Fußball

Leipzigs Trainer Werner zu seiner Zukunft: „Ich habe da überhaupt keinen Stress“

Mintzlaff rät zum Verbleib von Diomande: „Egal welcher Preis dort aufgerufen wird“ - Eta zum Abstiegskampf: „Keine Bauchschmerzen“ - Trimmel zur RB-Offensive: „Die Flügel sind definitiv von der Qualität her gleich wie Bayern besetzt“ - Bobic zu Union: „Die zwei, drei Punkte kriegen sie noch hin“

Unterföhring, 24.04.2026

Die wichtigsten Stimmen zum Freitagabendspiel des 31. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen RB Leipzig und 1. FC Union Berlin (3:1) bei Sky.  

 

Ole Werner (Trainer RB Leipzig) ...

… zum Sieg im Rennen um die Champions League: „Wie groß der Schritt ist, das wird man am Ende sehen. Erst mal ist es so, dass diese Punkte natürlich total wichtig sind, am Freitagabend vorzulegen. Aber es warten noch schwierige Aufgaben auf uns. Und am Ende hast du immer erst dein Ziel erreicht, wenn du dann wirklich über die Ziellinie gelaufen bist. Da haben wir noch ein bisschen Arbeit vor uns und das wissen wir auch.“

… zur Chancenverwertung: „Wenn man was suchen möchte, dann ist es das. Einige Aluminiumtreffer hätten das Spiel früher entscheiden können. Erst mal haben wir einfach wahnsinnig viele Torabschlüsse und auch gute Chancen, die wir uns erspielen. Das ist für mich eigentlich das Positive. Ich bin mit der Entwicklung klar zufrieden. Aber sicherlich hätten wir das Spiel heute früher entscheiden müssen.“

… zur Breite des Kaders: „Ja, das ist super. Und das ist auch ganz entscheidend. Du wirst nicht eine Saison mit elf oder 14 Spielern durchspielen, sondern du brauchst in einer Saison, wenn du die Ziele hast, die wir haben, wirklich jeden Einzelnen. Es ist für uns, die wir junge Spieler entwickeln wollen und das als Markenkern haben, ganz entscheidend, dass wir dann eben halt noch mehr Spielzeit auch verteilen können, um dann eben halt auch zum einen natürlich richtig gute Europapokal-Nächte hier zu haben, aber vor allem halt auch, um unsere Spieler weiterentwickeln zu können.“

… zur Aussage von Oliver Mintzlaff zu Yan Diomande: „Ja, würde ich auch empfehlen. Wenn wir da alle an einem Strang ziehen, ist das doch gut. Er ist jemand, bei dem man immer damit rechnet, dass etwas Besonderes passiert. Ich glaube, es ist mittlerweile so, dass die Außenverteidiger dann schon immer hoffen, dass er auf der anderen Seite aufläuft. Das ist einfach nicht zu halten. Und was mich bei ihm am meisten beeindruckt, ist, dass er klar bleibt, mit den Füßen auf dem Boden bleibt, an sich arbeitet und einfach nur besser werden will, Fußball spielen will, für die Mannschaft gute Dinge machen will. Topcharakter, guter Junge und ein ganz außergewöhnliches Talent.“

… zur Tabellensituation: „Wir sind am Freitagabend, also alle anderen spielen noch. Dann sieht es auch manchmal wieder ganz anders aus oder ein bisschen enger. Davon lassen wir uns nicht täuschen. Gut ist, dass wir in dieser entscheidenden Phase alles in den eigenen Händen haben. Dann kannst du dich auf deine eigene Leistung konzentrieren und musst nicht irgendwo Konferenz gucken. Aber es ist eben so, dass wir auf uns gucken können und das ist das Wichtigste für mich, wenn man in diese letzten Spiele geht.“

… zu seiner Vertragssituation: „Ich habe da überhaupt keinen Stress. Ich bin total zufrieden mit der Arbeit, die wir hier machen, mit der Zusammenarbeit. Ich sehe da gar kein Thema, gar keinen Druck. Ich war auch unter der Woche überrascht davon, dass es Thema wurde, weil wir alle sehr klar sind in der Art und Weise, wie wir miteinander sprechen, worum es jetzt geht. Und das ist in erster Linie erst mal, unser Saisonziel zu erreichen. Ich bin total happy mit allem so, wie es jetzt gerade ist, und konzentriere mich nur auf unsere Ziele. Alles andere wird die Zukunft zeigen.“

… zu Marie-Louise Eta (vor dem Spiel): „Louise war bei mir in Bremen als Hospitantin unterwegs. Das ist, glaube ich, jetzt zwei Jahre her. War sehr, sehr angenehm. Eine sehr gute, schlaue Trainerin. Ich habe danach natürlich auch den Weg ein bisschen weiter verfolgt und es ist deshalb für mich auch keine große Überraschung, dass man sie heute dann auch auf dem Niveau an der Seitenlinie sieht.“

 

Marcel Schäfer (Geschäftsführer Sport RB Leipzig) ...

… zum Sieg: „Schade eigentlich, dass wir es hinten raus vielleicht, ich weiß nicht, ob man es als spannend gemacht bezeichnen kann, aber ich glaube, dass wir über weite Strecken wirklich eine sehr, sehr gute Partie abgeliefert haben. Hoch konzentriert, viele Torchancen rausgespielt, schöne Tore erzielt. Ich glaube, vier- oder fünfmal haben wir Aluminium getroffen und wir hätten das seriöser zu Ende spielen und mehr Tore erzielen müssen. Das müssen wir kritisch ansprechen. Trotz alledem freuen wir uns riesig über einen wichtigen Schritt in der Phase der Saison, wo es um alles geht, wo jeder Punkt zählt. Ich glaube, dass wir heute hochverdient gewonnen haben, auch wenn es hinten raus vielleicht die eine oder andere Unzulänglichkeit gab.“

… zu Yan Diomande: „So eine Entwicklung, da spielen sicherlich viele Faktoren eine Rolle. Wir haben ein klares Profil für uns besprochen, was wir verpflichten wollen. Da hat Yan zu 100 Prozent reingepasst. Man sieht, dass er ein absolutes RB-Profil hat, weil er nicht nur mit dem Ball unglaublich viele und gute Aktionen hat, Chancen kreiert, selber zum Torabschluss kommt und viele Tore erzielt und für uns natürlich ein Schlüsselspieler ist, sondern weil er auch in der Defensive unglaublich hart für die Mannschaft arbeitet. Das macht ihn so besonders.“

… zu Ole Werner und zur Saison: „Selbst eine Rekordsaison ist möglich. Man weiß, was hier bei RB Leipzig schon für Mannschaften gespielt haben. Das Trainerteam um Ole Werner, die Mannschaft, der Staff, der ganze Klub haben dazu beigetragen, dass wir nach einer wirklich sehr enttäuschenden letzten Saison jetzt hier stehen. Aber wir müssen es jetzt auch über die Ziellinie bringen. Vor dem Spieltag habe ich gesagt, wir haben uns eine sehr gute Position erarbeitet. Jetzt haben wir eine herausragende Position und jetzt gilt es an uns, die Dinge auch zu Ende zu bringen.“

… zur Ausgangsposition im Rennen um die Champions League (vor dem Spiel): „Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition mit dem dritten Platz in der Fußball-Bundesliga, einige Punkte Abstand auf die Verfolger. Trotzdem ist es ein sehr, sehr enges Rennen. Der fünfte Platz, ich glaube, da spreche ich für uns allgemein in Deutschland: Den hätten wir gerne, weil das immer gut ist, wenn deutsche Mannschaften in Europa vertreten sind und sehr erfolgreich spielen. Aber letztendlich ist für uns wichtig, dass wir unsere Aufgaben erfüllen und gar keine großen Rechenspiele machen. Reicht der fünfte, reicht er nicht? Wir freuen uns für Deutschland, wenn wir den fünften haben, weil es sehr, sehr wichtig ist für uns in Fußball-Deutschland. Und wir in Leipzig wollen aus eigener Kraft die Champions League erreichen. Wir haben es in der eigenen Hand.“

… zum Saisonverlauf von RB Leipzig (vor dem Spiel): „Ich glaube, der Saisonverlauf – wenn man bedenkt, dass wir letztes Jahr im Sommer wirklich einen Riesenumbruch hatten, wir hatten ein neues Trainerteam, wir haben viele Veränderungen im Staff, wir haben deutlich über 20 Transfers getätigt, nach einer sehr enttäuschenden Saison – klar war das Ziel, sofort wieder zurückzukommen ins internationale Geschäft. Und wenn wir jetzt vier Spieltage vor Schluss auf dem dritten Platz stehen, dann muss man trotz der kleinen Delle definitiv sagen, dass wir viele Dinge als gesamter Verein wirklich gut gemacht haben. Ich spreche nicht von sehr gut, weil wir einige Punkte haben liegen lassen. So selbstkritisch müssen wir auch sein. Ich glaube, es hätte jetzt schon ein bisschen entspannter sein können. Aber gut, so ist es. Und so eine Delle, so ein kleines Tal, das gehört auch dazu.“

… zum Wings for Life World Run (vor dem Spiel): „Also heute nicht auf dem Laufband, da lasse ich Oliver heute den Vortritt. Aber selbstverständlich ist das für uns wirklich eine Herzensangelegenheit, ein sehr, sehr wichtiges Projekt. Und deshalb nehme ich selbstverständlich teil. Alles, was da zusammenkommt, kommt Menschen zugute, die es bitter nötig haben.“

 

Willi Orban (RB Leipzig) ...

… zum Gegentor: „Mit viel Wucht laufen sie ein. Dennoch können wir es besser verteidigen, ein bisschen mehr den Block setzen, früher schon gegen den Mann arbeiten, um die Dynamik zu brechen. Aber unterm Strich bin ich trotzdem zufrieden heute. Wichtige drei Punkte hier zu Hause.“

… zum Spiel: „Untern Strich müssen wir mehr Tore machen. Wir hatten drei Situationen, die auf der Linie geklärt wurden, zweimal Latte, wo nicht viel gefehlt hat. Aber unterm Strich hochverdienter Sieg, definitiv. Wir haben noch zwei Tore Vorsprung über die Zeit gebracht. Aber wir müssen da schauen, dass wir einfach noch ein bisschen effizienter werden im Abschluss. Dann ist es so, dass du es eventuell etwas entspannter nach Hause bringen kannst.“

… zur möglichen Rekordsaison: „Wir haben es jetzt ganz gut gemacht, uns von Spiel zu Spiel zu konzentrieren und das abzuarbeiten. Heute bin ich sehr zufrieden. Jetzt spielen wir in Leverkusen, das ist sehr, sehr schwierig. Dennoch: Wenn wir das knacken würden, würde sich keiner wehren. Aber wir wollen unser Ziel erreichen, in die Champions League zu kommen. Dafür musst du jedes Spiel voll angehen, alles abrufen und das ist unser Ziel.“

… zu seiner kurzen Pause zuletzt: „Das gehört dazu. Die Spiele sind alle intensiv. Dann ist es auch mal normal, dass du vielleicht eine Pause brauchst. Die Jungs hintendran haben es super gemacht. Dafür haben wir die Jungs auch da. Heute war ich wieder zurück. Ich habe auch ein solides Spiel gemacht und so soll es sein.“

 

Max Finkgräfe (Torschütze RB Leipzig) ...

… zur Bedeutung des Treffers: „Ich habe ehrlich gesagt davon geträumt. Ich treffe ihn natürlich super. Es ist jetzt nicht so gewollt, aber ich freue mich natürlich umso mehr. Das Tor geht an meinen verstorbenen Opa und ich hoffe, er freut sich.“

… zu seinem Opa: „Er hat mich zum Fußballspielen gebracht und sein Spruch war auch: Wenn du die Möglichkeit hast, schieß einfach mal drauf. Nur dann können Tore fallen. Da hatte er Recht.“

… zur Champions League: „Na ja, soweit ich weiß, haben wir es noch nicht fix gemacht. Wir haben noch ein paar Spiele vor der Brust. Die müssen wir natürlich gewinnen. Umso schöner, wenn es vor Saisonschluss klappt. Wenn nicht, dann machen wir es halt bis zum Ende.“

… zu seiner Entwicklung in Leipzig: „Ich bin hierhergekommen und durfte viel lernen, viel Fußball spielen, viel schnellen Fußball, Pressing. Und solche Momente heute zu haben, dafür arbeite ich Tag für Tag. Deswegen macht es super viel Spaß.“

 

Oliver Mintzlaff (Aufsichtsratschef RB Leipzig) ...

… zu einem möglichen Verkauf von Yan Diomande im Sommer: „Ich bin Aufsichtsrat und nicht Geschäftsführer Sport. Aber ich kann sagen: Wenn ich Geschäftsführer Sport wäre, würde ich diesen jungen Spieler, der gerade erst noch nicht mal eine komplette Saison bei uns ist, auch nicht verkaufen, egal welcher Preis dort aufgerufen wird. Ich glaube, dass er sowieso ein Spieler ist, der sich auch noch weiterentwickelt, weil er natürlich auch noch sehr jung ist und auch sicherlich noch teurer werden kann.“

… zur Leipziger Zielsetzung: „Wir haben schon auch den Anspruch, dass ein Spieler nicht nach einem Jahr uns verlässt. Dass es andere Klubs gibt, ist zweifelsohne so. Aber wir müssen schon den Anspruch haben, dass wir einen Spieler, auch wenn er hier überragende Leistungen abliefert, nicht nach einem Jahr verlieren. Daher kann ich nur den Rat an die Geschäftsführung abgeben, diesen Spieler auch im kommenden Jahr bei uns zu behalten. Dann müssen wir sehen, wie er sich weiterentwickelt.“

… zur Arbeit im Klub: „Alle haben hier einen fantastischen Job bis hierhin gemacht. Wir wissen, wir haben einen harten Umbruch gehabt. Wir haben nach sieben Jahren, in denen wir in der Champions League gespielt haben, nicht international gespielt. Das war ein Schock letztes Jahr. Wir wollten wieder international spielen und eigentlich auch Champions League. Wenn wir die Stabilität jetzt bis zum Ende behalten, dann haben alle, die hier tagtäglich arbeiten, einen überragenden Job gemacht. Dazu gehört der Cheftrainer, dazu gehört Marcel Schäfer und das gesamte Trainerteam logischerweise und all die Spieler auf dem Platz.“

… zum Wings for Life World Run (vor dem Spiel): „Wings for Life ist für uns und für Red Bull sehr, sehr wichtig. Querschnittslähmung ist der größte Einschnitt, den man im Leben haben kann. Und die Wings-for-Life-Stiftung versucht natürlich zu heilen und auf der anderen Seite aber halt auch Geld zu sammeln, um Behandlungsmethoden den Patienten anzubieten, um das Leben zumindest ein klein wenig besser zu machen. Da habe ich gedacht, dann nutze ich meine Funktion und renne und versuche vielleicht, den einen oder anderen zu aktivieren, um dann auch beim Wings for Life Run mit an den Start zu gehen.“

… zu Ole Werner (vor dem Spiel): „Der Trainer ist ja grundsätzlich mal eine der wichtigsten Personalien in einem Verein. Und Ole Werner hat eine Mannschaft übernommen, die einen großen Umbruch erlebt hat, eine Mannschaft, die nach sieben Jahren nicht mehr international gespielt hat, und hat die Mannschaft bis jetzt hierhin sehr gut geführt. Wir stehen auf einem Champions-League-Platz, wir wollen heute den nächsten großen, wichtigen Schritt gehen. RB Leipzig ist es gewohnt, auch wenn es ein junger Verein ist, international zu spielen. Das war letztes Jahr für uns ein herber Rückschlag. Und Ole Werner ist der Trainer. Und der Trainer hat auch diese junge Mannschaft mit diesen Umbrüchen jetzt in diese Position gebracht.“

… zur Vertragslage von Werner (vor dem Spiel): „Na ja, heute sprechen wir nicht über Verträge. Heute sprechen wir über Ole Werner in seinem ersten Jahr. Wir haben jetzt noch nicht mal den 34. Spieltag erlebt, sondern den wollen wir erleben, hoffentlich dann auch in der Champions League. Und dann setzt sich die Vereinsführung und Marcel Schäfer mit seinem Team logischerweise mit dem Trainer zusammen. Dann wird man diskutieren, was gut war, was schlecht war und wie man es dann halt auch in Zukunft noch besser machen kann. Aber wir sind den ersten großen, wichtigen Schritt gegangen und über den freuen wir uns sehr.“

 

Marie-Louise Eta (Trainerin 1. FC Union Berlin) ...

… zur Niederlage: „Man sieht ja, wo RB Leipzig steht. Nicht ohne Grund sind sie da oben, sind jetzt dabei, um die Champions-League-Plätze zu kämpfen. Wir wussten, was uns heute hier erwartet, dass da eine hohe Qualität auf uns zukommt. Und trotzdem haben wir uns viel vorgenommen. Am Ende sind wir jetzt aber natürlich enttäuscht über das Ergebnis.“

… zur Leistung ihrer Mannschaft: „Ich finde schon, dass wir in der ersten Halbzeit das auch in der Defensive ordentlich gemacht haben, dass wir schon auch gute Ballgewinne hatten, aber daraus dann einfach zu wenig gemacht haben. Die Bälle haben wir dann teilweise zu schnell wieder verloren. Da hat man einfach gemerkt, dass manchmal im Ballbesitz der Mut gefehlt hat, die Situationen noch konsequenter auszuspielen. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die eben auch weiter daran geglaubt hat. Und das finde ich, ist wichtig. Logisch sind wir enttäuscht über das Ergebnis, aber die Reaktion war insgesamt gut. Die Jungs sind zusammengeblieben, haben sich gegenseitig weiter unterstützt, haben weiter auch gerade in der zweiten Halbzeit noch mehr Möglichkeiten gefunden, auch nach vorne zu spielen. Da können wir auch viel mitnehmen jetzt für die nächsten Wochen.“

… zum Saisonendspurt: „Keine Bauchschmerzen. Wir wussten, dass es jetzt ein harter Weg auch weiterhin sein wird, dass wir nicht erwarten können, dass wir innerhalb von kurzer Zeit jetzt alles auf links drehen. Von daher bin ich erst mal positiv, dass heute Dinge wieder dabei waren, die okay gewesen sind, die gut gewesen sind. Dann haben wir jetzt Köln als Nächstes zu Hause, wo wir dann die drei Punkte holen wollen.“

… zur Frage, was die Mannschaft jetzt am meisten braucht (vor dem Spiel): „Unterstützung, positive Energie von uns, aber auch einen guten Plan. Es braucht immer den Mix aus allen Sachen. Wir versuchen gemeinsam im Trainerteam und gemeinsam mit der Mannschaft, uns weiterzuentwickeln. Man kann jetzt auch nicht innerhalb der ersten Tage erwarten, dass alles auf links gedreht wird. Aber wir haben eine gute Mannschaft. Wir haben gute Spieler.“

… zu ihrer Hospitation bei RB Leipzig (vor dem Spiel): „Ja, klar denkt man dann an die Zeit auch zurück. Ich durfte sehr, sehr enge Einblicke auch bekommen bei der Mannschaft damals, bei Ole Werner oder auch hier bei Marco Rose. Bei Ole Werner sieht man in all den Mannschaften, ob das bei Werder Bremen war oder hier auch bei RB Leipzig: klare Struktur, klare Abläufe mit dem Ball.“

 

Christopher Trimmel (Kapitän 1. FC Union Berlin) ...

… zur Niederlage: „Wir hatten auch in der ersten Halbzeit die eine oder andere Möglichkeit. Ich glaube, wenn du gegen so einen guten Gegner spielst und dir trotzdem ein paar Torchancen erspielst, vor allem musst du die eiskalt ausnutzen. Wir hatten in der einen oder anderen Situation auch Glück, so ehrlich muss man sein. Aber das braucht man gegen so einen Gegner.“

… zur Leipziger Offensive: „Die Flügel sind definitiv von der Qualität her gleich wie Bayern München besetzt. Das muss man ehrlich so sagen, weil das wirklich Unterschiedsspieler sind, die so eine unglaubliche Stärke haben. Die kann man alleine nicht verteidigen. Und selbst wenn du sie doppelst, finden sie oft eine Lösung. Das wussten wir vorher, das haben wir auch akzeptiert.“

… zum ersten Eindruck von Marie-Louise Eta: „Sehr, sehr guten Eindruck. Wir haben eigentlich immer gute Energie im Training. Das ist immer das Wichtigste nach dem Trainerwechsel. Wir haben gegen Wolfsburg wirklich ein sehr gutes Spiel gemacht, leider verloren. Auch heute war nicht alles schlecht, aber wir wissen natürlich, dass wir weiter arbeiten müssen. Speziell für sie ist es natürlich schwierig, die neuen Inhalte jetzt schnellstmöglich in die Mannschaft zu bekommen. Ich glaube, man sieht schon ein bisschen was.“

 

Carl Klaus (Torwart 1. FC Union Berlin) ...

… zu seinem Bundesliga-Debüt: „Ich nehme die Glückwünsche auch für mich persönlich jetzt an, weil wenn man im Alter von 32 sein Bundesliga-Debüt bekommt und schon auch im Fußball einiges gesehen hat, dann ist es trotzdem etwas Besonderes. In meinem Fall mit NLZ beim VfB Stuttgart ist das etwas, worauf ich Jahrzehnte hingearbeitet habe. Das war immer der Traum. Dass ich mein Bundesliga-Debüt feiern konnte, ist wirklich für mein Leben etwas ganz Besonderes.“

… zum Moment der Einwechslung: „Ich saß ja jetzt schon das eine oder andere Mal in der ersten, in der zweiten Liga auf der Bank. Ich hatte noch nie so schnell das Gefühl, dass beim Torwart wirklich was ist. Ich wusste direkt, ich muss rein. Ich habe den Schrei von Freddy gehört und dann geht es auch ganz schnell. Bis zur Pause hilft dann auch das Adrenalin auf jeden Fall, weil es einfach so schnell geht, dass man gar keine Zeit hat nachzudenken. In der Pause realisiert man dann so ein bisschen, dass man gerade hier in der Halbzeit eines Bundesligaspiels ist.“

 

Christian Arbeit (Geschäftsführer Kommunikation 1. FC Union Berlin) ...

… dazu, warum Union die Kommentarspalte nicht geschlossen hat (vor dem Spiel): „Ich glaube, weil es ein wichtiger Weg ist. Der einzige Weg ist es natürlich nicht, man muss es am Ende auch machen können. Wir haben uns dafür entschieden, uns ein bisschen aktiv dagegenzustemmen und es nicht unwidersprochen zu lassen. Unwidersprochen bleibt vieles, viel zu vieles mitunter. Das wollten wir so in dem Fall nicht machen.“

… zu möglichen rechtlichen Schritten (vor dem Spiel): „Ja, das ist natürlich dann ein sehr, sehr harter Schritt, der auch immer ein bisschen schwierig ist, weil relativ vieles doch anonym ist und dann tatsächlich Identitäten zu ermitteln etwas komplizierter ist. Das prüfen wir, wenn es sehr, sehr hart wird. In dem Fall haben wir uns erst mal dafür entschieden, Verhalten auch mal zu spiegeln und denjenigen, die mit so absurdem Zeug um die Ecke kommen, was man eigentlich im Jahr 2026 nicht mehr für möglich hält, zu sagen: Hörst du dir eigentlich zu, liest du, was du da geschrieben hast? Ich glaube, das ist erst mal auch ein wichtiger Schritt, der zeigt: Hey, das lassen wir nicht einfach so stehen.“

… zum Social-Media-Post von RB Leipzig (vor dem Spiel): „Also wir sind dann schon auch ein bisschen dafür, die Kirche auch mal im Dorf zu lassen. Nicht alles ist dann sofort immer etwas Drastisches. Das sind Bilder, die hat sie auch selber gepostet gehabt, sie hat hier eine tolle Hospitation gemacht. Das gehört im Fußball auch dazu: Männer und Frauen, wenn sie zusammen arbeiten, werden auch zusammen auf Bildern zu sehen sein. Insofern habe ich hier in dem Fall ehrlicherweise nicht als Missachtung verstanden. Da hatten wir ganz andere Kommentare und ganz andere Themen in den Kommentarspalten in den letzten Tagen. Das hier ist das übliche Gekabbel vor einem Bundesligaspiel.“

… dazu, wie Marie-Louise Eta intern geschützt wurde (vor dem Spiel): „Und es ist auch durchaus eine Entscheidung, die kenne ich jetzt schon von einigen Trainern und jetzt auch von ihr, zu sagen: Ich setze mich dem gar nicht aus. In so einer Situation, wir haben so viel zu tun, fußballerisch zu arbeiten, das ist, was sie auch tun möchte. Ich habe ihr nur gesagt: Pass auf, wir machen das, wir treten da auch sehr aktiv gegen auf und schießen da auch zurück. Ich will nur, dass du es weißt. Wir kümmern uns darum. Du darfst dich bitte auf die Arbeit mit der Mannschaft fokussieren, auf das, was dein Job ist, nämlich Trainerin zu sein in der Bundesliga.“

 

Sky Experte Fredi Bobic ...

… zum Leipziger Sieg: „Ziemlich klar, absolut verdienter Sieg und wirklich eine herausragende Leistung. Sie hätten höher ausfallen können. Sie mussten trotzdem in der zweiten Halbzeit auch den einen oder anderen Moment mal überstehen. Aber es war ein absolut verdienter Sieg und sie sind auf dem richtigen Weg.“

… zur Lage bei Union Berlin: „Es war bestimmt so im Plan, dass sie unbedingt diese Punkte hier holen. Sie müssen sie zu Hause vor allem auch holen, schon nächste Woche. Die zweite Halbzeit hat mir besser gefallen, wie sie gespielt haben. Auch wenn sie viele Chancen gegen sich hatten, aber trotzdem waren sie viel intensiver, viel präsenter. Da mache ich mir weniger Sorgen. Die zwei, drei Punkte kriegen sie schon noch hin.“

… zu den Anfeindungen gegen Marie-Louise Eta (vor dem Spiel): „Das Schlimme ist, dass ich es erwartet habe, dass genau sowas auch kommt. Das war vielleicht auch schon vorauszusehen, dass es solche Diskussionen gibt, auch hässliche Kommentare. Das bringt Social Media mit sich, das muss man leider so sagen. Ich hoffe, wir müssen es nicht immer zu oft thematisieren, damit es keinen Raum gibt, dass sie auch noch gesehen oder gehört werden. Es ist wirklich ekelhaft und gehört einfach auch nicht zum Fußball dazu und passt auch null Komma null zu dem, wie ich Fußball sehe, wie ich die Menschen im Fußball sehe – ob Frau oder Mann. Jeder soll Fußball lieben und Fußball ausüben, ob als Trainer, Spieler, Spielerin, Funktionär, wie auch immer.“

 

 

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