo die Reise hingeht… Es war schon auch mit Geduld und Spucke, im übertragenen Sinn, sich seine Chancen zu erarbeiten… Türkgücü war immer wieder unheimlich gefährlich. Da können wir uns beim Erik (Domaschke) bedanken. Wir sind die glücklichen, aber verdienten Gewinner des Tages. Geiler Sonntag im Oktober.“ 

Der Premieren-Torschütze Richard Sukuta-Pasu über sein 1. Tor für den SV Meppen: „Das war sehr emotional. Die Stimmung war super. Mein 1. Tor hier bei einem Heimspiel. Besser kann es auch nicht laufen.“

Für Türkgücü München bedeutet die Niederlage weiterhin Platz 12 mit 18 Punkten. Trainer Peter Hyballa: „Im 11 gegen 11 war es ausgeglichen… Dann spielen wir im 10 gegen 11 ein 4-3-2 und sichern so das Mittelfeld ab. Dass dann mehr Flanken kommen ist natürlich klar… Wir haben 3, 4 Kontermöglichkeiten und da ist das dann einfach zu schlecht dann. Im Konter stehst du ja nicht in Unterzahl und da musst du dann mal einen machen. Aber die Jungs haben bravourös gekämpft und leider macht Richie (Sukuta-Pasu) das 1:0 am Ende. Das müssen wir dann akzeptieren.“ 

Woran jetzt gearbeitet wird: „Wir gehen jetzt ja nicht mit einem brutal schlechten Spiel nach Hause. Wir konnten im 10 gegen 11 gutstehen. Wir sind ja jetzt nicht die Voll-Loser.“

 

Fußball LIVE bei MagentaSport

Montag, 01.11.2021

Ab 18.45 Uhr: SC Verl – VfL Osnabrück

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