15.01.2022
Fußball

Gladbach verliert, Ginter nur auf der Bank – Hütter verteidigt seine Entscheidung: „Friedrich ist ein Spieler für die Zukunft“

• Borussia befindet sich im Abstiegskampf – Sommer ehrlich: „Stehen da zurecht“

Bonn, 15.01.2022

• Leverkusen beendet Negativserie zur Freude von Seoane: „Glücklich und erleichtert für die Mannschaft“

• Eberl über einen möglichen Transfer von Ginter: „Bisher hat es noch kein Angebot gegeben“

• Sky Experte Matthäus adelt Wirtz: „Einer der beste jungen Spieler in ganz Europa“ 


Unterföhring, 15. Januar 2022 - Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 19. Spieltages der Fußball-Bundesliga Borussia Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen (1:2) bei Sky 

 

Adi Hütter (Trainer FC Borussia Mönchengladbach) ...

… zum Spiel: „Es ist absolut ärgerlich. Wir wollten da ansetzen, wo wir gegen die Bayern aufgehört hatten und punkten. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel offengehalten und nach der Pause gab es die Situation zum Elfmeter. Yann hält diesen dann und dennoch kassieren wir eine Aktion später den Gegentreffer. Das ist unglaublich ärgerlich. Über 90 Minuten hat Leverkusen verdient gewonnen, dennoch hat meine Mannschaft bis zum Schluss alles gegeben.“

… zur Frage, ob Matthias Ginter auf dem Platz hätte stehen müssen: „Mir ist klar, dass nun wieder dieses Fass aufgemacht wird. Bei uns gewinnt nicht ein Einzelner ein Spiel. Die Entscheidung ist so gefallen, dass Marvin Friedrich spielt. Er war beim Elfmeter leicht unglücklich, dennoch hat er ein ordentliches Debüt für Gladbach gegeben. Er ist ein Spieler für die Zukunft.“

… über die Gegentore aus Standards: „Wir verteidigen die Standardsituationen, in denen wir die Gegentreffer kassiert haben, zu wenig. Das zweite Gegentor war auch unglücklich, ein sehr gut geschossener Ball. Wir trainieren solche Situationen, haben das allerdings nicht gut umgesetzt.“

... zur Entscheidung, Marvin Friedrich in die Startelf zu stellen (vor dem Spiel): „Die Entscheidung haben wir schnell getroffen. Wir waren froh, dass wir diesen Transfer tätigen konnten. Er ist ein Spieler, der auch in Zukunft ein Teil dieser Mannschaft sein wird und viele Spiele für Union bestritten hat, unter anderem vor kurzem auch gegen Leverkusen. Daher gibt er heute sein Startelf-Debüt für Borussia Mönchengladbach.“  

... zur Entscheidung, Matthias Ginter auf der Bank zu lassen (vor dem Spiel): „Wir haben am Donnerstag entschieden, dass wir mit Marvin Friedrich in das Spiel gehen werden und da auch Jantschke gut auf der linken Seite gespielt hat, haben wir uns so entschieden.“  

... zur Frage, ob Ginter aus Leistungsgründen auf der Bank sitze (vor dem Spiel): „Fakt ist, dass wir im Sommer getrennte Wege gehen werden. Max und ich haben mit Matthias Ginter gesprochen und es geht auf der einen Seite um die Zukunft und auf der anderen um die Leistung. Seine Leistung gegen Bayern war in Ordnung, da habe ich nichts zu bemängeln gehabt. Es gab allerdings auch Spiele, die nicht so gut waren. Ich habe mich für die Zukunft und für Marvin Friedrich entschieden.“  

… über einen möglichen Transfer von Matthias Ginter (vor dem Spiel)„Es ist so, dass die Transferzeit bis zum 31. Januar andauert. Wir haben die Gelegenheit genutzt, da der Verein zugesagt hat, dass wir Transfers tätigen können. Das war für uns wichtig, was Ginter mit der Situation macht, ist offen. Er ist ein Profi und weiß, dass wir ihn auch noch gebrauchen können. Dennoch ist das Fenster bis zum 31. Januar offen und ich möchte da einen Punkt drunter machen.“

 

Gerardo Seoane (Trainer Bayer 04 Leverkusen) ...

… zum Spiel: „Es war ein packendes Spiel. Von unserer Seite bin ich sehr mit der ersten Halbzeit zufrieden. Es hat viele Zweikämpfe gegeben und viele Karten. Wir haben verdienter Weise mindestens zwei Tore erzielt – natürlich wären mehr Tore möglich gewesen. Ich bin glücklich und erleichtert für die Mannschaft, dass es mit der Führung über 90 Minuten funktioniert hat. Es wäre ein harter Schlag gewesen, wenn wir den Ausgleich noch kassiert hätten. Nervös wurde ich nur, als ich gemerkt habe, dass meine Spieler gegen Spielende ausgepumpt waren und es hohe Bälle in den Strafraum gab. Meine Spieler haben alles reingeworfen, im Fußball ist allerdings immer alles möglich.“

… zur Frage, was Platz drei bedeuten würde: „Platz drei bedeutet Garnichts, das ist eine Momentaufnahme. Für mich ist es wichtig, Erkenntnisse zu ziehen und sich weiterzuentwickeln. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, das Bestätigen der Leistungen ist immer das Schwierigste. Wir haben derzeit nicht viele Spieler zu Verfügung – ich hoffe, dass einige wieder zurückkommen. Es werden in den nächsten Spielen neue Herausforderungen warten.“

… über seine Verbindung zu Borussia-Trainer Hütter: „Wir kennen uns, wir schicken uns von Zeit zu Zeit eine SMS. Wir schätzen uns, da wir beide bei den Young Boys eine schöne Zeit erlebt haben. Ich konnte dort von seiner Vorarbeit enorm profitieren und sie weiterentwickeln. Daher haben wir auch eine Verbindung und diese merkt man auch, wenn wir uns treffen.“

... über Patrik Schick (vor dem Spiel): „Er ist ein guter Spieler, der alles mitbringt: Technik, Schnelligkeit und Physik. Das ist das ganze Paket und findet man nicht häufig. Man muss auch die Spieler um ihn herum erwähnen, Diaby und Wirtz sind Spieler, die den letzten Pass bringen können. Davon hat er sehr profitiert.“  

... zur Frage, ob Florian Wirtz bereit der Chef auf dem Feld sei (vor dem Spiel): „Wir Trainer lieben es, wenn die Mannschaft der Chef ist. Es braucht allerdings für jeden Bereich einen Leader und Florian ist die Verbindung zwischen Mittelfeld und Sturm.“ 

... zur sportlichen Lage von Bayer nach vier Niederlagen in Serie (vor dem Spiel): „Es ist eng und es wird eng bleiben. Ich beschäftige mich allerdings mit Leistungen und diese war in allen vier Spielen nicht konstant genug. Wir müssen im Spiel die Konstanz behalten und dürfen nicht kopflos nach vorne stürmen. Die oberen Platzierungen werden bis zum Ende knapp bleiben, was für die Kompaktheit der Liga spricht.“  

 

Yann Sommer (Torwart Borussia Mönchengladbach) …

… zum Spiel: „Das Resultat ist enttäuschend. Ich hätte mir gewünscht, dass wir den Lucky Punch noch hinbekommen und das 2:2 erzielen – schade. Wir wussten, dass sie sehr viel Qualität haben und im Spiel nach vorne eine Menge Power. Sie haben uns oft mit ihrer Schnelligkeit überspielt. Wir hatten einige Chancen, hätten wir etwas mehr Durchschlagskraft vorm Tor wäre es noch anders gelaufen. Leverkusen hat ein gutes Spiel gemacht.“

… zur Kommunikation mit Neuzugang Marvin Friedrich: „Die Kommunikation hat gut funktioniert. Wir haben noch nicht oft zusammen trainiert, er ist aber ein guter Junge und Spieler und es hat gut funktioniert.“  

… zur Frage, ob die Borussia im Abstiegskampf sei: „Wir stehen unten in der Tabelle. Die Situation ist so, dass wir darin sind. Damit müssen wir uns befassen. Dennoch hat es im Spiel gute Punkte gegeben, wir sind gut in das Spiel gekommen und haben gut kommuniziert. Am Schluss sind die drei Punkte weg und wir müssen nach vorne blicken. Jetzt steht der Pokal an, da müssen wir eine Runde weiterkommen und nächste Woche weitermachen. Wir stehen da, wo wir stehen und das zurecht.“

 

Robert Andrich (Torschütze Bayer 04 Leverkusen) …

… zum Spiel: „Sehr wichtig war, dass wir das Ding über die Line gebracht haben. Wir mussten viel leiden, was wir uns nicht hätten antun müssen. Insgesamt war es ein verdienter, wenn auch hart erkämpfter Sieg für uns. Die zwei Elfmeter waren ärgerlich, dem Torwart muss man allerdings ein Kompliment machen, die waren super gehalten. Am Ende zählt bei einem Elfmeter allerdings nur, ob er drin war oder nicht. Unsere gingen nicht rein, ich bin dennoch froh, dass es gereicht hat.“

… Elfmeter gegen Bellarabi: „Es ist immer schwierig. Dadurch, dass keine Zuschauer im Stadion sind, hörst du den Kontakt noch etwas lauter. Im Spiel hätte ich ihn klarer gesehen, er trifft ihn deutlich hinten, es gab also Kontakt. Für mich ist es eine 50:50-Entscheidung – man kann ihn geben, muss man aber nicht.“ 

… über Florian Wirtz: „Er ist sehr weit für seine 18 Jahre. Sein Spiel wirkt sehr reif und robust, er weiß immer, wie er sich in den Räumen zu bewegen hat. Es ist außerordentlich gut, was er nicht nur offensiv, sondern defensiv macht.“

 

Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) …

… über die Entscheidung, mit Marvin Friedrich und nicht Matthias Ginter in der Startelf zu spielen (vor dem Spiel)„Wir haben im Winter die Entscheidung gefällt, dass wir im Sommer getrennte Wege gehen werden. Er hat dieselbe Entscheidung gefällt. Dann hatten wir die Chance, Marvin Friedrich zu verpflichten und haben diese genutzt. Es ist unsere Verpflichtung als Verein, die Zukunft zu gestalten. Mit Matthias haben wir offen darüber gesprochen und die sportliche Entscheidung getroffen, ihn nicht von Beginn an aufzustellen. Das sich Spieler von uns getrennt haben, war in den letzten zwölf Jahren öfter der Fall.  Jetzt haben wir als Verein diese Entscheidung getroffen. Der Verein steht über allem und ist das, was entscheidend ist. So haben wir gehandelt und dementsprechend entschieden.“

 … über einen möglichen Transfer von Matthias Ginter (vor dem Spiel)„Nachdem wir Friedrich verpflichtet haben, haben wir mit Matthias gesprochen, um genau diese Situation zu verhindern. Er hat einen Vertrag bis zum Sommer und bei uns werden Verträge erfüllt, es wird keiner weggeschickt. Sowohl in guten wie auch in schlechten Zeiten. Jetzt hat der Spieler die Option zu sagen, was er möchte. Dann wird man sehen, was bis zum 31. Januar passiert. Bisher gab es noch kein Angebot für ihn.“

 … über die Stärke der Borussia gegen Topmannschaften (vor dem Spiel)„Das zeigt, welche Qualitäten wir haben, aber auch, dass die Konstanz fehlt. Wir hatten einen durchwachsenen Start, dann gut gepunktet, bevor wir gegen Augsburg verloren haben. Dann haben wir Entscheidungen getroffen und über zehn Spiele hinweg gute Leistungen gezeigt und nur sieben Gegentore kassiert. Dann hat der berüchtigte Dezember mit dem Spiel gegen Freiburg begonnen. Dieses Spiel hat Spuren hinterlassen, das war keine normale Niederlage. Zum Ende der Hinrunde haben wir gegen Hoffenheim einen Punkt ergattert, haben Bayern geschlagen und müssen nun unsere Qualität als Mannschaft auf das Feld bringen. Wenn wir das als Mannschaft schaffen, werden wir uns unten aus der Tabelle befreien. “

 

Sky Experte Lothar Matthäus ...

... zum Spiel: „Sie hängen bereits seit mehreren Spieltagen unten drin. Der Sieg vergangene Woche hat sie ein wenig befreit, nun haben sie einen Rückschlag erlitten. Auch spielerisch konnten sie mich nicht überzeugen. Sie brauchen Punkte, um das schlimmste abzuwenden und den Blick nach oben zu richten. Sie sind allerdings nie richtig ins Spiel gekommen, Leverkusen hatte die bessere Spielanlage und hat schnell mit einem überragenden Wirtz nach vorne gespielt. Bayer hat verdient gewonnen, auch wenn es zwei Standard-Tore waren.“  

... über Florian Wirtz: „Er ist einer der besten jungen Spieler in ganz Europa. Er ist geerdet, flippt nicht aus und für mich ist er der Spieler des Spiels gewesen. Auch wenn er kein Tor geschossen, hatte alles, was er geleistet hat, Hand und Fuß. Er ist ein Riesenspieler und ein Diamant. Ich wünsche ihm, dass er bei seinen möglichen Wechseln in der Zukunft die richtigen Entscheidungen trifft. Erstmal sehe ich ihn aber in den nächsten Jahren bei Bayer Leverkusen.“  

 

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