16.04.2022
Fußball

FC-Coach Baumgart feiert mit Fans: „Im Moment ist es schön, in die Kölner Kurve zu gehen“

Gladbach-Trainer Hütter enttäuscht: „Muss sich heute einfach bei den Fans und den Zuschauern entschuldigen“ - Gladbachs Hofmann hadert mit Gegentreffern: „Bekommen die Tore zu einfach“

Unterföhring, 16.04.2022

• Uth träumt von Europa: „Noch ein Ziel vor Augen, und dafür waren die drei Punkte wichtig“

• Sky Experte Matthäus lobt Köln: „Sie spielen wie ein Europapokal-Teilnehmer“


Unterföhring, 16. April 2022 - Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 30. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln (1:3) bei Sky.

 

Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln) ...

… zum Jubel mit den Fans: „Es ist uns ja nicht oft passiert, dass du die zwei Derbys gewinnst, und auch so wie wir sie gewonnen haben. Und dann ist es gut, dass du als Trainer auch mal zu den Fans darfst, es gibt genug Situationen, da möchtest du nicht hin. Im Moment ist es schön, in die Kölner Kurve zu gehen. Im Fußball solltest du das genießen, was du darfst. Und heute dürfen wir das. Und deshalb machen wir das auch.“

… zum Unterschied zwischen einem sehr sehr guten und perfekten Spiel: „Der Unterschied zwischen einem sehr sehr guten Spiel und einem perfekten Spiel war die zweite Halbzeit. Ich glaube diese war dann nicht mehr so konsequent, auch wenn wir die Möglichkeit hatten, in die Tiefe zu gehen, aber das haben wir dann nicht mehr so gemacht. Die erste Halbzeit war sehr sehr gut gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir dann mehr abgesichert, was mir nicht so gefallen hat. Da hätten wir auch drei oder vier Aktionen mehr haben können. Aber Ende muss man sagen, dass die Jungs mutig und klar sind.“

… zu seiner verschenkten Mütze: „Es ist interessant, dass es ein Gladbach-Fan ist, zumindest hatte ich das Gefühl. Wir haben uns kurz verständigt und du hast als Trainer ja nicht immer Jungs hinter dir, die ganz fair sind. Aber gegen Gladbach war das gut und deshalb habe ich ihm ein Zeichen gegeben. Ich hoffe, er nimmt sie gerne an.“

... zur Frage, wie die Mannschaft mit dem neuen Ziel Europa umgehe (vor dem Spiel)„Die Mannschaft hat das Ziel schon länger gehabt. Wenn du in diesen Bereichen spielst, kannst du das nicht verhindern. Nun ist das Ziel ausgesprochen - es geht nicht darum, dass es was Neues ist. Wir müssen aus den verbleibenden Spielen so viel rausholen, wie möglich ist.“

... zu einem möglichen Transfer von Salih Özcan (vor dem Spiel): „Wenn wir im Fußball etwas nicht sagen können, dann ist es, wie die kommende Woche aussieht. Der Junge hat sich sehr gut entwickelt - nicht nur wegen mir, sondern weil er die Qualität immer gehabt hat. Jetzt sind andere Klubs auf ihn aufmerksam geworden, dass hat er sich erarbeitet. Dass er sich Gedanken macht, gehört im Fußball dazu. Wir hoffen, dass wir ihn halten können. Alles andere wird die Zeit bringen.“

... zum Tod von Joachim Streich (vor dem Spiel)„Ich habe mit ihm zu tun gehabt. Mit Dixie Dörner waren das die beiden Idole, die ich hatte. Wenn wir auf dem Bolzplatz gespielt haben, war ich Joachim Streich. Er ist nur vergleichbar mit Gerd Müller. Für den Osten ein trauriger Moment.“

 

Adi Hütter (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...

… zum Spiel: „Wir sind eigentlich ganz gut reingekommen. Aber beim ersten Torschuss lassen wir Modeste einfach so stehen. Man muss sich heute einfach bei den Fans und den Zuschauern entschuldigen für unsere Leistung. Wir wollten das ganz anders angehen und den Gegner unter Druck setzen und das ist uns nicht gelungen. Heute hätten wir wieder so viel gut machen können, aber wir haben es nicht geschafft, den Schwung mitzunehmen.“

… zu den Fehlern: „So wie wir gegen Köln gespielt haben, ist nicht das, was ich sehen will. Ich will attraktiven und begeisternden Fußball sehen. Es ist unerklärlich, weil wir das zuletzt auch gezeigt haben, aber diese Leistung ist auch schwer zu erklären. In den ersten Minuten lassen wir uns wieder die Butter vom Brot nehmen und das geht einfach nicht.“

 

Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) …

… zum Feiern der Kölner: „Es tut weh, dorthin zu schauen.“

… zur Kritik der Fans: „Natürlich tut es weh, aber das gehört dazu, weil wir gewinnen und verlieren zusammen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich in der Kabine gespürt habe, dass es hier richtig brennt - und wie wir in die Partie gekommen sind, fand ich auch gut. Aber dann bekommen wir einfach Gegentore, bei denen der Gegner nichts machen muss. Das ist viel zu einfach. Gegenwehr war da wenig da. Wir haben zwar, glaube ich, mehr Torschüsse aufs Tor, aber das ist dann nur noch ein Tralala nebenbei. Wir haben uns viel vorgenommen, aber wir haben es nicht umgesetzt bekommen.

… zum Spielverlauf: „Entschieden ist das Spiel nach dem ersten Gegentor nicht. Ich habe eine riesen Chance zum 2:1, und wenn wir den Anschlusstreffer machen, dann weiß jeder, dass hier nochmal ein Ruck durchgeht. Aber wie gesagt, offensiv haben wir alles zur Seite gelegt. Aber wir bekommen die Tore zu einfach, der Gegner muss nichts machen für das Tor. Und das geht einfach nicht in der Bundesliga. Das bestraft jede Mannschaft.“

… zu den Fehlern: „Ein Stück von allem. Ich würde jetzt nicht in die Wunde reinhauen und sagen daran liegt es. Das ist auch so eine alte Leier, sich hinzustellen und zu sagen, wir analysieren das, aber wir müssen auf dem Platz einfach da sein. Das haben wir die ganze Saison über nicht oft und genug gemacht. Die letzten Spiele waren eigentlich ein Deut nach oben, aber dann machst du es heute einfach wieder komplett gegenteilig. Das ist nicht Gladbach.“

 

Florian Kainz (Torschütze 1. FC Köln): …

… zum Jubel von Baumgart bei den Fans: „Ich glaube einmal war er schon, aber normalerweise macht er das nicht. Aber ich freue mich natürlich auch für ihn, das hat er sich verdient.“

… zu den Flanken: „Ich glaube das Flügelspiel macht unser Spiel schon die ganze Saison aus. Wir haben mit Modeste und Andersson super Strafraumstürmer drinnen und man sieht ja auch, wie viele Tore Modeste schon – auch per Kopf – gemacht hat. Ich glaube es zeichnet uns aus, dass wir uns da gut durchkombinieren und über den Flügel kommen. Es hat wieder super funktioniert. Das trainieren wir die ganze Woche über und wenn dann solche Spielzüge aufgehen, freut uns das umso mehr.“

… über Statistiken: „Natürlich freue ich mich, dass ich ein Tor gemacht habe, aber heute war es wichtig, dass wir das Spiel als Mannschaft gewinnen. Wir waren die ganze Woche heiß und haben am Anfang der Woche eine lange Analyse vom letzten Spiel gehabt, welches wir zwar gewonnen haben, aber nicht so lief, wie wir uns das vorgestellt haben und dementsprechend haben wir die ganze Woche schon gut trainiert.“

… zur Atmosphäre: „Super. Mit so vielen Fans auswärts macht es riesen Spaß. Wir haben das eine lange Zeit nicht gehabt, dass die Stadien voll waren. Durch Corona war schon eine andere Atmosphäre. Und jetzt sind wir natürlich glücklich, dass unsere Fans wieder auswärts vertreten sind und unsere Heimspiele sind sowieso immer Wahnsinn. Mich freut es natürlich auch für die Fans, dass sie jetzt so eine Saison mitmachen können, denn die letzte Saison war nicht einfach.“

… zum Ziel Europa: „Wir werden angreifen und haben nun den ersten Schritt gemacht. Wir haben uns ein neues Ziel gesetzt, und sind motiviert. Wir haben noch interessante Spiele und schauen dann, was dabei rauskommt.“

 

Marc Uth (1. FC Köln): …

… zum Spiel: „Wir haben alles reingehauen, und wir wollten diesen Derbysieg unbedingt. Es gibt nichts Schöneres. Wir haben auch noch ein Ziel vor Augen, und dafür waren die drei Punkte wichtig. Wir haben ein super Spiel gemacht und die Tore sehr schön herausgespielt.“

… zum Ziel Europa: „Wir haben in den vergangenen Wochen öfter über Europa geredet. Und ich denke wir sind mehr als Mittendrin statt nur dabei. Wir wollen es unbedingt und ich glaube, dass hat man auch im Spiel gesehen.“

… zum Restprogramm: „Ich glaube gerade Bielefeld jetzt zuhause wird ein sehr schweres Spiel. Wir müssen genauso Gas geben, wie heute gegen Gladbach. Wir müssen einfach die Intensität hochhalten und dann am Ende mal schauen, wo wir stehen.“

 

Rainer Bonhof (Vizepräsident Borussia Mönchengladbach) ...

... zur Rivalität der beiden Fanszenen (vor dem Spiel): „Wir haben damals noch Autogramme in den Kölner Fanszenen gegeben. Heute ist das nicht mehr machbar. Das hängt damit zusammen, dass unsere Fahne von den Kölner Fans einmal gestohlen wurde und öffentlich im Kölner Stadion beim Derby verbrannt worden ist. Seitdem ist es eskaliert.“

... zu den Reaktionen auf den Kommentar von Sportdirektor Virkus (vor dem Spiel): „Ich kann mir nicht vorstellen, dass beim FC Bayern München nach der Saison keine Nachlese betrieben wird. Genauso wird es bei uns gehandhabt.“

 

Sky Experte Lothar Matthäus ...

... zur Saisonleistung von Köln: „Ich glaube einige Mannschaften haben gute Arbeit geleistet. Wir haben es schon im Vorfeld gesagt, dass die Kölner eine fantastische Saison spielen. Genau das was wir mit Baumgart besprochen und analysiert haben, ist eingetreten - aggressive und schnelle Spielweise. Sie spielen wie ein Europapokal-Teilnehmer und sie sind sehr nah dran. Sie wissen, dass es noch einige Spiele geben wird, aber gegen Gladbach haben sie Charakter und Leidenschaft gezeigt. Sie sind das Derby einfach von Anfang an mit einer Leidenschaft und Präsenz angegangen, die die Gladbacher eigentlich über 90 Minuten gesucht haben.“

... zum Spiel: „Pläne haben sie immer, aber die Kölner haben den Plan aufgrund ihrer aggressiven Spielweise mal wieder so umgesetzt, wie Steffen Baumgart das gefordert hat. Vielleicht in den letzten 20 Minuten ein paar Fehlpässe, in denen man Gladbach ins Spiel hat kommen lassen. Aber grundsätzlich braucht man über die Leistungen heute nicht diskutieren - das waren Welten, alleine schon von der Mentalität und von der Klarheit und der Präzision beim Passspiel und dem Abschluss.“

… zu Gladbach: „Die Mannschaft hat keine Führung auf dem Platz gehabt. Ich will nicht von Grüppchenbildung reden, aber Sommer ist zu weit hinten, Ginter verletzt raus und Stindl kam in der Schlussphase. Neuhaus und Kone haben nicht stattgefunden. Es sieht aktuell so aus, als würde Gladbach eine graue Maus in der Bundesliga werden.“

 

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