Special Olympics World Games Berlin 2023 Organizing Committee gGmbH

21.06.2022
Inklusion

„Zusammen unschlagbar“ bei den Unified Wettbewerben der Special Olympics Nationale Spiele Berlin 2022

Für den anderen Blickwinkel

Die Unified Wettbewerbe der Special Olympics Nationale Spiele Berlin 2022
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Die Unified Wettbewerbe der Special Olympics Nationale Spiele Berlin 2022
Das Unified Team Thorben von Kneten (l.) und Lukas Ehresmann (r.) mit Trainerin Gabriele Gramsch
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Das Unified Team Thorben von Kneten (l.) und Lukas Ehresmann (r.) mit Trainerin Gabriele Gramsch

Berlin, 21.06.2022

Thorben von Kneten treibt Sport, solange er denken kann. Mit neun Jahren hat er mit Judo angefangen, davor war er aber auch schon im Turnverein und spürt noch dem Spaß auf dem Trampolin

nach. Längst ist aber Judo sein Spezialgebiet. Bei den Special Olympics Nationalen Spielen Berlin 2022 ging es am Montag für ihn gemeinsam mit seinem Unified Partner Lukas Ehresmann im Unified

Judo Kata los. „Zusammen unschlagbar“ ist das Motto der Nationalen Spiele Berlin 2022, und gemeinsam stark zählt für die ganze Bewegung Special Olympics. In 18 der 20 Sportarten der Nationalen

Spiele Berlin 2022 werden Unified Wettbewerbe ausgetragen, nur im Kraft-Dreikampf und im Roller Skating nicht.


In Unified Teams starten gemeinsam Menschen mit und ohne geistige Behinderung. Wie die beiden Judoka des 1. Budokan Hünxe. Seit Anfang des Jahres trainieren der 24-jährige Thorben von Kneten und sein ein Jahr jüngerer Partner Lukas Ehresmann gemeinsam. Davor hatte von Kneten mit seiner Mutter Beate ein Unified Duo gebildet, aber sie fiel im vergangenen Jahr verletzungsbedingt aus, und so musste ein neuer Partner gefunden werden. Das war in diesem Fall gar nicht so schwer. Sergio Sessini, der hoch engagierte Trainer des 1. Budokan Hünxe, sprach Ehresmann an, ob er nicht Lust habe, mitzumachen, und, „jetzt bin ich in Berlin“, ergänzt Ehresmann.


Das Duo entspricht den Vorstellungen ziemlich genau, die Special Olympics Bewegung von den Unified Wettbewerben hat: Ein Team, annähernd gleiches Alter und gleiches Leistungsniveau. Kommt hin bei von Kneten/ Ehresmann. „Wir passen super zusammen“, bestätigt denn Thorben von Kneten. Sein Partner nickt. Ebenso wie Gabriele Gramsch, die sich seit mehr als 20 Jahren als Trainerin engagiert. „Ich finde es großartig, dass wir so junge Leute wie Lukas haben, die den Inklusionsgedanken leben“, sagt die Sonderpädagogin, selbst Mutter eines Sohnes mit Behinderung. „Ich finde mich auch als Mutter sehr wertgeschätzt, wenn wir Unified Partner haben, die mit unseren Kindern gemeinsam Sport treiben.“


Auch Lukas Ehresmann gefällt die Zusammenarbeit sehr: „Im inklusiven Sport bekommt man einfach noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel. Nicht nur auf den Sport und aufs Training, sondern auf die Welt generell. Das finde ich so schön.“ Im 1. Budokan Hünxe ist der Unified Sport längst etabliert. Derzeit trainieren fünf Paare zusammen, auch mit Hilfe einer Kooperation mit den beiden Vereinen TB Osterfeld und PSV Oberhausen, die beide inklusiven Sport anbieten und so das Thema sehr gut kennen. Dass das so gut funktioniert, hängt mit der Netzwerkarbeit zusammen, die Lukas Ehresmann ganz einfach erklärt: „Man kennt sich, der andere kennt dann wieder jemanden, und so wächst das zusammen.“


Wie bei ihm und Thorben von Kneten, der beim Kata im Gegensatz zu seinem Partner ein alter Hase ist. „Kata ist schon was anderes. Ich musste das erst lernen“, sagt Ehresmann, der davor als Judoka ausschließlich gekämpft hat. Judo Kata sind festgelegte und namentlich benannte Abfolgen von Techniken, die von fünf Kampfrichter*innen bewertet werden, wobei in die Bewertung im Unified Wettbewerb auch einfließt, ob sich die beiden synchron bewegen. „Von außen sieht das einfach aus, aber es ist unheimlich anstrengend, weil jede Bewegung sitzen und auch synchron sein muss,“ sagt Ehresfeld. „Ich gehe jedenfalls bei beidem gleich verschwitzt von der Matte.“ In der Corona-Zeit brachte das Einsteigen ins Kata sogar Vorteile: Weil immer mit den gleichen Partnern trainiert wird, durfte diese Gruppe viel früher wieder anfangen als die Judo-Kämpfer*innen.


Während sein Unified Partner nur im Kata eingesetzt wird, ist Thorben von Kneten in dieser Woche in Berlin auch im Judo-Kampf am Start und hat damit gut zu tun. Er wirkt aber gelassen, die nun doch leicht ansteigende Aufregung vor dem ersten Start ist kaum zu spüren. „Mir macht beides einfach sehr viel Spaß“, sagt er. Über das aktive Sporttreiben hinaus engagiert er sich auch noch im Verein. Erst unlängst hat er die Prüfung zum Gruppenassistenten bzw. Trainerassistenten abgelegt und gibt nun sein Wissen direkt weiter. „Beim Aufwärmen sage ich den anderen, was wir jetzt machen. Oder ich passe auch auf die Kleinen auf“, beschreibt er seine Arbeit, die Trainer*innen wie Gabriele Gramsch entlastet. „Für uns Trainer*innen ist das eine große Unterstützung, wenn uns die jungen Leute da helfen“, sagt sie. Und für Thorben von Kneten ein weiterer wichtiger Schritt zur gesellschaftlichen Teilhabe. Also eine klassische Win-win-Situation. Genau wie der Unified Sport insgesamt, der Athlet*innen genauso wie ihren Unified Partner*innen den gleichen Spaß macht und viel gemeinsame Erlebnisse und Erfolge mit sich bringt.



Weitere Informationen zum Unified Sport: https://specialolympics.de/sport-angebote/sport/sounified-sportsR/

Weitere Informationen zum Judo bei den Special Olympics Nationalen Spielen Berlin 2022: https://www.berlin2022.org/de/sport/judo

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