Fußball

Dezimierte Bayern verlieren gegen Gladbach – Müller über DFL-Regularien: „Ob es fair ist, würde ich bezweifeln“

• Gelungener Rückrundenstart für Hütters Borussia: „Ein Sieg, der gut tut“ • „Ein absolutes Novum“ – Bayerns Ausfälle auch für Oliver Kahn Neuland • DAZN-Experte Wagner verwundert über fehlenden Erfolg der Bayern über Gladbach: „Ungewöhnlich, dass die Bayern in drei Spielen nicht erfolgreich sind“

Unterföhring, 08.01.2022

Berlin/München, 07.01.2022 - Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus dem Freitagsspiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach (1:2) - das Auftaktspiel der Rückrunde der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.

 

Adi Hütter (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...

... zum Spiel: „Es ist ein Sieg, der gut tut und für viele vielleicht unerwartet kommt. Wir haben umgesetzt, was wir in den letzten Wochen intensiv trainiert haben. Wir wollten gut verteidigen, was uns auch gelungen ist – auch wenn die Bayern ihre Möglichkeiten hatten. Auch wir hatten Chancen, früher den Sack zuzumachen. Ein Kompliment an die Mannschaft, nach München zu kommen und den Sieg zu holen ist nicht einfach.“

... zur Defensivleistung seiner Mannschaft: „Gegen die Bayern über 90 Minuten keine Torchancen zuzulassen ist beinahe unmöglich – dafür haben sie zu viel Weltklasse im Kader. Dennoch haben wir versucht, gut zu verteidigen. Yann war immer wieder für uns da und auch die Torstangen haben ausgeholfen. Das gehört im Fußball dazu.“

... über die Ausbreitung der Omikron-Variante in der Bundesliga: „Respekt muss man auf alle Fälle haben. So, wie es den Bayern ergangen ist, ist es sehr unglücklich. Sie mussten junge, talentierte Spieler reinbringen – normalerweise hätten sie uns das Leben noch schwerer machen können. Es ist aber auch so, dass alle Bundesligavereine damit konfrontiert sind, dass sowas passieren kann. Ich wünsche allen Mannschaften, dass alle fit bleiben und der Wettbewerb fair bleibt. Omikron scheint allerdings nicht so schlimm zu sein, wie die Delta-Variante und daher hoffe ich, dass wir durch die Geschichte gut durchkommen.“

... über die auslaufenden Verträge von Ginter und Zakaria (vor dem Spiel): „Wir wollten Klarheit im Verein schaffen, was Max deutlich gesagt hat und auch geschaffen hat. Jetzt wissen wir, dass beide ihre auslaufenden Verträge nicht verlängern werden. Dennoch konnten wir uns in der kurzen Pause etwas sammeln, die Jungs haben die Feiertage gut überstanden und jetzt steht ein ungewöhnliches Spiel an.“

… über die Vorsätze im neuen Jahr (vor dem Spiel): „Wir sind nicht damit zufrieden, wie der Herbst gelaufen ist. Es war eine unangenehme Hinrunde mit bitteren Verletzungen. Man muss die Hinserie auch unterteilen. Bis zu der Begegnung mit dem 1. FC Köln waren wir auf einem guten Weg, dann haben wir uns in die Bredouille gebracht. Das gilt es zu kritisieren, nun beginnt ein neues Jahr und wir wollen an dem ansetzen, was wir bis zum November gezeigt haben.“

 

Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern München) ...

... zum Spiel: „Niederlagen sind nie schön. Im Anbetracht der Situation haben wir das zum Anfang des Spiels gut gemacht und müssen eigentlich höher führen. Wie wir das 1:1 kassieren ist unglaublich – keine Ahnung, warum wir das in der Box so verteidigen. Dann kassieren wir einen Standardgegentreffer, dem ein klares Foul voraus geht. In der zweiten Halbzeit haben wir ordentlich gespielt. Anders als im Pokal und zum Saisonauftakt – wo wir eine Niederlage verdient hätten – wäre heute ein Unentschieden gerecht gewesen.“

... zur Leistung der dezimierten Mannschaft: „Wir haben uns nicht versteckt, sondern eine gute Leistung gezeigt. Es war eine unverdiente Niederlage, das ist so. Wenn du einen Coman von der Bank bringen kannst, hast du eine Waffe mehr. Manche unserer Spieler hatten neun oder zehn Wochen keine Spielzeit. Da kann man nicht erwarten, dass sie über 90 Minuten die volle Laufleistung bringen. Sabitzer war nach 60 Minten mausetot, genauso kann man das von Kimmich nicht erwarten. Die Spieler brauchen Anpassungszeit, da sie in den kommenden Wochen mit den vielen Ausfällen viel spielen müssen. Unter den Umständen haben wir gut gespielt und dennoch verloren. Das ist für uns nicht gut – jetzt gucken wir, was Dortmund am Samstag macht und haben dann entweder sechs oder neun Punkte Vorsprung.“

... zur Frage, ob das Spiel zurecht ausgetragen wird (vor dem Spiel): „Das weiß ich nicht. Ich bin weiterhin der Meinung, dass ich dies nicht zu bewerten habe und mich um meinen Job kümmern sollte. Es ist allerdings auch Teil meines Jobs, auf die Gesundheit meiner Spieler zu achten. Kimmich hat jetzt acht oder neun Wochen nicht gespielt und steht nun wahrscheinlich vor 90 Minuten Spielzeit. Da sind wir an einem Punkt, wo man über die Gesundheit nachdenken muss. Wir haben aus der U19 und U23 Spieler auf der Bank, die wir reinbringen können, auch wenn dann die Qualität nicht dieselbe ist. Wir müssen ein Auge darauf werfen, wie wir da rauskommen.“

 

Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach) ...

... zum Spiel: „Die Bayern haben ihre Chancen nicht genutzt. Ob man da davon sprechen kann, dass wir uns aus ihrem Druck herausgearbeitet haben, weiß ich nicht. Wir sind nicht falsch ins Spiel gekommen, haben in ihrer Hälfte große Löcher gefunden, allerdings viele einfache Fehler begangen. Dadurch haben wir sie etwas ins Spiel kommen lassen und am Ende etwas glücklich gewonnen. In München gehört aber Glück dazu, wenn du gewinnen willst.“

… über die fehlenden Bayern-Spieler: „Es gehört zur Wahrheit, dass die Bayern ohne sieben wirklich gute Spieler gespielt haben. Über die Elf, welche sie heute auf dem Platz hatten, wären allerdings 17 andere Bundesligamannschaften sehr glücklich. Es war sicherlich nicht die beste Bayernelf, gegen die wir hätten spielen können, allerdings eine sehr gute.“

… zur Bedeutung des Sieges: „Ich würde mir sehr wünschen, dass dies der erste Schritt in eine erfolgreiche Rückrunde ist. Allerdings dürfen wir nach einem Sieg nicht vergessen, dass wir weiterhin in einer Situation stecken, welche nicht einfach ist. Es sind wichtige drei Punkte und wir müssen weitermachen. Darüber dürfen wir nicht nur reden, dies hat man in der Hinrunde gesehen.“

 

Thomas Müller (Kapitän FC Bayern München) ...

... zum Spiel: „Die Analyse der ersten Halbzeit war komisch. Wir hatten das Spiel über 25 Minuten im Griff, kriegen dann aus dem nichts den Ausgleich. Dann waren wir schwach, hatten viele Ballverluste und Gladbach zu leicht in unsere Hälfte gelassen. Dann steht es 2:1, obwohl wir das Gefühl hatten, das Spiel im Griff zu haben. In der zweiten Halbzeit lief das Spiel gefühlt auf nur ein Tor. Die Konstellation vor dem Spiel war bekannt, dennoch haben wir eine Menge Qualität auf dem Platz gehabt. Da dürfen uns nicht so viele Ballverluste vor dem letzten Drittel der Gladbacher begehen. Dennoch hatten wir viele Chancen und es fehlte uns etwas das Glück. Fortuna war nicht auf unserer Seite und Gladbach scheint nicht unser Lieblingsgegner zu sein. Es war mehr drin, am Ende geht es im Fußball aber ums Tore schießen und da war Gladbach besser.“

… über die vielen Ausfälle: „Wir hatten viele Spieler dabei, die lange nicht auf dem Platz standen und dann teilweise auf einer fremden Position gespielt haben. Die Vorzeichen waren nicht perfekt, haben uns aber nicht daran gehindert, starke erste 30 Minuten zu spielen und in der zweiten Hälfte das Spiel zu dominieren.“

… zur Frage, ob die Austragung des Spiels fair gewesen sei: „Ob es fair war, dass das Spiel stattgefunden hat, müssen andere bewerten. Wir hatten eine starke Mannschaft hier und die Jungs, die reingekommen sind, haben einen guten Job gemacht. Ob es fair ist, dass eindeutig verletzte Spieler zu einer Liste von einsatzfähigen Spielern gehören, würde ich bezweifeln. Das muss die Liga wissen.“

 

Yann Sommer (Torwart Borussia Mönchengladbach) ...

... zum Spiel: „So komisch fand ich die Mannschaft der Bayern nicht – auch wenn sie viele Ausfälle hatten, stand eine überragende Mannschaft auf dem Platz. Ich bin glücklich darüber, dass wir so in die Rückrunde gestartet sind. In unserer Situation ist dieser Sieg enorm wichtig. Wir kamen nicht gut ins Spiel, hatten viele Ballverluste und waren nicht aktiv genug. Nach unserem Tor haben wir Kontrolle über das Spiel gewonnen.“

… über die Abgänge im Sommer von Ginter und Zakaria: „Es ist immer sehr schade, wenn uns solche Spieler verlassen, die lange bei uns waren. Das ist allerdings das Business. Sie werden einen anderen Weg gehen, vorher werden wir aber probieren, die Rückrunde erfolgreich zu gestalten, da wir noch Punkte brauchen.“

 

Oliver Kahn (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München) ...

... zur Austragung des Spiels trotz der vielen Ausfälle auf Münchener Seite (vor dem Spiel): „Ich habe im Fußball schon einiges erlebt, allerdings ist diese Situation auch für mich ein absolutes Novum: Dass elf unserer Topspieler coronabedingt nicht dabei sind – es gibt Regularien von der DFL, welche wir annehmen und akzeptieren für den heutigen Tag. Allerdings wurden diese Regularien in einer Zeit gemacht, in der es Corona noch nicht gegeben hat. Ich kann nur anregen, dass, wenn sich alles beruhigt hat, diese Regularien nochmal überarbeitet werden.“

... zur Regelung, das verletzte und gesperrte Spieler als einsatzfähig gelten (vor dem Spiel): „Als ehemaliger Spieler will mir nicht verständlich werden, dass langzeitig verletzte Spieler als einsatzfähig gelten. Dies sind Aspekte, über die man sich Gedanken machen sollte. Dennoch sind wir vorbereitet und heiß auf das Spiel. Trotz der schwierigen Situation bekommen wir eine gute Truppe auf den Platz.“

… über die vielen Corona-Fälle bei den Bayern (vor dem Spiel): „Wir haben sehr intensiv an der Corona-Situation gearbeitet – auch an der neuen Variante. Bereits vor Weihnachten haben wir eng mit dem Gesundheitsamt zusammengearbeitet und die Hygienemaßnahmen erneut verschärft. Alles, was wir jetzt erleben, ist kein Corona-Ausbruch innerhalb der Mannschaft. Die Spieler sind aus ihrem wohlverdienten Urlaub zurückgekommen und waren infiziert. Die Maßnahmen und das Konzept, mit dem wir seit der neuen Variante arbeiten, ist verschärft und gut. Innerhalb des Klubs und der Mannschaft haben wir keine Ausbrüche zu verzeichnen gehabt. Man muss nur auf Manchester City blicken – dort haben sie jetzt über 20 Fälle. Man muss also vorsichtig sein, vorzeitig solche Fälle zu bewerten.“

… zur Frage, wie man mit unplanbaren Ereignissen umgehen kann (vor dem Spiel): „Ich kam Anfang 2020 zum FC Bayern und wenige Monate später kam Corona. Jetzt ist es weiterhin da – man hat da einen gewissen Lerneffekt. Mit unplanbaren Ereignissen kann man umgehen, da man immer wieder Pläne aufstellen kann und überlegt, was denn passieren könnte. An unserer Situation sieht man, dass eine gewisse Flexibilität in der Planung gefordert ist. Wir sind allerdings Bayern München und kennen große Herausforderungen. Mit diesen können wir auch umgehen.“

 

DAZN-Experte Sandro Wagner …

… zur schwachen Ausbeute der Bayern gegen Gladbach in dieser Saison: „Ich will nicht vom einem Angstgegner sprechen. Es ist allerdings ungewöhnlich, dass die Bayern gegen einen Gegner in drei Spielen nicht erfolgreich sind. Gladbach hat bewiesen, dass sie eine starke Mannschaft ist, wenn alles läuft. Für Adi Hütter freue ich mich ebenfalls, ich halte ihn für einen guten Trainer.“

… zum Spiel: „Das Spiel hat Spaß gemacht. Es gab wenige Aktionen im Mittelfeld, dafür viele Strafraumaktionen – das Spiel hätte mehr Tore verdient. Es war ein zweigeteiltes Spiel. In beiden Halbzeiten konnte erst Bayern Druck machen und sich hochwertige Chancen erarbeiten.“

 

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