16.12.2021
Bundesliga

BVB-Coach Rose in Rage: "Seit Saisonbeginn nagelt Didi Hamann gegen uns"

• Leverkusen verspielt nächste Führung: „Es ist kein Pech mehr“ • Fürth-Trainer Leitl hadert mit dem Schiedsrichter: „Überzeugt, dass es Gelb-Rot ist“ • RB bleibt auswärts sieglos: „Müssen mehr Tore machen“ • Sky Experte Hamann zur Spielweise des BVB: „Schwere Kost“

Unterföhring, 16.12.2021

Die wichtigsten Stimmen zu den Mittwochspartien des 16. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky


 

Marco Rose (Trainer Borussia Dortmund) …

… zu Didi Hamann: „Es geht eigentlich schon von Beginn dieser Saison an, dass Didi Hamann gegen uns nagelt. Vielleicht lade ich ihn mal ins Stadion oder zu mir ein. Wenn man unsere bisherige Saison und die Umstände, unter denen wir arbeiten, sieht und bei einem guten Kader ständig die Hälfte fehlt und du wegen Länderspielen und Verletzungen schon mit ganz wenigen Spielern in die Saison gehst und dann ständig Jungs wegbrechen und du eigentlich nie mit der Mannschaft spielen kannst, mit der du spielen möchtest, dann kann man ein paar Sachen auch nachvollziehen. Wir sind schwer enttäuscht über das Champions-League-Aus, aber wir haben 34 Punkte in der Bundesliga und haben auch schon ein paar ordentliche Spiele gemacht.“

… zu den Ansprüchen des BVB: „Wir sind die einzige Mannschaft in Deutschland, die hingeht und sagt: ‚Wir wollen den Bayern ihre Position streitig machen‘. Und das vor der Saison, während der Saison, vor dem direkten Duell und auch nach wie vor. Sollen sich doch alle freuen, dass es eine Mannschaft gibt, die das macht und probiert. Dass wir dem bis hierhin nicht immer gerecht werden, und dass wir in der jetzigen Form sicherlich keine Chance haben, die Bayern vom Thron zu stoßen, ist doch klar. Aber wir arbeiten daran und wollen es besser machen. Aber sich jede Woche hinzustellen und gegen uns zu schießen ist schwierig.“ 

   ​

Gregor Kobel (Torhüter Borussia Dortmund): „Es war wichtig, nach den letzten beiden Bundesligaspielen mal wieder drei Punkte zu holen. Über die Art und Weise kann man natürlich diskutieren. Man hat gemerkt, dass es kein superschönes Spiel war. Wir hätten sicher besser spielen können. Aber Hauptsache drei Punkte. Es ist das wichtigste, dass wir wieder Punkte aufs Konto kriegen.“ 

 

Stefan Leitl (Trainer SpVgg Greuther Fürth) 

... zum ausbleibenden Platzverweis für Bellingham: „Ich bin davon überzeugt, dass es eine Gelb-Rote Karte ist und dass der Schiedsrichter das sehen muss. Er ist unmittelbar in der Nähe des Geschehens und dann muss ich halt auch die Courage haben, die Pfeife in den Mund nehmen und da rein pfeifen.“  

… zum strittigen Zweikampf von Jude Bellingham: „Er geht mit einer großen Dynamik in den Zweikampf und spielt zwar den Ball, aber die Sohle ist offen und er nimmt ein Foul in Kauf. Dann ist es für mich eine klare Gelbe Karte und dann ist es Gelb-Rot. Es ist natürlich ärgerlich für uns, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Es steht 1:0 und wenn wir in Überzahl agieren können, dann gelingt uns zumindest hypothetisch vielleicht der Ausgleich oder du verlierst am Ende wenigstens nicht 3:0. Es ist schon eine Szene, die mich brutal ärgert, und es ist nicht die erste in dieser Saison. Aber das müssen wir so hinnehmen.“  

… zum Spiel: „Wir haben unsere Umschaltmomente nicht sauber ausgespielt. Trotzdem waren es gute Momente. Wir konnten das Zentrum sehr kompakt halten, das ist uns gut gelungen. Insgesamt haben sich die Chancen für Dortmund in Grenzen gehalten.“ 

 

Sascha Burchert (Torwart SpVgg Greuther Fürth): „Wir haben es bis zur 80. Minute komplett offengehalten. Vielleicht nicht, was den Ballbesitz angeht, aber was die gefährlichen Situationen Richtung Tor angeht. Ich sehe es positiv. Wir haben aus dem Spiel heraus kaum Chancen zugelassen und hatten vorne ein paar Aktionen mehr. Es ist ein Schritt nach vorne.“ 

 

Patrik Schick (Torschütze Bayer 04 Leverkusen) … 

… zur nächsten verspielten Führung: „Es ist kein Pech mehr. Wir müssen an unserer Mentalität während des Spiels arbeiten.“ 

… zum Spiel: „Es war fast derselbe Start wie gegen Frankfurt. Wir führen 2:0, kassieren ein Tor und dann geht es komplett bergab.“ 

 

Lukas Hradecky (Torhüter Bayer 04 Leverkusen): „Wir waren ohne Grund unsicher. Wir führen und machen es dann zu lässig und gehen nicht in die Duelle. Es ist enttäuschend, das macht die Stimmung natürlich schlecht.“ 

 

Angelo Stiller (Torschütze TSG 1899 Hoffenheim): „Wir wissen, dass wir auch nach einem 0:2 noch zurückkommen können. Wir haben an uns geglaubt. Es war ein bisschen unglücklich vor dem Tor, mal Pfosten, mal Latte. Aber dann umso schöner, dass es noch mit einem Punkt geklappt hat.“

 

Oliver Baumann (Torhüter TSG 1899 Hoffenheim) zur Frage, was der Schlüssel zur Aufholjagd war:„Sie einfach immer, immer weiter nerven. Wir wissen ja, was bei ihnen letzte Woche passiert ist.“

 

Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin): „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Nach dieser anstrengenden Vorrunde nochmal so ans Limit zu gehen, ist echt klasse. Aber wir müssen uns auch am Limit bewegen, um in der ersten Bundesliga zu punkten.“

 

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): „In der ersten Halbzeit hatte Union ein bisschen mehr. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann drei sehr gute Chancen und machen sie nicht. Und wenn du kein Tor schießt und dann einen Punkt holst, musst du zufrieden sein.“

 

Niklas Dorsch (FC Augsburg) …

… zum Spiel: „Wir haben zu einfache Fehler gemacht und als Team nicht gut verteidigt. Wir waren glücklich, dass es zur Halbzeit nur 1:0 stand und haben in der zweiten Halbzeit wieder eine super Reaktion gezeigt. Wir haben kaum noch eine Chance zugelassen, sondern im Gegenteil eher vorne Druck gemacht und auch Chancen herausgespielt. Am Ende auf jeden Fall ein verdienter Punkt.“

… zur Halbzeitansprache von Markus Weinzierl: „Er hat draufgehauen, was auch enorm wichtig und angebracht war.“

 

Willi Orban (RB Leipzig): „Wir hätten einfach die Chancen mehr nutzen müssen. Wir hatten ganz viele Hundertprozentige und hätten das Spiel in der ersten Halbzeit schon beenden können. Wir müssen mehr Tore machen.“

 

Adi Hütter (Trainer Borussia Mönchengladbach) … 

… zum Spiel: „Die Niederlage schmerzt natürlich extrem. Das muss man ganz klar sagen. Die Mannschaft hat bis zum Schluss alles gegeben. Das Ausgleichstor vor der Pause war ungünstig, dann dieser Doppelschlag nach der Pause. Trotzdem hat die Mannschaft bis zum Schluss gefightet und gekämpft.“

… zu den Gegentoren: „Beim ersten Tor sind wir selbst verantwortlich. Tor Nummer zwei und drei müssen wir besser verteidigen. Auf der anderen Seite haben wir auch die Tormöglichkeiten, die man besser nutzen kann. Was einfach nicht geht, ist, dass wir uns zurück kämpfen zum 2:2 durch einen Elfmeter und dann postwendend das 2:3 kriegen. Das ist das, was unglaublich stört.“ 

 

Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach): „Die Situation ist jetzt seit drei, vier Spielen so, wie sie ist. Da müssen wir alle zusammen wieder rauskommen. Davor lief es eigentlich ganz gut und jetzt haben wir uns das seit vier Spielen natürlich selbst eingebrockt.“ 

 

Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt): „Es war vor allem ein geiler Sieg so, wie wir wieder zurückgekommen sind. Wir haben wieder ein frühes 1:0 kassiert, aber es ist einfach unsere Qualität, dass wir nie aufstecken. In der zweiten Halbzeit haben wir schönen Fußball gespielt und die Tore schön rausgespielt. Und wenn man am Ende 20 Minuten lang in Unterzahl ist und das Ding noch über die Bühne bringt, dann macht es einfach arg Spaß.“

 

Oliver Glasner (Trainer Eintracht Frankfurt): „Wie sich die Jungs in die Bälle reingeschmissen haben und wenn mal einer durchgekommen ist, dann war Kevin Trapp da – das zeichnet uns einfach aus. Das gemeinsame Fighten für den Erfolg. Deshalb denke ich, dass es nicht ganz unverdient ist.“

 

Sky Experte Dietmar Hamann …

… zur Spielweise des BVB: „Schwere Kost, wie die ganze Saison schon. Sie arbeiten Fußball, sie spielen keinen Fußball. Sie hatten in der zweiten Hälfte mit einer 1:0-Führung gegen den Tabellenletzten, der vier Punkte hat, in der 82. Minute den ersten Torschuss. Ich weiß nicht, wie die Ansprüche in Dortmund sind. Man hört ja nichts und man scheint sich da so durchzuwurschteln. In der Liga stehen sie ja ganz ordentlich da. Aber man muss einfach sagen bei dem Kader, den sie haben: Das hat mit Fußball wenig zu tun. Klar war wichtig, dass sie das Spiel gewinnen, weil die Bayern zu weit weg sind. Aber sie müssen anfangen, Fußball zu spielen. Wenn das der Anspruch der Dortmunder ist, dann frage ich mich, warum man zu Saisonbeginn ausruft: ‚Wir wollen die Bayern jagen, wir wollen die Bayern vom Thron stoßen.‘ Das ist mir viel zu wenig.“ 

… zur angespannten Lage in Gladbach: „Sie haben es probiert, hatten einige Chancen. Trapp hat ein paar Mal super gehalten. Die Frage ist, ob Max Eberl denkt, dass er in Hoffenheim mit Adi Hütter was holt. Ich glaube, es wird unheimlich eng und schwer für den Trainer. Ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht schon vor Samstag etwas passiert, denn sie müssen einen Punkt holen in Hoffenheim, weil sie jetzt mitten im Abstiegskampf sind. Deshalb war das auch diesmal wieder über 90 Minuten sehr ernüchternd.“

… zu den Gründen für die nächste verspielte Führung der Leverkusener: „Fehlende Cleverness, fehlendes Spielverständnis und fehlendes Game Management. Du kannst, wenn du 2:0 führst, nicht mit offenem Visier spielen. Dann lassen sie sich bei den beiden Gegentoren viel zu einfach verladen. Sie haben unheimliche Qualität nach vorne, aber müssen mal verstehen, was sie in welcher Situation tun müssen. Das müssen sie möglichst schnell lernen.“

… zu Jude Bellingham: „Entweder der Schiedsrichter lässt es laufen oder er pfeift ab. Wenn er es als Foulspiel bewertet, dann muss er ihn verwarnen und dann hätten die Dortmunder in der zweiten Hälfte mit zehn Mann weiterspielen müssen. Bellingham ist ein toller, herausragender Spieler. Aber er ist ja schon einmal unangenehm aufgefallen mit seinen Aussagen nach dem Bayernspiel. Und auch diesmal mit dem Torwart. Das ist Spinnerei, das hat mit Fußball nichts zu tun. Das braucht er gar nicht. Er soll sich auf den Fußball konzentrieren.“

 

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