DEB-Auswahl therapiert sich nach 2 Pleiten selbst: „Sind nicht mehr herumgelaufen, wie ein Hühnerhaufen!“
Bonn, 15.05.2024
Ein 8:1-Sieg gegen den letztjährigen WM-Dritten Lettland ist die beste deutsche Antwort auf zwei 1:6-Pleiten! Deutschland überrollt Lettland, hat den „Rucksack“ abgelegt und macht einen wichtigen Schritt Richtung Viertelfinale. Im 2. Drittel schoss die DEB-Auswahl 5 Tore. Parker Tuomie hielt schon zur Pause fest: „Es macht gerade Spaß, wenn die Jungs auch so Gas geben.“ Bundestrainer Harry Kreis brachte das Team vor der Partie nochmal im Hotel zusammen: „Das Gespräch im Hotel, das wir hatten, da ging es ja nicht darum, Leute irgendwie auf den richtigen Weg zu bringen, sondern auf den gleichen Weg zu bringen. Die Jungs sind hochprofessionell und heute waren wir alle auf dem gleichen Weg. Das gibt ein gutes Gefühl.“ Wichtig für den Erfolg war für J.J. Peterka besonders, dass sich die Mannschaft auch ohne Trainerteam ausgesprochen hat: „Das war wirklich der Key-Faktor. Wenn man im Team Sachen durchgeht, hat das nochmal einen bisschen höheren Stellenwert, würde ich sagen. Weil einfach jeder aus sich rauskommt, jeder was dazu beitragen kann.“ Dass Nico Sturm wieder mitwirkte, war auch ein wichtiger Faktor, Sturms Bilanz: „Da war gleich viel mehr Vertrauen in den Mitspieler nebendran, dass der seinen Job erledigt und wir sind nicht mehr rumgelaufen, wie so ein Hühnerhaufen.“ Kai Wissmann erzielte mit dem 2:0 ein Zaubertor, mahnt aber: „Wir dürfen jetzt auch nicht zu hochfliegen oder uns darauf ausruhen. Genauso, wie wir nach den letzten 2 Niederlagen nicht mental gebrochen waren. Also ganz in der Mitte bleiben und dann einfach das nächste Spiel wieder so starten.“ Das nächste Spiel hat die deutsche Auswahl mit nunmehr 2 Siegen gegen Kasachstan am Freitag – live bei MagentaSport.
Expertin Ronja Jenike lobt die Typen im Team: „Die Trainer haben eine Mannschaft zusammengestellt mit dem Wissen, dass sie da Charaktere in die Mannschaft geholt haben. Und das ist ja was, was Harry Kreis sehr, sehr wichtig ist.“
Nachfolgend die wichtigsten Stimmen vom 4. WM-Spiel des DEB-Teams gegen Lettland – bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Die 88. IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft in Tschechien gibt´s noch bis 26. Mai live bei MagentaSport. Am Freitag geht es für Deutschland schon weiter gegen Kasachstan – live ab 16 Uhr bei MagentaSport.
WM Spiel 4: Deutschland – Lettland 8:1
Deutschland dominiert im wichtigen Duell um das Viertelfinale gegen Lettland und holt einen bedeutenden Sieg. Beide Mannschaften spielten im vergangenen Jahr eine grandiose Weltmeisterschaft: Deutschland wurde Zweiter und Lettland Dritter. Der ehemalige lettische Nationalspieler Herberts Vasiljevs erklärt, dass die Erwartungen an Lettland auch deswegen hoch sind: „Im letzten Jahr haben wir einfach eine phänomenale WM gespielt und die Letten sind einfach heiß. Wir sehen auch, wie viele Zuschauer gekommen sind. Minimalziel ist Viertelfinale.“ Für Bundestrainer Harry Kreis war die Last aus dem Jahr 2023 kein Thema: „Wir können uns nicht mit der Vergangenheit beschäftigen. Wir müssen uns damit beschäftigen, was vor uns liegt.“ Das DEB-Team scheint dieser Philosophie zu folgen, denn Deutschland ließ den Letten keine Chance.
Die Stimmen:
Harry Kreis, Bundestrainer: „Die Mannschaft hat vom 1. Bully weg sehr kompakt gespielt, sehr diszipliniert gespielt. Wir haben gewusst, dass die Letten sehr stark an der Bande sind, zweikampfstark und wir haben die Banden sehr gut kontrolliert, beherrscht. Wir sind in die Zweikämpfe hinein, haben Scheiben gewonnen. Wir sind auf sorgfältig mit der Scheibe umgegangen und insgesamt ein ganz solides Spiel über 60 Minuten.“
Das hatte viel damit zu tun, dass sich die Mannschaft nochmal zusammengesetzt hat: „Das Gespräch im Hotel, das wir hatten, da ging es ja nicht darum, Leute irgendwie auf den richtigen Weg zu bringen, sondern auf den gleichen Weg zu bringen. Die Jungs sind hochprofessionell und waren wir alle auf dem gleichen Weg. Wir sind alle in die gleiche Richtung marschiert. Jeder hat die Kleinigkeiten gemacht, die es bedarf, um sich in eine Situation zu bringen in der man Erfolg haben kann. Das gibt ein gutes Gefühl.“ Auch dass sich die Mannschaft ohne Trainerteam besprochen hat, war entscheidend: „Es ist immer wichtig, dass eine Mannschaft auch selber Lösungen sucht. Wir sind ja lösungsorientiert und das haben sie sehr, sehr gut umgesetzt.“ Der Link zum Clip: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=OGc5ZTUxWkpGYWdVSnhTNUQyVzhDbFVyZVNjNWt1MjA3VnJHbG5jS1d3UT0=
J.J. Peterka, Doppeltorschütze, traf nach einer grandiosen WM im vergangenen Jahr und akuten Startproblemen jetzt auch endlich: „Im englischen sagt man glaube ich: ‚Monkey of the back‘. Das habe ich schon ein bisschen gespürt, aber nichtsdestotrotz will ich dem Team auch anderweitig helfen, wenn’s nicht Tore oder Assists sind.“
Aus seiner Sicht war das Team-interne Gespräch zentral: „Das war wirklich der Key-Faktor. Wenn man im Team Sachen durchgeht, hat das nochmal einen bisschen höheren Stellenwert, würde ich sagen. Weil einfach jeder aus sich rauskommt, jeder was dazu beitragen kann.“
Der Link zum Clip: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=VDVvckNIcTQ4aUp3SFlJa1NtL0tQSytTRnBBWE41RTB0SWI3dHhObEpVRT0=
Nico Sturm, Torschütze zum 8:1: „Vor dem letzten Training haben wir uns nochmal in die Kabine gesetzt und haben dann ehrlich gesagt, wir sind uns ein bisschen unsicher über die Art und Weise, weil jeder spielt das natürlich ein bisschen anders im Klub. Und man hat gesehen, da war gleich viel mehr Vertrauen in den Mitspieler nebendran, dass der seinen Job erledigt und wir sind nicht mehr rumgelaufen, wie so ein Hühnerhaufen.“
Der Link zum Clip: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=c2NLb2tjdmZnQjRabXFMVjFnQzA5V05FM2dvOS9qL2ZKYmFjbHdWNnlSND0=
Kai Wissmann, Torschütze zum 2:0: „Wir haben unsere Defensiv-Zone stark verbessert, haben gestern auch nochmal darüber gesprochen, sind’s nochmal im Training durchgegangen. Es war richtig gut, es gab kaum Chancen aus dem Slot. Die Schüsse, die sie hatten, waren größtenteils von Außen. Und ja - war ein super Spiel.“
Trotzdem bleibt er demütig: „Wir dürfen jetzt auch nicht zu hochfliegen oder uns darauf ausruhen. Genauso, wie wir nach den letzten 2 Niederlagen nicht mental gebrochen waren. So dürfen wir jetzt auch nicht denken: ‚Wir haben schon irgendwas erreicht.‘ Also ganz in der Mitte bleiben und dann einfach das nächste Spiel wieder so starten.“ Der Link zum Clip: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=RDhvK2g5UlE5SjNacTFQRkJFcmYxZGhiRVNNcnppbVBiUEpYYzJtdUROQT0=
Leo Pföderl, Stürmer Deutschland, Torschütze zum 3:0: „Das war allgemein gleich ein Wahnsinnsstart von uns. Wie wir aus der Kabine gekommen sind, alle 4 Reihen sind sofort ab nach vorne. Dass die Tore dann auch so gut fallen, damit rechnet man erstmal nicht, aber es ist schön, dass das so passiert ist.“
Das lässt sich auf das Selbstvertrauen der Mannschaft zurückführen: „Jeder hat dran geglaubt. Jeder hat brutal Gas gegeben und dann war das relativ schnell entschieden.“
Der Link zum Clip: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=ZWpyNDJwN1VuSFRpd0hOVGZINW9RWTRLeU8zRDNBd05OT1BsRUVRY0xLQT0=
Parker Tuomie, Stürmer Deutschland, wechselte vor dem Spiel noch die Farbe seines Tapes und traf prompt zum 4:0: „Ich hatte ein bisschen Probleme mit der Scheibenkontrolle. Die Jungs haben mir nach dem Morningskate gesagt ich soll mal auf schwarz wechseln. Scheint zu funktionieren.“
Der Link zum Clip: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=REVyaVBvdzYzbnovVTBKMnVtRENqRy9QSmVHNmVwdURxK0lBZit4NnNGcz0=
„Auf diese Performance kann man stolz sein“
MagentaSport-Expertin Ronja Jenike: „Die Trainer haben eine Mannschaft zusammengestellt mit dem Wissen, dass sie da Charaktere in die Mannschaft geholt haben. Und das ist ja was, was Harry Kreis sehr, sehr wichtig ist. Dass er diese Charaktere in seiner Mannschaft hat, die halt vorangehen und die in gewissen Situationen einstehen. Ich glaube, genau das ist in den letzten Tagen passiert. Sie waren nicht zufrieden mit den Spielen, die sie abgeliefert haben und dann hat sich da diese Teamdynamik entwickelt und man hat dann heute eine Performance abgerufen, auf die man sehr stolz sein kann.“
WM täglich live bei MagentaSport: Top-Experten und mehr Infos
MagentaSport zeigt bis zu 21 Spiele der WM live. Darunter alle Deutschland-Spiele und alle Entscheidungen. Mit der WM rundet MagentaSport die aktuelle Saison mit dem bisher größten und erfolgreichsten Eishockey-Programm ab.
Für die WM-Übertragungen hat MagentaSport unter anderem mit Ronja Jenike, Constantin Braun, Patrick Ehelechner und Sven Felski erneut ein Top-Experten-Team zusammengestellt. Sascha Bandermann ist als Reporter in Tschechien im Einsatz, Alex Kunz kommentiert. Ein herausragender Abschluss einer Rekordsaison bei MagentaSport, die Rechte für die WM bis 2028 gesichert. In der neuen Saison kommt auch noch die Champions Hockey League neu hinzu.
Eishockey-WM live bei MagentaSport
WM-Gruppen-Phase
Donnerstag, 16. Mai, ab 20.10 Uhr: USA-Frankreich
Freitag, 17. Mai, ab 16 Uhr: Deutschland- Kasachstan
Samstag, 18. Mai, ab 16 Uhr: Deutschland-Polen
Sonntag, 19. Mai, ab 20.10 Uhr: Slowakei-Lettland
Montag, 20. Mai, ab 20.10 Uhr: Kasachstan-Polen
Dienstag, 21. Mai, ab 12 Uhr: Frankreich-Deutschland
Dienstag, 21. Mai, ab 20.10: Schweden-Slowakei
Planung WM-Finalrunde 23.-26.Mai
Donnerstag, 23. Mai: 2 x Viertelfinale (ab 16.20 Uhr/20.00 Uhr)
Samstag, 25. Mai: 2x Halbfinale (ab 14.00 Uhr/18.00 Uhr)
Sonntag, 26. Mai: Spiel um Platz 3 (ab 15 Uhr), Finale (ab 20 Uhr)
Kontakt
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