Fußball

St. Paulis Trainer Blessin wütend: „Gegen zwölf Mann gespielt, und das war der Schiedsrichter“

FSV-Coach Fischer nach Sieg noch nicht zufrieden: „Es ist noch nichts geschafft“ - Stiller gibt Nachnominierung noch nicht bekannt: „Weiß nicht, was der DFB gesagt hat“ - DAZN-Expertin Knaak zur Entlassung von FC-Coach Kwasniok: „Höchste Alarmstufe“

Berlin/München, 22.03.2026

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus den Sonntagsspielen 1. FSV Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt (2:1), FC St. Pauli gegen SC Freiburg (1:2) sowie FC Augsburg gegen VfB Stuttgart (2:5) am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.

 

Urs Fischer (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...

… zur Frage, ob er über seine Mannschaft staunen würde: „Ja, schon auch ein bisschen. Ich weiß natürlich, was die Jungs draufhaben, ich sehe sie ja die ganze Woche. Aber wenn ich das Spiel heute nehme, nachdem du am Donnerstag einen der größten Erfolge gefeiert hast und dann drei Tage später Abstiegskampf bestreitest und so auftrittst und nicht unverdient gewinnst, dann spricht das für die Jungs.“

… zur Mainzer Explosivität: „Wir haben die zweieinhalb Tage versucht, optimal zu nutzen, was die Regeneration angeht. Wir waren gar nicht auf dem Platz und haben wirklich nur regeneriert. Vielleicht macht das am Schluss noch ein paar Prozente aus. Wenn es dann so aufgeht, umso schöner.“

… zur Ausgangslage im Abstiegskampf: „Natürlich helfen die Resultate, dadurch macht es noch mehr Spaß. Aber es ist noch nichts geschafft, noch nichts erreicht. Es sind noch sieben Spieltage, das sind noch sehr viele Punkte. Dahinten ist alles eng zusammen. Wenn du ein- oder zweimal verlierst, sieht es auf einmal wieder ganz anders aus. Aber es war eine perfekte Woche mit diesen drei Erfolgen. Die drei Punkte von heute tun uns wirklich gut.“

… zum Spagat zwischen Europapokal und Bundesliga (vor dem Spiel): „Es ist schon Wahnsinn. Der entscheidende Faktor wird heute sein, wie du den Donnerstag verarbeitet hast und wie bereit du wieder bist, ans Limit zu gehen.“

… zur guten Form von Nebel (vor dem Spiel): „Er hat sich wirklich zurückgekämpft. Er hatte eine Phase, in der es nicht so gut lief und in der er auch nicht viel gespielt hat. Dann hat er sicher auch vom Ausfall von Nadiem Amiri profitiert, aber er macht es wirklich sehr gut, betreibt sehr viel Aufwand. Dann gelingen ihm auch Aktionen mit Ball und er schießt sogar Tore mit dem Kopf. Er muss dranbleiben.“

 

Silvan Widmer (Kapitän 1. FSV Mainz 05) ...

… zum Sieg: „Ich bin noch nicht so weit, jetzt groß Party zu machen, weil der Job in der Bundesliga noch nicht erledigt ist. Heute haben wir einen wichtigen Schritt gemacht, auch weil gestern vieles für uns gelaufen ist. Die Resultate waren gut für uns, aber es ist noch nicht in trockenen Tüchern. Deswegen warten wir mit dem Feiern noch.“

… zur Belastung in dieser Saison: „Mir war zu Beginn der Saison klar, dass das eine Hammer-Saison werden könnte, wenn wir in der Conference League überwintern. Aber dass es in der Bundesliga gleichzeitig sehr hart sein würde, war auch klar. Wenn du immer donnerstags Conference League spielst und sonntags Bundesliga, dann ist es schwierig, den Kopf wieder frisch zu bekommen. Heute hat das super geklappt, am letzten Sonntag auch schon. Wir haben gerade einen richtigen Lauf und den versuchen wir nach der Länderspielpause weiterzumachen.“

… zu Nebels Leistung: „Er hat sich feiern lassen, und das hat er auch verdient. Paul hatte in dieser Saison schon eine etwas schwierigere Phase, aber seit ein paar Wochen liefert er unglaubliche Leistungen ab. Der braucht nichts zu zahlen, der soll sich feiern lassen.“

… zur Länderspielpause: „Es ist auch mal gut, dass die meisten Jungs ein paar freie Tage bekommen. Für mich geht es morgen schon weiter, aber ich freue mich auch auf diese Aufgaben. Ich fühle mich körperlich super und bin bereit, in zehn Tagen da weiterzumachen, wo wir heute aufgehört haben.“

 

Paul Nebel (Doppeltorschütze 1. FSV Mainz 05) ...

… zu seiner Leistung: „Am wichtigsten ist, dass wir hier zu Hause gewonnen haben. Es war eine sehr, sehr gute Woche für uns und ich freue mich einfach, dass ich der Mannschaft helfen konnte und dass wir heute alle zusammen gezeigt haben, was für eine gute Truppe wir sind. Und die Fans waren natürlich auch überragend.“

… zur Energieleistung: „Wir wollen es im Moment einfach unbedingt. Wir wollen da unten wieder raus. Heute war das ein sehr, sehr guter Schritt, aber uns ist auch klar, dass wir nicht nachlassen dürfen. Es ist alles so eng und wir wollen es gemeinsam schaffen. Ich glaube, das hat man heute gesehen, dass wir dazu auf jeden Fall bereit sind.“

… zu seiner Entwicklung: „Es ist vor allem wichtig, jede Woche und jeden Tag weiterzuarbeiten, sich nicht hängen zu lassen und im Training nicht den Kopf runterzunehmen. Sondern einfach weitermachen, dranbleiben, auch wenn mal Aktionen im Spiel nicht gelingen oder man wenig spielt. Man muss bereit sein, wenn man wieder gebraucht wird. Das habe ich versucht, auch wenn ich ein paar Wochen sehr, sehr unglücklich war oder nicht alles so gelaufen ist. Ich bin sehr froh, dass es mir jetzt so gelungen ist.“

… zum 1:0: „Das sind so Dinger, die man dann auch ein Stück weit erzwingt, wenn man in diese Räume kommt. Wichtig war, dass ich mich wieder traue, einfach mehr zu schießen. Wenn ich an das Stuttgart-Spiel denke, hatte ich da zwei Situationen, in denen ich schießen muss. Das habe ich nicht getan. Heute bin ich wieder in diese Situation gekommen und dann erzwingt man so ein Tor eben auch, auch wenn der Ball noch abgefälscht ist.“

 

Nadiem Amiri (1. FSV Mainz 05) ...

… zu seiner Verletzung (während der Halbzeit): „Die Ferse hat Probleme gemacht. Wir sind voll im Soll, wir sind im Plan. Es geht voran und ich denke, dass ich in den nächsten Tagen schon wieder auf dem Platz stehen kann.“

… zum Austausch mit Bundestrainer Nagelsmann (während der Halbzeit): „Wir haben kurz geschrieben. Ich soll positiv bleiben und schauen, dass ich schnell zurückkomme. Danach haben wir noch genug Spiele und so lange war ich auch nicht raus.“

… zum möglichen Zusammenspiel mit Nebel (während der Halbzeit): „Ich gehe stark davon aus. Je mehr Qualität du auf dem Platz hast, desto besser wird es. Ich freue mich für Paul, weil er eine schwierige Phase hatte. Ich hoffe auch, dass ich bald zurück bin und wir dann zusammen glänzen können.“

… zu einem möglichen nächsten Karriereschritt (während der Halbzeit): „Ich werde erst mal zurückkommen, und dann schauen wir weiter. Ich habe noch Vertrag bis 2028, ich bin sehr glücklich, ich bin topfit und bin daher tiefenentspannt.“

 

Albert Riera (Trainer Eintracht Frankfurt) ...

… zur Niederlage: „Ich komme gerade aus der Kabine, weil ich den Spielern immer ein bisschen Feedback gebe. Ich sage immer: Wenn wir verlieren, brauchen die Spieler den Trainer am meisten. Wenn der Wind von hinten kommt und wir gewinnen, brauchen sie den Trainer nicht. Dann muss ich da sein, um sie zu unterstützen und ihnen Lösungen zu geben. Ich habe ihnen gesagt, dass sie nicht unglücklich sein sollen, weil sie die Gründe kennen, warum sie verloren haben. Wir wissen genau, was passiert ist und wie es passiert ist. Und weil wir wissen, wie wir es lösen müssen, müssen wir im nächsten Spiel besser sein.“

… zu den Gründen für die Niederlage: „Wir haben nicht nur die zwei Tore kassiert, sondern insgesamt sechs oder sieben Chancen zugelassen und alle aus demselben Grund. Aber ich werde euch das nicht im Detail sagen, weil das zuerst für meine Spieler ist. Ich weiß genau, wo das Problem liegt. Das ist für uns. Das Wichtigste ist, dass wir genau wissen, woran wir arbeiten müssen.“

… zur Qualität im letzten Drittel: „Ich sage meinen Spielern immer: Wenn du den letzten Pass und die letzte Aktion besser spielst, dann bist du ein 50-Millionen-Spieler. Wenn nicht, dann bist du ein 5-Millionen-Spieler. So einfach ist das. Als Trainer sind wir nicht magisch. Wir brauchen die Zutaten, wir brauchen gute Spieler. Am Ende liegt es an ihnen. Du kannst mit Ball mal einen guten oder mal einen schlechten Tag haben.“

… zu seinen ersten Wochen in Deutschland (vor dem Spiel): „Für mich zählt zuerst das, was wirklich wichtig ist, der Grund, warum ich hier bin: erfolgreich zu sein. Wir alle wollen erfolgreich sein, aber dafür musst du die richtigen Dinge tun. Die Mannschaft tut gute Dinge. Ich war sehr fokussiert auf die Stabilität der Mannschaft und auf das Wohlbefinden der Spieler. Wenn sie glücklich sind, spielen sie besser. Ich gebe ihnen viele Konzepte und das Wissen mit, das ihnen hilft, besser zu spielen. Darauf konzentrieren wir uns. Aber ich verspreche, dass ich mein Bestes geben werde, die Sprache zu lernen.“

… zu Burkardt in der Startelf (vor dem Spiel): „Du brauchst unterschiedliche Waffen, um Spiele zu gewinnen. Jedes Spiel ist anders. Als Trainer versuchst du immer, die Qualitäts- und Topspieler auszuwählen, die dir helfen können zu gewinnen. Jede Woche muss ich entscheiden, wie wir den Gegner schlagen können.“

… zu Benennung von Rückkehrer Theate als Kapitän (vor dem Spiel): „Er ist heute Kapitän, weil Robin fehlt und auch Mario fehlt. Er ist der dritte Kapitän. Wir haben mehrere Kapitäne in der Mannschaft und wenn einer fehlt, ist der nächste bereit. Ich brauche Leader und Charaktere, und Arthur ist einer von ihnen. Er ist ein Beispiel für die anderen. Er bringt Charakter, Intensität und Aggressivität mit. Er hat die ganze Woche mit uns trainiert und gezeigt, dass er für heute bereit ist. Ich glaube, er ist einer der Spieler, die wir heute brauchen.“

… zur Nichtberücksichtigung von Götze im Kader (vor dem Spiel): „Wenn du mir eine Frage stellst, stelle ich dir auch eine. Ich hatte einmal einen Trainer, Luis Aragones. Der sagte über Raul, dass er ihn natürlich gerne bei der Nationalmannschaft dabeihätte, aber dafür einen anderen Spieler aus dem Kader nehmen müsste. Nur konnte ihm niemand sagen, wen er dann herausnehmen sollte. Nicht Villa, nicht Fernando Torres, nicht Fabregas, nicht Busquets. Bei Mario ist es ähnlich. Wir kennen seine Qualitäten. Aber wenn ich ihn in den Kader nehme, wen nehme ich dann raus? Wenn ich 21 Spieler nominieren könnte, wäre er sicher dabei. Aber wir haben nur einen Verteidiger auf der Bank, Elias Baum. Und je nachdem, wie ich mir die zweite Halbzeit dieses Spiels vorstelle, entscheide ich mich für andere Profile. Das nächste Spiel ist wieder anders, gegen einen anderen Gegner ist er vielleicht dabei. Mario war körperlich in den vergangenen Wochen nicht immer bei 100 Prozent, weil er viele Spiele hatte. Deshalb muss ich entscheiden, welche Spieler ich für die Bank auswähle.“

 

Nathaniel Brown (Torschütze Eintracht Frankfurt) ...

… zum Gesundheitszustand: „Ich habe natürlich noch Schmerzen. Wir schauen jetzt noch einmal genauer, aber ich hoffe, es ist nicht so schlimm.“

… zur Frage, ob die Nationalmannschaft in Gefahr sei: „Ich hoffe nicht, dass das in Gefahr ist. Ich werde alles geben, damit ich auf jeden Fall teilnehmen kann.“

… zur Niederlage: „Das gehört zum Fußball dazu. Natürlich ist das bitter. Wir haben uns das anders vorgestellt. Aber so ist Fußball. Wir werden jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern einfach weitermachen.“

… zum eigenen Tor: „Das war ähnlich wie das Tor in Gladbach. Den treffe ich gut. Das war ein gutes Tor, aber es bringt leider nichts.“

 

Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt) ...

… zur Rückkehr nach Mainz: „Losgelöst vom Spiel war es schön, viele Freunde zu sehen und viele glückliche Gesichter wiederzusehen. Was Christian Heidel gesagt hat, war sehr schön. Es war wirklich schön, wieder hierherzukommen. Das Spiel war natürlich nicht so, wie ich es mir erhofft habe.“

… zur aktuellen Situation der Eintracht: „Wir liegen hinter den europäischen Plätzen und schaffen es nicht, richtig den Anschluss herzustellen. Warum das so ist? Ich glaube, weil wir heute – in den letzten Wochen war das nicht so - in den entscheidenden Situationen zu nachlässig waren. Wir haben zu viele Chancen zugelassen und zu wenig kreiert, ganz einfach. Wir hatten zwar viel Ballbesitz, aber in den Räumen, in denen es nicht wichtig ist. Und dann verlierst du so ein Spiel meiner Meinung nach auch verdient.“

… zur Länderspielpause: „Wir werden das Spiel noch einmal durchgehen und schauen, was wir heute besser hätten machen können. Dann ist jetzt aber auch Abstand wichtig für die Jungs, sowohl für die, die zur Nationalmannschaft fahren, als auch für die, die ein paar Tage frei haben. Dann versuchen wir, den letzten Block noch erfolgreicher zu gestalten.“

 

Dr. Benjamin Krause (Leitender Oberstaatsanwalt ZIT) ...

… zu seiner Arbeit (vor dem Spiel): „Wir sind eine Spezialstaatsanwaltschaft für Internetkriminalität in ganz unterschiedlichen Bereichen, aber eben auch für digitale Gewalt. Das heißt, wir verfolgen diese Taten, identifizieren Täter und wollen sie dann auch zur Anklage bringen, damit sie sich für ihre Taten verantworten müssen.“

… zum Aktionsspieltag gegen Rassismus (vor dem Spiel): „Heute geht es darum, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen und genau das ist auch unsere Arbeit. Wir arbeiten zum Beispiel mit dem Deutschen Fußball-Bund und dem Deutschen Olympischen Sportbund zusammen. Wenn gegen Spieler, Spielerinnen, Schiedsrichter, Schiedsrichterinnen oder Verbände im Netz gehetzt wird, wenn sie rassistisch beleidigt oder bedroht werden, dann nehmen wir diese Hinweise entgegen, versuchen das aufzuklären und die Täter zu identifizieren.“

… zur Zahl der Meldungen (vor dem Spiel): „Es ist absolut Wahnsinn, wie viele tausende Meldungen wir da bekommen haben. Wir haben die alle strafrechtlich geprüft und bewertet und gesagt, dass das strafbar ist. Da ging es um ganz viele rassistische Beleidigungen bis hin zur Volksverhetzung, einfach nur, weil Spielerinnen oder Spieler anders aussehen oder eine andere Hautfarbe haben. Es geht dabei immer um Ausgrenzung. Dagegen wollen wir etwas tun.“

… zur Verantwortung im Kampf gegen Hass (vor dem Spiel): „Es braucht aus meiner Sicht zwei Dinge. Erstens müssen Menschen Verantwortung übernehmen. Das können Vereine oder Verbände sein, aber auch jeder für sich selbst, indem er sagt: Wir müssen etwas dagegen tun. Zweitens müssen wir begreifen, was das mit Menschen macht, welche Auswirkungen und Gefahren Rassismus hat. Das macht etwas mit den Betroffenen und ich glaube, es macht auch etwas mit uns als Gesellschaft.“

… zum Schutz von Athletinnen und Athleten im Netz (vor dem Spiel): „Wir arbeiten gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund bei Olympia zusammen. Der DOSB bietet seinen Athletinnen und Athleten an, ihre Social-Media-Kanäle ein Stück weit sauber zu halten und den ganzen Hass auszublenden, damit sie das gar nicht erst sehen müssen. Gerade zuletzt bei den Winterspielen haben uns einzelne Athletinnen und Athleten erzählt, dass ihnen das gutgetan hat und es sie zu Erfolgen gebracht hat. Genau das meine ich mit Verantwortung. Ich finde es toll, wenn Verbände ihren Athletinnen und Athleten solche Möglichkeiten geben.“

 

Alexander Blessin (Trainer FC St. Pauli) ...

… zum Schiedsrichter: „Wir haben heute nicht gegen elf Mann gespielt, sondern gegen zwölf und das war Schiedsrichter. Es waren viele Kleinigkeiten. Wenn mir ein Schiedsrichter eine Gelbe Karte gibt und mich dabei wirklich höhnisch anlächelt, dann finde ich das respektlos. Auch, wenn ich draußen emotional bin. Vor dem ersten Tor waren es auch drei Situationen, in denen er weiterspielen lässt. Jetzt kann man wieder sagen, schlechter Verlierer, alles gut.“

… zur Länderspielpause: „Wir haben viele Spieler, die auf Länderspielreise gehen und hoffen erst mal, dass sie sich nicht verletzen. Wir haben noch ein, zwei Trainingseinheiten und ein kurzes internes Testspiel und dann lassen wir die Jungs auch mal sacken und die Akkus wieder aufladen, damit wir gegen Union Berlin wieder angreifen können.“

… zu Smiths Nominierung zur Nationalmannschaft: „Er war schon öfter nominiert und musste dann absagen. Wenn das klappt und wenn er dann auch zum Einsatz kommt, dann würde ich mich wahnsinnig für ihn freuen.“

… zum Empfang der Fans (vor dem Spiel): „Wir sind überragend von den Fans empfangen worden. Da läuft es einem schon kalt den Rücken runter. Das müssen wir heute auf den Platz transportieren. Wir können uns nichts dafür kaufen, dass wir in den letzten Wochen zu Hause gut waren. Wir müssen es jedes Mal wieder neu beweisen. Es ist wichtig, an eine hundertprozentige Leistung heranzukommen.“

 

Nikola Vasilj (Torwart FC St. Pauli) ...

… zum Spielverlauf: „Die erste Halbzeit war schon gut. Wir haben offensiv gut gespielt, mit dem Ball und gegen den Ball auch gut gestanden. In der zweiten Halbzeit standen wir dann ein bisschen tiefer. Wir wollten einfach besser mit dem Ball spielen, aber das war schwierig. Dann kommen die Gegentore und dann war es einfach schwer, zurückzukommen.“

… zum zweiten Gegentor: „Ich wollte den Ball einfach fangen. Ich glaube, ich habe eigentlich eine gute Position. Dann ist es ein bisschen unübersichtlich vor mir, der Ball springt aus meinen Händen nach vorne. Das ist mein Fehler, das muss ich sagen. Das sind schwierige Bälle. Neun von zehn fange ich, einer geht dann weg. Matanovic ist dann da.“

 

Hauke Wahl (FC St. Pauli) ...

… zur zweiten Halbzeit: „Freiburg ist aufgewacht. Wir haben eine sehr, sehr gute erste Hälfte gespielt und es immer wieder geschafft, hoch zu pressen. Das haben wir in der zweiten Hälfte nicht mehr geschafft und dann war das Momentum auch nicht mehr auf unserer Seite. Das erste Tor ist schon sehr glücklich, weil er abgefälscht wird. Dann läuft so ein Spiel einfach gegen uns. Wir hatten zwischendrin eine gute Phase, wo wir sie in ihre Hälfte gedrückt haben. Davon hatten wir aber in der zweiten Halbzeit zu wenig.“

… zum Auftritt der Mannschaft: „Wir müssen zu Hause schon hoch angreifen, um die Fans mitzunehmen, und das haben wir von der ersten Minute an gemacht. Wir haben Freiburg gezeigt, dass das heute ein langer Tag wird und dass sie sehr viel investieren müssen, um hier etwas mitzunehmen. Vor allem in der ersten Hälfte ist uns das gelungen. Ich glaube, dass wir über 90 Minuten ein sehr, sehr gutes Gesicht gezeigt haben, ein anderes als letzten Freitag, und mehr als einen Punkt verdient hätten.“

… zur Länderspielpause: „Für mich geht es in der ersten Woche vor allem darum, den Kopf frei zu kriegen. Die, die zu Hause bleiben, haben ein paar Tage länger frei und dann hoffen wir erst mal, dass alle gesund wiederkommen. So viel kann man leider nicht machen, wenn man viele Nationalspieler hat, aber das geht nicht nur uns so.“

 

Oke Göttlich (Präsident FC St. Pauli) ...

… zur Bedeutung der Niederlage: „Das bedeutet, dass wir genau das annehmen, wie es ist. Wir wissen, in welcher Situation wir sind, und wir wissen, dass wir jeden Punkt hart erkämpfen müssen. Heute hat es nicht zu einem gereicht. Aber unsere Aufgabe ist klar: Der FC St. Pauli steht dafür, dass wir auf Tabellenplatz 16 oder besser landen wollen. Das bedeutet, dass wir in den nächsten Spielen punkten wollen und punkten werden.“

… zur Haltung im Fußball: „Wir beim FC St. Pauli nutzen die Bühne Bundesliga, um vielen Initiativen und vor allen Dingen im Kampf gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft eine Plattform zu bieten. Das ist beim FC St. Pauli gang und gäbe. Es ist uns wichtig, für Zusammenhalt und für Miteinander zu sein in diesen Zeiten, in denen so viele schreckliche Dinge uns voneinander spalten. Da müssen wir aufpassen, dass wir wieder zusammenfinden – für Menschlichkeit und für Miteinander.“

 

Mathias Pereira Lage (FC St. Pauli) ...

… zum Besuch bei geflüchteten Kindern (vor dem Spiel): „Es war ein tolles Gefühl, um ehrlich zu sein. Es war schön, ihnen ein wenig Freude zu bringen, und sie haben mir auch Freude gegeben. Ich habe es sehr genossen. Mein Deutsch war dort nicht besonders gut, aber allein durch Bewegung und durch die Art, wie wir zusammen waren, habe ich es sehr genossen. Das war das Wichtigste.“

… zur Unterstützung der Fans (vor dem Spiel): „Seit Beginn sind sie mit uns da. Wir brauchen sie bis zum Ende, weil wir schon lange kämpfen. Wir sind zu Hause sehr stark und jetzt müssen wir zeigen, dass wir bereit sind. Wir brauchen heute drei Punkte.“

 

Anke Kleinemeier (Organisatorin Lauf gegen Rechts, Marathonabteilung FC St. Pauli) ...

… zum Lauf gegen rechts (vor dem Spiel): „Wir brauchen ein starkes Zeichen, weil es gerade im Moment wichtig ist, klar zu benennen, dass antifaschistische Aktivitäten kein Verbrechen sind, sondern eine notwendige gesellschaftliche Haltung.“

… zu ihrer Motivation (vor dem Spiel): „Es ist mir total wichtig als Teil meiner politischen Aktivität, die sich hauptsächlich gegen Faschismus und auch Rassismus wendet. Es ist total gut, dass uns der Verein in dieser antifaschistischen Arbeit unterstützt. Das ist nicht überall selbstverständlich. Aber gerade Vereine sind gesellschaftliche Einrichtungen und es ist total gut, dass unser Verein klare Positionen bezieht und solidarisch ist mit den Betroffenen von rechter Hetze und Gewalt.“

 

Patrick Gensing (Vereinssprecher FC St. Pauli) ...

… zur Reichweite des Fußballs (vor dem Spiel): „Ganz bestimmt hat der Fußball die Möglichkeit, auch Leute zu erreichen, die sich sonst vielleicht noch nicht so viel mit diesen Themen beschäftigt haben. Vor allem hat der Fußball eine unglaubliche integrative Kraft, weil er so viele unterschiedliche Menschen zusammenbringt. Wenn wir uns unser Team anschauen, dann ist die Teamsprache Englisch, aber alle vereint, dass sie für den FC St. Pauli gemeinsam Erfolg haben wollen.“

… zur Initiative Kein Bock auf Nazis (vor dem Spiel): „Mit Kein Bock auf Nazis machen wir schon lange gemeinsame Sachen. Wir haben zum Beispiel auch die Stadionordnung erweitert um Symbole, die wir hier nicht sehen wollen, also rechtsextreme Symbole. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Trikots gehen an Kein Bock auf Nazis, und wir freuen uns total, dass wir die Initiative unterstützen können. Das Trikot sieht auch einfach verdammt gut aus.“

 

Julian Schuster (Trainer SC Freiburg) ...

… zum Gespräch mit Blessin: „Es ging um vieles andere, gar nicht nur um das, was unmittelbar mit dem Spiel zu tun hat. Ich finde es immer spannend, auch die Perspektive des anderen Trainers zu hören. Ich bin erst im zweiten Jahr, deshalb wäre es verkehrt, wenn ich da keine Fragen stellen würde.“

… zur strittigen Szene vor dem 2:1: „Mit Sicherheit war das eine Situation, in der je nach Linie des Schiedsrichters auch gepfiffen werden kann. Ich fand aber, dass von Anfang an klar war, dass er genau solche Situationen heute nicht pfeift. Insofern ist er seiner Linie treu geblieben.“

… zur Startelf und den Wechseln: „Wir haben lange hin und her überlegt, wie wir es genau machen. Die Idee war, die Jungs, die die Belastung in den Beinen haben, beginnen zu lassen. Es ist ein Unterschied, ob du noch einige Minuten auf der Bank sitzt oder von Anfang an spielst. Gleichzeitig haben wir im Vorfeld gesagt, dass wir sehr schnell reagieren, wenn wir merken, dass der eine oder andere nicht hundertprozentig drin ist. Genau so haben wir es getan. Wenn es dann aufgeht, haben wir wohl das eine oder andere richtig gemacht.“

… zu den Nichtnominierungen von Ginter und Atubolu: „Ich habe es diese Woche schon gesagt: Ich glaube, der Bundestrainer weiß ganz genau, was er an diesen beiden Spielern hat. Die Länderspielpause ist auch eine Möglichkeit, noch mal den einen oder anderen dazuzunehmen, der bisher nicht dabei war. Die Jungs performen, das haben sie heute wieder getan. Das ist die Grundlage, das ist das, was sie beeinflussen können. Sie zeigen das in einer sehr beachtlichen Konstanz. Das ist die Voraussetzung, um am Ende nominiert zu werden.“

… zum Wechsel von Europa League auf Bundesliga (vor dem Spiel): „Das ist die Qualität. Man muss die Energie mitnehmen in das heutige Spiel. Gleichzeitig muss man sich bewusst sein, dass es wieder bei null losgeht und dass es ein ganz anderes Spiel werden kann. Darauf haben wir uns vorbereitet.“

… zur gleichen Startelf wie am Donnerstag (vor dem Spiel): „So haben wir es in diesem Jahr noch nie gemacht, dass wir nochmal die gleiche ins Rennen schicken. Sie haben aber vieles gut umgesetzt und es muss zu dem passen, was wir heute sehen wollen. In vier Tagen folgt nicht direkt das nächste Spiel, sondern es kommt eine Woche, in der man auch mal durchatmen kann. Das sind Gründe, warum wir uns für diese Elf entschieden haben.“

… zum Aktionsspieltag (vor dem Spiel): „Als Trainer bekommt man die Möglichkeit geschenkt, nicht nur Spieler zu entwickeln, sondern auch Persönlichkeiten mitreifen zu lassen. Da ist es an bestimmten Tagen und bei bestimmten Ereignissen wichtig, darauf aufmerksam zu machen, welche Verantwortung man hat. Aber das Allerwichtigste ist eigentlich das, was im Alltag passiert: Welche Werte lebe ich, wie gehe ich miteinander um, welche Offenheit habe ich, welche Toleranz? Das ist als Verein total wichtig, eine klare Haltung zu haben.“

… zur Kraft des Fußballs (vor dem Spiel): „Der Fußball zeigt, welche Kraft er hat und wie man miteinander umgehen kann. Er verbindet, das ist ein ganz wichtiges Element. Wenn man in die Ränge schaut, ist alles dabei und genau so soll es sein. Diese Offenheit und diese Toleranz leben Vereine wie St. Pauli und auch wir vorbildlich.“

 

Matthias Ginter (SC Freiburg) ...

… zum Sieg: „Es war noch mal ein Kraftakt. Wir haben in der zweiten Halbzeit noch mal alles rausgeholt. Wir wollten tatsächlich versuchen, das Stadion ein bisschen ruhig zu kriegen, aber das ist hier natürlich nicht so einfach. Für St. Pauli geht es um alles im Abstiegskampf. Für uns war es am Ende auf der letzten Rille, aber jetzt sind wir natürlich froh, dass wir durchatmen können, bevor es mit den englischen Wochen weitergeht.“

… zum Spiel: „Heute hat man schon gemerkt, dass wir ein bisschen gebraucht haben, um reinzukommen. Wir hatten einfache Fehler in den ersten 20 Minuten. Aber Auswärtsspiele in der Liga sind nie einfach, erst recht nicht hier bei einer Mannschaft, für die es um alles geht. Deshalb Hut ab vor der Mannschaft, dass sie in der zweiten Halbzeit so zurückgekommen ist. Das war noch mal ein Kraftakt. Vom Charakter her haben wir wieder bewiesen, dass 1A sind.“

… zur Nichtnominierung für die Nationalmannschaft: „Was heißt darum kämpfen? Ich spiele hier alle drei, vier Tage. Das sind alle drei, vier Tage Möglichkeiten oder Chancen, mich zu zeigen. Letztlich muss man das sportlich nehmen. Ich habe dazu schon viel gesagt. Mir bleibt nichts anderes übrig, als das zu beeinflussen, was ich beeinflussen kann. Dann ist es erst vorbei, wenn es vorbei ist. Bis dahin will ich mit der Mannschaft in den drei Wettbewerben maximal erfolgreich sein.“

 

Igor Matanovic (SC Freiburg) ...

… zur Rückkehr ans Millerntor: „Natürlich ist das für mich ein besonderes Spiel. Ich habe es sehr genossen, hier spielen zu dürfen, 13 Jahre lang. Ich war hier als kleiner Bub auf der Tribüne, als Balljunge. Ich habe es extrem genossen, heute hier spielen zu dürfen. Schon als ich vor dem Spiel auf den Platz gekommen bin, haben mich die Fans sehr warm empfangen und das weiß ich sehr zu schätzen. Heute trage ich aber das Freiburger Wappen auf der Brust und muss für den Verein alles geben.“

… zum ersten Tor: „Das ist, wenn man so will, reines Glück. Ich versuche natürlich immer, in der Box zu sein. Dass der Ball dann genau so kommt, ist am Ende riesiges Glück. Trotzdem zeigt dieses Tor auch, dass du da stehen musst und dass du so etwas erahnen musst. Du machst diesen Weg hundertmal und vielleicht landet der Ball zweimal so. Das ist auch ein Ergebnis harter Arbeit und viel Geduld. Wir wissen alle, wie meine Phase hier in St. Pauli war, die war sehr schwer. Ich bin wirklich sehr stolz auf die Entwicklung, die ich gemacht habe und heute durfte ich mich und die Mannschaft mit zwei Toren belohnen.“

… zum zweiten Tor: „Da musst du bei Abprallern immer nachlaufen, weil so etwas eben passiert. Wenn ich auf die Situation schaue: Suzuki ist rechts durch, hat einen guten linken Fuß und wenn dann ein Ball abfällt, muss ein Stürmer da sein. Das muss gar kein Torwartfehler sein. Niko weiß selbst, dass er das besser kann und ich weiß das auch, weil er ein super Torwart ist. Ich schätze ihn sehr, auch als Menschen. Er hat einfach einen riesigen Charakter.“

 

Philipp Treu (SC Freiburg) ...

… zur Rückkehr ans Millerntor (vor dem Spiel): „Natürlich ist es heute etwas Besonderes, hier an die alte Wirkungsstätte zurückzukommen. Alles ist für einen perfekten Abend angerichtet, der Dom ist an, aber wir wissen auch, dass es heute ein sehr, sehr schwieriges Spiel wird. Wir kommen aus einem Highlight-Spiel und für uns wird das heute ein sehr wichtiges Arbeitsspiel. Das wollen wir positiv gestalten.“

… zu Wahl (vor dem Spiel): „Ich habe auch schon ein paar positive Worte an ihn gerichtet, weil er einfach ein unfassbar geiler Charakter ist. Aber heute auf dem Platz wird die Freundschaft beiseitegeschoben.“

 

Sebastian Hoeneß (Trainer VfB Stuttgart) ...

… zum Sieg: „Wir haben in Porto ein sehr intensives Spiel gespielt und verloren. Jetzt haben wir, wie schon nach dem ersten Porto-Spiel, eine super Reaktion in der Bundesliga gezeigt. Deswegen kann ich einfach nur den Hut ziehen. Ich denke, es geht absolut in Ordnung. Ob es jetzt so hoch sein muss, weiß ich nicht, aber es war eine super Leistung und ein verdienter Sieg. Für uns ist es super, vor der Länderspielpause so auseinander zu gehen.“

… zum Saisonendspurt: „Erst mal haben wir noch nichts rausgegeben. Wir wollten zur Länderspielpause in einer sehr guten Position sein, das sind wir jetzt. Wenn wir wieder zusammenkommen, wollen wir darüber sprechen, was wir vorhaben. Es geht in die finale Phase, es ist Crunchtime. Aber klar ist auch, dass sich das Tabellenbild jetzt langsam so kristallisiert, dass wir sicher nicht happy werden, wenn wir nicht international spielen. Dass es sieben Spieltage vor Schluss zu sagen, ist einfach überragend. Es sieht gut aus, ein drittes Mal in Folge international zu spielen. Jetzt geht es für die Jungs, die nicht zur Nationalmannschaft gehen, erst mal darum, sich auszuruhen. Wir werden ein paar Tage frei machen. Und die anderen sollen am besten gesund zurückkommen, mit guten Aktionen bei ihren jeweiligen Teams. Dann schärfen wir nochmal nach, wenn wir wieder zusammenkommen.“

… zum Europa-League-Aus (vor dem Spiel): „Es ist leichter, als wenn du sang- und klanglos rausgehst oder das Gefühl hast, du hast nicht alles gegeben. Beides war nicht der Fall. Natürlich war die Enttäuschung an dem Abend und vielleicht auch am nächsten Tag groß. Aber wir sind erhobenen Hauptes rausgegangen. Wir haben zwei wirklich beachtenswerte Spiele gegen einen sehr guten Gegner gemacht, die Erfahrung mitgenommen und wollen jetzt das Bestmögliche aus der Saison holen.“

… zur Rotation (vor dem Spiel): „Heute geht es schon auch um Frische. Einerseits haben wir noch eine Achse auf dem Platz, andererseits jetzt auch ein paar Jungs, die am Donnerstag nicht gespielt haben. Wir haben auswärts gespielt, spät gespielt und sind erst am nächsten Tag zurückgekommen. Deswegen war es für mich unabdingbar, zu wechseln.“

… zum DFB-Kader (vor dem Spiel): „Sehen sie mir nach, dass ich nicht auf jede Personalie eingehe – auch nicht auf die von Angelo. Julian trifft die Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen und muss natürlich alle Aspekte mit einbeziehen. Dann gilt es, das zu akzeptieren, auch wenn man sich bei der einen oder anderen Personalie vielleicht gewünscht hätte, dass die Entscheidung anders ausfällt. Aber wir spielen auch noch ein paar Wochen, hinsichtlich der WM ist noch nichts entschieden. Die beste Möglichkeit ist immer, gut zu spielen.“

… zu Undav (vor dem Spiel): „Deniz macht es richtig gut. Er spielt sehr viel, macht fast jedes Spiel und spielt auch oft durch. Er ist in einer herausragenden Form und deswegen war es für mich logisch, dass er dabei ist. Ich glaube auch, dass das ganze Thema ein bisschen heißer gemacht wurde, als es am Ende war. Ich glaube, dass Julian nicht wirklich in Erwägung gezogen hat, ihn wegzulassen.“

 

Angelo Stiller (VfB Stuttgart) ...

… zum Sieg: „Es war wichtig, dass wir relativ schnell in Führung gehen und dann auch in der Höhe. Das war gut für uns. Wir hatten anstrengende Wochen, deswegen war es wichtig, dass wir ruhig und smart spielen und nicht auf Teufel komm raus. Ich glaube, das haben wir heute gut gemacht.“

… zur möglichen Nachnominierung für die Nationalmannschaft: „Das weiß ich nicht. Ich weiß nicht, was der DFB gesagt hat oder was da gesagt wurde. Ich habe gerade gespielt, deswegen war ich noch nicht am Handy.“

… zur Begründung von Nagelsmann: „Wenn der Nationaltrainer eine Begründung hat, dann wird sie stimmen. Er hat seinen Plan, er weiß, wie er spielen will, er hat seine Idee und so macht er den Kader, so stellt er auf. Deswegen war es am Donnerstag schade für mich. Aber wenn der Nationaltrainer eine Idee dahinter hat, dann sollten wir alle daran glauben.“

 

Deniz Undav (Kapitän & Doppeltorschütze VfB Stuttgart) ...

… zur Reaktion des VfB nach dem Europa-League-Aus: „Es war keine perfekte Woche. Wir wollten nach dem Aus eine Reaktion zeigen, wollten die Wut mitnehmen. Das haben wir heute gezeigt. Wir waren von Anfang an überlegen, machen die richtigen Tore in den richtigen Momenten. Dann lassen wir in der zweiten Halbzeit, wie so oft, wenn wir führen, den Fuß vom Gaspedal, kommen ein bisschen ins Schwimmen, kassieren ein Gegentor, reagieren dann wieder, kassieren wieder ein Gegentor, reagieren wieder. Wir machen das Spiel unnötig spannend, aber es war ein klar verdienter Sieg.“

… zu seinem ersten Treffer: „Das ist Instinkt, Stürmersein und ruhig bleiben in diesen Momenten. Es ist klar, dass der Verteidiger und der Torwart rüber laufen. Das ist der Instinkt oder der erste Gedanke und das mache ich halt gut.“

… zu seinem Teamplay trotz möglicher Hattrick-Chance: „Ich habe vorher zu Ermedin gesagt: Lauf durch, ich versuche, den Ball reinzulegen. Man sieht einfach, dass ich kein Egoist bin. Ich glaube, andere Spieler hätten in der Situation vielleicht selber abgeschlossen, um einen Hattrick zu machen. Aber das Teamgefüge ist wichtiger. Und wenn du die anderen noch einsetzen kannst und selber treffen kannst, was gibt es Besseres? Das zeichnet uns aus, dass wir einfach füreinander da sind.“

… zu seinen Ansprüchen bei der Nationalmannschaft: „Kapitän werden, oder? Nein, Spaß. Ich möchte spielen, dafür spiele ich Fußball. Alles andere wäre schwach, wenn ich sagen würde, dass ich einfach nur dabei sein möchte. Ich möchte spielen und mich für den Bundestrainer empfehlen. Und selbst wenn es nicht reichen sollte, dann gebe ich von der Bank aus Gas und versuche, der Mannschaft zu helfen.“

… zum Europa-League-Aus (vor dem Spiel): „Natürlich war es traurig, dass wir rausgeflogen sind. Aber zum Glück geht es heute weiter. Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, wir können an der Konkurrenz vorbeiziehen. Deswegen wollen wir gewinnen.“

… zum Austausch mit Bundestrainer Nagelsmann (vor dem Spiel): „Es war ein ganz normales Gespräch. Er hat mir gesagt, dass ich dabei bin, dass ich gute Leistungen gezeigt habe und dass eigentlich alles gut ist. Die Medien haben das ein bisschen größer gemacht, als es war. Es wurde nichts schlimmes gesagt, aber es wurde etwas reininterpretiert, was nicht stimmt. Wie der Bundestrainer gesagt hat: Wir müssen nicht viel reden, ich muss auf dem Platz Leistung bringen. Ich bin froh, dabei zu sein.“

 

Niklas Luginsland (Content Creator VfB Stuttgart) ...

… zum Europa-League-Aus und zum Saisonziel (vor dem Spiel): „Es wäre natürlich schön gewesen, wenn die Jungs mir noch ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk gemacht hätten. Das hat nicht ganz geklappt. Aber ich glaube, in der Saison ist noch viel drin. Die Champions League ist das große Ziel und dafür gilt es heute, die nächsten drei Punkte einzufahren.“

… zu seiner Arbeit (vor dem Spiel): „Ich bin im Prinzip mit EA FC beziehungsweise früher FIFA groß geworden, war 2021 deutscher Meister und bin ganz viel im Content-Bereich aktiv. Wenn heute einer von den Jungs zwei Tore macht, darf ich ihm unter der Woche hoffentlich wieder seine Team-of-the-Week-Karte bringen.“

… zu Haltung und Miteinander (vor dem Spiel): „Ich glaube, worauf wir alle wieder mehr kommen müssen, ist füreinander da zu sein und gemeinsam zu handeln. Mein Weg war nur möglich durch die Unterstützung von Freunden und Familie. Jetzt versuche ich, das vor allem auch an jüngere Generationen weiterzugeben und zu sagen: Zusammen kann man seine eigenen Träume und Ziele erreichen.“

 

Michael Gregoritsch (FC Augsburg) ...

… zur Niederlage: „Wir kassieren die Tore viel zu einfach. Generell kassieren wir sie viel zu einfach und das darf uns nicht passieren. Es kann mal sein, dass man ein paar Minuten hinterherläuft, aber an und für sich dürfen wir die Gegentore so nicht kassieren.“

… zur fehlenden Intensität in der ersten Halbzeit: „Das weiß ich nicht. Ich weiß, dass wir sehr, sehr gut vorbereitet waren. Wir hatten einen genauen Plan, wir haben es dann aber nicht so auf die Kette gekriegt. Das muss man sich anschauen. Wir haben jetzt gerade 2:5 verloren. Ich fand, dass wir in der zweiten Halbzeit das gemacht haben, was den FCA auszeichnen sollte, dass wir uns nicht aufgeben.“

… zum Ausblick auf den Saisonendspurt: „Uns sollte jetzt erst mal wieder allen bewusst sein, in welcher Kategorie wir sind. Wir haben eine sehr, sehr gute Februarrunde gespielt, wir sind dann im März gegen drei der fünf Großen gekommen. Da waren wir einfach zu schwach, das muss man so aussprechen. Jetzt geht es darum, dass wir gegen die direkten Gegner punkten und so schnell wie möglich so viele Punkte holen, dass wir rechnerisch den Klassenerhalt gesichert haben.“

 

Fabian Rieder (Torschütze FC Augsburg) zur schwachen ersten Halbzeit: „Man kann es schon gut erklären. Wir waren einfach defensiv zu schlecht. Das fängt vorne an und hört hinten auf. Wir haben alle drei Tore, wenn ich mich nicht täusche, durch einen Ballverlust kassiert. Dann haben wir den Zweikampf nicht gewonnen und hinten waren wir meistens einen Schritt zu spät. Wir haben es alle elf Spieler auf dem Platz schlecht gemacht. Es ist schwierig, die Worte nach dem Spiel zu finden. 2:5 ist schon sehr krass, vor allem nachdem wir jetzt acht Spiele ungeschlagen waren. Das müssen wir abhaken. Vielleicht ist es gut, dass wir jetzt ein paar Tage frei haben beziehungsweise Länderspielpause ist. Da kann jeder ein bisschen den Kopf durchlüften. Dann kommen wir gestärkt aus der Länderspielpause zurück.“

 

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg) ...

… zu Stuttgarts Undav (vor dem Spiel): „Es ist wirklich schwierig, ihn zu verteidigen. Ich bin da eher ein Freund davon, das zu zweit oder zu dritt zu machen. Allein ist es nicht so einfach, weil er echt gute Räume findet und in den Rücken der Innenverteidiger geht. Er ist einer, der nicht aufs Tor bolzt, sondern aufs Tor schießt. Im Kollektiv kriegst du ihn in Griff.“

… zum Einsatz von Banks (vor dem Spiel): „Noahkai ist jetzt wieder fit. Er hatte im Sprunggelenk eine leichte Verletzung. Mit ihm bekommen wir noch einmal Spielstärke ein bisschen mehr auf den Platz.“

… zum Saisonendspurt (vor dem Spiel): „Es muss ein Sprint sein gegen Ende und nicht ein Lauf. Wir wollen nicht das Gefühl haben, je näher man einem Ziel kommt, desto langsamer wird man. Wir wollen schon über die Ziellinie sprinten.“

 

DAZN-Experte Sebastian Kneißl ...

… zum Mainzer Sieg: „Die Eintracht hatte in der zweiten Halbzeit zwar die Kontrolle und auch ein, zwei sehr gute Abschlusspositionen. Aber mir fehlt diese Konsequenz, diese Zielstrebigkeit, diese Löwengier, die Riera gerne hätte. Das hat mir im letzten Drittel gefehlt. Die Mainzer haben es dagegen konsequent weitergespielt, auch wenn sie sehr viel aushalten mussten. Für mich gibt es deshalb einen absolut verdienten Sieger.“

… zu Urs Fischers Einfluss auf Mainz: „Es zeigt erneut, wie wichtig es war, mit Urs Fischer diese Ruhe in den Verein zu bringen. Es war vorher sehr turbulent, mitten im Abstiegskampf in der Bundesliga, während sie es europäisch schon ordentlich gemacht haben. Jetzt ist er reingekommen, hat die richtigen Stellschrauben gedreht und eine Mannschaft geformt, die in der Bundesliga deutlich reifer wirkt. Dann kannst du auch zweieinhalb Tage nach so einem historischen Erfolg noch einmal so eine Leistung auf den Platz bringen.“

… zum Mainzer Spagat zwischen Europapokal und Bundesliga (vor dem Spiel): „Eigentlich willst du diesen historischen Moment genießen und feiern. Gleichzeitig musst du dein Mindset direkt wieder in eine andere Richtung drehen. Es geht sofort wieder um Seriosität, Gier und darum, dieses professionelle und strukturierte Denken zurückzubekommen.“

… zu Frankfurts Entwicklung unter Riera (vor dem Spiel): „Ich sehe die Eintracht auf einem guten Weg. Ein großes Thema war zunächst, die Gegentore zu minimieren und mehr Stabilität reinzubekommen. Ich sehe auch, dass dieser Kader fußballerisch mehr kann. Ich bezweifle aber, dass es für das große Ziel Europa League schon reicht. Dafür ist noch ein Weg zu gehen und so stabil sehe ich sie noch nicht.“

 

Turid Knaak (DAZN-Expertin) ...

… zur zweiten Halbzeit von St. Pauli: „St. Pauli hat es nicht mehr geschafft, situativ wirklich vorne zu pressen und Druck auf den Spielaufbau von Freiburg auszuüben. Das haben sie in den letzten Wochen zu Hause immer sehr gut gemacht. Wenn du das nicht mehr schaffst, machst du einen Gegner, der am Donnerstag gespielt hat und vielleicht müde ist, wieder stark und lässt ihn ins Spiel kommen. Das war der Knackpunkt.“

… zu Kwasnioks Entlassung beim 1. FC Köln: „Wenn man sieht, wie Köln in den letzten Wochen in der Tabelle abgesackt ist und in welcher Situation sich der Verein jetzt befindet, dann ist das höchste Alarmstufe. Dass die Verantwortlichen dann sagen, wir brauchen noch mal einen neuen Impuls und müssen jetzt noch mal etwas verändern, um die nötigen Punkte einzufahren, war zu erwarten.“

… zum Freiburger Schwung aus der Europa League (vor dem Spiel): „Nach so einem Ergebnis ist es überhaupt nicht schwer, sondern es kann eher beflügeln. So etwas gibt Rückenwind, weil du normalerweise eher im Kopf müde bist als im Körper. Das hat dafür gesorgt, dass Freiburg frisch ist. Sie haben eine gute Offensive gezeigt und die werden sie heute wieder zeigen wollen.“

… zum Druck auf St. Pauli (vor dem Spiel): „Auf jeden Fall ist Druck da. St. Pauli hatte eine ganze Woche Zeit, sich vorzubereiten und kann mit einem Sieg heute vom Relegationsplatz springen. Dazu kommt, dass man mit Freiburg eine Mannschaft empfängt, die auswärts bislang schwach war. Von daher ist das heute schon ein Spiel mit Druck.“

 

DAZN-Experte Tobias Schweinsteiger ...

… zur Reaktion des VfB nach dem Europa-League-Aus: „Stuttgart hat in Porto auch gut gespielt, hat davor in Leipzig ein gutes Spiel gemacht. Die sind gut drauf, sie bringen konstante Leistungen und haben einfach ihren Stiefel durchgedrückt. Sie setzen den Plan sehr gut um. Ich mache mir um Stuttgart auch nach so einem Ausscheiden überhaupt keine Sorgen.“

… zum DFB-Kader (vor dem Spiel): „Ich kann vielen Gedanken folgen. Deniz Undav performt seit Herbst überragend, Leweling ist eigentlich das ganze Jahr schon auf einem anderen Level als in den Vorjahren. Bei Vagnoman bin ich ein bisschen überrascht. Aber ich glaube, das ist die letzte Chance, noch einmal einen Rechtsverteidiger zu testen, den du bislang nicht dabei hattest. Ansonsten geht es viel um Rollenverständnis in einem erfolgreichen Team.“

… zum Rennen um Platz drei (vor dem Spiel): „Ich sehe den VfB zusammen mit Leipzig als die zwei größten Herausforderer um Platz drei. Hoffenheim spielt bisher eine stabile Rolle, hatte aber in den letzten Wochen Probleme. Frankfurt sehe ich aktuell nicht auf dem Leistungsniveau wie den VfB und wie Leipzig. Deswegen ist diese Unaufgeregtheit beim VfB Stuttgart und bei Sebastian Hoeneß absolut begründet.“

… zum FC Augsburg unter Manuel Baum (vor dem Spiel): „Der FCA hat sich richtig gut entwickelt, vor allem hier in diesem Stadion. Früher bist du hergefahren und wusstest: Das tut weh, die kontern, die stehen stabil. Genau diese DNA des FC Augsburg ist durch die Rückkehr von Manuel Baum wieder in dieses Stadion und in diese Mannschaft gekommen.“

 

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