Prototype Cup Germany

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Marvin Dienst und Berkay Besler - die Champions des Prototype Cup Germany im Porträt

Die Champions Marvin Dienst (links) und Berkay Besler mit ihrem Team Toksport WRT

Doppelsieg in Spa-Francorchamps markiert perfekten Start in die Saison - Vielfahrer Dienst und Student Besler bilden perfektes Team

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Bei der Premiere des Prototype Cup Germany in Spa-Francorchamps gewannen Dienst/Besler beide Rennen
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Bei der Premiere des Prototype Cup Germany in Spa-Francorchamps gewannen Dienst/Besler beide Rennen
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Hockenheim, 25.10.2022

Marvin Dienst (25/Lampertheim) und Berkay Besler (23/TUR, Toksport WRT) haben es geschafft; sie sind die ersten Champions im Prototype Cup Germany. Auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring Baden-Württemberg reichte dem Duo ein vierter Platz im finalen Saisonlauf zum Titel. „Der Titelgewinn ist ein toller Abschluss dieser Saison“, jubelt Sarper Sabuncu, Teammanager von Toksport WRT, der sich auf eine starke Fahrerpaarung verlassen konnte. „Marvin ist sehr erfahren und schnell. Und weil er ein entspannter Rennfahrer ist, funktioniert die Zusammenarbeit wirklich prima. Berkay ist ebenfalls eher ruhig, ihm fehlt im Gegensatz zu Marvin aber die Erfahrung im Rennsport. Aber er arbeitet hart daran, diesen Rückstand aufzuholen; wenn man ihm eine Aufgabe gibt, dann macht er üblicherweise mehr, weil er so motiviert ist.“ Doch am wichtigsten ist Sabuncu: „Wir kennen uns alle schon sehr lange und sind weit mehr als ein Team. Wir sind eher wie eine Familie.“


Dienst und Besler sind perfekt in die Saison gestartet. Schon beim Auftakt Ende April im belgischen Spa-Francorchamps, gleichzeitig der Premiere des Prototype Cup Germany, war der Ligier des Teams Toksport WRT ganz vorne zu finden. „Das Wochenende in Spa war eines der Highlights der Saison – nicht nur wegen unseres Erfolgs, sondern auch, weil es so viel Spaß macht, mit den LMP3-Fahrzeugen auf der Strecke von Spa zu fahren“, sind sich Dienst und Besler einig. Auch auf dem Nürburgring lief es zunächst im Sinne der beiden Toksport-Piloten, die im zweiten Qualifying ihre erste Pole Position des Jahres eroberten. Doch in Rennen eins gab es die erste Schlappe, als Besler sich in der Einfahrt zur Boxengasse drehte und mit dem Heck voran in die Boxenmauer einschlug. „Das war wohl der Tiefpunkt des Jahres“, schätzt der Unglücksrabe. „Ich habe einfach zu viel gewollt. Aber ich habe meine Lektion gelernt.“ Nur einen Tag später schlug das WRT-Duo dann zurück und siegte. Auch in der Lausitz ging ein Rennen an Dienst / Besler, im zweiten Durchgang sahen sie die Zielflagge als Dritter. Somit kamen sie mit einem Vorsprung von 25,5 Punkten auf Donar Munding / Mathias Lüthen als Titelfavorit Nummer eins in das Finalwochenende. Und dieser Favoritenrolle wurden sie letztendlich auch gerecht, wenngleich es nicht so rund lief wie erhofft. Einem Ausfall nach einer Kollision im ersten Lauf ließen die beiden auch in der Juniorwertung gewerteten Rennfahrer einen vierten Rang folgen. Damit war der Titel in trockenen Tüchern.


Dienst ist ein Kind des ADAC Motorsports, nachdem er 2012 den Formel BMW Talent Cup gewann wechselte er ins ADAC Formel Masters. Im Jahr 2015 wurde er erster Sieger der damals neuen ADAC Formel 4. Danach stieg er in den GT-Sport, bestritt unter anderem das ADAC GT Masters wie auch die FIA WEC. Dort gewann er 2017 die LMGTE Am-Wertung und wurde als „ADAC Junior-Motorsportler des Jahres“ ausgezeichnet. Auch in diesem Jahr ist Dienst neben dem Prototype Cup Germany im GT-Sport unterwegs und eines seiner Betätigungsfelder ist nach wie vor das ADAC GT Masters. „Marvin ist ein toller Teamkollege, denn er hat sehr viel Erfahrung im Motorsport und lässt mich auch daran teilhaben. Außerdem ist er ein guter Kerl. Ich kenne ihn schon länger und bin wirklich glücklich, ihn als Teampartner zu haben“, strahlt Besler.


Er selbst ist Sohn des ehemaligen türkischen Rallye-Meisters Mehmet Besler. Als er zum Karrierebeginn nach dem Kartsport in den Formelsport aufsteigen wollte, fehlte das nötige Budget. Also wählte er 2017 den Weg über den Renault Clio Cup Italia. Im Jahr darauf wechselte er in die Porsche-Szene und belegte Rang zwei im deutschen Porsche Super Sports Cup. Auch im Porsche Carrera Cup Deutschland und in der Porsche GT3 Cup Challenge Middle East konnte er Siege und Podestplätze erobern, bevor die Corona-Pandemie seinen Karriereschwung etwas unterbrach. Der Neustart erfolgte in der GT4, in der er auch heute noch aktiv ist. „Berkay ist jung und hat viel Potenzial“, so Dienst, der aber auch weiß: „Er hat keine Erfahrung im Formelsport, was den Einstieg in den Prototype Cup nicht leichter gemacht hat. Aber ich versuche, ihn mit meiner Erfahrung zu unterstützen und er nimmt diese Hilfe sehr gut an. Er hat sich in diesem Jahr gut entwickelt.“


Dienst ist in seinem Leben fast nur mit dem Motorsport beschäftigt. „Ich fahre viele Rennen mit unterschiedlichen Autos und in unterschiedlichen Serien, außerdem coache ich Rennfahrer. Deshalb bin ich kaum zu Hause und habe kaum Zeit für Hobbies. Und wenn ich doch mal zu Hause bin, dann stehen vor allem alltägliche Dinge wie Wäsche waschen auf dem Programm. Zudem habe ich bis Mitte dieses Jahres auch Produktschulungen für Verkäufer von Porsche und Maserati gemacht.“ Bei Besler dreht sich nicht alles um Rennwagen, er studiert noch BWL an der Universität von Istanbul. Außerdem spielt er gerne Tennis und fährt Ski. „Ich komme aus Bursa, von dort aus sind es gerade einmal 45 Minuten zu einem der besten Skigebiete in der Türkei. Auch wenn wir vor allem in Mitteleuropa eher als Sommer-Urlaubsland bekannt sind, so haben wir auch wunderbare Winter-Urlaubsorte“, schwärmt er von seiner Heimat.


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In der Premieren-Saison des Prototype Cup Germany setzte Toksport WRT auf einen Ligier JS P320
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Am Nürburgring holten Dienst/Besler einen von insgesamt vier Siegen
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Platz vier im letzten Saisonrennen reichte Dienst/Besler zum Titelgewinn im Prototype Cup Germany
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