„Julian hat sicher auch gemerkt, dass die Nationalmannschaft nochmal eine Stufe höher ist“
Bonn, 01.12.2023
Die Telekom und MagentaTV haben ihr breitgestaffeltes Engagement zur EURO2024 auf einer Presse-Veranstaltung in Hamburg vorgestellt. Neben dem Redaktionsteam mit Johannes B. Kerner, Michael Ballack, Tabea Kemme und Wolff Fuss wurde Shkodran Mustafi als Neuzugang vorgestellt. Darüber hinaus war die Gruppenauslosung (morgen ab 17.30 Uhr live bei MagentaTV und auf den MagentaSport-Plattformen) Diskussionsthema. „Ich wünsche mir Italien und Österreich für die Gruppe“, erklärte DFB-Sportdirektor Rudi Völler, der als Gast-Teilnehmer auch um mehr Optimismus warb. „Auch wenn's vielen schwer fällt, nach den beiden Spielen, vor allem das zweite gegen Österreich war wirklich richtig schlecht, bin ich immer noch total optimistisch!“ Über Bundestrainer Julian Nagelsmann, dem nach zuletzt 2 Pleiten der Unmut entgegenschlug, sagt Rudi Völler: „Julian Nagelsmann ist genau der richtige. Wir werden sicher in den nächsten Spielen eine andere Mannschaft sehen. Julian hat sicher auch gemerkt, dass die Nationalmannschaft nochmal eine Stufe höher ist. Da muss man mit umgehen.“ Michael Ballack, erneut Experte zur EURO2024, rät dem Bundestrainer: „Man muss immer reagieren auf die aktuellen Ergebnisse und Leistungen. Das Testen ist irgendwann vorbei.“ Tabea Kemme, ebenfalls als Expertin wieder im MagentaTV-Team, sieht eine psychologische Barriere: „Das Trauma Vorrunden-Aus, das ist das, was wir besiegen müssen.“
Zuvor hatten Michael Hagspihl, Telekom EM-Chef, und Telekom-Privatkundenchef Wolfgang Metze appelliert: „Lasst uns dieses Turnier zu einem Fest für Deutschland machen. Wir als Telekom können keine Tore schießen, aber Motivation können wir alle erzeugen. Lasst uns eine Rolle wieder einnehmen, die uns als Gastgeber präsentiert.“ MagentaTV zeigt alle 51 Spiele der UEFA EURO 2024 live und in UHD-Qualität, davon 5 Partien exklusiv.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler – die wichtigsten Aussagen der Presseveranstaltung der Telekom und MagentaTV
„Ich weiß, auch wenn's vielen schwer fällt, nach den beiden Spielen, vor allem das zweite gegen Österreich war wirklich richtig schlecht, bin ich immer noch total optimistisch. Ich weiß, Optimismus und Zuversicht bei uns Deutschen - wir haben viele Qualitäten, das gehört nicht unbedingt zu unseren Top-Stärken. “
Völler darüber, wie die Mannschaft funktionieren muss: „Das ist letztendlich das ganze Geheimnis, wir müssen versuchen, eine gute Mischung zu finden - zwischen dieser fußballerischen Eleganz, spielerischen Eleganz, Taktik und natürlich auch Wille und Kampfgeist. Das ist die Basis von allem. Das hat doch Argentinien fast in Perfektion gezeigt bei der Weltmeisterschaft: Nur mit Messi geht es nicht. Du brauchst diese gesunde Mischung, dass jeder für den anderen da ist, bis an die letzten Prozent rangeht, nur so funktioniert es. Nur mit fußballerischer Eleganz funktioniert es nicht, es muss beides funktionieren. Da müssen wir auch mal auf die anderen schauen, und das machen wir."
Völler über die möglichen Lehren von Julian Nagelsmann aus den letzten Niederlagen: „Julian wird seine Schlüsse, seine Botschaften mitgenommen haben nach den letzten 4 Spielen, für die er verantwortlicher Bundestrainer war. Dass der Trainer da etwas ausprobiert, natürlich auch mit dem Risiko, dass das dann auch mit dem Ergebnis nicht stimmt, das muss man trotzdem eingehen. Klar, da ist das Geschrei in Deutschland groß, das ist halt so. Aber da dürfen wir uns nicht von beeindrucken lassen. … Ich glaube immer noch, das ist auch kein Durchhaltemanöver jetzt, dass wir Spieler haben, oder die Qualität haben, mit denen wir eine gute Europameisterschaft spielen können."
Völler über die letzten Turniere: „Ein paar Prozent haben gefehlt 2018. 2022 haben sie auch gefehlt bei der WM, dann scheidest du in der Vorrunde aus. Und ein paar Prozentpunkte, bei aller fußballerischen Qualität, die wir da trotzdem haben, das müssen wir hinbekommen, um letztendlich erfolgreich sein zu können. Die Wahrheit kommt im Sommer, da müssen wir darauf hinarbeiten. Wir haben leider nur noch 4 Spiele. Da müssen wir natürlich versuchen, nicht nur die Formation zu finden, aber natürlich auch dann genau dieses taktische Konzept, um dann eine gute EM zu spielen.“
Völler zu seiner Rolle als Interimstrainer gegen Frankreich, auch mit Tah als Verteidiger: „Natürlich habe ich mich gefreut, dass wir gegen die Franzosen gewonnen haben. Wenn du da gewinnst 2:1, war das natürlich eine Bombenidee, wenn du verlierst 3:1 gegen die Franzosen, dann fragen sie: Völler, was hast du denn da für eine Idee gehabt.“
Zu seiner Wunschgruppe: „Ich wünsche mir Italien und Österreich für die Gruppe. Einen von den beiden hätte ich gerne, den Rest wird man sehen. Bei solchen Turnieren ist vieles möglich. Wir müssen trotz dieser Misserfolge, die wir hatten, müssen wir diesen Optimismus beibehalten."
Zu Nagelsmann: „Julian Nagelsmann ist genau der richtige. Wir werden sicher in den nächsten Spielen eine andere Mannschaft sehen. Julian hat sicher auch gemerkt, dass auch Nationalmannschaft nochmal eine Stufe höher ist. Da muss man mit umgehen. Er hat dieses geborene Selbstbewusstsein. … Er ist jetzt schon wieder voller Tatendrang, hat viele Ideen, was wir verbessern können. Dass wir defensive Stabilität brauchen, ist sehr wichtig."
EM-Moderator Johannes B. Kerner: „Ein Turnier im eigenen Land ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance. Toll, mit einem so meinungsstarken Experten wie Michael zusammenzuarbeiten. Mit Tabea, die eine Senkrechtstartern ist und bei Magenta als Expertin zumindest ein zweites Leben begonnen hat. Und über Wolff muss ich nichts weiter sagen. Es ist klasse, in einem solchen Team zu arbeiten.“
Tabea Kemme: „Unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Spielphilosophien. … Das ist genau mein Ding. … Wenn, dann können wir nur an unseren eigenen Ansprüchen scheitern. … Das Trauma Vorrunden-Aus, das ist das, was wir besiegen müssen.“
Zu den EM-Favoriten: „Ich würde auch Kroatien noch in den Pool werfen."
Wolff Fuss, Reporter bei der EURO2024 für MagentaTV: „Wer auf eine EM im eigenen Land keine Lust hat, der hat den Fußball nie geliebt. Ich warte nach wie vor auf dem Moment, wo dieses Land von einer Euphorie-Welle erfasst wird. Ich rechne damit zum Eröffnungsspiel. Ich glaube, dass die aktuellen Ergebnisse jetzt nicht zwingend zu Optimismus einladen. Ich weiß aber, dass die Einzelspieler gut genug sind, eine Euphorie-Welle zu entfachen. Es braucht einen Zündfunken. Dann dabei sein zu können, besser geht's nicht."
Zur Auslosung: „Ich habe so das Gefühl, dass wir es uns mit den vermeintlich stärkeren Nationen leichter tun. Deshalb weiß ich gar nicht, was ich mir wünschen soll. Ich wünsche mir grundsätzlich, dass die deutsche Mannschaft mit dem Eröffnungsspiel präsent ist."
Michael Ballack, erneut Experte für MagentaTV: „Für mich war es eine Selbstverständlichkeit, in dieser Konstellation weiterzumachen. … Wir wollen am liebsten eine Euphorie begleiten… Die Spieler sind die Protagonisten, wenn die was anbieten, sind wir da. Getragen zu werden von den Zuschauern, das motiviert. … Es ist natürlich nicht mehr viel Zeit. Aber wir hatten 2006 auch unsere Schwierigkeiten. ...Das sind alles Top-Spieler, die in Top-Clubs spielen. Du brauchst halt eine Initialzündung. Ich bin da ganz entspannt, die Spieler vielleicht weniger.“
Ballack zu den Favoriten: "Wir halten uns mal als eigene Nation zurück, man muss nicht immer Favorit sein, um zu gewinnen. England ist eine Nation, die sich stabilisiert hat. genauso wie Frankreich. …Man muss den Favoritenkreis nicht größer machen als er ist."
Was Michael Ballack dem Bundestrainer Nagelsmann rät: „Man muss immer reagieren auf die aktuellen Ergebnisse und Leistungen. Das Testen ist irgendwann vorbei.“
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