Fußball

HSV-Coach Polzin trotz Derby-Pleite: „Weit davon entfernt, irgendetwas Grundsätzliches in Frage zu stellen“

St. Paulis Präsident Göttlich rät zu Ruhe: „Viel zu früh, um in Euphorie zu verfallen“ - HSV-Vorstand Kuntz bitter enttäuscht: „Gibt nichts Schlimmeres“ - Dingert erkennt Fehler an: „Nichts Klares zu sehen, ein normaler Zweikampf“ - Meijer zu Polzins neuer Philosophie: „Dann zieh das Ding durch“

Unterföhring, 29.08.2025

Die wichtigsten Stimmen zum Freitagabendspiel des 2. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli (0:2) bei Sky.  

 

Merlin Polzin (Trainer Hamburger SV) ...

... zur Derby-Niederlage: „Es ist sehr bitter und enttäuschend, dass wir nicht das auf den Platz gebracht haben, was gereicht hätte, um das Spiel zu gewinnen.“ 

... zum 0:1: „Das haben Standardsituationen an sich, dass man sich gut darauf vorbereiten kann. In dem Fall sah es für St. Pauli gut aus.“

… zum Abseitstor: „Wenn man ein Tor erzielt, das nicht gegeben wird, ist es immer bitter. Gerade wenn man weiß, dass Kleinigkeiten entscheidend sein werden.“

… zum zweiten Spiel ohne Treffer: „Wir haben viele Spieler, die für Gefahr sorgen können. Wir haben es in der ersten Halbzeit immer wieder geschafft, vor die letzte Kette vom Gegner zu kommen, haben da aber einfach die falschen Entscheidungen getroffen und es nicht geschafft, entscheidend in den Sechzehner zu kommen. Das ist ein Thema, an dem wir weiter arbeiten wollen und müssen.“

… zur Frage, ob seine überholte Philosophie die richtige sei: „Nach einem enttäuschenden Spiel, was das Ergebnis angeht, bin ich weit davon entfernt, irgendetwas Grundsätzliches in Frage zu stellen. Die Jungs gehen den Weg voll mit, wir bringen eine gute Art und Weise aufs Feld, um in der Bundesliga zu bestehen.“

 

Stefan Kuntz (Vorstand Sport Hamburger SV) …

… zur Derby-Niederlage: „Es gibt nichts Schlimmeres, als ein Derby zuhause zu verlieren. Wir wollten anders in unsere Heimspiele starten. Insgesamt muss man fairerweise sagen, dass wir wussten, dass wir wahrscheinlich noch viel Geduld haben und lernen müssen.“

… zum Schiedsrichter: „Aus unserer Sicht haben wir ein rotwürdiges Foul gesehen und waren schon verwundert, dass es nicht überprüft wurde.“

… zur Transferphase: „Wir müssen Ruhe behalten. Wir haben das so erwartet. Wir schauen mal, was wir bis Montagabend noch hinbekommen. Dann ist die Länderspielpause und wir können noch etwas einüben.“

… zur Frage, ob man einen Offensivspieler suchen würde: „Ja. Jemand, der das Spiel aus dem Mittelfeld ins vordere Drittel transportiert und den letzten Pass spielen kann, aber auch selbst torgefährlich ist. In die Richtung gucken wir.“

 

Daniel Heuer Fernandes (Torwart Hamburger SV) …

… zur Derby-Niederlage: „Das tut weh. Wir hatten uns das anders vorgestellt, haben alles rausgehauen. Wir hatten nicht die Momente auf unserer Seite, gerade mit dem Abseitstor. Es gibt Gründe, warum wir verloren haben. Die analysieren wir und trotzdem machen wir weiter und jeder, der uns gesehen hat, hat gesehen, dass wir Vollgas geben, weiter zusammenstehen und unsere Punkte holen werden.“

… zum 0:2: „Wir hatten viel Platz zwischen mir und der letzten Kette. Schneller Spieler von St. Pauli, da muss ich vorsichtig sein, dass er mich nicht außerhalb des Sechszehners erwischt. Ich habe dann relativ früh gesehen, dass er mich umkurven will, aber mit dem Tempo hat er mich umkurvt und ihn dann reingemacht.“

 

Yussuf Poulsen (Hamburger SV) …

… zur Derby-Niederlage: „Es tut zuhause natürlich weh. Wir haben alles in das Spiel gelegt, das haben alle gesehen. Wir waren einfach in den entscheidenden Momenten nicht stark genug.“

… zu den entscheidenden Faktoren: „Sie haben größere Chancen kreiert. Wir hatten genauso viele Aktionen um die Box rum, aber wir haben sie nicht genutzt, um gefährlicher zu werden. Daran müssen wir weiter arbeiten und besser werden.“

 

Alexander Blessin (Trainer FC St. Pauli) ...

... zum Spiel: „Bundesliga-Spiele zu gewinnen, ist generell sehr schön. Das erste Derby war schon etwas sehr Besonderes. Das wollten wir, dass wir die Atmosphäre aufsaugen und das Publikum verstummen lassen.“

... zur Mentalität seiner Mannschaft: „Die Jungs funktionieren einfach. Man muss sie bei so einem Spiel nicht extra motivieren. Die Jungs haben letztes Jahr immer Charakter gezeigt und alles abgerufen, das war nie das Problem. Jetzt haben wir Schritt für Schritt gemacht, dass wir fußballerisch gut sind, haben aber nie unsere Basiselemente verloren.“ 

… zur Tabellenführung: „Das ist schön und das nehmen wir mit. Es war ein guter Start, wir haben aber noch einiges zu tun und es war der zweite Spieltag. Mund abwischen und weiter geht’s.“

 

Louis Oppie (FC St. Pauli) …

… zum Derby-Sieg: „Es war unfassbar - Die Atmosphäre allgemein im Stadion und was unsere Fans und die Mannschaft abgeliefert haben, ist überragend.“

… zum entscheidenden Faktor: „Mal wieder unsere Mentalität, wie im Dortmund-Spiel. Wir fighten, der eine macht einen Fehler und der andere ist sofort da. Wir spielen, haben Vertrauen in unsere Qualitäten und das hat uns mal wieder ausgemacht.“

 

Oke Göttlich (Präsident FC St. Pauli) …

… zum Derby-Sieg: „Es ist Anfang der Saison, es sind weitere drei Punkte. Wir wissen, dass wir an die 40 Punkte drankommen müssen. Es ist total schön. Ein Derby-Sieg ist unfassbar und ich freue mich unheimlich für unsere Fans. Es gab in den letzten Wochen einige Situationen, die zwischen den Fanlagern schwierig waren. Unsere Leute sind wahnsinnig ruhig geblieben. Ich hoffe, dass wir das beibehalten.“

… zur Frage, ob die Mannschaft reifer geworden sei: „Wir müssen uns jeden Tag weiterentwickeln. Diese Liga kennt keine Pause. Jedes Spiel ist ein Widerstand, den wir angehen müssen. Wir müssen robust sein, wir müssen intensiv sein und Ballgewinne erzielen. Wir haben vorne mehr Möglichkeiten kreiert. Wir haben uns einen kleinen Schritt weiterentwickelt, aber es ist viel zu früh, um in Euphorie zu verfallen. Wenn auch ein Sieg hier ganz gut schmeckt.“

 

Andreas Hountondji (Torschütze FC St. Pauli) …

… zum Derby-Sieg: „Ein verrückter Abend. Ein tolles Spiel, unsere Fans haben die Aufgabe verstanden. Sie sind verrückt geworden und wir haben das Spiel gewonnen.“

… zu seinem Treffer: „Es sieht schwieriger aus, als es mir im Spiel vorkam. Vielleicht bin ich sogar zu weit auf der linken Seite.“

 

Hauke Wahl (FC St. Pauli) zum Derby-Sieg: „Es bedeutet mir unheimlich viel. Als Hamburger Jung habe ich die Derbys immer mitbekommen, es waren wahnsinnig wichtige Spiele. Wenn man aus dem Fenster geschaut hat, war richtig viel los. Das zeigt, wie viel dieses Derby dieser Stadt bedeutet. Dieses Spiel zu gewinnen, bedeutet mir wahnsinnig viel.“

 

Jackson Irvine (FC St. Pauli) …

… zu seiner Reha (vor dem Spiel): „Es läuft gut. Ich bin nah, aber noch nicht ganz bereit. Ich kämpfe mich zurück und denke positiv über die nächsten Schritte.“

… zum verpassten Derby (vor dem Spiel): „Als die Ansetzungen kamen, habe ich einen Kreis um dieses Spiel gemacht. Aber Reha ist ein Prozess und es lief nicht so. Es ist eine lange Saison und ich würde lieber 30 Spiele spielen.“

 

Christian Dingert (Schiedsrichter) ...

... zur Entscheidung auf Foulspiel vor dem möglichen 0:2: „Ich war mir in dem Moment sicher, dass ein Stürmerfoul vorliegt. Deswegen habe ich sofort entscheiden. Im Nachgang wäre es stimmiger gewesen, das Ganze weiterlaufen zu lassen, da nichts Klares zu sehen ist, sondern ein normaler Zweikampf.“

... zum Abseitstor: „Es kam sofort die Information, dass auf Abseits gecheckt wird. Mit einem Körperteil, mit dem man ein Tor erzielen kann – in dem Fall der Oberkörper – ist er in der gegnerischen Hälfte und somit ist es abseits.“

 

Sky Experte Erik Meijer ...

... zum Spiel: „St. Pauli hat große Schritte gemacht und ist sehr selbstsicher aufgetreten. Das 3:3 gegen Dortmund hat mit Sicherheit geholfen. Der HSV ist in der Bundesliga angekommen, aber da zu bleiben, kostet etwas. Die Mannschaft ist noch nicht so eingespielt, wie es sein soll.“ 

... zur neuen Philosophie von HSV-Coach Polzin: „Wenn du es änderst, darfst du nicht nach zwei Spieltagen alles zurückdrehen. Dann zieh das Ding durch.“

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