Grlic zieht selbst die Notbremse: „Wir haben den Rücktritt angenommen!“ Auch Trainer Schmidt vor dem Aus
Bonn, 06.02.2022
Duisburgs Sportdirektor Ivo Grlic zieht nach dem 1:3 des MSV gegen den BVB II die Reißleine und bietet wenige Minuten nach dem Abpfiff seinen Rücktritt an. „Wir haben den Rücktritt angenommen“, erklärte Präsident Ingo Wald bei MagentaSport: „Er will den Weg freimachen für einen Neuanfang.“ Die rund 5000 Duisburg Fans hatten zuvor gefordert: „Grlic raus, Vorstand raus!“ Präsident Wald weiter: „Ich glaube, dass die Öffentlichkeit den Druck so groß aufgebaut hat. Vieles ist ja berechtigt, vieles ist auch sachlich gut. Aber vieles ist auch sehr ins Persönliche reingegangen. Und das spürt Ivo Grlic, das spüre ich selber auch.“ Für den Trainer Hagen Schmidt, seit 18.10.2021 im Amt, wird´s ebenfalls eng: „Die Punkte-Ausbeute ist alles andere als gut und spricht sicher nicht für den Trainer. Wir werden uns dazu sicherlich auch noch Gedanken machen.“ Morgen wollen sich alle MSV-Gremien „zu einer Elefantenrunde“ zusammensetzen und entscheiden. Gleichstarke Löwen: Der TSV 1860 München verspielt einen 2:0-Vorsprung gegen Eintracht Braunschweig, die durch eine starke 2. Hälfte das 2:2 schafft und zumindest bis morgen Abend Dritter ist. Münchens Löwen-Trainer Michael Köllner: „Wenn du 2:0 führst, dann ist das natürlich blöd, weil du denkst: das Ding ist zu Hause.“
Nachfolgend die wichtigsten Stimmen des Sonntags – bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Morgen kommt es zum Duell des aufstiegsambitionierten 1. FC Saarbrücken gegen den Letzten Würzburg - ab 18.45 Uhr live bei MagentaSport. Gleich am Dienstag geht es mit 2 Nachholspielen weiter, darunter das Kellerduell Halle gegen Türkgücü (ab 18.45 Uhr). MagentaSport zeigt alle Spiele der 3. Liga live.
MSV Duisburg – Borussia Dortmund II 1:3 – Grlic weg, bald auch Trainer Schmidt?
„Der Druck war riesengroß“ - MSV-Sportdirektor Ivo Grlic zog nach der erneuten Pleite selbst die Notbremse, bot seinen Rücktritt wenige Minuten nach dem Abpfiff an. Duisburgs Präsident Ingo Wald erklärte: „Wir haben den Rücktritt angenommen. Er will den Weg freimachen für einen Neuanfang. Er hat dann auch gesagt, dass die Planung für die neue Saison auch in andere Hände gelegt werden sollte. Man muss Ivo Grlic bei aller Kritik, die jetzt in der Öffentlichkeit gegen ihn aufkommt, auch nicht vergessen, dass es den MSV nicht gäbe, wenn Ivo Grlic nicht da gewesen wäre. In den Zeiten um 2013. Und auch in den Jahren danach. Dass der MSV überhaupt noch Profi-Fußball spielt, ist auch ein großer Verdienst von Ivo Grlic.“
Wieso das Präsidium den Rücktritt von Grlic angenommen hat? „Ich glaube, dass die Öffentlichkeit den Druck so groß aufgebaut hat. Vieles ist ja berechtigt, vieles ist auch sachlich gut. Aber vieles ist auch sehr ins Persönliche reingegangen. Und das spürt Ivo Grlic, das spüre ich selber auch. Dann sind das Reaktionen, die ich nachvollziehen kann. Das ist dann auch Selbstschutz und man muss sich auch selbst schützen.“
Was passiert mit Trainer Schmidt, der als Jugendtrainer in einer schwierigen Phase beim MSV verpflichtet wurde – dazu sagt Ingo Wald: „Ich will nicht sagen, dass das Experiment gescheitert ist. Die Punkte-Ausbeute ist alles andere als gut und spricht sicher nicht für den Trainer. Wir werden uns dazu sicherlich auch noch Gedanken machen. Wir werden uns morgen mit allen Gremien treffen. Da machen wir eine Elefantenrunde, um die Zukunft des MSV nochmal zu diskutieren.“
„Ich kann nur eins sagen: die Mannschaft lebt“, so Moritz Stoppelkamp. Er war als Kapitän fleißig unterwegs, hatte beim Stand von 1:3 nur den Pfosten getroffen: „Wieder stehen wir mit 0 Punkten da, wieder war´s eine vermeidbare Niederlage. Kämpferisch kann man der Mannschaft gar keinen Vorwurf machen….Wir haben uns für die 2. Hälfte so viel vorgenommen. Dann kommst du raus und kassierst wieder einen Nackenschlag.“ Damit meint Stoppelkamp den klaren Elfmeter, dem allerdings zuvor ein Foul an Abwehrchef Knoll vorausgegangen sein soll: „Eine unglückliche Situation, da muss ein Schiedsrichter zuvor unterbinden.“
Der MSV-Kapitän zur Abwehrleistung: „Insgesamt verteidigen alle Mann schlecht. Das sind nicht nur die da hinten. Klar machen wir blöde Fehler. Wir sind totgesagt, wir sind totgeschrieben, aber wir sind immer noch lebendig.“
Stoppelkamp stellt sich vor den Trainer Schmidt: „Wir Spieler müssen es richten und das haben wir bisher noch nicht gemacht.“
BVB-Trainer Enrico Maaßen, mit nur einer Niederlage aus den letzten 6 Spielen, Platz 8: „Wir haben gut gespielt, aber wir hatten schon die eine oder andere Schwäche. Weil Duisburg sehr gut und sehr variabel gespielt hat. Das haben wir in der 2. Halbzeit angepasst und hatten dann besseren Zugriff. Dadurch haben wir uns gute Chancen erspielt, das war ein verdienter, wichtiger Sieg. Einfach, um möglichst schnell viele Punkte zusammen zu haben und dann nichts mehr mit unten zu tun zu haben.“
TSV 1860 München – Eintracht Braunschweig 2:2
Nach 4 Siegen, das erste Remis. Der Grund: nur eine Halbzeit löwenstark. Der TSV 1860 München zauberte, aber dann war plötzlich Braunschweig löwenstark. Sechzig-Trainer Michael Köllner analysierte: „Das 2:0 war ein gutes Fundament für das Spiel, das wir leider nicht genutzt haben…Ich glaube, dass in der 2. Halbzeit der Kopf einfach ein bisschen mehr eine Rolle gespielt hat. Dass wir zu viel wollten. Dadurch sind wir verkrampft. Fußballerisch war das dann zu wenig. Der Kopf hat uns da einen Streich gespielt.“
Köllners Fazit: „So ein Unentschieden musst du schon mal einkalkulieren. Wichtig war, dass wir nicht verloren haben. Wenn du 2:0 führst, dann ist das natürlich blöd, weil du denkst: das Ding ist zu Hause.
Marcel Bär traf zum 1:0, sein 10. Tor – er wirkte dennoch etwas geknickt: „Das ist schon bitter. Aber man muss aufgrund der 2. Halbzeit schon auch sagen: der Punkt ist für Braunschweig verdient. Wir sind da gar nicht mehr in unser Spiel gekommen.“ Der Grund: „Wir waren nicht mehr mutig genug, zu langsam, keine Chancen mehr kreiert, zu hastig und sind auch nicht nachgerückt.
Braunschweigs Trainer Michael Schiele appellierte vor dem Löwen-Duell an sein Team, so zu spielen, „was uns 2021 ausgezeichnet hat: mutiger, unkomplizierter spielen. Dann kommen wir auch wieder dahin, wo wir 2021 waren“ - auf einem Aufstiegsplatz. Braunschweig ist mindestens bis morgen Abend Dritter, gute Laune bei Michael Schiele nach der Partie: „Die ersten beiden Chancen hat der Gegner gleich reingemacht. Wenn Sechzig den Ball vorne hat, dann spielen sie schnörkellos, mit wenigen Kontakten. Ich habe aber auch große Probleme beim Gegner gesehen, wenn wir schnörkellos spielen. In der 2. Halbzeit haben wir´s noch besser umgesetzt, wie wir eigentlich spielen wollen. Wir sind zufrieden mit einem Punkt, aber wir waren auch nah an einem Dreier dran.“
„Wir hatten uns mehr vorgenommen“, meinte Bryan Henning: „Eigentlich waren die Halbzeiten gar nicht so unterschiedlich. Wir haben in der 2. Halbzeit nur die Konter besser verteidigt. In der 1. Halbzeit haben wir da die Gegentore bekommen.“
Zwickau gegen Lautern Der Aufreger im Video:
Der 1. FC Kaiserslautern bleibt auch im 10. Spiel ungeschlagen, gewinnt davon siebenmal, steht mit 45 Punkten weiter auf Platz 2 in der Tabelle. Nach dem Spiel wollte Lauterns Trainer Marco Antwerpen dem Zwickauer Trainer Joe Enochs nicht die Hand geben und schubste ihn weg. Von den Zwickauer Fans gab´s dafür Schmähungen – in jeder Art.
Trainer Joe Enochs über die Aktion mit Marco Antwerpen: „Das möchte ich nicht kommentieren. Ich wollte ihm die Hand geben und zum Sieg gratulieren und er wollte das nicht. Muss er selber wissen. Ich bin jetzt 5 Jahre hier und ich brauche das nicht. Bei allen Emotionen. Ich wünsche ihm und seiner Mannschaft alles Gute. Wir haben jetzt zweimal gegen ihn gespielt und ich muss ihn dann auch nicht mehr sehen.“
Laterns Trainer Marco Antwerpen zum verweigerten Handschlag und Schubser: „Das war eher meine persönliche Beziehung zu diesem Trainer und da muss man manchmal auch seinen eigenen Weg gehen und das habe ich gemacht… Er weiß schon, was er da immer alles macht am Platz und da muss man dann auch nicht immer rübergehen und ihm die Hand geben. In diesem Fall habe ich es dann mal nicht gemacht.“
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