Gladbachs Kapitän Reitz verteidigt seine Mannschaft: „Ein Grundsatzproblem haben wir nicht“ - VfB-Stürmer Undav frustriert über Kritik: „Welcher Spieler macht jede Chance rein?“ - DAZN-Expertin Knaak zur Borussia: „Man fällt wieder in alte Mechanismen und Muster zurück“
Berlin/München, 25.01.2026
Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus den Sonntagsspielen Borussia Mönchengladbach gegen VfB Stuttgart (0:3) sowie SC Freiburg gegen 1. FC Köln (2:1) am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.
Eugen Polanski (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...
… zur Lage: „Wir schlittern nirgendwo hin. Wir stehen dort, wo wir stehen, wir können alle die Tabelle lesen. Das 0:3 ist natürlich sehr, sehr bitter. Vor allem, wenn man die erste Halbzeit sieht, wie das Spiel angefangen hat oder auch hätte laufen können. Am Ende ist es ein Fakt.“
… zum Elfmeter-Schützen: „Wir haben vor dem Spiel tatsächlich mit Shuto und mit Haris gesprochen. Das sind die Schützen, wenn Kevin Diks nicht da ist, und einer von beiden soll bitte schießen. Da gibt es auch keine Vorgabe, weil am Ende können nur sie sicher sein, wie sie sich fühlen. Ich glaube nicht, dass Haris das extra macht. Mit Sicherheit kann man den besser schießen. Wenn er reingeht, ist er ein Held, jetzt ist er der Depp. Er hat relativ viele Tore schon für uns geschossen und war sehr, sehr häufig der Held. Heute ist er derjenige, der vielleicht das Spiel in eine andere Richtung gelenkt hat.“
… zur Kritik an Körpersprache und Spielaufbau: „Bei der Körpersprache gehe ich voll mit, gerade die letzten drei, vier, fünf Minuten der ersten Halbzeit, so nach dem 0:1. Das ist das, was mir nicht gefällt. Das haben wir in der Halbzeitpause angesprochen. Dann wird es in der zweiten Halbzeit natürlich schwer, vor allem bei der Qualität des Gegners. Da müssen wir dran arbeiten, müssen immer wieder diesen Glauben hochhalten und auch ein Zeichen setzen. Auch für die Zuschauer. Beim Spielaufbau sehe ich gar nicht so, dass wir so viele Ballverluste hatten.“
… zur fehlenden Härte: „Wir müssen inhaltlich einfach gut sein. Da geht es nicht um Härte oder nicht. Wir müssen klare Dinge ansprechen. Wenn wir gesagt haben, wir wollen mit Ball besser sein, dann haben wir das heute in der ersten Halbzeit gezeigt. Am Ende ist ein Ergebnis ein Multiplikator. Bei 0:3 brauche ich der Mannschaft nicht zu sagen, wie toll sie ist, sondern wir müssen Dinge klar besser umsetzen. Und dann gerade gegen Gegner, die eher auf unserer Augenhöhe sind, unser Spiel aufzwingen, dagegenhalten und punkten.“
… zum Startelfeinsatz von Takai: (vor dem Spiel) „Nehmen wir das erste Spiel gegen Augsburg: Da haben wir relativ komfortabel geführt. In den nächsten beiden Spielen gegen Hoffenheim ist er in der Halbzeitpause reingekommen, beim Stand von 0:4, hat das Ding stabilisiert. Er hat über die Wochen die Jungs besser kennengelernt, und wir ihn natürlich auch. Ich glaube tatsächlich: Er hätte auch gespielt, wenn wir jetzt keine verletzten Spieler hätten.“
… zum VfB (vor dem Spiel) „Sie können Fußball spielen. Sie haben einen Torwart, der quasi wie ein elfter Feldspieler mit aufbaut. Extrem variabel in ihren Spielzügen und trotzdem mit einer Klarheit. Egal, was sie spielen, jeder weiß, welchen Laufweg er annehmen muss, welche Räume er freiziehen muss. Sie haben vorne Schnelligkeit, aber auch clevere Spieler, die sich durchsetzen können. Da gilt es, absolut gegenzuhalten. Das ist eine geile Challenge. Dafür spielen wir Fußball. Und wir wollen den nächsten Heimsieg hier holen.“
Haris Tabakovic (Borussia Mönchengladbach) ...
… zum Spiel: „Ich finde schon, dass wir sehr gut ins Spiel gekommen sind. Mit meinem Elfmeter kann das Spiel auch in eine andere Richtung gehen, dann können wir auch führen. Ich finde, dass Stuttgart am Anfang ein bisschen verunsichert war, wir haben das ganz gut gemacht. Ich muss die Verantwortung übernehmen, dass es nicht 1:0 für uns steht, dass ich den kläglich verschieße. Und dann, muss man ehrlich sagen, haben wir es ihnen in der zweiten Halbzeit zu einfach gemacht.“
… zu ihm als Elfmeterschütze: „Das war vor dem Spiel schon mit dem Trainer so abgesprochen, zwischen mir und Shuto, der sich gut fühlt. Ich habe den Ball genommen, habe die Verantwortung übernommen und bin am Elfmeter gescheitert.“
Rocco Reitz (Kapitän Borussia Mönchengladbach) ...
… zur Frage, ob die Borussia ein Grundsatzproblem habe: „Ein Grundsatzproblem haben wir nicht. Ich würde jetzt keinem zumuten, dass er hier nicht alles geben und 100 Prozent zeigen möchte. Heute waren es wieder so Geschichten: Die Räume vor der Kette waren zu groß, wir haben nicht gemeinsam gepresst, nicht komplett über den Platz, nicht Mann am Mann, so wie wir es vorhatten. Und dann, egal ob die Stuttgarter Donnerstag spielen oder nicht, haben die die Qualität, das auszuspielen. Taktisch war das vor allem gegen den Ball einfach zu wenig.“
… zu den wiederkehrenden Problemen: „Das müssen wir aufarbeiten. Ich bin auch sehr, sehr genervt. Du hast kein gutes Gefühl, wenn du jedes Mal anstichst und du weißt: Hinter dir kommt der Ball dann raus, die spielen über einen Kontakt über das Dreieck weg. Aber ich glaube, daran lag es heute insgesamt auch nicht, sondern wir waren auch viel zu unsauber mit dem Ball. Wenn wir nach vorne gespielt haben, haben wir uns alle viel zu sehr versteckt, auch ohne Ball. Und dann passiert so was.“
Rouven Schröder (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) ...
… zur sportlichen Lage: (vor dem Spiel) „Du kannst deine Themen nur selber lösen, du kannst nur selber punkten, um dann nicht nach unten schauen zu müssen. Aber du wirst trotzdem immer nach unten mitschauen müssen. Du bist eine Mannschaft, die immer an der Grenze spielen muss. Mannschaften wie Mainz, wie Heidenheim, aber auch St. Pauli punkten, die verstärken sich. Mainz hat sich jetzt auch wieder verstärkt und gestern überzeugend 3:1 gewonnen. Es wird bis zum Schluss eng bleiben. Da müssen wir gewappnet sein. Wir müssen es in der eigenen Hand halten.“
… zur Frage, ob Reitz eine Ausstiegsklausel habe: (vor dem Spiel) „Eine Ausstiegsklausel im Winter haben wir definitiv nicht. Aber klar ist auch: Rocco Reitz ist ein elementarer Spieler für Borussia Mönchengladbach und auch ein Herzstück. Trotzdem ist der Verein nicht auf Rosen gebettet, das muss man ganz klipp und klar sagen. Auch in Zukunft wird es so sein, dass Borussia Mönchengladbach Transferwerte erzielen muss. Wir müssen Marktwerte erzielen, um konkurrenzfähig zu bleiben und neue Spieler in den Borussia-Park zu locken. Wir sind froh, dass Rocco da ist.“
… zu Spekulationen um Vertragsdetails: (vor dem Spiel) „Es wird auch viel spekuliert, gerade über vertragliche Inhalte. Rocco ist ein wichtiger Spieler für uns, er ist nachgefragt, das ist klar. Wir müssen jedes Jahr Spieler haben, die für andere Vereine interessant sind. Wenn wir das nicht haben, wird Borussia Mönchengladbach in den nächsten Jahren nicht funktionieren. Von daher müssen wir uns bestmöglich aufstellen. Rocco Reitz ist ein Spieler von uns und der ist uns sehr, sehr viel wert.“
… zur Kadergröße und möglichen Abgängen: (vor dem Spiel) „Es ist schon so, dass wir aufgrund der Konkurrenzsituation den einen oder anderen Spieler haben, der dann auch zu viel ist. Das ist intern klar kommuniziert. Trotzdem ist es kein Wunschkonzert auf dem Transfermarkt. Du kannst nicht einfach sagen: ‚Du verlässt jetzt den Verein‘, wie in anderen Sportarten. Wir waren von Anfang an sehr respektvoll. Trotzdem schauen wir uns am Markt um und wenn es eine Möglichkeit gibt und es für alle Seiten passt, dann werden wir uns auch verändern wollen.“
… zu den Neuzugängen Sarco und Takai: (vor dem Spiel) „Grundsätzlich war es so, dass wir gerade bei Neuzugängen nicht aus dem Vollen schöpfen konnten, was das Budget angeht. Trotzdem war Alejo Sarco ein Spieler, der uns von Anfang an gereizt hat. Aufgrund seiner Physis, seiner Schnelligkeit und vielleicht auch dieser Unbekümmertheit. Das sind genau diese kreativen Transfers, die wir tätigen wollen. Wir haben mit Franck Honorat vorne einen extrem schnellen Spieler, aber auch das Thema, dass er nicht zu 100 Prozent jedes Spiel machen kann. Alejo ist eine weitere Alternative dafür. Auch, um vorne torgefährlich zu werden, das war uns wichtig. Kota Takai ist ein ganz, ganz toller Spieler im defensiven Bereich, der ein großes Potenzial hat. Wir müssen kreativ sein, auch mal eine Leihe. Was im Sommer passiert, werden wir sehen“
Sebastian Hoeneß (Trainer VfB Stuttgart) ...
… zum Spiel: „Wir dürfen die Situation nicht vergessen: Wir haben einen Elfmeter gegen uns bekommen, den Alex hält. Natürlich hat so was Einfluss. Aber rückblickend ist der Sieg verdient. Ich möchte ein ganz großes Lob an die Jungs aussprechen. Wir hatten eine lange Reise nach Rom und auch nicht mit dem Ende, das wir uns gewünscht haben. Wir wussten, dass es hier in Gladbach unangenehm werden kann und die Jungs haben es großartig gemacht.“
… zur Elfmeter-Regel: „Das ist einfach müßig, muss ich sagen, diese Regel ist mir nicht klar. Ich habe mal zwischendurch gehört, ich kann nicht sagen, ob es noch aktuell ist: dass, wenn der Kontakt erst am Körper ist und dann der Ball an die Hand springt, es keinen Elfmeter gibt. Klar, die Argumentation wird sein: unnatürliche Handbewegung. Jetzt können wir relativ locker darüber sprechen. Sicher wäre es so, dass wenn der Ball reingeht, es vielleicht ein anderes Spiel wird. So bin ich froh, dass Alex das Ding hält und wir das Spiel am Ende verdient gewinnen.“
… zur guten Form der Mannschaft: „Ich weiß, wie die Dinge laufen: Wir haben gegen Union 1:1 gespielt, dann in Rom verloren. Wenn wir das heutige Spiel nicht gewinnen, gibt es wahrscheinlich solche Fragen nicht. Wir haben einen guten Spirit, wir machen es sicher gut. Trotzdem wird viel bezogen auf die Phase, die wir letztes Jahr hatten. Das sind für mich Phasen, die es gibt, und die es auch dieses Jahr wieder geben kann. Es muss darum gehen, dass die nicht so lang gehen. Es bringt nichts, ein Jahr zurückzuschauen oder vier Monate nach vorne. Wir sind gerade gut unterwegs. Jetzt wollen wir die gute Phase in der Bundesliga verlängern.“
… zur Bedeutung von Chabot und Hendriks: (vor dem Spiel) „Sehr wichtig. Beide sind in einer richtig guten Form. Generell ist mein Gefühl, dass wir sogar fast ein bisschen besser verteidigen, als es die Gegentore sagen. Wenn ich zum Beispiel nach Rom schaue: Da haben wir 0,8 xG zugelassen. Das waren wirklich nicht viele klare Chancen, aus meiner Sicht vielleicht zweieinhalb. Zwei haben sie gemacht. Wir wiederum hatten vier richtig klare Chancen. In der Defensive sind wir stabil, wir verteidigen sehr mutig, sehr hoch.“
… zu Rotation von Undav: (vor dem Spiel) „Man muss ja immer überlegen: Wie geht es weiter? Da war jetzt einfach der Moment, ihm auch mal die Möglichkeit zu geben, nicht zu starten. Er wird nachher ganz sicher kommen. Das ist natürlich auch schön in so einem Spiel, zu wissen, dass du so einen bringen kannst. Aber er – wie viele andere auch – hat jetzt sehr viele Minuten gesammelt. Wir wollten keine Komplett-Rotation, aber ein paar Jungs mussten wir jetzt mal die Möglichkeit geben. Irgendwann müssen wir anfangen. Wir gehen in die nächsten Wochen mit sehr vielen Spielen, leider wahrscheinlich jetzt auch in die Play-offs, da werden zwei Spiele dazukommen. Und heute ist bei Deniz der Zeitpunkt gewesen.“
Jamie Leweling (Torschütze VfB Stuttgart) ...
… zur eigenen Leistung: „Schlechtes Spiel, aber ein Tor. Ich war nicht so gut drauf. Aber als Stürmer hat man das Glück, dass man durch ein Tor irgendwie alles wegmachen kann, und das habe ich gemacht. Ramon hat es heute top gemacht: Fast am Knie verletzt, dann die Nase gebrochen und trotzdem weiter nach vorne gesprintet. Alex hat mir auch kurz den Arsch gerettet beim Handelfmeter. Ich habe mein Tor gemacht, aber es war ein Teamsieg nach den anstrengenden Wochen. Das zeichnet uns aus.“
… zur Breite im Kader: „Wir hatten Bock, und wir haben es mit dem Trainer so abgesprochen, dass ich anfange und dann nach 60 Minuten rausgehe, dann Chris und Deniz reinkommen. Das zeichnet uns einfach aus, dass wir unsere Spielzeit nutzen. So kann es weitergehen.“
Deniz Undav (Torschütze VfB Stuttgart) ...
… zum Sieg: „Wir wussten, was auf uns zukommt. Dadurch, dass Alex den Elfmeter noch hält, kommen wir einfacher ins Spiel. Wenn du dann 0:1 zurückliegst, kann alles anders sein. Wir haben mit frischen Spielern Frische reingekriegt. Wir waren da, haben Gas gegeben, die Zweikämpfe gewonnen. Wir wussten, dass wenn wir gegenhalten, dann werden wir am längeren Hebel sein und die Chancen nutzen. Dann sind wir zum Glück mit 1:0 in die Halbzeit, machen das 2:0 und damit war das Spiel gelaufen. Da kam kaum noch Gegenwehr von Gladbach.“
… zum Jubel nach seinem Treffer: „Ich war ja wieder der schlechteste Stürmer nach zwei Spielen, wo ich kein Tor gemacht habe. Nur, weil ich ein paar Chancen nicht reingemacht habe. Ich frage mich immer: Welcher Spieler macht jede Chance rein? So was passiert. Man kann Kritik äußern. Ich weiß, ich muss die Dinger reinmachen. Aber man hat solche Tage und andere Tage. Ich habe davor zehn oder elf Tore gemacht in der Bundesliga, in der Europa League und im DFB-Pokal zwölf, dreizehn Tore. Was ich seit November gemacht habe, weiß jeder. Dass man jetzt nach zwei Spielen so nervt von der Seite, von links und rechts – ‚schlechtester Stürmer‘ und ‚der kann nichts‘ und was weiß ich – deswegen wollte ich einfach mal sagen: einfach mal den Mund halten, und fertig.“
Julian Schuster (Trainer SC Freiburg) ...
… zum Spiel: „Das fühlt sich schon gut an, die nächsten wichtigen Punkte eingesammelt zu haben. Es war ein hartes Stück Arbeit. Der Matchplan von Lukas ist immer unangenehm. Sie sind sehr flexibel, passen sich immer wieder an. Dass es in der Mannschaft stimmt, sieht man daran, dass wir so schnell ein Gegentor wegstecken können.“
… zum schnellen Ausgleich: „Mir wäre es persönlich lieber, wenn wir gar nicht erst das Gegentor bekommen. Aber das ist schwierig planbar. Wichtig ist dann, den Fokus aufrechtzuhalten, sich voll auf den Matchplan einzulassen und nicht zu hinterfragen. Das nimmt die Mannschaft top an.“
… zu Matanovic: „Er ist noch fokussierter, arbeitet noch intensiver. Es sind Kleinigkeiten, aber die können im Fußball sehr viel ausmachen. Er nimmt die Dinge an, hat es verinnerlicht, was wir erwarten. Manchmal ist man andere Dinge von anderen Vereinen gewöhnt. Er spürt, was notwendig ist, und hat Vertrauen, das auch aus den Mannschaftskollegen resultiert. Einer allein kann nicht glänzen, das geht bei uns nur im Kollektiv.“
… zur Reaktion auf seine Regelkritik (vor dem Spiel): „Bisher kam keiner auf mich zu, deshalb nett, dass ihr das noch mal aufgreift. Ich habe das ausführlich formuliert. Natürlich muss ein Foul vorliegen. In unserer Situation war es mit Sicherheit grenzwertig, ob es ein Foul war, das sei mal dahingestellt. Aber die Tatsache an sich, losgelöst von dieser Situation, ist wichtig. Wir müssen eine Regelung finden, wie wir dieses Problem beheben können.“
Matthias Ginter (SC Freiburg) ...
… zum Sieg: „Das war sehr, sehr wichtig heute. Wir sind gut aus der Winterpause gekommen. Einfach weitermachen. Knappe Siege tun natürlich gut. Wir sind aktuell ganz gut drauf.“
… zur Entwicklung von Igor Matanovic: „Nicht nur die Tore. Klar, die kommen dann, und als Stürmer sind die unfassbar wichtig. Aber wie er auch Bälle festmacht, wie er hohe und flache Anspiele verarbeitet, das ist sehr, sehr wichtig. Klar haben das Lucas Höler oder Junior Adamu auch in dem Maße gemacht, aber mit Igor haben wir natürlich noch mal ein paar Zentimeter mehr vorne drin, und das tut unserem Spiel auf jeden Fall sehr gut.“
Igor Matanovic (Torschütze SC Freiburg) ...
… zum Siegtreffer: „Es ist mein Job, in diesem Raum überall da zu sein und instinktiv zu erahnen, wo der Ball runterfallen kann. In dem Moment kommt er in meinen Lauf, aber da ist es wichtig, umzuschalten. Ich verlängere den Ball, drehe wieder um, bin bereit für die nächste Aktion. Von 20 Bällen fällt er einmal dahin, und so war es heute.“
… zur Torserie: „Es gibt das klassische Ketchupflaschen-Prinzip, das trifft so ein bisschen zu. Aber es ist bei allen Fußballern so, nicht nur bei mir. Wir müssen so viel einstecken, wir arbeiten so viel an uns, was man oft nicht sehen kann. Im ersten halben Jahr musst du den Verein kennenlernen, die Prinzipien verstehen. Als Stürmer willst du immer Tore machen, hier wird noch mal etwas anderes erwartet. Dann kommen die Tore von alleine. Ich habe adaptiert, was der Trainer von mir möchte, und jetzt ist es ein super Zusammenspiel mit den Jungs vorne drin. Es macht unfassbar viel Spaß.“
… zum verschossenen Elfmeter: „Ich habe mich auf mich fokussiert und versucht, ruhig zu bleiben. Nicht gut geschossen, das muss ich mir ankreiden. Es fühlt sich nicht gut an. Du willst als Stürmer Tore schießen und ich könnte mit einem Doppelpack rausgehen. Auch für die Mannschaft ist es ein einfacheres Gefühl, wenn du mit zwei Toren führst. Das ist geschehen, ich kann es nicht mehr ändern, und ich habe es schon wieder vergessen.“
… zum Blick auf die Tabelle: „Jetzt erst mal Lille. Wir wollen uns oben festigen, dann kommt Stuttgart, eine Mannschaft mit riesiger Qualität. Wir freuen uns drauf, das wird ein super Spiel. Wir bereiten uns in der Woche super vor, und unser Ziel ist ganz klar, oben anzugreifen.“
Lukas Kwasniok (Trainer 1. FC Köln) ...
… zur Niederlage: „Weil sich Fußball über Momente entscheidet. Ich fand, dass wir eine sehr, sehr gute Anfangsphase hatten und schon irgendwo verdient, aber glücklich, in Führung gehen, weil das nicht zwingend zu einem Torerfolg führen muss. Aber in dem Moment des Anstoßes denken wir zu sehr rückwärts. Das ist schade, weil du einen guten Start zunichtemachst. Dann war es ein ausgeglichenes Spiel bis unmittelbar vor der Halbzeitpause, und da treffen wir leider noch mal eine falsche Entscheidung. Wir wollten das Spiel noch mal schnell machen, Konter fahren, und fressen einen Gegenkonter. Bitter. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass hier noch was drin war. Wir kommen mit zwei, drei ordentlichen Möglichkeiten aufs 2:2 raus, machen es nicht, investieren viel. Wir haben Glück, dass Freiburg uns nicht die Lichter ausschießt mit dem vergebenen Elfmeter. Hinten raus hat es nicht sein sollen. Die Leistung war mehr als ordentlich, absolut solide bei einer Heimmacht. Aber am Ende geht es um Punkte, und die haben wir heute leider nicht auf unserer Habenseite.“
… zum Fifty-Fifty-Spiel: „Mit einem Punkt würden beide heute leben können, das hat den Leistungen entsprochen. Das ist für einen Aufsteiger nicht selbstverständlich, hier in Freiburg so eine Performance abzuliefern. Aber wir haben es nicht geschafft, weil wir in diesen zwei, drei Momenten den Kürzeren gezogen haben. Deswegen geht die Welt nicht unter, der Fokus liegt ganz klar schon wieder auf Freitagabend, Flutlicht im RheinEnergieStadion, Heimspiel gegen Wolfsburg, wir freuen uns drauf.“
… zum Elfmeter: „Man sieht live, dass der Ball erst an die Hüfte geht und dann an den Arm. Ich dachte, die Regel wäre: Wenn der Ball von einem anderen Körperteil abprallt und dann an den Arm geht, ist es kein Handspiel. Das war meine Kenntnis. Mir wurde erklärt: Wenn der Arm weit genug abgespreizt ist, kann man Handspiel pfeifen. Insofern wieder was dazugelernt.“
… zu der Regel: „Ich glaube, wir tun gut daran, Dinge manchmal zu vereinfachen. Wir versuchen alle Eventualitäten in Unterpunkten abzubilden, und dann ist es für die Unparteiischen gar nicht mehr so einfach zu unterscheiden, was Elfmeter ist und was nicht. Handspiel wird immer ein bisschen subjektiv bleiben, aber für mich wäre es relativ einfach. Wenn der Ball von einem Körperteil an die Hand geht bei einem Torschuss, ist es kein Handspiel. Dann wäre es für alle klar. Wenn wir Eventualitäten reinbringen, wird es komplex, und dann haben wir viele Diskussionen. Das ist schön für euch, für uns manchmal doof.“
… zu Thomas Kessler: „Wir haben in den ersten sechs Monaten der Zusammenarbeit ein sehr enges Verhältnis aufgebaut. Mit der Wintervorbereitung ist es noch inniger geworden, wir tauschen uns täglich aus. Er ist hier der Macher im Hintergrund, trifft sehr viele weise und gute Entscheidungen, kennt den Verein wie seine Westentasche. Deshalb ist das für den Verein ein absoluter Gewinn, für mich persönlich auch. Ich freue mich sehr und hoffe, dass wir es ihm mit Punkten in Zukunft so leicht wie möglich machen.“
… zum Startelfeinsatz von van den Berg (vor dem Spiel): „Dadurch, dass Rav nach seiner Sperre wieder zurück ist und wir eine volle Trainingswoche hatten, war er für mich der erste Kandidat, alternativ auch Cenk. Ich habe mich für Rav entschieden, weil er noch das eine oder andere fußballerische Element mitbringt. Hoffentlich kann er das so unter Beweis stellen, wie wir uns das erhoffen, dass er ein guter Spieler ist und jetzt seine Möglichkeiten und Chancen nutzt.“
… zur Entwicklung von Castro-Montes (vor dem Spiel): „Relativ normal, dass manch ein Spieler ein bisschen länger braucht. Als er kam, lief es bei uns ganz gut. Er kam ganz am Ende der Transferperiode, dann war es gar nicht so einfach. Spielt er links, spielt er rechts? Die Jungs haben performt. Dann brauchst du einfach ein bisschen länger. Wir wussten um seine Qualitäten und sind happy, dass er so weit ist, weil er ein spielmachender Außenverteidiger ist, der uns vor allem mit seinen Standards guttut.“
Marvin Schwäbe (Kapitän & Torwart 1. FC Köln) ...
… zum Spiel: „Am Ende sind es ein, zwei Fehlentscheidungen in der ersten Hälfte, die direkt zu Gegentoren geführt haben. Hinten raus hatten wir unsere Chancen, insgesamt war es eigentlich ein ausgeglichenes Spiel.“
… zum schnellen Ausgleich nach dem 1:0: „Nach dem Anstoß lassen wir uns mit dem langen Ball zu tief fallen. Das darf uns so nicht passieren, da müssen wir das Ding ganz klar klären und den Ball so weit wie möglich vom Tor wegbekommen. Man hat die Euphorie, es war direkt der Killer. Das müssen wir besser machen.“
… zum Spickzettel beim Elfmeter: „Da stand: warten und nach links. So erhofft man sich das natürlich, wenn man sich das vorher anschaut.“
Linton Maina (1. FC Köln) ...
… zur Niederlage: „Durch zwei einfache Fehler lassen wir die Tore da zu einfach zu. Vor allem nach dem 1:0, das geht viel zu schnell, da sind wir nicht wach. Deswegen ist das kurz nach dem Spiel extrem ärgerlich. Hier war mehr drin, mindestens ein Punkt. Ich bin sogar der Meinung, dass eigentlich noch mehr drin war. So ist das momentan bei uns“
… zur Leistung: „Wir sind in der ersten und in der zweiten Halbzeit relativ gut ins Spiel gekommen und in der zweiten Halbzeit sehr gut über die vollen 45 Minuten. Wir haben wenig zugelassen, bis auf die Elfmetersituation und am Ende ein paar Konter. Vielleicht hat ein bisschen die Zielstrebigkeit gefehlt: Meine allererste Chance kann auf jeden Fall noch besser sein, der kann aufs Tor gehen. Am Ende vielleicht auch ein bisschen das Glück. Wir haben es probiert, aus allen Lagen zu schießen, zu flanken, Gefahr auszustrahlen. Ich hoffe, dass am Freitag das Glück wieder ein bisschen mehr auf unserer Seite ist.“
Thomas Kessler (Geschäftsführer Sport 1. FC Köln) ...
… zur Analyse: „Das war eine vermeidbare Niederlage. Wir gehen in Führung, kriegen dann direkt nach einer Anschlusssituation den Ausgleich, und kurz vor der Halbzeit fällt das 1:2. Das waren Halbsituationen, wo wir oft einen Ball in die Füße bekommen haben und das vielleicht nicht ganz gut ausspielen. In der zweiten Halbzeit hätten wir ein zweites Tor verdient gehabt. Wie in vielen Spielen in der Saison: Es ist sehr, sehr knapp, Kleinigkeiten entscheiden, und heute sind die Kleinigkeiten nicht auf unserer Seite gewesen.“
… zum Blick nach vorn: „Am Freitag haben wir gegen Wolfsburg zu Hause die nächste Chance, drei Punkte zu holen. Natürlich fährt man nicht glücklich nach Hause, aber die Leistung ist heute sicherlich auch kein Beinbruch.“
… zur Beförderung: „Es ist ein Privileg, aber auch eine hohe Verantwortung. Der 1. FC Köln ist ein großer Klub, und für mich ist es eine große Ehre, dass ich diesen Posten ausfüllen darf. Wir haben viel Arbeit vor uns, es ist einiges zu tun, und das gehen wir an.“
DAZN-Expertin Turid Knaak …
… zu Lewelings Selbstkritik: „Ich habe durchaus schon bessere Spiele von ihm gesehen. Er ist heute aus einer etwas tieferen Position gekommen, über diese Schienenspieler-Position. Das nimmt ihm natürlich ein bisschen seiner Stärke. Aber es ist gut, selbstkritisch zu bleiben, hungrig zu bleiben. Das ist besser, als wenn man in Selbstbeweihräucherung verfällt.“
… zur Form der Gladbacher: „Aus neutraler Sicht muss man da den Finger in die Wunde legen, weil es schon ein paar haarsträubende Auftritte gab. Gerade auch Auftritte, wo es an Körpersprache und Einsatz gefehlt hat. Man fällt wieder in alte Mechanismen und Muster zurück, die man eigentlich schon unter Polanski abgestellt hatte. Die Fans sind total enttäuscht, und das zu Recht.“
DAZN-Experte Sebastian Kneißl …
… zum Elfmeter von Freiburg: „Wenn du das Gefühl hast, der Torwart hat auf die Flasche geschaut, also er hat Informationen, er hat dich quasi analysiert, dann kommst du vielleicht für einen kurzen Moment ins Überlegen: Mache ich doch meine Ecke, ändere ich es? Eins ist aber klar: Generell muss der Elfmeter, egal in welche Ecke du gehst, platziert genug geschossen werden. Das war logischerweise nicht der Fall, aber auch gut gehalten.“
… zu den Verbesserungen beim FC: „Am Wachsein. Sofort, wenn du ein Erfolgserlebnis hast. Das haben wir jetzt in jedem Interview gehört: Das waren zwei Fehler, nicht wach genug zu sein und letztlich den Gegner damit einzuladen. Das ist eben die Bundesliga, da gilt es weiterhin dran zu arbeiten.“
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