Fußball

BVB-Coach Kovac zur deutlichen Halbzeitansprache: „Wenn die Waage kippt, dann kippt sie“

HSV verursacht drei Elfmeter – Trainer Polzin: „Extrem bitter“ - Dortmunds Torwart Kobel zur Aufholjagd: „Dann haben wir es krachen lassen“ - BVB-Präsident Watzke zum CL-Aus in Bergamo: „Die Saison hat einen Makel“ - Sky Experte Matthäus zum BVB-Comeback: „Über 90 Minuten verdient“

Unterföhring, 21.03.2026

Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 27. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und Hamburger SV (3:2) bei Sky.  

 

Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) ...

… zur Halbzeitansprache: „Es war deutlich. So wie wir es in der ersten Halbzeit gemacht haben, war es nicht gut, es war schlecht. Das hat jeder hier im Stadion gesehen und wir haben es auch gehört, als wir in die Kabine gegangen sind. Was wir in der zweiten Halbzeit anders gemacht haben, war: Wir waren viel energischer, aggressiver, dynamischer und vertikaler. Deshalb haben wir in der zweiten Halbzeit das Gegenteil von dem gezeigt, was wir in der ersten gezeigt haben.“

… zu seiner Wut in der Pause: „Von Sternzeichen bin ich Waage und eigentlich sehr ausgeglichen. Nur wenn die Waage kippt, dann kippt sie.“

… zur Länderspielpause: „Wir werden am Mittwoch wieder anfangen mit denen, die hier sind. Dann werden wir erst am Donnerstag vor Stuttgart wieder alle zusammentrommeln und dann müssen wir nach Stuttgart.“

… zur bisherigen Saison des BVB (vor dem Spiel): „Das Einzige, was ein bisschen ärgerlich war, war wirklich Atalanta. Das war unnötig, da waren wir selbst schuld. Ansonsten spielt die Mannschaft eine sehr konstante, sehr gute und sehr stabile Saison mit vielen guten Momenten. Sicherlich gab es das eine oder andere, was mal schlechter war, aber das ist wirklich marginal. Es sind noch acht Spiele zu gehen, es ist noch nichts erreicht. Die anderen haben auch gepunktet.“

… zu Profischiedsrichtern (vor dem Spiel): „Unsere Schiedsrichter sollten Profis werden und dementsprechend auch so bezahlt werden. Sie sollten sich tagtäglich mit dem beschäftigen, was sie am Wochenende machen. Man kann nicht am Wochenende pfeifen und in der Woche einem normalen Beruf nachgehen. In England ist das ein Vorbild. Ich bin absoluter Befürworter davon, denn dann wird es auch sehr viel besser werden und vor allen Dingen einheitlicher.“

 

Gregor Kobel (Torwart Borussia Dortmund) ...

… zum Comeback: „Das war wirklich eine top zweite Hälfte von uns, die war wirklich überragend von uns. Wir haben Druck gemacht und können damit sehr zufrieden sein.“

… zur ersten Halbzeit: „Die erste Halbzeit war nichts, muss man klar sagen. Da hat vieles gefehlt. Deshalb liegst du dann auch 0:2 hinten, was auch okay war. In der zweiten Halbzeit haben wir ein komplett anderes Gesicht gezeigt. So hat es auch Spaß gemacht, die Fans waren dabei. Dann haben wir es krachen lassen.“

… zur Länderspielpause mit der Schweiz: „Ich freue mich extrem. Ich bin seit ich 16 Jahre alt bin in Deutschland und kenne gefühlt jeden aus der deutschen Nationalmannschaft persönlich. Das wird ein geiles Spiel, auf das ich mich sehr freue.“

 

Felix Nmecha (Borussia Dortmund) ...

… zur Ansprache in der Kabine nach dem Spiel: „Der Trainer hat uns gesagt, dass die erste Halbzeit nicht so war, wie wir uns das vorstellen. Die zweite Halbzeit war dafür richtig gut. Das hat Spaß gemacht und so ein Spiel dann noch zu gewinnen, macht natürlich auch Spaß.“

… zur ersten Halbzeit: „Wir hatten nicht die Kontrolle, die wir haben wollten. Wir waren nicht aggressiv genug und haben dem HSV einfache Tore gegeben. Unsere Chancen haben wir mit dem Elfmeter nicht gemacht.“

… zum verschossenen Elfmeter: „Ich bin sehr selbstbewusst, dass ich die mache. Heute hat es halt nicht funktioniert. Aber ich habe einfach weitergemacht und bin glücklich, dass wir das Spiel trotzdem gewonnen haben.“

… zur Veränderung nach der Pause: „Wir wussten, dass wir viel mehr brauchen, um dieses Spiel zu gewinnen. Das haben wir dann auch gezeigt. Von Minute eins in der zweiten Halbzeit waren Energie und Mentalität da.“

… zu Schlotterbeck: „Ich lasse ihn, er kann selbst seine Entscheidung treffen. Aber natürlich würde ich mir wünschen, er mag es hier. Wir werden es am Ende sehen. Er ist ein Top-Spieler und es ist immer schön, gute Spieler in der Mannschaft zu haben.“

 

Hans-Joachim Watzke (Präsident Borussia Dortmund) ...

… zur bisherigen Saison des BVB (vor dem Spiel): „Die Saison hat einen Makel, da müssen wir nicht herumreden. Jeder, der aus dem Fußball kommt, weiß, dass wir einen schlechten Tag hatten. Der hat uns gekillt in Bergamo, vor allem auch von der Dramaturgie her. In der Bundesliga ist es richtig gut. Ich glaube, dass wir seit 2016 nicht mehr so viele Punkte gesammelt haben. Das Problem ist nur, dass die Bayern immer bestimmen, ob du Deutscher Meister werden kannst oder nicht.“

… zum FC Bayern (vor dem Spiel): „Bayern ist für mich momentan die beste Mannschaft in Europa. Die hatten einen Sahnetag. Das war für mich ein Genuss. Ich habe mich selten so gefreut über den Sieg von Bayern München, weil der so klar und deutlich war. Das war großartig.“

… zum Together-Spieltag und zum gesellschaftlichen Umgang (vor dem Spiel): „Das Wichtigste ist, dass wir es ansprechen. Weil am Ende des Tages unser Problem ist, so wie ich es empfinde, dass diese Gesellschaft immer weiter auseinandergeht, nicht together, sondern genau das Gegenteil. Jeder muss an seiner Stelle dafür werben, dass wir mehr Toleranz brauchen im Umgang miteinander. Dass wir uns nicht gegenseitig nur den ganzen Tag niedermachen, auch in den sozialen Medien. Das geht so nicht weiter mit diesen pausenlosen Hates und diesen pausenlosen Shitstorms. Jede Aktion, die verdeutlicht, dass wir doch eine Gesellschaft sind und uns gegenseitig helfen müssen, ist alternativlos.“

… zu Schlotterbeck (vor dem Spiel): „Ich würde mir wünschen, dass es möglichst schnell geht. Aber ich versuche immer, mich da zurückzunehmen. Natürlich habe ich mit ihm ein gutes Verhältnis. Ich würde mir wünschen, dass er bleibt. Ich bin, wie Nico schon vor Wochen gesagt hat, verhalten optimistisch.“

 

Julian Ryerson (Borussia Dortmund) zu seiner möglichen ersten WM mit Norwegen (vor dem Spiel): „Ein gutes Gefühl natürlich. Verletzungsfrei zu sein und in einem guten Zustand in die Länderspielpause zu kommen. Aber die WM ist noch ein paar Monate weg. Das Beste, was man machen kann, ist, sich auf heute zu fokussieren.“

 

Merlin Polzin (Trainer Hamburger SV) ...

… zum Gefühl nach dem Spiel: „Ich war schon verdammt stolz auf die Jungs, wie sie die erste Halbzeit gespielt haben. Dass Borussia Dortmund Qualität hat und Phasen bekommen wird, war klar. Deshalb ist der Sieg für Dortmund am Ende auch nicht unverdient. Aber wie er zustande gekommen ist, tut natürlich weh.“

… zur schwachen zweiten Halbzeit: „Es ist völlig normal, dass bei einer Führung auswärts irgendwann auch der Kopf ein bisschen müde wird, wenn du so viel hinterherläufst. Aber genau das war das Problem. Wir haben es nicht mehr geschafft, die Kette hochzuschieben und wieder Druck auf den Ball zu bekommen. Dieses Hineindrücken hat dann dazu geführt, dass wir innerhalb von zehn, elf Minuten drei Tore kassieren. Das darf dir in der Bundesliga nicht passieren – insbesondere gegen eine so tolle Mannschaft wie Borussia Dortmund.“

… zu den drei Elfmetern: „Dass ein Foul passieren kann, ist völlig klar. Aber wenn der Gegner weg vom Tor läuft oder für Gefahr sorgen kann, dann solche Elfmeter zu verursachen, ist extrem bitter. Das ist am Ende auch der Grund, warum wir dieses Spiel verlieren.“

… zur Länderspielpause: „Es ist völlig normal, dass die Jungs, die nicht bei der Nationalmannschaft sind, ein paar freie Tage bekommen. Das gilt auch für uns Trainer. Aber wir sind in der heißen Phase, haben maximal Bock auf diesen Endspurt und freuen uns auf jedes dieser sieben Spiele.“

… zur Entwicklung des HSV (vor dem Spiel): „Man muss das Ganze im Kontext sehen. Die Leistungen, die wir gezeigt haben, waren richtig gut. Wenn du Spiele gegen Leverkusen und Leipzig hast, die nicht mit maximaler Torgefahr enden, dann entsteht schnell das Gefühl, dass vorne nicht viel Gefahr da ist. Aber entscheidend ist für mich, dass wir als Team ganz geschlossen verteidigen und von dort aus unser Spiel entwickeln wollen.“

… zur Ausgangslage im Abstiegskampf (vor dem Spiel): „Natürlich verfolgst du alle Mannschaften, weil die Bundesliga einfach geil ist und weil die Spiele zum Ende der Saison richtig spannend werden. Wir haben uns am Anfang der Saison nicht davon beirren lassen, was von außen kam. Und das werden wir jetzt auch nicht tun.“

 

Miro Muheim (Kapitän Hamburger SV) ...

… zur Niederlage: „Es ist schon sehr bitter, nachdem man 2:0 vorne ist. Mit der ersten Halbzeit können wir ganz zufrieden sein. Wir haben gut verteidigt, viel wegverteidigt und immer wieder Nadelstiche gesetzt. Aber am Ende war das ein Spiel mit zu vielen kleinen Fehlern von uns. Wenn du drei Elfmeter gegen dich bekommst, kannst du so ein Spiel eigentlich nicht gewinnen.“

… zum Handspiel vor dem Elfmeter: „Ich darf meine Hände da nicht so hochziehen. Das war auch ein dummer Fehler von mir, das wird nicht mehr passieren.“

… zur passiven zweiten Halbzeit: „Das ist nicht immer, weil man nicht will. Dortmund hat einfach sehr, sehr viel Druck gemacht. Wir müssen uns anschauen, dass wir in solchen Phasen wieder in eigene Ballbesitzphasen kommen, um das Spiel ein bisschen zu beruhigen und uns wieder Sicherheit zu holen. Das haben wir heute nicht geschafft.“

… zur Länderspielpause und zum Duell mit Deutschland: „Ich freue mich auf jeden Fall, dabei zu sein. Und ja, ich freue mich auch darauf, gegen Deutschland zu spielen.“

 

Daniel Heuer Fernandes (Torwart Hamburger SV) ...

… zur Niederlage nach dem 2:0: „Es ist natürlich ärgerlich. Wir haben vieles von dem gezeigt, was wir uns für dieses schwere Auswärtsspiel vorgenommen hatten. Wir sind super in die Partie gekommen, gehen in Führung und schaffen es nachzulegen. Aber in der zweiten Halbzeit war die Wucht von Dortmund einfach zu groß. Wir haben keine Entlastung mehr bekommen und der Wucht nicht standhalten können. Dann kriegen wir auch ärgerliche Gegentore. Wenn du auswärts etwas mitnehmen willst, kannst du nicht drei Elfmeter gegen dich kriegen.“

… zur Einordnung der Leistung: „Natürlich war hier mehr drin, wenn du zur Halbzeit 2:0 führst. Aber wir wissen auch, gegen wen wir heute gespielt haben und wo wir herkommen. Deshalb können wir das inhaltlich auch richtig analysieren.“

… zum Blick auf die letzten sieben Spiele: „Wir können viel mitnehmen, weil wir heute vor allem in der ersten Halbzeit gezeigt haben, was wir zu leisten imstande sind. Es sind Kleinigkeiten, die wir verbessern werden und daran werden wir weiter arbeiten.“

 

Julia Simic (Sky Expertin) ...

… zur zweiten Halbzeit des BVB: „Die 2:0-Führung des HSV war trügerisch. Der BVB hat nach der Pause extrem viel Druck gemacht und die Elfmeter sowie die Tore waren dann die Konsequenz daraus, dass Dortmund Hamburg immer weiter erdrückt hat.“

… zum Together-Spieltag (vor dem Spiel): „Enorm wichtig. Ich glaube, es ist auch wichtig, dass man sich das immer mal wieder bewusst macht und ins Bewusstsein ruft. Da muss nicht immer erst etwas Negatives passieren, sondern es ist auch wichtig, dass man solche Aktionen proaktiv startet.“

… zur Nicht-Nominierung von Beier (vor dem Spiel): „Julian Nagelsmann hat das ganz gut und vernünftig begründet, mit Schade mal einen Spieler dabei zu haben, den er noch nicht so kennt und der die Mannschaft noch nicht so kennt. Ich glaube, Maxi Beier und natürlich auch Adeyemi wären Möglichkeiten gewesen, die im Kopf des Bundestrainers sicherlich eine Rolle spielen. Trotzdem ist der Zug noch nicht abgefahren. Er hat selbst gesagt, die Tür ist noch offen. Man muss jetzt aber auch noch einmal ein paar Argumente liefern.“

 

Lothar Matthäus (Sky Experte) ...

… zum Spiel: „Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten Halbzeit hat der BVB schläfrig gespielt, in der zweiten Halbzeit war es eine ganz andere Mannschaft mit einer ganz anderen Energie. Trotz der verdienten 2:0-Führung des HSV ist der 3:2-Sieg für Dortmund über 90 Minuten verdient.“

… zu den drei Elfmetern: „Die drei Elfmeter waren alle korrekt. Der Schiedsrichter hat ein sehr gutes Spiel gemacht, die wichtigen Entscheidungen waren richtig. Deshalb gibt es da auch keine große Diskussion.“

… zu den DFB-Nominierungen (vor dem Spiel): „Es ist keine Nominierung dabei, die hundertprozentig falsch ist. Deswegen hat Julian Nagelsmann alles richtig gemacht. Und was er entscheidet, das hat er im Kopf. Aber es ist ja noch nicht in Stein gemeißelt, wer zur Weltmeisterschaft fährt. Es ist jetzt ein vorläufiges Aufgebot für zwei wichtige Vorbereitungsspiele. Und wie es dann Ende Mai aussieht, da vergeht noch Zeit. Es kann noch so viel passieren. Deswegen rate ich jedem Spieler, der noch irgendwo das Gefühl hat, eine Chance zu haben, sich wirklich zu strecken, bis zum Ende zu strecken, um diese Chance zu nutzen, wenn sie sich ergibt.“

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