Fußball

Union nach Erfolg über Hoffenheim weiter stark unterwegs – Prömel stolz: „Bleiben eine Heimmacht“

„Arbeitssieg“ – Stach und Mainz gewinnen harten Kampf gegen Wolfsburg

Bonn, 15.01.2022

• „Einzigartig“ – Neuer adelt Goalgetter Lewandowski nach dessen 300. Bundesligator

• Leipzig holt ersten Auswärtssieg der Saison – Gulacsi erleichtert, aber kritisch: „Ist deutlich zu spät gekommen“

• Sky-Experte Hamann zum Unentschieden zwischen Hertha BSC und Wolfsburg: „Beide Patienten hängen noch am Tropf“


Unterföhring, 15. Januar 2022 - Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 19. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky

 

Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern München) zum Spiel: „Es war ein gutes Spiel und ein interessantes Bundesliga-Spiel. Beide Mannschaften wollten nach vorne agieren und wir haben verdient gewonnen. Es waren viele Räume da und wenn wir etwas konzentrierter spielen, können wir noch mehr Tore schießen. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, außer in den ersten Minuten der zweiten Hälfte, wo der FC etwas ins Spiel kam und wir nicht konzentriert verteidigt haben.“ 

 

Manuel Neuer (Kapitän & Torwart FC Bayern München) …

… zum Spiel: „Nach der Niederlage gegen Gladbach war es für uns wichtig, dass wir die ersten drei Punkte des Jahres einfahren. So sind wir aufgetreten.“

… über das 300. Bundesliga-Tor von Robert Lewandowski: „Wir sind froh und dankbar, dass er in unserer Mannschaft spielt. Wir haben ihm viel zu verdanken und sind überglücklich, da er in der Box eine Maschine ist. Wie er die Tore vollendet, ist einzigartig.“

… über seine Rückkehr und die von Leroy Sane: „Für einen Feldspieler ist es schwieriger als für einen Torwart. Ich habe meine Einheiten gehabt, bin in die Mannschaft integriert wurden. Die Feldspieler müssen das gesamte Spiel über das Feld hoch und runter laufen, daher sollten sie langsamer wieder integriert werden. So haben wir das bei Leroy gehandhabt, der sich gut eingefunden hat.“

 

Benno Schmitz (1. FC Köln) zum Spiel: „Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht. Aber leider ist das Ergebnis dennoch deutlich ausgefallen. Gegen Bayern bekommt man nicht viele Chancen und diese müssen dann sitzen. Wir waren in einigen Aktionen nicht konsequent genug und daher ist nicht mehr dabei rausgesprungen.“  

 

Marvin Schwäbe (Torwart 1. FC Köln) zum Spiel: „Unser Offensivspiel hat uns die vergangenen Wochen stark gemacht. Wir wollten unseren Stil fortführen – das ist, was wir am besten können und an dem wollen wir festhalten.“ 

 

Dominique Heintz (1. FC Union Berlin) über sein Union-Debüt: „Es war ein sehr schönes Debüt, mit einem Sieg wurde es umso schöner. Davon, mit einem solchen Sieg zu starten, kann man nur träumen. Dazu sind es noch drei wichtige Punkte. Es war ein schwieriges Spiel, Hoffenheim hat gut begonnen. Wir haben uns dann reingekämpft, hatten zwar nicht viele Torchancen, uns aber dennoch belohnt.“ 

 

David Raum (TSG 1899 Hoffenheim) zum Spiel: „Wir waren trotz der Niederlage über das gesamte Spiel die dominante Mannschaft. Der schwere Platz hat uns nicht in die Karten gespielt, das ist allerdings keine Ausrede. Wir haben uns trotzdem gute Chancen herausgespielt, vielleicht hat uns in einigen Situationen der letzte Pass gefehlt. Union war kaltschnäuzig, sind auf den zweiten Ball gegangen und haben in für uns ungünstigen Momenten die Tore erzielt. Für uns ist es schade, dass unsere Serie gerissen ist.“ 

 

Grischa Prömel (Torschütze Union Berlin) …

…zum Spiel: „Es war ein schwieriges Spiel für uns. Hoffenheim war die bessere Mannschaft, dennoch bleiben wir in der Alten Försterei eine Heimmacht, nehmen drei Punkte mit und daher sind wir happy. Dennoch war es nicht unser bestes Spiel.“

… zur Frage, ob Union einen der internationalen Plätze zu Saisonende belegen könnte: „Dafür liegt uns der Trainer zu sehr in den Ohren. Er predigt immer wieder, wo wir herkommen. Vor drei Jahren spielten wir noch Zweitligafußball, nun spielen wir oben mit. Das ist eine Momentaufnahme. Es ist sehr viel harte Arbeit für die gesamte Mannschaft und wenn man heute wieder sieht, welche Intensität wir auf den Platz kriegen, dann macht es einfach nur Spaß. Wir müssen bodenständig bleiben und harte Arbeit macht sich bezahlt.“

 

Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart) zum Spiel: „Das Spiel war bis zur 70. Minute nicht gut, danach war es okay. Ich persönlich spiele allerdings lieber einen Scheißdreck und hole dann drei Punkte. Wenn wir anfangen zu punkten und Selbstvertrauen zu tanken, dann kommen die Erfolge von allein.“

 

Peter Gulacsi (Torwart & Kapitän RB Leipzig) zum Spiel: „Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte und noch wichtiger ist, dass wir das Spiel gewinnen konnten. Ich freue mich über die Null, allerdings auch über den ersten Auswärtssieg, welcher deutlich zu spät gekommen ist.“

 

Waldemar Anton (VfB Stuttgart) zur sportlichen Lage des VfB: „Wir spielen gegen den Abstieg – Wir haben noch 15 Spiele, die müssen wir alle absolut konzentriert absolvieren. Dann müssen wir gegen unsere direkten Konkurrenten punkten – jedes Spiel ist ein wichtiges für uns.“

 

Anton Stach (1. FSV Mainz 05) zum Spiel: „‘Arbeitssieg‘ bezeichnet den heutigen Erfolg ganz gut. Es war ein sehr umkämpftes Spiel, daher ist es besonders schön, dass wir die drei Punkte mitnehmen konnten.“

 

Bo Svensson (Trainer 1. FSV Mainz 05) über seine vierte Gelbe Karte der Saison: „Die Gelbe Karte ist ein wenig komisch entstanden. Es gab ein Missverständnis – das muss ich allerdings annehmen. Es ist schade, aber die Freude über den Sieg überwiegt.“ 

 

Milos Pantovic (VfL Bochum) über die Diskussion vor dem Elfmeter: „Ich war nicht eingeteilt, allerdings habe ich mich aufgrund der vergangenen Wochen sicher gefühlt. Dann hat Polter sich den Ball geschnappt, da er letzte Woche einen Elfmeter verwandelt hat. Mein Gott – dass er den verschießt, passiert nun mal.“ 

 

Sebastian Polter (VfL Bochum) über die Diskussion vor dem Elfmeter: „Es tut mir für die Mannschaft leid, dass ich den Elfmeter, mit dem wir in Führung hätten gehen können, verschossen habe. Das passiert im Fußball, ich habe nicht lange nachgedacht. In erster Linie ist es immer gut, wenn man viele Schützen hat, die treffen wollen. Ich habe gegen Dortmund meinen Elfmeter verwandelt – habe in meiner Karriere auch schon einige verschossen. Das gehört im Fußball dazu, jeder ist nur ein Mensch. Dennoch hätten wir heute das ein oder andere Tor schießen müssen.“ 

 

Thomas Reis (Trainer VfL Bochum) über die Diskussion seiner Spieler vor dem Elfmeter: „Das sind die beiden Schützen, die klären das unter sich. Wenn sie es diskutiert haben sollten, wird das nicht beeinflusst haben, ob der Elfmeter reingeht oder nicht. Eigentlich sind beide sichere Schützen, nur hat es nicht funktioniert.“

 

Tayfun Korkut (Trainer Hertha BSC) zum Spiel: „Wir sind schwer in das Spiel reingekommen, ab der 20. Minute hatten wir die Kontrolle, welche wir auch in der zweiten Hälfte hatten. Wie auch gegen Köln hat uns auf den letzten Metern die Ruhe gefehlt und wir haben dort unsauber gespielt.“ 

 

Marcel Schäfer (Sportdirektor VfL Wolfsburg): „Es war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wir haben zu null gespielt, einige offensive Chancen herausgespielt, diese allerdings leider nicht genutzt. Wir brauchen das Erfolgserlebnis, damit während des Spiels die Brust und das Selbstvertrauen größer wird. Das haben wir nicht geschafft, auch wenn Dinge dabei waren, die wir positiv bewerten. Dennoch helfen uns nur Siege.“ 

 

Florian Kohfeldt (Trainer VfL Wolfsburg): „Das Unentschieden ärgert mich, da wir jedes Spiel gewinnen wollen und ein Sieg wichtig gewesen wäre und auch mehr als verdient. Man sieht das daran, dass die Hertha zum Spielende sehr viel wechselt und den dritten Innenverteidiger bringt. Das Chancenverhältnis war deutlich auf unserer Seite und das ärgert mich dann enorm. Leistungstechnisch war es ein Schritt nach vorne und dennoch war es kein Befreiungsschlag.“ 

 

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): „Wenn man acht Spiele am Stück verloren hat, ist das Problem klar. Es gibt viele Dinge, die zusammenkommen. Das können wir nicht mit einem Fingerschnips abstellen, sondern wir müssen hart zusammenarbeiten und man hat heute gesehen, dass einer für den anderen da war. Nur so geht das und so kommen wir unten aus der Tabelle heraus.“ 

 

 

Sky Experte Dietmar Hamann ...

... zum Erfolg von Union Berlin: „Union hat eine unheimliche Leidensbereitschaft. Sie waren in den ersten 20-30 Minuten in den meisten Belangen unterlegen und kassieren das 0:1. Davon lassen sie sich allerdings nicht unterkriegen – letzte Woche haben sie gegen Leverkusen über 45 Minuten keinen Stich gesehen, bevor sie das 1:1 schießen und sogar noch die Chance haben, das Spiel zu drehen. Gegen die TSG fehlten ihnen nun wichtige Spieler und sie spielen gegen eine Mannschaft, die sechs der letzten sieben Spiele gewonnen hat. Sie haben die Fähigkeit, den Mund abzuputzen und nach vorne zu schauen. Dann haben sie jetzt ein Spiel gewonnen, was nicht zu gewinnen schien. Ich hatte bereits gedacht, dass der Deckel auf ihrem Potenzial ist, aber sie überraschen mich immer wieder.“  

… zum Unentschieden in der Partie Hertha-Wolfsburg: „Ich würde sagen, dass Hertha mehr mit dem Punkt anfangen kann als Wolfsburg. Auf der anderen Seite hängen beide Patienten noch am Tropf. Es hilft beiden nicht – ich glaube, dass beide bis zum Saisonende unten in der Tabelle bleiben und würde nicht dagegen wetten, dass eine der beiden Mannschaften zum Saisonende absteigt. Sie machen mir beide große Sorgen.“​

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