„Nie ein spielerisches Fundament entwickelt!“ ALBA kassiert 28. Niederlage, Baldis harte Analyse: „Wie ein Dieselmotor!“
Bonn, 04.04.2025
ALBA zeigt unter dem neuen Trainer weiter viel Moral, verliert aber beim 92:100 gegen Spitzenreiter Piräus zum 28. Mal in dieser EuroLeague-Saison. Heißt: zum 2. Mal Letzter! „Was uns diese Saison wehtut, ist, dass wir wie ein Dieselmotor auf nichts reagieren können. Wenn der Gegner irgendeinen Schub hat, fallen wir runter. Das ist sowieso unser Problem, dass wir nie ein spielerisches Fundament entwickelt haben, auf dem wir aufbauen können“, bilanziert ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi, der im MagentaSport-Interview auch auf den Trainerwechsel von Israel Gonzalez auf Pedro Calles eingeht: „Das war ein Versuch nochmal einen Impuls zu setzen. Wenn man Letzter in der EuroLeague und abgeschlagen ist, dann sieht das nicht so aus, als ob das wahnsinnig gegriffen hätte.“
Für ALBA Berlin war es zunächst das letzte EuroLeague-Heimspiel, spannend wie Marco Baldi das Geschäftsmodell der Berliner für die höchste europäische Liga sieht: „Wer in der EuroLeague Wettbewerber für die Playoffs sein will, der muss ein Geldmittel finden, das oberhalb des Marktes zu finden ist. Da sind wir nicht in Lage dazu. Wir haben dieses Jahr Geld bezahlt, um mitzuspielen. Geld bezahlt, um Verluste der A-Lizenzen zu subventionieren. Das ist kein Konzept, was über eine große Tragfähigkeit in der Zukunft verfügt. Ich liebe die EuroLeague, aber es müssen die Bedingungen auch außerhalb des Spielfeldes klar sein.“
Anadolu Efes Istanbul besiegt Roter Stern Belgrad in der Overtime mit 97:96 und klettert in der Tabelle auf Platz 5 am FC Bayern vorbei, der als Siebter aus den Playoff-Feld rutscht, das sich direkt für die Viertelfinals qualifiziert. Zudem sind auch der FC Barcelona und Real Madrid mit 19 Siegen quasi punktgleich mit München: Die Bayern könnten durch einen Erfolg am Donnerstag gegen den Zweiten Fenerbahce Istanbul (ab 19.30 Uhr live) wieder unter die Top6 rutschen. Daumendrücken kommt aus Berlin, also Marco Baldi: „Die Bayern haben immer was rausgeholt, wenn es darauf ankam.“
Nachfolgend die wichtigsten Stimmen der EuroLeague – bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Weiter geht’s mit deutscher Beteiligung am Donnerstag mit FC Bayern München gegen Fenerbahce Istanbul – live ab 19.30 Uhr. Ab 20.30 Uhr muss ALBA Berlin bei Paris Basketball ran.
ALBA Berlin – Olympiakos Piräus 92:100
ALBA zeigt Moral, zieht gegen Piräus am Ende dennoch den Kürzeren. Es war die 4. Niederlage in Folge in der EuroLeague. Mit nur 5 Siegen steht man abgeschlagen auf dem letzten Platz der Tabelle. Am anderen Ende thront Olympiakos Piräus an der Spitze und feiert bereits den 23. Sieg.
Yanni Wetzell, ALBA Berlin: „Es ist sehr enttäuschend. Wir haben uns selbst in den Fuß geschossen. Sie haben in der 1. Halbzeit 61 Punkte gemacht. Aber ich bin stolz auf die Jungs, wie sie gekämpft haben, um in der 2. Halbzeit zurückzukommen. Es war hart in der Halbzeit in den Spiegel zu schauen. In der 2. Halbzeit haben wir es vor allem in der Defensive besser gemacht, was uns die Möglichkeit gab uns nochmal heranzukämpfen.“ Der Link zum Interview: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=eGV4SG9mS2VTM0JrMzhxTk9JR0s2cTBMcEFaTklvUGRBcVpnMUpvUDc3Zz0=
Louis Olinde, ALBA Berlin: „Nervt einfach. Wir spielen Basketball, um zu gewinnen. Wenn man das Positive findet, dann sieht man, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben. Wir sind gut aus der Halbzeit rausgekommen, haben geil gespielt. Am Ende ein paar unglückliche Momente, aber 20 Punkte gegen Olympiakos aufzuholen ist eine gute Sache. Aber wir haben verloren, das tut weh. Wir müssen alle vorneweg gehen. Jeder muss Bock haben. Am Sonntag brauch keiner einen Arschtritt, um in der Halle zu sein. Jeder weiß, worum es geht. Wir müssen am Sonntag gewinnen, Punkt.“ Der Link zum Interview: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=VlhjdEkxMzRnT3NvcnRIZEdsazkyOVFWRVVuRUNYVTY0Ui9oQUlnTjc0cz0=
„Haben nie ein spielerisches Fundament entwickelt!“
Marco Baldi, Geschäftsführer ALBA Berlin, vor dem Spiel über die Playoff-Chancen des FC Bayern: „Die Bayern haben immer was rausgeholt, wenn es darauf ankam. Aber ich glaube, sie machen das und kommen direkt in die Playoffs. Ich bin nicht als Bayern-Fan bekannt, aber ich wünsche ihnen, dass sie die Playoffs schaffen. Sie sind ein Team, das schwer auszurechnen, unsympathisch zu bespielen ist, weil man nicht weiß, was kommt. Trotzdem mit Stabilität, da kann was gehen dieses Jahr.“
Über das Aus von Israel Gonzalez. „Wenn sich alles etwas gesetzt hat, werden wir zusammen Essen gehen. Das hatten wir so vereinbart.“ Im Guten auseinander gegangen? „Ja, auf jeden Fall. Wir leben in einem Feld, in dem jeder weiß, wann es der richtige Zeitpunkt ist für eine Trennung. Vor allem diejenigen, die es nicht beurteilen müssen. Das ist auch in Ordnung. Diese Entscheidung war echt schwer. Was uns diese Saison wehtut, ist, dass wir wie ein Dieselmotor auf nichts reagieren können. Wenn der Gegner irgendeinen Schub hat, fallen wir runter. Das war ein Versuch nochmal einen Impuls zu setzen. Wenn man Letzter in der EuroLeague und abgeschlagen ist, dann sieht das nicht so aus, als ob das wahnsinnig gegriffen hätte.“
Über Pedro Calles: „Es geht nicht darum, dass wir während einer Saison mit 2, manchmal 3 Spielen pro Woche irgendwelche taktische Dinge ändern oder eine andere Handschrift entwickeln kann. Das ist sowieso unser Problem, dass wir nie ein spielerisches Fundament entwickelt haben, auf dem wir aufbauen können. Dann könnte man sagen, dann hätte man es mit Israel zu Ende spielen können. Zum Sport gehört aber auch dazu, dass man eben alles probiert bis zum Schluss. Es war auch für uns eine viel unbeliebtere Maßnahme. Dass Pedro ein guter Trainer ist, wissen wir. Israel ist auch ein guter Trainer. Es geht jetzt um die Frage, schafft man es jetzt noch ein Momentum herzustellen und herauszukitzeln, um die Saison noch zu retten?“
Über weitere Gründe für die schwache Saison: „Es ist nicht nur Pech und 8 Verletzte Leistungsträger auf einmal, da sind auch Entscheidungen, die nicht so gefruchtet haben, wie man sich das im Idealfall vorgestellt hat. Wir müssen auf einige Spieler setzen , die noch nicht den Entwicklungsstand haben, wie unsere meisten Gegner. Das Teamgefüge, dass einen durch schwierige Spiele führt, ist nicht so da, hat sich nicht so entwickelt und dann wird es schwierig. Wir stehen nicht umsonst da in der EuroLeague, wo wir stehen.“
„Ich liebe die EuroLeague, aber es müssen die Bedingungen auch außerhalb des Spielfeldes klar sein.“
Über die Zukunft von ALBA in der EuroLeague: „Die A-Lizenzen laufen 2026 aus. Es muss sich also etwas Neues formieren, außer es sind sich alle einig, wohin es geht. Diese Einigkeit kann ich nicht sehen. Wir spielen zwar mit, aber wir sind außen. Wer in der EuroLeague Wettbewerber für die Playoffs sein will, der muss ein Geldmittel finden, dass oberhalb des Marktes zu finden ist. Dazu sind wir nicht in der Lage. Wir haben dieses Jahr Geld bezahlt, um mitzuspielen. Geld bezahlt, um Verluste der A-Lizenzen zu subventionieren. Das ist kein Konzept, was über eine große Tragfähigkeit über die Zukunft verfügt. Wir warten auf Veränderungen, die Tür ist nicht zu. Ich liebe die EuroLeague, aber es müssen die Bedingungen auch außerhalb des Spielfeldes klar sein.“
Der Link zum Interview: https://www.clipro.tv/player?publishJobID=aWcyUFMyUm9QalpkbHh4L0dFdjY3TmM0VzJQdUdjN09tcVB5N3E3SHY2MD0=
EuroLeague live bei MagentaSport:
Letzter Hauptrunden-Spieltag
Donnerstag, 10.04.
Ab 19.30 Uhr: FC Bayern München – Fenerbahce Istanbul
Ab 19.45 Uhr: ASVEL Villeurbanne Lyon – AS Monaco
Ab 20 Uhr: Olympiakos Piräus - Maccabi Electra Tel Aviv
Ab 20.15 Uhr: EA7 Emporio Armani Mailand - Baskonia Vitoria Gasteiz, Partizan Belgrad – Real Madrid
Ab 20.30 Uhr: Paris Basketball – ALBA Berlin
Freitag, 11.04.
Ab 19.15 Uhr: Anadolu Efes Istanbul – Zalgiris Kaunas
Ab 20 Uhr: Panathinaikos Athen – Roter Stern Belgrad
Ab 20.15 Uhr: FC Barcelona – Virtus Bologna
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