Fußball

Heidenheims Trainer Schmidt schreibt Klassenerhalt fast ab: „Wäre schon mehr als ein Wunder“

Thioune freut sich mehr für Werders Spieler als sich selbst: „Sie mussten sehr viel aushalten“ - Bayer-Coach Hjulmand mit ungewohnter Schiri-Kritik: „Das ist für mich unfassbar“ - TSG-Kapitän Baumann von letzten Wochen unbeeindruckt: „Der Weg stimmt“ - Hamann zu Werder: „Die Arbeit ist nicht getan“

Unterföhring, 28.02.2026

Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 24. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.

 

Daniel Thioune (Trainer SV Werder Bremen) ...

… zum ersten Sieg als Werder-Trainer: „Natürlich freue ich mich sehr darüber, freue mich aber ein Stück weit mehr, dass diese Mannschaft nach dieser Achterbahnfahrt in dem Spiel sich dann einfach belohnt hat. Sie hatte wahrscheinlich lange nicht mehr dieses Gefühl, erfolgreich zu sein. Deswegen geht es weniger um mich, sondern ich freue mich unfassbar für die Mannschaft.“

… zu seiner Ansprache nach dem Spiel: „Es ging eher darum, dass sie sich einfach darüber freuen sollen. Ich glaube, sie mussten sehr viel aushalten, teilweise auch zu Recht. Im Fußball ist es so, dass eine Niederlage häufig schwerer wiegt als ein Sieg. Ich will, dass sie das heute mal ausbalancieren, dass sie sich über einen Sieg genauso freuen, wie sie sich über eine Niederlage ärgern. Aber klar, wir wissen alle, dass es nur ein Anfang ist und entsprechend wollen wir es nicht überhöhen.“

… zu Milosevic: „Ich glaube, wenn man unten steht und 13 Spiele nicht gewonnen hat, dann kann man an so einem Moment zerbrechen. Auch ein junger Stürmer kann an so einem Moment zerbrechen. Aber dafür großes Lob an die Mannschaft. Sie ist beharrlich geblieben und an solchen Momenten wächst man. Der Moment von Romano Schmid war nicht minder schwer, den wir aushalten mussten. Aber wir hatten am Ende des Tages genau die beiden Protagonisten beim entscheidenden Tor dabei, die an zwei möglichen Toren auch maßgeblich beteiligt gewesen wären.“

… zum Wert des Sieges: „Erst mal ist es wichtig, dass es zu Hause passiert ist. Ein Schulterschluss. Ich glaube, das Stadion hat uns auch getragen, auch durch die schweren Momente in der zweiten Halbzeit. Die vielen langen Bälle waren schwer zu verteidigen, aber das haben wir bravourös getan. Das aber auch mit der Unterstützung der Fans. Ich habe immer von dieser Werder-Familie gehört. Heute habe ich von dieser Werder-Familie eine Menge gesehen. Das kann helfen, das kann ein Beschleuniger sein. Aber ein paar Aufgaben liegen noch vor uns und wir sind noch lange nicht zufrieden.“

 

Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim) ...

... zum Abstiegskampf: „Wir waren sowieso schon in einer ganz schlechten Position und die ist jetzt echt mies nach der Niederlage. Es wäre schon mehr als ein Wunder, wenn wir da unten noch rauskommen.“

... zu seiner Hoffnung auf den Klassenerhalt: „Ich bin keiner, der hofft. Ich bin einer, der normalerweise daran glaubt. Aber das fällt mir gerade so schwer wie unseren Fans. Wir hatten gegen den Tabellenvorletzten keine Chance. Daher fällt es mir schwer, hier irgendwas rauszuhauen.“

 

Niklas Dorsch (1. FC Heidenheim) zur Niederlage: „Wir hatten vor der Halbzeit mal so fünf Minuten, wo wir uns in der gegnerischen Hälfte festgesetzt hatten. Das reicht aber am Ende nicht, um davon zu sprechen, in der Liga zu bleiben oder davon zu sprechen, dass es ein Endspiel ist. Uns war die Situation bewusst. Wir wussten, wie die Tabellensituation ist und dass es ein Alles-oder-nichts-Spiel ist. So sind wir es aber nicht angegangen, haben es nicht so bestritten und uns in den entscheidenden Situationen nicht gewehrt.“

 

Patrick Mainka (Kapitän 1. FC Heidenheim) zur Bedeutung der Niederlage: „Es war ein unfassbar wichtiges Spiel. Aber wir haben das so oft ausgerufen und gefühlt alle wichtigen Spiele verloren. Mit der Leistung kamen wir heute nicht groß für einen Sieg in Frage. Das ist vor allem ernüchternd. Es ist ein weiter, weiter Weg. Wir sind heute noch nicht abgestiegen, aber man muss auch ehrlich sein, dass wenn wir so spielen, nicht mehr verdient haben.“

 

Rouven Schröder (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) zum Sieg: „Wenn du so nah dran bist und es dir alles erarbeitest, dann ist es ein Spiel, was auch mal ausrutschen kann. Einfach hochverdient und Hut ab vor Kevin Diks, dass er ihn so spät da so reinhaut.“

 

Eugen Polanski (Trainer Borussia Mönchengladbach) zum Sieg: „Wir haben sehr verdient gewonnen, wenn es am Ende auch ein Lucky Punch war. Wir hätten schon viel früher auf 1:0 stellen müssen. Man hat beim ersten aberkannten Tor schon gemerkt, was hier im Stadion los ist. Selten so einen lauten Jubelschrei gehört. Wir sind drangeblieben und haben uns für ein sehr gutes Spiel belohnt.“

 

Rocco Reitz (Kapitän Borussia Mönchengladbach) ...

… zur Erleichterung nach dem Sieg: „Ja, ich freue mich extrem, muss ich sagen, vor allem weil wir uns das über die 90 Minuten auch verdient haben, dass wir am Ende diesen Lucky Punch bekommen. Ich bin einfach überglücklich.“

… zu den Szenen nach dem Spiel vor den Fans: „Ich glaube, zu Hause war die Ausbeute in dieser Saison bisher ohnehin sehr gering. Deswegen bin ich umso glücklicher, dass wir heute mal wieder einen Dreier einfahren konnten. Natürlich auch für die Fans, aber auch für unsere Situation sehr, sehr wichtig, tabellarisch natürlich auch, dass wir da jetzt Punkte sammeln.“

… zur Szene, als er beim Elfmeter sich den Ball schnappte: „Ja, die haben schon alle draußen die Krise bekommen. Aber das ist ja auch ein bisschen dafür da, um abzulenken, damit Diks sich in Ruhe darauf vorbereiten kann. Ich habe schon ein paar Sprüche bekommen, muss ich sagen. Aber es ist witzig, also nur um abzulenken.“

 

Rani Khedira (1. FC Union Berlin) zur Leistung: „Wir waren heute nicht auf der Höhe. Es war wahrscheinlich unser schlechtestes Saisonspiel, von daher fliegen wir verdient mit null Punkten nach Hause.“

 

Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Union Berlin) zur Niederlage: „Heute bin ich richtig enttäuscht. Und zwar über die 90 Minuten. Das hat nichts mit der letzten Aktion zu tun, das ist dann die Krönung. Das war heute ein sehr enttäuschender Auftritt von uns, das muss ich so sagen.“

 

Oliver Baumann (Kapitän & Torwart TSG 1899 Hoffenheim) …

… zur Ursache für die Pleite: „Die Tore haben gefehlt, es waren unzählige Chancen da. Wir haben die Chancen gut gegen ein kompaktes St. Pauli rausgespielt. Was kann ich meiner Truppe als Vorwurf machen, außer, dass wir einmal nicht richtig aufpassen und nicht effizient genug waren? Daran lag es.“

… zur Frage, ob die letzten beiden Spiele ihm Sorge machen würden: „Ne, überhaupt nicht. Der Weg stimmt.“

 

Alexander Blessin (Trainer FC St. Pauli) zum Spiel: „Es war sehr intensiv. In der ersten Halbzeit ging es hin und her, da waren wir mehr als ebenwürdig. Wir haben dann verdient zu dem Zeitpunkt das 1:0 gemacht. In der zweiten Halbzeit war es nur leiden.“

 

Hauke Wahl (FC St. Pauli) ...

… zum zweiten Auswärtssieg der Saison: „Wir sind natürlich sehr glücklich. Der erste Sieg außerhalb von Hamburg. Wir haben lange darauf gewartet, die Fans haben lange darauf gewartet und deswegen sind wir gerade sehr, sehr glücklich.“

… zu Vasilj: „Wir wussten genau, es ist ein sehr schweres Spiel, dass wir auch leiden müssen, dass wir auch Glück haben müssen. Vor allem in der ersten Hälfte, wo wir ein paar Situationen überstehen mussten oder ein paar Minuten auch. Und da hilft uns natürlich Niko immer. Er ist ein unfassbarer Torwart, einer, der einfach Ruhe ausstrahlt und heute einfach ein sehr gutes Spiel gemacht hat.“

… zum Zusammenhalt im Abstiegskampf: „Ja, erst einmal im Team. Ich glaube, wenn man neun Spiele in Folge verliert, so wie wir es in der Hinrunde getan haben, kann das Mannschaften auseinanderbringen. Bei uns war es das komplette Gegenteil. Wir sind enger zusammengerückt. Wir wussten, dass wir nur als Team da zusammen rauskommen. Und wir wussten auch in diesen Situationen, dass die Fans uns immer unterstützt haben. Ich glaube, es ist nicht normal, dass man neun verliert und trotzdem jede Woche alle da sind und einen supporten. Es gibt eigentlich keine schlechte Stimmung im Verein, sondern man fühlt einfach nur diese Liebe, die die Fans für den Verein haben, die sie auch für uns als Mannschaft haben. Deswegen wollen wir einfach so viel wie möglich zurückgeben. Ich glaube, dann sind solche Momente nicht nur für uns wertvoll, sondern für den ganzen Verein – und damit meine ich Fans, Staff und natürlich die Mannschaft.“

 

Urs Fischer (Trainer 1. FSV Mainz 05) zum späten Ausgleich: „Ich finde es schade, dass wir uns nicht mit drei Punkten für eine wirklich tolle Leistung belohnt haben. Gerade die erste Halbzeit war wirklich top, die Mannschaft hat alles so umgesetzt, wie wir es besprochen hatten.“

 

Silvan Widmer (Kapitän 1. FSV Mainz 05) zum späten Ausgleich: „Ein spätes Gegentor tut immer weh. Es kam aber nicht so unüberraschend. Leverkusen hat uns schon ziemlich hinten reingedrückt in der zweiten Hälfte, konnten nochmal Qualität von der Bank aus bringen. Wenn es auch wehtut, muss man sagen, dass es ein gerechtes Unentschieden ist.“

 

Kasper Hjulmand (Trainer Bayer 04 Leverkusen) ...

… zum möglichen Elfmeter gegen Schick: „Ich habe nie einen Schiedsrichter hier in Deutschland angesprochen – aber diesmal: Ich habe keine Ahnung von den Regeln, wenn das nicht gegen Patrik Schick im Strafraum in dieser Ecke war. Es ist unglaublich. Er schaut nicht auf den Ball. Das ist unfassbar für mich. Ich glaube, jeder kann das sehen. Er hat mit seinen Augen nicht den Ball im Blick. Es ist keine Entschuldigung für unsere Leistung, und ich habe nie eine Entscheidung von einem Schiedsrichter kritisiert. Aber diesmal muss ich sagen: Es ist für mich unfassbar.“

… zu Maza: „Wie gesagt, bei Maza und bei vielen Spielern sind es zu viele Spiele in unserem Programm. Es ist ein bisschen Load-Management. Maza ist ein bisschen angeschlagen und wir hoffen natürlich, so viel wie möglich mit ihm zu spielen.“

… zur Verletzung von Arthur: „Nein, ich weiß es nicht. Es ist eine Sache, nicht zu gewinnen. Aber für einen Spieler ist so eine große Verletzung sehr, sehr hart. Es ist schwierig für mich zu sehen. Es ist für die Spieler, für unsere Mannschaft, aber insbesondere für Arthur sehr hart.“

 

Janis Blaswich (Torwart Bayer 04 Leverkusen) zur Leistung: „Zu wenige Tore und zu wenige Punkte. Es war zu wenig heute. In der ersten Halbzeit hatten wir kaum Torchancen, nach dem Gegentor waren wir zu spät gieriger und williger. Das muss etwas früher geschehen.“

 

Sky Experte Dietmar Hamann ...

... zur Leistung von Werder: „Das war unter den Umständen eine richtig gute Leistung. Sie haben Heidenheim immer wieder unter Druck gesetzt und immer weiter daran geglaubt. Die Erleichterung nach dem Spiel war zu sehen. Auf dieses Erfolgserlebnis haben sie monatelang gewartet. Es liegt weiterhin ein weiter Weg vor ihnen, die Arbeit ist nicht getan.“

… zu Heidenheims Chancen auf den Klassenerhalt: „Sie haben jetzt 14 Punkte nach 24 Spielen. Du wirst über 30 Punkte brauchen. Das heißt, sie brauchen 18 Punkte in zehn Spielen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber wenn der Trainer schon sagt, dass es ein kleines Wunder wäre, dann würde ich ungern widersprechen.“

© Sky
Sky Sport-PR
Zur Pressemappe

Kontakt

Sky Sport-PR
Medienallee 26
DE-85774 Unterföhring

+49 89 99 58-68 83
Sky-Sport-PR@sky.de

Social Media & Links

Facebook
X
Instagram
LinkedIn
YouTube
TikTok
Homepage

Themen

» Bundesliga
» Fußball
» Medien / TV
» Stimmen

Aktionen

Download als TXT
Drucken

Mehr von Sky Sport-PR

Fußball

Werders Geschäftsführer Fritz vor Abstiegsgipfel: „Brauchen diese Leck-mich-am-Arsch-Stimmung“

Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 24. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.   Clemens Fritz (Geschäftsführer Fußball SV Werder Bremen) ... … zur aktuellen Situation bei Werder: „Es gab natürlich schon schönere Zeiten. Ich bin lange hier bei Werder und natürlich ist es aktuell sehr herausfordernd. Trotz alledem haben wir den totalen Glauben an uns. Wir bleiben ruhig, wir arbeiten weiter an den Themen. Ich glaube, das war gerade eine ganz gute ...

Sky Sport-PR
Fußball

Kimmich mit Meisteransage nach Bayerns Sieg im Klassiker: „Das werden wir nicht mehr abgeben“

Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 24. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und FC Bayern München (2:3) bei Sky.     Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) ... … zum Spiel: „Ich denke, dass wir nach dem Spiel in Bergamo heute schon eine richtig gute Leistung gezeigt haben. Vor allen Dingen auch, wie wir gegengehalten haben. Wir haben uns richtig gut gewehrt und die Mannschaft hat wirklich ein Kompliment verdient. Wir wissen auf der anderen Seite: Der ...

Sky Sport-PR
Fußball

Grandiose Rückserie von Baums FCA geht weiter: „Nach sieben Spielen ist das kein Zufall mehr“

Die wichtigsten Stimmen zum Freitagabendspiel des 24. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen FC Augsburg und 1. FC Köln (2:0) bei Sky.     Manuel Baum (Trainer FC Augsburg) ... … zu seiner emotionalen Reaktion nach Abpfiff: „Jetzt haben wir von sechs Spielen fünf gewonnen. In der Rückrundentabelle sind wir punktgleich mit dem Ersten. Nach sieben Spielen ist das kein Zufall mehr. Es ist schön zu sehen. Ich liebe es, wie die Jungs sich von Spiel zu Spiel reinbeißen.“ … zur Erkl...

Sky Sport-PR
Die Lothar Matthäus Kolumne
Fußball

Kolumne von Lothar Matthäus über Bayern, Kompany, Musiala, BVB und Bergamo

Sky Sport-PR