Brandt selbstkritisch: „Lassen uns den Schneid abkaufen“ - Dortmund-Coach Kovac ehrlich: „Müssen mit dem Punkt zufrieden sein“ - Oppie stolz: „Gemerkt, dass niemand hier den Kopf hängen gelassen hat“ - Sky Experte Matthäus lobt St. Pauli: „Auch spielerisch überzeugt und das 3:3 verdient“
Unterföhring, 23.08.2025
Unterföhring, 23. August 2025 - Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 1. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC St. Pauli und Borussia Dortmund (3:3) bei Sky.
Julian Brandt (Torschütze Borussia Dortmund) …
… zu den Gründen, warum der BVB die Führung nicht über die Zeit brachte: „Der Knackpunkt war am Ende der Elfmeter, muss man so sagen. Wir lassen uns dann ein Stück weit den Schneid abkaufen und kassieren das 3:3. War ein sehr, sehr schönes Tor. Aber wir müssen das ganz klar besser bedienen. “
… zu seinem Tor: „Erstmal grundsätzlich ein sehr guter Ball von Pascal. Ich bettel da ein bisschen darum, dass Serhou ihn nicht annimmt, weil ich weiß nicht, ob er vielleicht im Abseits stand. Am Ende gelingt mir der erste Kontakt ganz gut. Das ist die Hälfte des Tores. Ich hatte mich eigentlich gefreut, weil ich dachte, beim 3:1, das lassen wir uns zumindest nicht mehr nehmen. Zwar grundsätzlich kein gutes Spiel von uns, muss man ganz klar sagen. Aber wie gesagt, am Ende, der Rest ist Geschichte. Dass wir das noch außer Hand nehmen, ist sehr schade.“
… zu den Problemen der Dortmunder: „Was ein großes Thema bei uns ist, das haben wir leider zumindest in den ersten Spieltag mit reingenommen, das war letzte Saison schon so: Wir haben super viele rote Karten gesammelt. Wir haben super viele Punkte liegen lassen aufgrund von roten Karten am Ende. Das haben wir anscheinend zumindest heute in den ersten Spieltag mit in die neue Saison genommen. Und das tut einfach auf Dauer weh. Irgendwann brauchst du den Leuten das auch nicht mehr erklären, denn wir müssen langsam mal lernen, in den wichtigen Momenten nicht mit einem Mann weniger zu spielen.“
Gregor Kobel (Kapitän und Torwart Borussia Dortmund) …
… zu dem Elfmeter gegen den BVB: „Er hält ihn auf jeden Fall zu lange.
Er kriegt dann den Abpraller. Er bringt ihn aus der Balance. Er zieht ihn nicht brutal zurück. Aufgrund der Dauer kann es sein, dass es okay ist.“
… zu der unnötigen roten Karte: „Klar, wir dürfen solche roten Karten nicht kriegen.“
Louis Oppie (FC St. Pauli) …
… zu der Stimmung im Millerntorstadion: „Es war unglaublich, man kann das selber erst fühlen, wenn man hier ist. Ich habe es auch vor dem Fernsehen schon gesehen, aber das zu spüren, was für eine Stimmung hier aufkommt,
auch nach dem Anschlusstreffer, nach dem 2:3, das war unglaublich, unfassbar. Also nach dem Elfmeter, der reingegangen ist, hat man schon eine Stimmung hier gespürt. Und dann haben die uns nochmal bei jedem Pass, der nach vorne ging, bei jedem Angriff, haben die uns nochmal gepusht. Man hört es jetzt auch wieder, also im Spiel, man hat es auf jeden Fall gemerkt. Das 3:3 war der Moment, wo hier nochmal alle im Grunde genommen ausgeflippt sind. “
… zu dem Treffer von Smith zum 3:3: „Er war noch so ein bisschen im Fallen und da noch den Druck hinterzukriegen, mit Druck vom Gegner, das macht der überragend.“
… zu der Stärke, nach dem 1:3 nicht aufgegeben zu haben: „Es gibt einige Spieler oder einige Teams, die nach dem 1:3 die Köpfe hängen lassen. Bei uns hat man gemerkt und auch das Publikum, dass niemand hier den Kopf hängen gelassen hat,
Wir weitergemacht haben, am Drücker waren und am Ende hat es leider nicht für drei Punkte gereicht, aber wenigstens für den einen Punkt.“
Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) ...
... zum Spiel: „Wir waren über 90 Minuten nicht so konzentriert, wie ich mir das vorstelle. Wir hatten sicherlich die 3:1-Führung und wir haben aus unseren Qualitätsspielern das Maximum rausgeholt, was den Torabschluss angeht, aber wir haben unterm Strich den Kampf heute nicht so angenommen, wie wir ihn hier in St.
Pauli annehmen müssen. Und wir müssen mit diesem Punkt dann unter dem Strich auch zufrieden sein.“
... zum Foul von Mane: „Er will noch alles verhindern, aber er steht schon bei dem Schuss hinter dem Mann, er steht nicht näher zum Tor und dadurch versucht er ihn zu halten, sogar länger zu halten. Das ist für mich ein klarer Elfmeter. Er ist geknickt, weil wenn man 3:1 führt und dann eine rote Kartebekommt, Elfmeter gegen sich und man spielt 3:3, dann sieht er sich dort in der Mitschuld. Aber er alleine war es nicht, wir waren alle nicht so gut, als dass wir heute hätten drei Punkte nehmen können. “
… zum Ausgleichstreffer von St. Pauli: „Wir kassieren dann auch ein Tor aus gefühlt 18 Metern, wo wir genug Leute im Grunde genommen davor haben, wo wir uns reinschmeißen können und der Ball geht dann vorbei. Aber es ist ein Tag gewesen, wo wir nicht mehr als einen Punkt verdient haben.“
… zu Julian Brandt: „Letztes Jahr war es, er hat zu viel gespielt, jetzt spielt er zu wenig. Nein, ich ja mit ihm gesprochen. Jule ist ein wichtiger Mann und der Punkt war der, wir brauchten jemanden von der Bank, weil wir haben im Moment nicht unbedingt die Unterschiedsspieler auf der Bank, wir haben einige Amateurspieler dabei, das heißt, unterm Strich haben wir dann alles richtig gemacht, indem wir Jule nochmal gebracht haben, der dann auch das Super-Tor schießt.“
Alexander Blessin (Trainer FC St. Pauli) ...
… zu seinen Worten an die Mannschaft nach dem Spiel: „Ich hab gesagt, dass wir so genau weiterarbeiten müssen. Ich habe einfach mal Chapeau gesagt. Zu der mannschaftlichen Geschlossenheit. Jeder, der reingekommen ist,wollte diese Energie auf den Platz bringen. Da bin ich stolz drauf der Trainer der Mannschaft zu sein. Natürlich wusste man, dass wir etwas ändern müssen. Wir haben uns in der ersten Phase entschlossen, dass wir in der Ballbesitzphase eine Struktur haben, dass wir einen Tick weiter sind. Das zu kombinieren, aber niemals von unseren Basics wegzugehen. Das ist extrem wichtig. Niemals den zweiten Schritt vor dem ersten zu gehen.“
... zum knappen Pokal-Sieg trotz der 40 Torschüsse (vor dem Spiel): „Wenn man in 30 Spielen solche Zahlen hat, wird man 29 gewinnen und ein Spiel hat man, wo man den Torwart warmschießt. So kann ein Spiel mal laufen, wir können zum Glück jetzt drüber lachen und sagen, dass wir ein wenig Glück hatten.“
Sebastian Kehl (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...
... zu Neuzugang Jobe Bellingham (vor dem Spiel): „Jobe steht für sich. Er ist seine eigene Persönlichkeit und will seinen eigenen Weg gehen. Seine Qualitäten wird er bei Borussia Dortmund zeigen. Er weiß, was er an uns hat und dass wir hart um ihn gekämpft haben. Wir sind froh, so einen Spieler für uns gewonnen zu haben, der für Professionalität und eine absolute Gewinnermentalität steht.“
… zur angeblichen Reise nach London (vor dem Spiel): „Wir waren unterwegs und haben unsere Hausaufgaben gemacht. Wir werden etwas verkünden, wenn es etwas zu verkünden gibt. Aber so weit ist es noch nicht. Ich kann sagen, dass wir noch was machen werden und in guten Gesprächen sind.“
… zu den Saisonzielen (vor dem Spiel): „Wir sind bei Borussia Dortmund, um Titel zu gewinnen. Trotzdem müssen wir es realistisch einschätzen. Bayern München hat eine starke Mannschaft. Ich bin gespannt, was die anderen Mannschaften machen werden. Wir wollen unseren Weg gehen.“
… zur Frage, ob er an Niko Kovacs Stelle verlängern würde (vor dem Spiel): „Ich würde zu mindestens ernsthaft darüber nachdenken, da das Vertrauen groß ist. Sowohl er als auch wir wollen weiter zusammenarbeiten.“
Oke Göttlich (Präsident FC St. Pauli) ...
... zu den Saisonzielen (vor dem Spiel): „Wir versuchen, Erster im letzten Cluster zu werden, das ist immer unser Saisonziel. Das letzte Cluster ist etwas, warum wir für 50+1 und eine bessere Geldverteilung sind. Die Cluster sind so betoniert, dass man eigentlich erst nach fünf, sechs, sieben Jahren sagen kann, dass man etablierter Bundesligist ist. Wir müssen immer ein wenig über uns hinauswachsen. Wir müssen auch sportpolitisch die Vorrausetzungen schaffen, dass Aufsteiger aus der zweiten Liga die Möglichkeit haben, die Liga länger zu halten.“
… zu den Neuzugängen (vor dem Spiel): „Wir haben uns weiterentwickelt, wollten mehr Geschwindigkeit und offensiv mehr Durchschlagskraft entwickeln. Wir waren letzte Saison die zweit- oder drittbeste Abwehr der Liga. Das würden wir gerne bleiben und jetzt sollen uns ein paar mehr Tore helfen.“
… zum Stand der Vereinshymne von St. Pauli (vor dem Spiel): „Wir haben so viele Künstler*Innen und Musiker*Innen in unserem Umfeld, es gibt so viele schöne Lieder über St. Pauli. Wir werden immer wieder sehr viele unterschiedliche Lieder spielen. Vielleicht kristallisiert sich irgendwann etwas raus, vielleicht texten auch die Fans irgendetwas Existierendes um.“
Sky Expertin Julia Simic …
… zu dem Punktegewinn des FC St. Pauli: „Den Punkt haben sie sich auf jeden Fall verdient, deswegen werden sie auch zurecht gefeiert. Was Louis Oppie auch sagt, diese Mentalität und dieses Kompensieren von vielleicht hier und da fehlender Qualität oder Qualität, die Dortmund mehr im Kader hat, ist unheimlich gut zu sehen gewesen, wie sowas gehen kann. Dann springt der Funke über und dann kommt diese Energie und dieses Momentum und dann bist du wieder da, dann hast du auch ein bisschen Spielglück auf deiner Seite, auch wenn es hart ist, aber du bist dann mal in Überzahl und die Fans. Es ist absolut verdient.“
Sky Experte Lothar Matthäus ...
... zu dem Schlüssel für den Punktgewinn von St. Pauli: „Wenn man hier spielt, dann muss man erstmal den Kampf annehmen, die Bereitschaft haben, dagegen zu fighten. Mit dem Publikum ist St. Pauli nochmal aufgewacht, auch die Elfmeter-Entscheidung mit dem anschließenden Rot, korrekt, auch wenn es für mich sehr, sehr hart ist, aber die Regeln geben es her. St. Pauli ist eine Mannschaft, die über den Kampf kommt, aber sie haben mich auch heute schon, mit einer neu formierten Mannschaft, spielerisch überzeugt und das 3:3 verdient.“
... zu den Fehlern von Borussia Dortmund: „Die Kritik ist angebracht, dagegen wurde auch einige Chancen zugelassen, zu viele Chancen und einfach nicht so toll nach vorne gespielt. Da sieht man auch, dass wichtige Spieler fehlen in der Abwehr, und dann kommt eben ein junger Spieler rein, der vielleicht in dem Moment nicht das macht, was er machen hätte sollen, und somit kippt das Spiel. Am besten ist es gleich, das Spiel offen und ehrlich zu analysieren, um aus diesen Fehlern in Zukunft zu lernen, um es nächste Woche gegen Union Berlin schon besser zu machen.“
... zu Jobe Bellingham (vor dem Spiel): „Er muss was zeigen. Natürlich hat er in der zweiten englischen Liga seine Duftmarken gesetzt, aber die Bundesliga ist etwas anderes. Er kommt als junger Spieler hierher, aber der Name verpflichtet. Eine gewisse Last ist da, anderseits hat er – was man aus Dortmund hört – bisher die Erwartungen erfüllt.“

Kontakt
Sky Sport-PRMedienallee 26
DE-85774 Unterföhring
+49 89 99 58-68 83
Sky-Sport-PR@sky.de
Social Media & Links
FacebookX
Homepage
Themen
» Fußball» Medien / TV
» Stimmen
Aktionen
Download als TXTMehr von Sky Sport-PR
Lothar Matthäus über BVB, Bellingham, Niko Kovac, Transfers, FC Bayern und Max Eberl
Der Sky Sport Experte schwärmt von der Bayern-Offensive und wünscht sich, dass die Verantwortlichen den jungen Spielern viel Vertrauen schenken. Zudem lobt Matthäus die Arbeit auf dem Transfermarkt von FCB-Sportvorstand Max Eberl. Die Eltern von Jobe Bellingham haben beim BVB für Ärger in den Katakomben gesorgt. Sebastian Kehl hat mit deutlichen Worten reagiert. Ich verstehe beide Seiten. Bellingham hat in Essen nicht von Anfang an gespielt, er ist der Königstransfer. Ich habe mich bei...
Frankfurts Robin Koch stolz: „Freue mich extrem, Kapitän zu sein“
Unterföhring, 23. August 2025 - Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 1. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky. Robin Koch (Kapitän Eintracht Frankfurt) ... ... zu seiner Vorfreude auf den Saisonauftakt: „Wir freuen uns alle brutal, dass es wieder losgeht. Die Vorbereitung zieht sich immer und jeder freut sich auf den Start.“ ... zu seiner neuen Rolle als Kapitän: „Erstmal freue ich mich extrem, Kapitän zu sein. Mit Trappo verlieren wir ...
Leverkusen-Trainer ten Hag nach Auftaktniederlage gegen Hoffenheim bedient: „Einfach nicht gut genug“
Unterföhring, 23. August 2025 - Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 1. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky. Can Uzun (Torschütze Eintracht Frankfurt) ... ... zum Auftaktsieg: „Es war ein sehr, sehr schöner Auftakt, deswegen wollen wir so weitermachen und wir sind alle sehr glücklich.“ ... zu seinem Tor: „Eigentlich bin ich ein Spieler, der nicht so fest schießt, aber irgendwie lag der Ball sehr gut, ich habe ihn gut getroffen und es war ein schö...