Später Ausgleich und früher Trainer-Zoff: „Er soll seine Spieler anschreien, damit hat er genug zu tun.“
Bonn, 05.09.2022
Kein Sieger, aber trotzdem einiges los am Montagabend. Der 1. FC Saarbrücken und der SV Wehen Wiesbaden trennten sich mit einem 2:2. Die Hessen kamen dabei in der 88. Minute spät durch Prtajin zum Ausgleich. „Das ist natürlich enttäuschend“, befand Saarbrückens Sebastian Jacob, der Nachlässigkeiten ausmachte: „Dann will man das Spiel gewinnen und mit allem, was man hat, das Tor verteidigen.“ Schon in der Anfangsphase geriet Kauczinski mit Saarbrücken-Trainer Koschinat aneinander, Ausgangspunkt war ein Foul gegen Saarbrückens Neudecker. „Er soll seine eigenen Spieler anschreien, damit hat er genug zu tun“, so Kauczinski, für den die Sache damit erledigt war. Koschinat meinte: „Das sind Emotionen, die zum Spiel dazugehören. Deswegen muss ich trotzdem sagen, dass es mir reichlich egal ist, was Markus Kauzcinski in der Situation über mein Verhalten denkt.“
Nachfolgend die wichtigsten Stimmen des Tages – bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Heiß geht es weiter in der 3. Liga Am Freitag empfängt der VfL Osnabrück den Aufsteiger Rot-Weiss Essen im Kellerduell – ab 18.30 Uhr live bei MagentaSport.
1. FC Saarbrücken – SV Wehen Wiesbaden 2:2
Der 1. FC Saarbrücken bleibt auch im 7. Spiel in dieser Saison ungeschlagen. Lange sah es auch nach dem nächsten Sieg aus, ehe Ivan Prtajin die Wiesbadener zum Ausgleich schoss und dann noch SVW-Keeper Florian Stritzel wenige Sekunden später glänzend gegen Saarbrückens Marvin Cuni parierte. Die Saarländer bleiben damit weiter auf Platz 4 in der Tabelle.
Trainer Uwe Koschinat über den Punkt: „Ich bin nicht enttäuscht, weil das Tor so kurz vor Ende gefallen ist. Ich bin enttäuscht, weil wir insgesamt zu viele Phasen hatten, in denen wir hinterhergelaufen sind. Das müssen wir ehrlich sagen… Natürlich ist es aber superärgerlich, dass man nach einer langen Serie an Spielen ohne Gegentor jetzt viermal in Führung geht und jedes Mal den Ausgleich bekommst.“
Über eine Auseinandersetzung mit Markus Kauczinski in der 8. Minute nach einem Foulspiel gegen seinen Spieler: „Der Wiesbadener nimmt 40 Meter Anlauf und ist sehr aggressiv in der Situation. Das war nah an einer schweren Verletzung meines Spielers… Natürlich ist das jetzt für mich geklärt. Das sind Emotionen, die zum Spiel dazugehören. Deswegen muss ich trotzdem sagen, dass es mir reichlich egal ist, was Markus Kauzcinski in der Situation über mein Verhalten denkt.“
Sebastian Jacob: „So kurz nach dem Spiel ist das natürlich enttäuschend. Wenn man in der 88. Minute mit 2:1 vorne ist, dann will man das Spiel gewinnen und mit allem, was man hat, das Tor verteidigen. Das ist uns leider nicht gelungen.“
Der SV Wehen Wiesbaden rutscht durch das Unentschieden einen Platz zurück auf Rang 6.
Trainer Markus Kauczinski: „Ich bin nicht unzufrieden. Am Ende haben wir zweimal zurückgelegen. Wir haben zwar viel vom Spiel gehabt, aber Saarbrücken war immer gefährlich im Umschalten. Von den Chancen her geht das in Ordnung. Es war ein starkes Spiel von beiden Mannschaften.“
Nach 8 Minuten geriet er mit Saarbrückens Trainer Uwe Koschinat aneinander. Nichts Schlimmes, wie er sagte: „Da war ein Foul, das wurde geahndet mit Gelb, und er schreit meinen Spieler an. Er soll seine eigenen Spieler anschreien, damit hat er genug zu tun. Meine lässt er in Ruhe. Wir haben das aber geklärt, alles gut… Das ist Beschützerinstinkt. Das ist meine Truppe, die macht man nicht an.“
Johannes Wurz, Torschütze zum 1:1, über das Unentschieden: „Bei dem Spielverlauf geht das 2:2 in Ordnung. Das 1:2 fällt vielleicht ein bisschen einfach. Da waren wir von vorne bis hinten zu halbherzig. Deswegen können wir froh sein, dass wir noch den Ausgleich gemacht haben.“
Er selbst hatte von 2005 bis 2012 für den 1. FC Saarbrücken gespielt: „Es ist auf jeden Fall etwas Besonderes für mich heute. Familie und Freunde sind im Stadion. Ich kenne noch viele von früher hier… Ich bin Saarländer durch und durch und ich mag das hier sehr gerne.“
Prof. Dr. Tim Meyer, Mannschaftsarzt des DFB-Teams, war in der Halbzeitpause zu Gast bei Christian Straßburger. Über die 6 Wochen Pause der Liga, aufgrund der WM in Katar, sagte er: „Das ist natürlich eine schwierige Geschichte. Das Stichwort, um das es da geht, ist wohl „Individualisierung“. Weil die Clubs ihr Spieler wiederbekommen in völlig unterschiedlichen Situationen. Manche haben eine ganze WM gespielt, manche sind vielleicht früh ausgeschieden und manche haben gar nicht bei der WM gespielt. Da muss man ganz genau schauen, wie jeder Einzelne belastet ist.“
Die 3. Liga live - MagentaSport zeigt alle Spiele:
Freitag, 09.09.2022
Ab 18.30 Uhr: VfL Osnabrück – Rot-Weiss Essen
Samstag, 10.09.2022
Ab 13.45 Uhr als Einzelspiel oder in der Konferenz: SV Elversberg – TSV 1860 München, SV Wehen Wiesbaden – SC Freiburg II, Borussia Dortmund II – VfB Oldenburg, SpVgg Bayreuth – 1. FC Saarbrücken, FC Ingolstadt – SV Waldhof Mannheim, Viktoria Köln – Hallescher FC
Sonntag, 11.09.2022
Ab 12.45 Uhr: MSV Duisburg – SG Dynamo Dresden
Ab 13.45 Uhr: FC Erzgebirge Aue – FSV Zwickau
Montag, 12.09.2022
Ab 18.45 Uhr: SC Verl – SV Meppe
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