Fußball

Schalkes Trainer Muslic trotz Niederlage ohne Tor: „Einen Schritt nach vorne gemacht, auch wenn der Schritt sehr, sehr klein war“

Mohya: „Mein Fokus liegt gerade beim Verein“ - Für Undav ist der Sieg wichtiger als ein eigenes Tor: „Wir müssen erstmal aus dieser Phase herauskommen“ - Füllkrug bricht Werder-Rekord: „Dennoch bleibt die Mannschaft im Vordergrund“ - Hamann zur Leistung der Gladbacher: „Ein riesiger Rückschlag“

Unterföhring, 31.10.2026

Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 8. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.  

 

Miron Muslic (Trainer FC Schalke 04) ...  

... zur Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten wirklich alles versucht. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben uns reingeworfen in jeden Zweikampf. Wir waren richtig gut im Spiel in der ersten Halbzeit. Ich finde, die Umstellung, die wir gemacht haben, hat uns auch gutgetan. Und dann bekommst du natürlich so einen Elfmeter aus dem Nichts. Leipzig hat die Qualität, diese Konter, die sie dann vorfinden, extrem gut ausspielen. Wir hatten auch Räume, wir haben die Räume super bespielt, aber dann im letzten Drittel hat uns heute die Durchschlagskraft gefehlt und dann wird es schwierig, dass du ein Tor machst.“ 

... zum Elfmeter: „Wir sind in dieser Situation sehr, sehr ungeschickt und Leipzig maximiert diese Situation, weil sie einfach smart sind. Der Spieler will nur das, aber wir müssen einfach vorher den Ball klären. Wenn wir das in Leipzigs Box sind und sowas passiert, würde ich sagen: sehr ungeschickt verteidigt, das ist ein klarer Elfmeter. Die Situation vorher, dass wir den Ball dann nicht klären, das macht mir zu schaffen.“ 

… zur Entwicklung der Mannschaft: „Wir haben heute einen Schritt nach vorne gemacht, auch wenn der Schritt sehr, sehr klein war. Aber in unserer Situation ist es momentan vielleicht auch nicht mehr möglich. Wir müssen dranbleiben, wir müssen schnell lernen. Es geht nicht um Kenan, es geht nicht um Edin, es geht um darum, dass wir in Top-Situationen kommen und sie dann nicht fertig spielen. Das tut weh. Bezeichnend dafür war die letzte Aktion mit Bryan Lasme, das ist ein Tor. Leipzig macht da das Tor und sagt danke. Es ist ein Top-Zuspiel von Edin, wenn wir den Ball sauber annehmen, ist es ein Eins-gegen-Eins und das fehlt uns einfach.“

… zur Frage, ob Loris Karius Deutschlands bester Torwart sei: „Das ist meine Meinung als Trainer von Schalke 04: Das ist er mit Abstand.“


Kenan Karaman (Kapitän FC Schalke 04) ... 

... zur Leistung: „Wir haben uns heute schon besser gezeigt als in den letzten Wochen. Mit Ball waren wir mutiger, in der ersten Halbzeit sogar auf Augenhöhe mit Leipzig. Dann kam die Elfmeter-Szene, das war natürlich unglücklich für uns. Aber wie gesagt, wir sollten darauf aufbauen. Wir sollten uns nicht zu sehr darauf konzentrieren, wann das erste Heimtor fällt oder wann die ersten Stürmer treffen. Allgemein muss unser Spiel besser werden. Ich denke, dass wir heute bessere Ansätze gesehen haben als in den letzten Wochen. Wenn wir so weitermachen und darauf aufbauen, dann werden auch die Tore kommen.“ 

... zur Elfmeterentscheidung: „In meiner ersten Wahrnehmung war das viel zu wenig. Ich habe das dem Schiedsrichter gesagt. Er sagt, er trifft ihn klar. Der VAR hat sich eingeschaltet, konnte ihn aber nicht mehr zurücknehmen. Der Kontakt ist da, aber ich weiß nicht, ob man den unbedingt geben muss.“ 

... zur Situation der Schalker: „Wir wussten, dass es schwierig wird für uns und dass solche Phasen kommen. Wir müssen ruhig bleiben. Was anderes hilft uns nicht. Wir wissen natürlich, dass hier auf Schalke viele Emotionen immer eine Rolle spielen und viel Druck entstehen kann. Aber trotzdem, wir in der Truppe müssen ruhig bleiben. Wir müssen genau an solchen Sachen arbeiten. Und dann bin ich mir sicher, dass wir gegen Hoffenheim auch eine Chance wieder haben. Und auch auf Dauer sehe ich uns natürlich sehr positiv.“

 

David Raum (Kapitän RB Leipzig) zum ersten Auswärtssieg der Saison: „Es war ein Kampfsieg. Ob wir jetzt den Fluch besiegt haben, werden wir sehen im nächsten Auswärtsspiel. Wichtig ist erstmal, dass wir zu null gespielt haben. Wer die Auswärtstabelle gesehen hat, die haben wir auch alle auf unseren Handys gesehen, das war nicht so nach unserem Geschmack. Deswegen sind wir jetzt erstmal froh darum, dass wir hier auswärts zu Null gewonnen haben.“

 

Deniz Undav (Kapitän VfB Stuttgart) …

… zu seiner torlosen Serie: „Mir ist das komplett egal. Wir müssen erstmal aus dieser Phase herauskommen. Wenn es wieder besser läuft, sollen die Tore auch kommen. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, das ist das Wichtigste. Ich bin stolz auf die Mannschaft für die Leistung, die wir gezeigt haben. Nach dem, was wir bisher geleistet haben, war das nicht einfach.“ 

… zum Sieg gegen Leverkusen: „Wir wissen, dass sie mit Intensität und ekligen Zweikämpfen nicht klarkommen, dass das ihre Schwäche ist. Das haben wir ausgenutzt. Die Mannschaft stand dahinter, es war trotzdem nicht einfach gegen Leverkusen. Wir wurden oft für die Chancenverwertung kritisiert, heute war sie gut. Dann kannst du immer gewinnen.“

 

Ermedin Demirovic (Doppeltorschütze VfB Stuttgart) …

… zur Bedeutung des Sieges: „Da hat sich einiges angestaut, weil wir wissen, wie hart wir arbeiten, uns in letzter Zeit aber nicht belohnt und nicht gut gespielt haben. Wir haben gesagt, dass wir mit guten Spielen und viel Energie zurück dahin wollen, wo wir hingehören. Das haben wir gezeigt.“

… zu Deniz Undav: „Er ist so wichtig für uns – ob Tore oder keine Tore. Die Bälle, die er spielt, haben wenige auf dem Schirm. Ich sehe in der Bundesliga wenige, die so ein Auge für den Mitspieler haben. Daher habe ich von Anfang immer wieder gesagt, dass es einfach Spaß macht, mit ihm zu spielen. Auch, wenn er bisher noch kein Tor gemacht hat, weiß er, wie wichtig er für uns ist.“

 

Niclas Füllkrug (Torschütze SV Werder Bremen) ...  

... zu seinem Treffer: „Aus dem geraden Vollsprint ist es immer relativ schwer, die Innenseite zu nehmen. Der Ball lag ganz gut für die kurze Ecke und dann bin ich ein bisschen mehr Risiko gegangen, als ich sonst gehe. Aber war am Ende die richtige Entscheidung. Den treffe ich wirklich gut. Ich bin froh, dass ich den so getroffen habe, weil das ein absolut wichtiger Zeitpunkt für uns war. Wir brauchten das Tor.“ 

... zum Spiel: „Ich fand die erste Halbzeit auch schon okay, aber es war dann schon so, dass sie natürlich auch Qualität haben. Wir haben dann vielleicht in Ballbesitz ein bisschen Luft nach oben gelassen und in der zweiten Halbzeit haben wir das dann deutlich besser gemacht. Charakterlich war es wieder top. Wie wir dann selbst am Ende noch, es steht 2:0, immer wieder hohe Pressingauslöser finden. Wir rennen immer wieder durch, wir gehen immer wieder volle Intensität. Es macht extrem Spaß mit dieser Mannschaft.“ 

... zum neuen Vereinsrekord: „Freut mich, freut mich. Natürlich weiß ich, was ich dazu sagen soll: Ich schieße die Tore nicht, um den Rekord zu brechen, aber es freut mich natürlich für Werder, für den Verein, der mir am Herzen liegt, einen Rekord mit innezuhaben. Das ist etwas Besonderes für mich. Dennoch bleibt die Mannschaft im Vordergrund. Das Tor war heute wichtig, um für uns als Mannschaft einen Schritt nach vorne zu gehen. Erin hat dann ein super, super Tor gemacht. Amos rettet das Ding in der ersten Halbzeit, sonst wäre das Spiel wieder viel, viel schwieriger geworden. Eine ganz, ganz tolle Teamleistung wieder.“ 


Wael Mohya (Borussia Mönchengladbach) …

… zu den Ansprachen von Trainer Alexander Blessin nach dem Spiel: „Beim ersten Mal hat er uns gesagt, dass es eine intensive Woche war, dass das ein ekelhaftes Spiel war, aber darauf waren wir vorbereitet. Dann war es so, dass es halt einfach brutal ärgerlich ist, dass wir in der ersten Halbzeit nicht in Führung gehen. Wir hatten ein paar hundertprozentige Chancen gehabt. Auch in der zweiten Halbzeit erinnere ich mich an meine Chance, die ich leider nicht verwertet habe. Das Positive ist, dass wir zu null spielen und das Negative, beziehungsweise das Ärgerliche ist, dass wir kein Tor geschossen haben.“ 

… zur Chance von Scally und die Möglichkeit, den Ball abzuspielen: „Darüber haben wir auch in der Kabine noch mal geredet. Er hat mich gefragt, ob er rüber spielen hätte können. Ich habe ihm gesagt, ja. Er hat mich in dem Moment nicht gesehen. Er hat die Entscheidung getroffen zu schießen. Er ging nicht rein, aber weiter geht's.“

… zur Bedeutung des Remis: „Auf jeden Fall haben wir uns heute sehr viel vorgenommen. Es war auch das Ziel, dass wir in diesem Flow bleiben. Wir haben ja zwei Spiele hintereinander gewonnen. Heute war natürlich das Ziel, die Positivität wieder mitzunehmen und das Spiel heute zu gewinnen. Wir wollten die englische Woche mit einem guten Gefühl beenden. Das ist uns leider nicht gelungen. Aber jetzt haben wir ein neues Ziel: nächste Woche in Hamburg die drei Punkte holen und dann mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen.“  

… zum Umgang mit den vielen Gerüchten und dem Hype: „Ich habe auf jeden Fall eine Familie um mich herum, die mich da schon auf den Boden hält. Den ganzen Hype im Internet, den bekommt man natürlich mit als junger Spieler. Aber ich versuche, das auch so gut wie es geht auszublenden, nicht daran zu denken. Ich weiß, wo mein Fokus liegt. Mein Fokus liegt gerade beim Verein, hier Gas zu geben, meine Leistung zu bringen und Spiele zu gewinnen. Das ist die Hauptsache, dass ich mich einfach darauf fokussiere und alles andere ist dann Nebensache.“

 

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg) zur Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben eins unserer besten Spiele gemacht – und das reißen wir uns mit zwei Toren wieder ein. In drei Spielen hintereinander verhindern wir die Flanke nicht und kriegen auf dem zweiten Pfosten das Gegentor. Ich muss echt aufpassen, was ich sage. Ich finde es so unmöglich, dass wir das Spiel verlieren können.“ 

 

Julian Schuster (Trainer SC Freiburg) zum Spiel gegen Augsburg: „Hier ist es immer kompliziert. Es war die Kunst, die Rahmenbedingungen hier in Augsburg anzunehmen. Du kannst nicht dein normales Spiel durchziehen. Es war wieder ein großes Lernfeld für uns.“ 

 

Igor Matanovic (Torschütze SC Freiburg) zum Spiel gegen Augsburg: „Es war brutal schwer. Wir wussten, dass sie vor allem im Zwischenraum mehr oder weniger Fallen stellen, dann zugreifen und in den Konter gehen. Das haben sie besonders in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht. Mit Gregoritsch vorne drin, der die Bälle gut verteilt und das Tor gemacht hat, war es sehr schwierig.“

     

Sky Experte Dietmar Hamann ... 

... zu den Offensivproblemen von Schalke: „Von den vier Toren, die sie geschossen haben, kamen drei in Berlin. Sechsmal haben sie vorne nicht getroffen. Als Aufsteiger wirst du im ganzen Jahr drei- oder viermal zu null spielen. Du musst irgendwann mal Spiele gewinnen. Es ist schwer, über Nacht ein Rezept zu finden.“ 

… zum Sieg des VfB: „Sie haben bisher zu selten Teamgeist bewiesen und das haben sie heute geschafft. Sie hatten vor zehn Tagen einen Festtag gegen Atletico Madrid. Dir muss aber bewusst sein, dass wenn du das nächstes Jahr auch willst, unter die ersten Vier kommen musst. Das ist ihnen wohl bewusst geworden, denn heute waren sie wie ausgewechselt.“ 

… zur Leistung von Mönchengladbach: „Es war ein riesiger Rückschlag, das kann man nicht anders sagen. Du hattest beide Aufsteiger zu Hause und hast nur einen Punkt geholt. Sie müssen sich Mohya entlasten. Du hast das Gefühl, dass wenn er nichts macht, niemand etwas macht. Die anderen müssen mal kommen und nach vorne Akzente setzen. Nach vorne ist das zu wenig. Nach den letzten beiden Spielen nicht zu gewinnen, ist ein riesiger Rückschlag.“  

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