Fußball

Gladbachs Sportchef Schröder ohne Bekenntnis zu Trainer Polanski: „Werden das Gespräch führen, ob wir in dieser Form so weitermachen wollen“

Schlotterbeck feiert Comeback: „Fußball ist eine gewisse Sucht“ - Freiburgs Engelhardt zur Tabellenführung: „Man soll die Feste feiern, wie sie fallen“ - SGE-Coach Hütter zum ersten Saisonsieg: „Ein starkes Statement“ - Sky Experte Hamann zu Polanskis Zukunft: „Du hast keine Spiele zu verschenken“

Unterföhring, 12.09.2026

Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 3. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.

 

Nico Schlotterbeck (Kapitän Borussia Dortmund) ...

… zu seinem Comeback nach der Verletzung: „Ich habe es schon sehr vermisst. Fußball ist eine gewisse Sucht, eine Adrenalinsucht. Ich habe es extrem vermisst. Es war eine schwere Verletzung, aber ich bin jetzt froh, wieder zurück zu sein.“

… zu seinem Startelf-Comeback: „Ich hatte mir das schon länger vorgenommen. Wir haben es in der Öffentlichkeit ein bisschen ruhiger angehen lassen. Ich war schon knapp vier Wochen am Ball und bin vor einer Woche ins Training eingestiegen. Wir haben einfach noch nicht so viel kommuniziert, weil ich das nicht wollte. Der Trainer hat mich gestern gefragt, ob ich fit bin. Ich habe mein Go gegeben und seit gestern wusste ich Bescheid.“

… zum Vertrauen in seinen Körper: „Vertrauen hatte ich absolut. Ich hatte noch einmal das Go vom Physio, dass nichts passieren kann. Ich bin kein sensibler Spieler und kann mit Schmerz umgehen. Deswegen hatte ich Vertrauen und richtig Bock auf heute.“

… zum Doppelpack von Felix Nmecha: „Ich finde, auch das erste Tor ist schon richtig Qualität. Das ist der Felix, den wir kennen und den wir für die Saison wollen. Wenn er so auftritt, mache ich mir keine großen Sorgen.“

 

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg) ...

… zu seiner Gelben Karte und der überprüften Szene: „Von außen war zu sehen, dass Hennes Behrens geschubst wird und Quansah dadurch zum ersten Kopfball kommt. Insofern war das komplett richtig. Manchmal muss man ein bisschen schärfer werden, damit wirklich noch einmal jemand draufschaut. Gerade weil es vor der Ecke war, besteht vielleicht die Möglichkeit, dass es sonst gar keiner sieht.“

… dazu, ob sein Protest bewusst gesetzt war: „Man muss schon mal was sagen. Das gehört mit dazu. Ich weiß nicht, welchen Effekt das hatte. Die Schiedsrichter hätten es wahrscheinlich sowieso geprüft. Aber ab und zu muss man auch mal etwas kundtun, wenn man etwas sieht, das nicht passt.“

 

Michael Gregoritsch (Doppeltorschütze FC Augsburg) ...

… zum Bundesliga-Torrekord für den FC Augsburg: „Das bedeutet mir extrem viel. Das ist etwas, was ich mir nie erträumt und nie gedacht hätte: dass ich bei einem Bundesligisten, der schon so lange in der Bundesliga spielt, ganz vorne stehen darf. Ich habe hier die meisten Jahre meiner Karriere verbracht und unglaublich viel Positives erlebt. Das bedeutet mir heute wirklich sehr, sehr viel.“

… zum Comeback des FC Augsburg im Spiel: „Wir wussten, dass wir in der ersten Halbzeit schlecht gespielt haben. Wir wussten, was wir verändern müssen, und haben es dann wirklich besser ausgespielt. Die Mannschaft ist dieses Jahr sehr, sehr eng miteinander verbunden. Es ist schon das zweite Mal, dass wir in einem Spiel zurückkommen. Das ist etwas Besonderes.“

… zu Trainer Manuel Baum: „Er hat ein gutes Gespür für die Gruppe und zeigt uns wichtige Dinge. Das macht uns im Moment erfolgreich. Ich hoffe, dass wir diese Welle weiterreiten.“

 

Yannik Engelhardt (Doppeltorschütze SC Freiburg) zur Tabellenführung: „Für den Moment ist es ganz cool. Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Deshalb genießen wir das. Dennoch ist es der dritte Spieltag. Für die Fans ist es schön.“

 

Igor Matanovic (Doppeltorschütze SC Freiburg) zur Tabellenführung: „Sehr schön, sich so was anzuhören, dass die Fans so positiv gestimmt sind. Sie geben uns auch sehr viel Kraft. Auch, wenn es mal nicht so läuft – es ist nicht die Norm, dass du so in eine Saison startest – sind sie trotzdem da und unterstützen uns. Es freut uns, dass wir ihnen eine solche Freude bereiten können. Dennoch ist es erst der dritte Spieltag. Wir müssen genau so weiterarbeiten. Wenn wir das machen, ist Großes möglich.“

 

Rouven Schröder (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) ...

… zur aktuellen Situation bei Borussia Mönchengladbach: „Es ist eine Gesamtsituation, die richtig bitter ist. Am Ende müssen wir uns selbst fragen: Was haben wir falsch gemacht? Wir fangen bei uns an. Es ist Bundesliga, wir spielen gegen gute Gegner. Trotzdem hatten wir heute unsere Chancen. Das muss uns nach drei Spielen zu denken geben. Das ist nicht unser Anspruch. Alle versuchen ihr Bestes. Aber wir haben intern gerade noch einmal gesagt: Bitte keiner mit dem Thema kommen, dass wir einer weniger waren. Klar ist es schwierig in dieser Situation, aber wir müssen uns noch besser dagegenstemmen. Heute war ein sehr gebrauchter Tag – und auch in der Summe der drei Spiele.“

… zur notwendigen Aufarbeitung: „Es ist wichtig, dass wir heute und morgen die Wahrheit sagen, wie es sich gerade anfühlt. Am Ende stehen wir mit null Punkten da. Es geht nicht um einzelne Personen, sondern darum: Wie wollen wir Borussia Mönchengladbach wieder zu Punkten bringen? Das ist die große Frage. Sonst stehen wir jedes Mal wieder so da.“

… zur Zukunft von Trainer Eugen Polanski: „Heute sind alle sehr deprimiert und niedergeschlagen, weil es alle gut meinen und alle Bundesliga wollen. Ich finde es wichtig, dass wir das erst einmal sacken lassen, die richtigen Gedanken machen und morgen noch einmal klar in die Analyse gehen: Was können wir besser machen?“

… zu möglichen Konsequenzen: „Wir werden mit Eugen das Gespräch führen, auch mit der Mannschaft, mit dem Mannschaftsrat und mit allen, die heute beteiligt waren, ob wir in dieser Form so weitermachen wollen. Wir müssen punkten und das ist wichtiger als eine Person.“

 

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) zum ersten Saisonsieg: „Ich freue mich extrem über den Sieg für die Mannschaft und die Fans. Ein starkes Statement. Wir mussten in der letzten Woche viel Kritik einstecken, haben es analysiert und tadellos umgesetzt.“

 

Jonathan Burkardt (Torschütze Eintracht Frankfurt) zu seiner Rolle in der Mannschaft: „Ich habe mir vorgenommen, mehr voranzugehen. Ich bin Teil der Sache, dass wir gegen Augsburg und Union in der zweiten Halbzeit einknicken. Dann nimmst du dir als Führungsspieler vor, noch mehr voranzugehen. Daher war der Sieg sehr wichtig für mich.“

 

Can Uzun (Doppeltorschütze Eintracht Frankfurt) …

… zum Sieg: „Wir haben ein super Spiel gemacht. Wir haben über das ganze Spiel das gezeigt, was wir in den letzten Wochen nur über eine Halbzeit zeigen konnten.“

… zur Bedeutung seiner beiden Tore: „Die Leute fangen sehr schnell an, über mich oder die Mannschaft zu reden. Ich fand, dass es nicht so ist und man mich sofort als Spieler kritisieren sollte. Ich bin glücklich über meine zwei Tore.“

 

Oliver Baumann (Kapitän & Torwart TSG Hoffenheim) zur Erleichterung nach dem ersten Saisonsieg: „Sehr, sehr groß. Wir haben uns grundsätzlich mehr Punkte nach den ersten drei Spieltagen vorgestellt. Heute war nicht schön, aber der Kampf und der Wille waren da. Wenn wir uns an das vorletzte Saisonspiel erinnern – da waren wir eigentlich besser und Stuttgart dreht das Spiel noch. Heute waren sie vielleicht bestimmender, aber wir haben gewonnen.“

 

Andreas Schicker (Geschäftsführer Sport TSG Hoffenheim) zum ersten Saisonsieg: „Es herrscht gute Ruhe im Verein, aber jeder im Fußball weiß, dass wenn du Spiele verlierst, es nicht hilft, dass wenn du sagst, dass du gut spielst. Jetzt fahren wir nächste Woche nach Kreta und nach Paderborn, es wird also nicht leichter. Daher bin ich froh, dass wir heute gewonnen haben. Ich denke, dass diese Mannschaft in diesem Jahr noch viel Freude bereiten wird.“

 

Adam Hlozek (Doppeltorschütze TSG Hoffenheim) zu seinem Doppelpack: „Nach dem ersten Tor war ich sehr emotional. Ich bin einfach sehr glücklich.“

 

Sebastian Hoeneß (Trainer VfB Stuttgart) zur Niederlage: „Wir haben es heute in beiden Strafräumen verloren. Das ist zu einfach, wie Spieler alleine vor unserem Tor auftauchen. Und wir selbst waren nicht effizient genug.“

 

Grischa Prömel (VfB Stuttgart) zur Niederlage: „Wir machen es dem Gegner zu leicht, er kommt zu leicht zu Torchancen. Das müssen wir abstellen und besser machen.“

 

 

Sky Experte Dietmar Hamann ...

... zum Spiel Dortmund-Paderborn: „Das war ein Arbeitssieg, gut gespielt haben sie nicht. Sie haben sich über weite Strecken unheimlich schwergetan, die Paderborner zu knacken, die auch in der zweiten Hälfte viel vom Spiel hatten. Gratulation an Paderborn, die haben das wunderbar gemacht, wenn sie auch das dritte Spiel nun nicht getroffen haben. Silva kommt ins Laufen, ist ein herausragender Spieler. Wenn er jetzt noch Tore macht, ist das ein Spieler, auf den andere Vereine aufmerksam werden. Nmecha ist für mich der kompletteste und beste deutsche Mittelfeldspieler.“

… zum SC Freiburg: „Stark. Als Streich aufhörte, dachte man, dass in Freiburg eine unruhige Zeit kommt. Julian Schuster hat jetzt den Startrekord und ich möchte nicht wissen, wie viele Rekorde der schon gebrochen hat. Was er dort geschaffen hat – sie haben Woche für Woche Zugriff und Intensität. Es macht einfach unheimlich Spaß, ihnen zuzuschauen. Mit Matanovic haben sie jemanden, der ein 25-Tore-Stürmer sein kann.“

… zur Zukunft von Eugen Polanski in Gladbach: „Du hast keine Spiele zu verschenken. Wenn sie zu der Entscheidung kommen – du willst dem Trainer die Wochen geben, um mit den Spielern zu arbeiten – werden sie es morgen machen und nicht erst nächste Woche.“

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