Unterföhring, 18.09.2025
Didi Hamann erklärt in seiner Kolumne, warum der Elfmeter-Streit zwischen den Dortmundern Guirassy und Bensebaini überflüssig war. Den FC Bayern sieht der Sky Experte nach dem Sieg in der Champions League gegen Chelsea keinesfalls als Außenseiter.
Hamann bewertet auch die Leistungen von Serge Gnabry, Felix Nmecha und Jobe Bellingham.
Das Spiel gegen Chelsea war der erste Gradmesser der Saison, und der FC Bayern hat diese Probe gegen eine gute Mannschaft mit Bravour bestanden.
Ich würde nicht wie Manuel Neuer von "Krönung" sprechen, weil bei der Klub-WM viele gute Mannschaften nicht dabei waren. Aber Chelsea so zu dominieren, das muss man erst einmal schaffen.
Gnabry kann sehr wichtig sein
In der vergangenen Saison hatten die Bayern in der Champions League Probleme und mussten in die Playoffs. Das Programm ist auch dieses Mal nicht einfach. Darum war das 3:1 ein hervorragender Start, den du auch brauchst, um am Ende direkt ins Achtelfinale einzuziehen.
Mit Michael Olise und Harry Kane haben sie zwei Spieler, die immer zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle sind. Serge Gnabry hat die Spritzigkeit zurückgewonnen, die er einige Zeit hatte vermissen lassen. Wenn er es schafft, seine Form konstant zu bringen, kann er sehr wichtig sein. Du brauchst Leute wie ihn mit Tempo und mit dem gewissen Etwas, denn sie können Spiele entscheiden. Deswegen wird auch der Bundestrainer in den nächsten Wochen seine Leistungen genau verfolgen.
Natürlich hat Bayern Ansprüche in der Champions League
Uli Hoeneß hat zuletzt gemeint, Bayern sei in der Champions League nur Außenseiter. Ich glaube, dass Uli sagen wollte, dass die Engländer andere finanzielle Mittel haben und die Bayern da nicht mitmachen wollen oder können. Es war etwas überspitzt formuliert und eine Untertreibung.
Natürlich haben die Bayern Ansprüche in der Champions League. Sie haben gegen Chelsea gezeigt, dass sie mehr als mithalten können. Wenn alle fit sind, haben sie eine sehr gute Mannschaft. Ich glaube, dass sie mit den Großen mitspielen können. Dafür müssen aber alle oder fast alle an Bord sein.
Der Begriff "Farmer's League" für die Bundesliga wird in England häufig verwendet, weil die Bayern viele Spiele hoch gewonnen haben, wie auch dieses Jahr zu Saisonbeginn wieder. Die Dichte an Spitzenteams ist bei uns in Deutschland nicht so hoch wie in England, aber die Top-Mannschaften können international mithalten, das haben wir auch bei den Dortmundern gesehen.
Dortmund hat zwei Punkte hergeschenkt
Der BVB hat beim 4:4 in Turin das Spiel über weite Strecken dominiert und Juventus neutralisiert. Wenn ich aber in der 92. Minute mit 4:2 führe, tue ich mich schwer, den Punkt zu feiern. Niko Kovac hat gesagt, er sei zufrieden und stolz auf seine Mannschaft, aber mit dem Ergebnis kann er nicht zufrieden sein. Wenn du zwei Punkte herschenkst, werden sie dir irgendwann fehlen.
So etwas wie vor dem Elfmeter will man nicht sehen
So etwas wie den Streit vor dem Strafstoß zum 4:2 zwischen Serhou Guirassy und Ramy Bensebaini will man nicht sehen. Ich bin mir sicher, dass so etwas nicht noch einmal passieren wird und ich würde die Geschichte nicht überbewerten. Nach außen hin hat Kovac das Thema wegmoderiert und sich vor Guirassy gestellt. Ich bin mir aber sicher, dass sich das intern etwas anders angehört hat.
Guirassy hatte gegen St. Pauli seinen dritten Strafstoß verschossen, Bensebaini hatte eine 100-Prozent-Quote vom Elfmeterunkt und hat auch gegen Juve sicher verwandelt. Die Entscheidung ist Sache des Trainers. Kovac hat sie getroffen und Guirassy hat sie zu akzeptieren. Da gibt es keine Diskussion. Beide Spieler haben nach dem Elfmeter zusammen gejubelt und sind anscheinend befreundet, was möglicherweise hilft.
Nmecha kann der Nationalmannschaft helfen
Felix Nmecha hat ein gutes Spiel gemacht, Ich habe vor eineinhalb Jahren schon einmal gesagt, dass er mit seiner körperlichen Präsenz und seinen spielerischen Fähigkeiten ein Spieler ist, den wir in Deutschland sonst nicht haben. Er kann der Nationalmannschaft helfen, aber er muss seine Leistung konstant bringen und gesund bleiben.
Bellingham muss weiter hart arbeiten
Jobe Bellingham, der in der 71. Minute für Nmecha kam, konnte keine Pluspunkte sammeln. Er ist ein junger Kerl, darum muss man abwarten, aber im Moment hilft er der Mannschaft noch nicht.
Er muss den Kopf runternehmen, hart arbeiten und zeigen, dass er in der Lage ist, gegen Widerstände anzukämpfen. Es liegt an ihm, sich in die Mannschaft zu spielen. Im Moment ist er davon ein Stück weit entfernt.
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