Umfrage

„Wir wollen die digitalste Liga der Welt sein“ – Fans stehen der Vision von DFL-Chefin Hopfen kritisch gegenüber

Die neue DFL-Chefin Donata Hopfen will die Bundesliga revolutionieren und hat das Zukunftsbild von der „digitalsten Fußball-Liga der Welt“. In diesem Kontext sprach sie über innovative Ideen, die aktuell für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Auch die Fußballfans in Deutschland haben eine Meinung.

Köln, 03.06.2022

Vor wenigen Wochen kündigte Donata Hopfen, die neue Vorsitzende der Deutschen Fußball Liga, an, die Digitalisierung der beiden höchsten deutschen Spielklassen weiter voranzutreiben. „Vor uns liegen unglaublich große Chancen – die digitalen Möglichkeiten und Formate sind noch längst nicht ausgeschöpft“, so Hopfen, die darauf hinwies, dass sich die Rolle des Fußballs mit der Zeit genauso verändere wie „die Wünsche der Fans“. FanQ hat im Auftrag des SID über 1100 Fußballfans in Deutschland befragt, wie sie die Pläne der neuen DFL-Chefin bewerten. Anders als von Hopfen angedeutet lehnen die Fans die neuen Ideen größtenteils ab. So schätzen 63,9 % die Vision von der „digitalsten Liga der Welt“ negativ oder sogar sehr negativ ein.

 

Nur 21,5 % der Umfrageteilnehmer geben an, ein großes bzw. sehr großes Interesse an einem digitalen Service mit vielfältigeren TV-Bildern zu haben. Eine besonders ablehnende Haltung haben die Befragten gegenüber On-Field-Interviews mit Spielern bei Spielunterbrechungen. 82,7 % zeigen sich wenig bis gar nicht begeistert von derartigen Gedankenspielen. Auch das Bedürfnis an zusätzlichen Daten und Grafiken in Echtzeit (21,0 % groß bzw. sehr groß) sowie mehr Live-Content durch per Social-Media-Matchday-Feed (15,3 % groß bzw. sehr groß) hält sich in Grenzen.

Für die Möglichkeit, die einzelnen Spiele der Bundesliga-Konferenz individuell zusammenstellen zu können, lassen sich immerhin 41,5 % der deutschen Fußballfans begeistern. Sogar 48,0 % haben ein großes oder sehr großes Interesse daran, die Kommunikation der Schiedsrichter mitverfolgen zu können.


Insgesamt vertreten dennoch 46,5 % der abstimmenden Personen die Meinung, dass die genannten Maßnahmen die Attraktivität der Bundesliga nicht bzw. überhaupt nicht steigern können.

So lehnen die Fans die These ab, dass die Digitalisierung der Bundesliga darauf abzielt, den Sachverstand der Fußballfans zu erhöhen. 65,1 % von ihnen die Antwortmöglichkeiten „stimme eher nicht zu“ oder „stimme überhaupt nicht zu“ wählen. In derselben Weise kritisch stehen sie den Aussagen gegenüber, dass die digitale Transformation der Bundesliga das Interesse und die Bindung der Fans an den Fußball fördert (65,3 %) und dass der Schritt zur digitalsten Liga der Welt unter Beibehaltung von Tradition im deutschen Fußball möglich sei (61,6 %). 

Die eingangs erwähnte Behauptung Donata Hopfens, dass sich die Wünsche der Fans im Laufe der Zeit verändern würden, wird durch die Umfrage ebenfalls widerlegt. 52,0 % der Befragten stimmen dieser Aussage eher nicht oder überhaupt nicht zu.


Zusammenfassend zeigt sich vielmehr, dass die digitalen und sozialen Medien für nur 20,3 % der Fußballfans wichtig sind. Demgegenüber schätzt eine deutliche Mehrheit von 90,5% traditionelle Werte wie beispielsweise Fan-Nähe, Fairplay, Integrität und Mitbestimmung als wichtig bzw. sehr wichtig ein.


Bei redaktionellen Rückfragen zu den Umfrageergebnissen nehmen sie gerne Kontakt  zu FanQ-Gründer Dr. Joachim Lammert, joachim.lammert@fanq-app.com, 0163-52 93 000 auf.


Viele weitere Ergebnisse und eine ausführliche Ausarbeitung dieser sind frei zugänglich auf der Website von FanQ abrufbar. Darüber hinaus steht FanQ bei jeglichen redaktionellen Rückfragen zur Studie und zu den Studienergebnissen zur Verfügung. Nehmen sie gerne jederzeit Kontakt zu FanQ-Gründer Dr. Joachim Lammert, joachim.lammert@fanq-app.com, 0163-52 93 000, auf.


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