„Wie Brüder“ Berlin erfüllt seine Titel-Mission durch die beste Team-Performance und weil Goalie Niederberger „alles gegeben hat, was ich hatte!“
Bonn, 05.05.2022
Die Eisbären Berlin sind zum 9. Mal Deutscher Meister, verteidigt den Titel: 5:0-Sieg im Finale 4 gegen den EHC Red Bull München. Und einer hatte besonders großen Anteil an diesem Erfolg – Berlins Torhüter Mathias Niederberger, der noch nie besser hielt: „Wahrscheinlich nicht. Ich habe alles gegeben, was ich hatte. Und es hat funktioniert.“ Berlin zweifacher Meister-Trainer Serge Aubin über das Erfolgsrezept der Eisbären: „Wie kümmern uns umeinander. Wie Brüder. Wir hatten eine Mission und wir wollten uns durch nichts davon abbringen lassen.“ Frank Hördler gewann seinen 9. Titel, wurde zum MVP der Playoff-Serie gewählt, sprach über seinen Antrieb, die Opferbereitschaft in den Playoffs und wie es sich anfühlt, den Titel mit seinem Team erreicht zu haben: „Das ist so viel wert und das will man immer wieder haben. Ich bin so dankbar, dass ich das 9 mal schaffen durfte.“ Der neue Deutsche Vize-Meister München wirkte gefasst. „Der Teufel war auf ihrer Seite“, bilanzierte Münchens Trainer Don Jackson, der seine Mission bei EHC Red Bull noch nicht beendet sieht: „Ich will noch ein Jahr dranhängen. Na klar!“
Nachfolgend die wichtigsten Stimmen und Clips vom Spiel 4 der Finalserie München gegen Berlin – bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Der Link zu den Feierbildern: https://thinxpool.files.com/f/db47423c73972b1a, Die Deutsche Nationalmannschaft testet am Sonntag, 8. Mai, gegen Österreich. Ab 19.00 Uhr live bei MagentaSport. Am 13. Mai startet die WM in Finnland – alle deutschen Gruppenspiele und Viertelfinals zeigt MagentaSport live.
EHC Red Bull München - Eisbären Berlin 0:5 – Stand: 1:3
Berlins zweifacher Meister-Trainer Serge Aubin über diesen Titelgewinn: „Ich kann´s nicht beschreiben. Es ist unglaublich. Das ganze Jahr, das ganze Jahr haben diese Jungs alles gegeben und investiert. Dann kamen Verletzungen, neue Spieler kamen hinzu. Wir waren als Team wirklich zusammengeschweißt. Ich kann gar nicht sagen, wie stolz ich auf diese Spieler bin.“ Was Berlin als Team ausmache: „Wie kümmern uns umeinander. Wie Brüder. Wir hatten eine Mission und wir wollten uns durch nichts davon abbringen lassen. Es war schwer, wirklich schwer. Aber jetzt fühlt es sich umso besser an.“ Was die Mannschaft spielerisch geleistet habe: „Wir haben wirklich schlau gespielt. Alle Details, an denen wir das ganze Jahr gearbeitet, haben wir nun umgesetzt. Die Jungs haben sich für diesen Weg entschieden und der Titelgewinn ist der Lohn.“
Aubin über Frank Hördler, der nun bei allen 9 Titel dabei war: „Wisst ihr was: der Typ ist eine Legende. Eine Legende, die noch spielt.“
Ob Aubin ein „Feierbiest“ sei: „Nicht immer, aber heute Nacht bestimmt.“
Mathias Niederberger wollte den Lohn für diesen Sieg nicht alleine einstreichen: „Wenn´s darauf ankommt, sind wir eine Einheit. Wir haben wirklich alles eingeschmissen, dass wir kein Gegentor kriegen. Und dann kriegen die Chancen und machen sie.“ Ob es schon mal einen besseren Mathias Niederberger gegeben hat: „Wahrscheinlich nicht. Ich habe alles gegeben, was ich hatte. Und es hat funktioniert.“
Frank Hördler gewann nicht nur seinen 9. Titel er wurde auch MVP der Playoff-Serie: „Wir haben viele Jungs, die das genauso verdient haben. Der MVP gehört der Mannschaft. Ich bin total begeistert von der Team-Leistung.“
Hördler über seinen 9. Titel: „Wenn du in die Playoff kommst, dann weißt du, was das für eine Opferbereitschaft braucht, um bis zum Ende durchzuhalten. Und diese Erinnerung, die man danach hat, mit den Jungs, was man vollbracht hat. Wie viel Zeit man miteinander verbracht hat. Das ist so viel wert und das will man immer wieder haben. Ich bin so dankbar, dass ich das 9 mal schaffen durfte.“ Ans Aufhören denkt Hördler nicht: „Ich probiere nochmal, nächstes Jahr anzugreifen.“
Marcel Noebels: „Das 1. Drittel war entscheidend. Wir haben da unheimlich gut verteidigt. München ist mit viel Druck aus der Kabine gekommen. Wir haben es geschafft, effizient zu sein. Wir hatten zum richtigen Zeitpunkt, die richtigen Antworten.“
Noebels über die Anzahl der Spiele: „Um ehrlich zu sein: ich hatte damit aufgehört zu zählen, wieviel Spiele wir in wie vielen Tagen gespielt haben. Wir haben jeden Moment genossen….Wir sind glücklich, dass wir das Herz in der Mannschaft hatten, um auch in einer schwierigen Phase zu überleben. „
Aufhören? „Nein!“ Münchens Don Jackson will wieder angreifen
Münchens Trainer Don Jackson: „Der Teufel war auf ihrer Seite. Der Puck ging einfach nicht ins Tor.“Zu Mathias Niederberger: „Er hat den großen Unterschied ausgemacht.“ Ob es wirklich nur an Niederberger lag, was gefehlt habe, um Champion zu werden? „Keine Frage: die Pucks müssen auch mal reingehen. Alle Spiele, bis auf heute, waren enge Spiele.“
Don Jackson will auf jeden Fall weitermachen: „Ich will noch ein Jahr dranhängen. Na klar!“
Münchens Kapitän Patrick Hager: „Ich denke, bis auf das, dass wir unsere Torchancen nicht genutzt haben, kann man uns nicht viel vorwerfen. Berlin war heute einfach eiskalt. Hat die ersten 30 Minuten dabei genutzt zu 3 Toren. Mathias hat alles gehalten. Wir haben alles probiert. Aber am Ende musst du die Tore halt schießen. …Berlin hat die ganze Saison hat für den Titel gearbeitet. Die haben das ganze Jahr überragend gespielt. ..Aber wir hätten heute definitiv mehr verdient gehabt. Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Im Großen und Ganzen: Gratulation an Berlin. Wer die ganze Saison da oben steht, der hat das verdient.“
Maximilian Kastner hatten beim 0:4 nach dem 2. Drittel erklärt: „Zwei, drei Fehler, mehr haben wir Berlin gar nicht gegeben. Und die nutzen es eiskalt aus. Wir beißen uns gerade die Zähne aus gegen einen Mann.“ Er meinte da schon Goalie Mathias Niederberger.
Berlins Sportdirektor Andre Richer, ebenfalls in der 2. Drittelpause, war ganz schön nervös: „Es steht 4:0, aber es ist kein 4:0. München spielt überragend, machen viel Druck. Wir haben unsere Chancen gut genutzt.“ Die Basis: Goalie Mathias Niederberger: „Er hat uns im Spiel gelassen. Mathias macht den Unterschied.“
Berlins Kai Wissmann nach dem 1. Drittel, die Eisbären führten mit 1:0 – es war das 3. Drittel spielübergreifend, in dem München kein Tor gelang: „Wir arbeiten sehr hart hinten – keiner verlässt die Zone bevor nicht der Puck draußen ist. Mathias hält gut und wir machen unsere Sache gut, weil wir die Nachschüsse wegnehmen.“
Die Interviews nach dem Spiel gibt´s hier: https://thinxpool.files.com/f/0ce5f05b5f27edbf
Stimmen vor dem Spiel
Eisbären-Trainer Serge Aubin über die Attribute seiner Mannschaft und dem Ausblick: „Charakter, Hingabe. Wir sind gut zusammengestellt, arbeiten hart über das gesamte Jahr...Wir müssen mit Selbstvertrauen und Spaß spielen – das ist schon das ganze Jahr unser Motto: habt Spaß! Wir wissen was wir zu tun haben. Alles ist jetzt gleich: die gleiche Eisfläche, alles ist gleich. Wir müssen nun nur noch erfolgreich abschließen.“
Münchens Frederik Tiffels über den Druck, nicht verlieren zu dürfen: „Wenn man das ganze Jahr betrachtet, auch in der Champions League: wenn wir liefern mussten, haben wir geliefert.“ Tiffels und sein Anspruch, Meister zu werden: „Motivation pur. Ziel Nummer 1 von Anfang an. Das ist eine tolle Herausforderung, eine tolle Möglichkeit heute, das Spiel zu gewinnen, morgen nach Berlin zu fahren und den Titel zu gewinnen.“
Nagelsmann, der Eishockey-Fan und Verteidiger, über die „extreme“ Belastung: „Das ist schon unfassbar, kann man sich im Fußball nicht wirklich vorstellen.
In der 1. Drittelpause war FCB-Meistercoach Julian Nagelsmann beim Finale München gegen Berlin und am Mikrofon von MagentaSport. Nagelsmann ist Eishockey-Fan und „hat relativ früh angefangen, Eishockey zu spielen. Erst in Landsberg, dann beim SV Apfeldorf, neben dem Fußball. Irgendwann ging´s nicht mehr parallel, weil einfach auch die Zeit nicht mehr da war und auch der Körper nicht mehr alles mitgemacht hat. Jetzt ab und zu spielen wir noch im Trainer-Team, auch in der schönen Halle hier. Tatsächlich einmal in der Woche, wenn wir´s schaffen. Ich bin ein leidenschaftlicher Fan und auch noch gern auf dem Eis, wenn auch auf einem anderen Niveau, was man heute hier sieht…Ich habe immer Verteidiger gespielt. Wahrscheinlich, weil ich recht groß und als Stürmer zu unbeweglich bin.“
Begeistert ist er vom Eishockey, weil: „Es geht einfach immer hin und her, es gibt immer Abschluß-Situationen, viel Köperkontakt, es sind viele Emotionen im Spiel.“
Nagelsmann über die Belastung der Final-Teams: „Das Pensum dieses Jahr, aufgrund der Corona-Pause, das ist schon extrem. Ich habe gefragt: fliegen die eigentlich immer zusammen hin und her? Das ist schon unfassbar, kann man sich im Fußball nicht wirklich vorstellen. Ich glaube, du kannst gar nicht so viel nach- und vorbereiten. Es geht einfach darum, den Rhythmus mitzunehmen. Das ist schon als Trainer schwer und für Spieler sowieso.“
Nagelsmann über die Belastung von Fußballern Eishockey-Spielern: „Grundsätzlich liegt der Vergleich nah, aber eigentlich macht’s keinen Sinn, weil die Belastungsstruktur eine komplett andere ist.“
Julian Nagelsmann über Don Jackson: „Da ist ein sehr sympathischer Mann und offenbar auch ein sehr, sehr guter Trainer.“ Don Jackson traf er „bei einem Spiel in der Liga-Phase. Da haben wir ganz kurz gesprochen, in der Kabine, direkt vor dem Spiel. Das ist auch im Fußball undenkbar, dass ein anderer Trainer dich da noch kurz reinlässt – fand ich total cool.“
Nagelsmann ist München-Fan, einen Lieblingsspieler hat er auch: „Ich finde Tiffels überragend, weil er eine unfassbare Schlittschuh-Technik hat. So schnell wie er sich auf dem Eis bewegt – das ist wie ein Tänzer.“
Der Link zum Interview mit Julian Nagelsmann: https://thinxpool.files.com/f/3ceb2e47a4961bfe
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