11.02.2022
Fußball

Leipzig klettert auf Champions-League-Platz vier: „Da wollen wir am Ende hin“

FC-Coach Baumgart: „Die Leistung hat gepasst, das Ergebnis nicht“ - Kessler dämpft Erwartungen an Köln: „Wenn wir am Ende Zwölfter werden, haben wir eine grandiose Saison gespielt“ - DAZN-Experte Kneißl: „Leipzig war letzten Endes zielstrebiger“

Berlin/München, 11.02.2022

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus dem Freitagsspiel RB Leipzig gegen den 1. FC Köln (3:1) am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.

 

Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig) …

... zum Sprung auf Champions-League-Platz vier: „Klar, da wollen wir hin. Aber am Ende. Jetzt ist es eine schöne Momentaufnahme. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.“

… zum Spiel: „Im ersten Durchgang haben wir es gut gemacht. Da steht es am Ende 1:1 nach Torschüssen, das ist Wahnsinn. Wir sind mehrmals in guten Situationen, aber kriegen es nicht bis zum Ende sauber durchgespielt. Das ist schon ärgerlich. Im zweiten Durchgang, als es dann 3:0 stand, sind wir extrem oft auf das 4:0 gegangen, was okay ist. Es spricht für die Spieler. Aber trotzdem fallen mir spontan ein paar Situationen ein, in denen man abbrechen und zurückfallen kann. Dann lässt du dich nicht auf dieses Ping-Pong-Spiel ein. Das macht Köln schon gut, die Jungs haben bis zum Schluss dran geglaubt. Das 3:1 ist am Ende verdient.“

… zur Frage, woran er mit der Mannschaft noch arbeiten muss (vor dem Spiel): „Wir wollen das Spielen umgehen und extrem schnell in die Box kommen. Du hast oft Situationen, wo du den Gegner mal kurz tief hast, und schon kommt die Flanke. Es hilft aber manchmal, abzubrechen und zu sagen, die Flanke kommt jetzt noch nicht, weil wir nur einen Spieler in der Box haben und der Gegner vier. Wir müssen uns den Gegner ein bisschen zurechtlegen, nachrücken und haben dann vielleicht drei oder vier in der Box. Es geht immer wieder um das Thema Struktur.“

 

Peter Gulacsi (Torhüter RB Leipzig) …

… zur Frage nach dem Stellenwert des Sieges: „Es war gegen einen direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze. Köln ist eine gute Mannschaft, sie spielen sehr intensiv. Das ist nicht so einfach. Wir waren gut in unserem Ballbesitz, in der Positionierung und in der Verteidigung. Es war eine sehr komplette Leistung. Am Ende ist es ein verdienter Sieg, der uns auch in der Tabelle hilft.“

… zum Gegentor kurz vor Schluss: „Wenn man ein Spiel so kontrolliert und 3:0 führt, dann ist es für einen Torwart schon bitter, in der letzten Aktion ein Tor zu kassieren. Natürlich kann es nach einem Standard passieren, aber wir hatten gute Kontrolle. Vielleicht hätten wir etwas mehr Ballbesitz haben müssen, weil wir in den letzten zehn Minuten ab und zu ein bisschen schlampig waren. Aber insgesamt war es ein gutes Spiel von uns.“

 

Dani Olmo (Torschütze RB Leipzig) …

… zum Spiel: „Wir sind mit unserer Leistung in den ersten 89 Minuten sehr zufrieden. Das Tor in den letzten Minuten dürfen wir nicht kassieren. Daran müssen wir arbeiten und bis zum Schluss konzentriert bleiben. Aber wir müssen auch das Positive sehen. Das ganze Team hat gut gearbeitet und wir haben den Sieg verdient.“

… zu seinem Tor: „Ich habe in der Halbzeit mit ein paar Spielern gesprochen und gesagt: ‚Wenn ich den Ball 20 Meter vor dem Tor kriege, dann schieße ich‘. Ich war beim Aufwärmen so selbstbewusst und hatte in der ersten Halbzeit ein paar Situationen, in denen ich nicht geschossen habe. Aber dann kam die Gelegenheit.“

 

Christopher Vivell (Technischer Direktor RB Leipzig) …

… zur Frage, was sich seit dem Trainerwechsel bei RB verändert hat (vor dem Spiel): „Wir sind einfach viel stabiler geworden und haben uns in den Details verbessert. Wir haben viel mehr Ballbesitz weit vorne und schießen trotzdem viele Umschalttore. Die Abstände sind nicht mehr so groß, wir spielen nicht mehr so schnell nach vorne und verlieren etwas Spieltempo, aber sind mit unserer individuellen Qualität trotzdem supergefährlich. Und wir kriegen extrem wenige Gegentore.“

… zur Zuschauerrückkehr ins Stadion (vor dem Spiel): „Das ist schon wichtig für die Atmosphäre und für den Fußball. Das sind die Emotionen, die dazugehören. Das ist für die Jungs etwas ganz anderes, wenn sie auf den Platz laufen. Da ist einfach gleich eine andere Stimmung. Das tut ihnen echt gut.“

 

Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln) …

… zur Leistung seiner Mannschaft: „Wenn man die Qualität beider Mannschaften sieht und guckt, wo wir stehen und wo Leipzig steht und schauen, wo Leipzig stehen müsste und wo wir stehen müssten, dann habe ich ein ausgeglichenes Spiel gesehen. Wir haben sogar mehr Torschüsse und drei Kilometer mehr gemacht. Die Leistung hat gepasst, das Ergebnis natürlich nicht.“

… zum Spiel: „Wir müssen das Ergebnis bewerten. Das ist kein gutes Ergebnis. Und wir müssen die Leistung bewerten. Wenn ich mir die genau angucke, dann war es ein gutes Spiel. Wir hatten in der ersten Viertelstunde Probleme mit dem Tempo, aber danach hat man gemerkt, dass sich Leipzig auch immer mehr zurückzieht und wir immer mehr Anteile haben. Natürlich hatten wir wenige Tormöglichkeiten, aber ein Spiel lebt ja nicht davon, dass du alle zwei Minuten aufs Tor schießt.“

… zu den Gegentoren: „Der erste Schuss aufs Tor ist der Freistoß. Der geht rein, der ist sensationell geschossen. So oft habe ich diese Freistöße noch nicht gesehen. Das sieht immer so aus, als ob das jeder kann – kann aber nicht jeder. Der zweite Schuss geht aus 25 Metern genau ins Eck. So viele solcher Schüsse habe ich dieses Jahr auch noch nicht gesehen. Aber sonst war es nicht so, dass einer nach dem anderen da vorne drin gelandet ist. Wir haben gut verteidigt.“

… zu den Erwartungen an seine Spieler: „Wenn wir jetzt schon so weit wären wie Leipzig, dann würden wir über die Champions League reden. Wir reden aber immer noch vom Klassenerhalt und von unserem Weg, den wir gehen. Ich will sehen, dass die Jungs unabhängig vom Ergebnis agieren, bei sich bleiben und einen klaren Fußball nach vorne spielen. Das haben sie gemacht. Trotzdem muss man Leipzig gratulieren, am Ende passt das auch.“

… zum Kölner Erfolgsrezept (vor dem Spiel): „Wir setzen viel von dem um, wie wir uns Fußball vorstellen. Wir treffen immer wieder auf Mannschaften, die eine sehr hohe Qualität haben. Dass man auch Spiele verlieren kann, das gehört im Fußball dazu. Das ändert aber nichts daran, wie wir an Spiele herangehen. Die Erfolge, die kommen, kommen mit der Zeit. Das ist nichts, wo wir sagen: ‚Das ist jetzt zufällig‘. Wir haben eine sehr gute Struktur und wissen, wie wir verteidigen und nach vorne spielen können. Auch wenn wir dem ein oder anderen individuell unterlegen sind, glaube ich, dass wir mannschaftlich und taktisch gut aufgestellt sind. Das bedeutet nicht, dass man Spiele gewinnt, aber die Wahrscheinlichkeit ist höher.“

 

Salih Özcan (1. FC Köln) …

… zum Spiel: „In der ersten Halbzeit haben wir die Räume nicht gut genutzt. Das haben wir in der zweiten Halbzeit dann besser gemacht, aber wir haben leider drei Kontertore bekommen. Das ist natürlich bitter bei so einer Leistung. Wir waren gut im Spiel und haben am Ende die Torchancen nicht genutzt. Alles in allem sind wir enttäuscht.“

… zur Frage, ob Europa weiterhin ein Thema ist: „Im Team ist es nicht im Kopf. Wir wollen von Spiel zu Spiel unsere Leistung abrufen und sehen am Ende der Saison, was dabei herauskommt.“

 

Florian Kainz (1. FC Köln) …

… zum Spiel: „Wir haben in der ersten Halbzeit gut gegen den Ball gearbeitet und viel wegverteidigt. Leipzig hatte nur einen Torschuss und führt 1:0. In der zweiten Halbzeit haben uns das 2:0 und das 3:0 ein bisschen das Genick gebrochen. Im Endeffekt war der Sieg für Leipzig verdient. Aber wir haben bis zum Schluss weitergemacht, Gas gegeben und unser Ding durchgezogen. Und das werden wir in den nächsten Spielen auch machen.“

… zur Mannschaftsleistung: „Der Teamgeist ist sehr gut. Wir haben schon in mehreren Spielen bewiesen, dass die Jungs, die reinkommen, Akzente setzen, Tore machen und Assists liefern. Wir sind natürlich schon enttäuscht, dass wir unser Spiel nicht ganz so auf den Platz gebracht haben, wie wir das wollten. Aber wir haben trotzdem kein schlechtes Spiel gemacht. Leipzig ist natürlich eine super Mannschaft, da kann man jetzt nach dem Spiel gratulieren.“

 

Thomas Kessler (Leiter Lizenzbereich 1. FC Köln) …

… zu den Saisonzielen (vor dem Spiel): „Zum Saisonstart wurde ich oft gefragt, ob wir es ernst meinen, dass wir mit diesem Kader die Klasse halten wollen. Steffen Baumgart hat dann relativ schnell gesagt, dass wir Zwölfter werden wollen. Da gab es einen großen Aufschrei und es wurde gesagt: ‚Die nehmen sich aber was vor‘. Jetzt sind wir aktuell Sechster und sehr zufrieden. Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns nichts madig reden lassen. Denn wenn wir am Ende Zwölfter werden, haben wir eine grandiose Saison gespielt. Wir tun gut daran, sehr normal und bodenständig mit der Situation umzugehen.“

… zum Kölner Erfolgsrezept (vor dem Spiel): „Wir haben nicht nur eine Geschlossenheit im Trainerteam, sondern auch in der Mannschaft. Von der einzelnen Qualität her sind wir natürlich nicht vergleichbar mit einer Mannschaft wie Leipzig. Wir kommen über eine große Geschlossenheit innerhalb der Truppe und eine hohe Intensität. Die Jungs investieren nicht nur am Wochenende viel, sondern auch in den Trainingseinheiten.“

 

DAZN-Experte Sebastian Kneißl … 

… zum Spiel: „Leipzig war letzten Endes zielstrebiger und hat Köln nicht ins Tempo kommen lassen. Das war richtig stark. Sie sind immer wieder mit gutem Timing ins Eins-gegen-Eins gekommen und haben dann mit diesen wichtigen Umschaltsituationen die Treffer erzielt.“

… zum Ergebnis: „Die Kölner sollten das Spiel nicht überbewerten. Es ist eine Lehrstunde gewesen. Speziell die erste Halbzeit müssen sie sich anschauen. Die zweite Halbzeit war deutlich besser.“

… zur Entwicklung von RB und dem FC: „Es gibt Spiele, da ist das Ergebnis wichtig. Und natürlich ist auch die Entwicklung wichtig. Mal ist das eine im Fokus, mal das andere. Bei RB ist natürlich den Großteil der Saison über das Ergebnis vorrangig und währenddessen musst du diesen Prozess weiterführen. Bei Köln ist es anders. Da ist der Prozess wichtig. Da ist es okay, wenn du mal ein Spiel verlierst. Aber das wissen die Jungs auch.“

… zur Frage, welche Auswirkungen der Trainerwechsel auf RB Leipzig hat (vor dem Spiel): „Eine positive Entwicklung. Es ist ein anderer Spielstil, eine andere taktische Formation. Er setzt die Jungs so ein, dass sie stärker zum Vorschein kommen. Gerade einen Nkunku oder einen Silva, der jetzt öfter trifft, obwohl sie etwas tiefer stehen und dann überfallartig nach vorne gehen.“

… zur Zukunft von Christopher Nkunku (vor dem Spiel): „Er hat es ja selbst gesagt: Er schließt keine Türen. Wenn du diesen Flow und die Möglichkeit hast, den nächsten Schritt zu machen, dann ist es vollkommen legitim, über den nächsten Schritt nachzudenken. Ich glaube, es ist auch abhängig davon, ob sich RB nochmal für die Champions League qualifiziert. Ich sehe ihn gerne in der Bundesliga.“


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