Fußball

TSG-Kapitän Baumann zum schlechten Saisonstart: „Wir sind sehr sorglos“

RB-Coach Demichelis gibt Entwarnung bei Gruda: „Ich glaube nicht, dass es eine schwere Verletzung ist“ - Paderborns Kapitän Curda zum ersten Bundesligasieg: „Ein geiles Gefühl“ - DAZN-Experte Kneißl analysiert die TSG: „Die Leichtigkeit ist verloren gegangen“

Berlin/München, 20.09.2026

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus den Sonntagsspielen Bayer Leverkusen gegen RB Leipzig (2:0), Schalke 04 gegen SV Elversberg (0:0) sowie SC Paderborn gegen TSG Hoffenheim (3:1) am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.

 

Carles Martinez (Trainer Bayer Leverkusen) ...

… zum 2:0-Sieg gegen RB Leipzig: „Ich bin sehr glücklich. Wir haben unsere Standards und unsere Spielidee beibehalten. Wir haben das Spiel gut verstanden. Gegen Leipzig war es wichtig, kompakt zu sein und zusammenzustehen, weil sie gerade über die Außenbahnen sehr, sehr gut sind. Wir waren leidenschaftlich und haben gut entschieden, wann wir ins Pressing gehen. Wir konnten auch unsere Umschaltmomente nutzen, was uns in den letzten Spielen schwerer gefallen ist. Mit Ball hatten wir eine gute Balance, haben den Ball gehalten und nach vorne attackiert. Für mich ist es wichtig, in den Strafraum zu kommen und Chancen zu kreieren. Das haben wir heute besser gemacht.“

… zum Umgang mit schwierigen Spielphasen: „Wir haben in den letzten Wochen daran gearbeitet, zu verstehen, dass man im Fußball nicht jeden Tag perfekt sein kann. Auch gegen Augsburg hatten wir Phasen, in denen wir sehr gut waren. Aber der Gegner ist eben auch da. Heute haben wir gegen Leipzig mit sehr guten Spielern gespielt. Man muss verstehen, dass man nicht in jeder Phase des Spiels die Kontrolle haben kann. Wenn man nicht perfekt ist, muss man trotzdem konkurrenzfähig bleiben und im Spiel bleiben. Darüber bin ich sehr glücklich.“

… zur Bedeutung von Patrik Schick: „Schick ist unglaublich. Er ist einer unserer Führungsspieler und Kapitäne. Er hilft uns jeden Tag. Heute hat er auch die Ansprache vor dem Spiel gehalten. Fußballerisch ist er unglaublich, gerade bei den Bällen, die in den Strafraum kommen. Deshalb arbeiten wir viel daran, Lösungen zu finden, um in den Strafraum zu kommen. Mit Spielern wie Schick und Kofane können wir viele Tore schießen.“

… zur Leistung von Miguel Gutierrez: „Miguel ist taktisch ein sehr intelligenter Spieler. Heute hat er perfekt verstanden, wann er außen bleiben und wann er innen auftauchen muss, um hinter den Flügelspielern des Gegners Probleme zu verursachen. Er kommt in den Strafraum, bereitet Tore vor und trifft selbst. Ich freue mich sehr für ihn.“

… zur Entwicklung seiner Spielidee bei Bayer Leverkusen (vor dem Spiel): „Schritt für Schritt. Es geht nicht nur um taktische Dinge, sondern auch darum, wie wir jede einzelne Sekunde leben wollen. Mentalität und Intensität sind im Fußball wichtig. Schritt für Schritt sehen wir eine Mannschaft, die Räume attackieren, in den Strafraum kommen und aggressiv verteidigen will. Im Umschaltspiel haben wir natürlich noch viele Dinge zu verbessern. Aber ich bin mit der Entwicklung zufrieden.“

… zur Frage, wie viel Prozent seiner Vorstellungen die Mannschaft bereits umsetzt (vor dem Spiel): „Ich hoffe, dass wir schon nah dran sind. Aber ich hoffe auch, dass wir noch weit davon entfernt sind, weil das bedeuten würde, dass wir noch viele Dinge verbessern können. Ich bin anspruchsvoll. Nach einem Spiel gefällt mir, was ich sehe, aber natürlich korrigieren und analysieren wir auch viel, um der Mannschaft zu helfen. Sich zu verbessern, gehört zu unserem Leben. Ich bin vollkommen überzeugt, dass wir auf diese Weise noch sehr wachsen werden.“

 

Patrik Schick (Torschütze Bayer Leverkusen) ...

… zu seinem Führungstreffer: „Die Flanke war perfekt. Wirklich in den Lauf, hinter die Verteidiger und auf den langen Fuß. Ich habe den Ball sehr gut getroffen und auch gut zur Seite platziert. Ein schönes Tor.“

… zur Schwierigkeit seines Volleyabschlusses: „Man braucht manchmal auch ein bisschen Glück. Wichtig ist, den Ball gut zu treffen. Danach gehört auch Glück dazu, dass der Ball ins Tor geht. Heute hat es geklappt, damit bin ich sehr zufrieden.“

… zu seinen Treffern in allen vier Bundesligaspielen: „Wenn ich über die Chancen nachdenke, die ich hatte, hätte ich heute noch zwei, drei Tore machen können. Aber wenn ein Stürmer regelmäßig trifft, dann hat er Selbstvertrauen. Leider ist jetzt die Länderspielpause. Ich hoffe, dass wir danach so weitermachen.“

… zur Entwicklung der Mannschaft unter Carles Martinez: „Es ist schwer, das in Prozent auszudrücken. Aber wir entwickeln uns und ich fühle, dass wir Schritt für Schritt vorankommen. Heute haben wir das gezeigt. Es war eine gute Antwort nach dem letzten Spiel in Augsburg, das nicht ideal war. Wir machen weiter so und sind jetzt auf einem guten Weg.“

 

Mark Flekken (Torwart Bayer Leverkusen) ...

… zur Defensivleistung gegen RB Leipzig: „Was die Defensive angeht, haben wir heute genau das umgesetzt, was wir uns vorher vorgenommen haben. Wir wollten die Stärke, die Leipzig auf den Außen hat, aus dem Spiel nehmen und ständig versuchen zu doppeln. Das haben die Jungs auf den Außenseiten richtig gut gemacht. Leipzig hat natürlich auch eine gewisse Stärke im Umschaltverhalten. Unser Gegenpressing war gut, mit Ausnahme von ein paar Situationen, die man immer in einem Spiel hat. Wir haben heute gute Fouls gezogen. Wir standen defensiv einfach sehr gut und das hat alles zusammengepasst.“

… zur Bedeutung des Sieges nach dem durchwachsenen Saisonstart: „Ein Zu-null-Spiel tut natürlich immer gut, ein 2:0-Sieg tut uns noch besser. Mit sieben Punkten nach vier Spielen dazustehen, ist schon mal eine andere Sicht. Wir wussten, dass heute ein wenig Druck auf dem Spiel stand. Wir wollen oben mitspielen und haben unsere Ziele. Dann muss man solche Spiele wie heute auch gewinnen. Wir haben in den ersten Spielen schon zu viele Punkte liegen gelassen. Deswegen heißt es: mehr Punkte einsammeln.“

… zur weiteren Entwicklung unter Carles Martinez: „Wir wissen alle, dass wir eine Mannschaft mit viel Qualität haben. Da muss eine gewisse Konstanz reinkommen, um diese Qualität Spiel für Spiel abrufen zu können. Das hat uns gegen Augsburg ein bisschen gefehlt. Da hatten wir viel Ballbesitz, aber die Chancenverwertung war nicht gut. Heute hatten wir wahrscheinlich etwas weniger Ballbesitz, sind aber besser mit unseren Chancen umgegangen und haben besser verteidigt. Dann gewinnt man solche Spiele auch.“

 

Simon Rolfes (Geschäftsführer Sport Bayer Leverkusen) ...

… zur bisherigen Arbeit von Carles Martinez (vor dem Spiel): „Abgesehen von der ersten Halbzeit in Elversberg eigentlich gut. Wir haben zu wenig Punkte für das, was wir teilweise gespielt haben. Deswegen finde ich, dass Carles es sehr, sehr gut macht, dass er mit der Mannschaft gut harmoniert und inhaltlich gut arbeitet. Aber wir hätten für das, was wir gespielt haben, ein paar mehr Punkte herausholen können.“

… zu den Gründen für die Verpflichtung von Carles Martinez (vor dem Spiel): „Die Arbeit mit jungen Spielern, die hat er ja auch in Toulouse gehabt. Seine Historie, mit jungen Spielern zu arbeiten und sie zu verbessern. Sein Know-how aus dem spanischen Fußball, der unserer Spielweise ähnelt. Und auch die Leidenschaft, die er mitbringt, dass er Spieler besser machen will. Das braucht eine Mannschaft grundsätzlich, aber vor allem junge Spieler brauchen das.“

… zu den Parallelen zwischen Carles Martinez und Xabi Alonso (vor dem Spiel): „Xabi kenne ich nach zweieinhalb Jahren deutlich besser, weil wir unterschiedliche Phasen miteinander hatten. Man muss auch sagen: Bei Xabi waren die ersten sechs Monate nicht alles wahnsinnig. Er hat gut gearbeitet, aber die Mannschaft hat damals auch einen Reifeprozess gebraucht. Das würde ich im Moment vielleicht als einzige Ähnlichkeit nehmen: Die Mannschaft braucht noch einen Prozess, um alles zu verstehen, was Carles inhaltlich mitgibt. Es geht darum, Sachen abzustimmen und Nuancen zwischen den Spielern zu entwickeln, die bei Xabi irgendwann in Perfektion funktioniert haben. Aber das hat eben ein Jahr gedauert.“

… zum erneuten großen Umbruch im Leverkusener Kader (vor dem Spiel): „Man muss bei den Ausgaben immer auch die Einnahmen sehen. Wir haben vermutlich in den letzten zwei Jahren mit Abstand am meisten von allen Bundesligisten eingenommen, ohne dass ich das jetzt genau nachgerechnet habe. Die Transferbewegungen waren insgesamt natürlich extrem. Das war auch eine Folge des wahnsinnigen Erfolgs, den wir hatten. Die Spieler aus der Meistermannschaft sind nicht irgendwo hingegangen, sondern als nächsten Schritt zur absoluten Weltspitze, weil sie hier zusammen so eine Leistung gebracht haben. Das ist mit Sicherheit ein Hintergrund, weshalb der Umbruch so groß ausgefallen ist. Aber jetzt bauen wir wieder neu auf.“

… zu den fehlenden Leverkusener Spielern in der deutschen Nationalmannschaft (vor dem Spiel): „Ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Jahren viele Spieler haben werden. Kennet Eichhorn ist hier, vielleicht kann Robert Andrich noch mal aufspringen. Von den jungen Spielern haben wir Francis Onyeka gerade bei Elversberg und Montrell Culbreath, der verletzt war und vielleicht auch bei den 44 dabei sein kann. Wir haben fast 20 Jugendnationalspieler, die jetzt in der Länderspielpause unterwegs sind. Darauf setzen wir: die Spieler zu entwickeln. Im Moment ist es eine Phase, in der wir vielleicht ein paar Spieler weniger haben. Aber ich bin mir sicher, dass das in zwei, drei, vier Jahren wieder deutlich anders aussieht. Ibo Maza und Malik Tillman haben auch mal für Deutschland gespielt.“

… zum Tod von Peter Hermann (vor dem Spiel): „Er hat riesige Verdienste. Wir wussten, dass er schwer krank ist. Aber als gestern der Anruf kam, war es trotzdem noch mal wirklich erschütternd. Wir haben eine Gruppe mit ganz vielen ehemaligen Spielern. Als die Nachricht dort ankam, hat man an den Reaktionen gesehen, was er für alle bedeutet hat. Er hatte wirklich das Herz eines Fußballers und hat uns Spieler unterstützt. Wenn es einem nicht gut ging, hat er gesagt: Komm, wir machen noch mal ein paar Passübungen, Flanken oder was auch immer. Du hast immer seine Unterstützung gespürt. Deswegen war er für ganz viele Spieler, natürlich auch für Fans, Bayer 04. Er hat unglaublich viel dazu beigetragen, dass die Spieler hier eine erfolgreiche Karriere gemacht haben. Er war einfach so herrlich fußballverrückt. Er hat Fußball geliebt und das rübergebracht – das, was auf dem Rasen passiert. Deswegen ist er eine ganz große Persönlichkeit dieses Vereins.“

 

Martin Demichelis (Trainer RB Leipzig) ...

… zur 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen: „Natürlich können wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Aber ich finde, dass wir in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft auf dem Platz waren. Im Fußball entscheiden Kleinigkeiten. Bei unserem Tor haben wenige Zentimeter gefehlt. Dann hatten wir in der 44. Minute einen unnötigen Ballverlust, ohne Druck, mitten auf dem Platz. Wir haben auch nicht reagiert, haben die Flanke zugelassen und daraus entsteht das Gegentor. Das sind Kleinigkeiten, die wir korrigieren müssen.“

… zu den notwendigen Verbesserungen im Auswärtsspiel: „Wir müssen lernen, mit dem gleichen Mut und der gleichen Konsequenz in jedem Stadion zu spielen. So wie in der ersten Halbzeit müssen wir konsequent bis zur letzten Minute spielen. Auf diesem Niveau bekommst du zwei Gegentore, wenn du ein oder zwei Chancen liegen lässt.“

… zur Arbeit während der Länderspielpause: „Natürlich werden die Nationalspieler zunächst nicht da sein. Aber mit den zehn oder zwölf Spielern, die in Leipzig bleiben, werden wir trotzdem arbeiten. Sie müssen fit bleiben. Nach der Länderspielpause spielen wir alle drei oder vier Tage. Ich brauche den gesamten Kader fit und gesund. Deshalb werden wir mit den Spielern arbeiten, die nicht zur Nationalmannschaft reisen.“

… zum bevorstehenden Spielplan: „Für mich zählt Frankfurt. Wir können nicht so weit vorausdenken. Wir müssen uns gut auf dieses Spiel vorbereiten, die Nationalspieler zurückbekommen und gegen Frankfurt gewinnen.“

… zur Verletzung von Brajan Gruda: „Er hat einen Schlag auf die Hüfte bekommen und die Beschwerden wurden danach immer schlimmer. Wir wollten kein Risiko eingehen. Ich glaube aber nicht, dass es eine schwere Verletzung ist.“

… zum bisherigen Saisonstart von RB Leipzig (vor dem Spiel): „Wir sind momentan eine Mannschaft mit zwei Gesichtern. Auswärts haben wir es nicht gut gemacht. Deshalb haben wir heute eine große Gelegenheit zu zeigen, was für eine Mannschaft wir sind. Gegen einen sehr guten Gegner in einem sehr guten Stadion können wir ein gutes Spiel machen und unsere Überzeugung zeigen. Das ist heute wichtig für uns.“

 

David Raum (Kapitän RB Leipzig) ...

… zur 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen: „Ich fand, dass wir in der ersten Halbzeit eigentlich gut im Spiel waren, uns aber nicht belohnt haben. Uns hat die richtige Konsequenz Richtung Tor gefehlt. Zu Hause sind wir da vielleicht einen Tick zielstrebiger. Wir hatten uns vorgenommen, heute auswärts ein anderes Gesicht zu zeigen. Dann kriegen wir ein dummes Gegentor in der ersten Halbzeit. Es war eine perfekte Flanke. Dafür ist Schick da, der ist immer in der Box und hat Bock auf Flanken. In der zweiten Halbzeit war es offensiv auch ein Stück weit zu wenig Richtung Tor. Dann bestraft uns Leverkusen eiskalt. Aber ich sehe nicht alles ganz so negativ.“

… zur fehlenden Gegenwehr nach Rückständen: „Wenn wir vorne liegen, Tore schießen und alles funktioniert, ist immer alles schön und alle sind happy. Es kommt darauf an, wenn es mal gegen uns läuft, wenn wir hinten liegen und nicht alles auf unsere Seite fällt. Da muss man Charakter zeigen und vorangehen. Wir sind auch noch eine junge Truppe, der ein bisschen dieses Drecksack-Sein fehlt. Das müssen wir lernen und uns noch mehr wehren. Unser Trainer sagt immer so schön: Man gewinnt, man spielt unentschieden oder man lernt. Heute haben wir gelernt oder müssen daraus lernen.“

… zur Verletzung von Brajan Gruda: „Ich habe keine Ahnung, was mit ihm ist. Ich werde mich gleich mal erkundigen. Er ist ein Spieler, der gut in Form war. Ich muss mal mit ihm quatschen. Wir sind ja erst in der zweiten Woche bei der Nationalmannschaft dabei. Er hat jetzt noch eine Woche Zeit, um sich fit zu bekommen.“

 

Ridle Baku (RB Leipzig) ...

… zur Niederlage: „Das ist ein direkter Champions-League-Konkurrent. Wir wollten heute natürlich etwas Zählbares mitnehmen. Wir haben meines Erachtens über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht. Aber in den entscheidenden Momenten haben wir einfach zu fehlerbehaftet verteidigt. Das hat uns am Ende die Punkte gekostet.“

… zu seiner Beteiligung am zweiten Gegentor: „Den Ball kann man schon besser klären. Ich habe es jetzt nicht noch mal gesehen, aber ich war vielleicht ein Stück weit überrascht, dass der Ball durchkommt. Nichtsdestotrotz versuche ich, ihn zu klären. Das ist mir nicht optimal gelungen und so kassieren wir das Gegentor. Das war auf jeden Fall eine der entscheidenden Szenen, in denen wir nicht konsequent verteidigt haben.“

… zum bevorstehenden Programm: „Ich freue mich in erster Linie darauf, gegen die Besten spielen zu dürfen. Dafür haben wir letztes Jahr geackert. Wir werden es genießen. Natürlich müssen wir einige Dinge ändern, um gegen solche Gegner bestehen zu können. Aber ich schaue mit Vorfreude nach vorne.“

 

Miron Muslic (Trainer FC Schalke 04) ...

… zum 0:0 gegen Elversberg: „Es ist ein Punkt und es ist ein Zu-null-Spiel. Es hat sich auch nach einem Punkt angefühlt, weil wir schon Momente hatten, aber nicht sauber genug waren, um das richtig zu Ende zu spielen. Beim vorletzten Pass und beim letzten Kontakt hat es gefehlt, die Lücke zu finden, die da war. Trotzdem muss ich viele Dinge positiv mitnehmen. Es ist der nächste Punkt in der Bundesliga und das nächste Zu-null-Spiel.“

… zur fehlenden Durchschlagskraft in der Offensive: „Dass uns heute ein bisschen der Punch gefehlt hat, muss ich auch auf meine Kappe nehmen, weil die Jungs einfach Spielrhythmus brauchen. Das schaffst du nicht im Training, das musst du auf dem Platz bekommen. Für unser Spiel brauchst du Intensität. Aber wir haben heute kollektiv wieder den nächsten Schritt machen müssen, weil du dich nur auf dem Platz verbessern kannst. Deswegen geht der Punkt okay.“

… zum Matchplan mit Edin Dzeko und Kenan Karaman: „Natürlich war das der Plan, dass wir die Qualität, aber auch die Größe, die wir auf den Platz bringen, mit Flanken und Halbfeldflanken ausnutzen. Wir haben es geschafft, in die Assistzone zu kommen. Das war gut. Aber dann hat einfach die Sauberkeit im letzten Pass gefehlt. Deswegen muss man das 0:0 mitnehmen.“

… zu fünf Punkten aus den ersten vier Spielen: „Es fühlt sich schon ein bisschen komisch an, zu Hause 0:0 zu spielen. Nichtsdestotrotz können wir mit dem Punkt etwas anfangen. Dass wir es auch ein bisschen besser können, wissen wir. Aber da kommen die Jungs in den nächsten Wochen schon hin.“

… zur bevorstehenden Länderspielpause: „Jetzt gilt es einfach, diese Länderspielpause bestmöglich zu nutzen. Zehn Jungs von uns sind nicht da. Der Kern der Mannschaft ist nicht da. Das verändert natürlich sehr, sehr viel. Das sind wir als Schalke auch nicht gewohnt. Freiburg schon. Aber auch das müssen wir lernen und uns darauf anpassen. Wir haben Lust darauf.“

… zur Entscheidung für Edin Dzeko in der Startelf (vor dem Spiel): „Wir haben ihn in den letzten Wochen gut aufgebaut. Du bekommst keinen Rhythmus, wenn du nur trainierst oder im Spiel zehn, fünfzehn Minuten bekommst. Du brauchst diesen Rhythmus von Anfang an. Zu Hause können wir anders auftreten als auswärts. Vor zwei Wochen haben wir hier gegen Bayern gespielt, aber das war kein Spiel für Edin Dzeko. Heute könnte es eines sein.“

… zur Nicht-Nominierung von Loris Karius für die Nationalmannschaft (vor dem Spiel): „Elversberg hat diese Woche inhaltlich alles von uns abverlangt. Ich weiß natürlich, dass der Medienrummel durch die Nominierungen von Jürgen Klopp extrem groß war. Ganz Fußballdeutschland hat auf den Kader gewartet. Aber wir haben heute eine große Herausforderung und die wollen wir gemeinsam mit Loris meistern.“

 

Edin Dzeko (FC Schalke 04) ...

… zu seinem ersten Startelfeinsatz für Schalke: „Das war mein erstes Spiel von Anfang an. Natürlich bin ich noch nicht bei 100 Prozent meiner Form, aber ich habe mich schon gut gefühlt. Da fehlt noch ein bisschen was, aber das wird kommen.“

… zum torlosen Unentschieden gegen Elversberg: „Eigentlich ist das schade für den Fußball und für die Fans, aber so ist es. In der Bundesliga darf man natürlich nicht verlieren, wenn man nicht gewinnen kann, weil jeder Punkt am Ende wichtig ist. Wir nehmen diesen Punkt heute und gehen nach Hause.“

… zu den Zielen nach der Länderspielpause: „Hoffentlich kommen wir noch besser zurück. Wir haben schon ein paar Punkte geholt und müssen einfach zufrieden sein, weiterarbeiten und versuchen, nach der Länderspielpause noch mehr Mannschaften zu schlagen und weitere Punkte zu holen.“

 

Kenan Karaman (Kapitän FC Schalke 04) ...

… zum 0:0 gegen die SV Elversberg: „Ich ärgere mich schon über den Punkt. Es hat sich im Spiel nach mehr angefühlt. Wir hatten gute Momente, waren vorne aber teilweise zu unsauber beim letzten Pass, aus dem wir eigentlich eine gute Torchance hätten herausspielen können. Wir verpassen diese Momente. Es fühlt sich ein bisschen wie verlorene Punkte an, aber den Punkt nehmen wir trotzdem mit.“

… zum Zusammenspiel mit Edin Dzeko: „Wir kennen Edins Qualitäten. Wir müssen jeden in seinem Profil gut einsetzen. Edin ist in der Box Weltklasse. Natürlich versuchen wir dann, die Bälle in die Box zu bringen. Aber ich hatte auch meine Chancen. Wir waren trotzdem viel zu unsauber. Es war mehr drin heute.“

… zu seiner bevorzugten Position: „Hinter den Spitzen fühle ich mich natürlich am wohlsten. Aber wir spielen mit zwei Zehnern und deswegen passt das schon für mich. In den Halbräumen fühle ich mich am wohlsten. Da macht es für mich keinen Unterschied, ob rechts oder links.“

… zur Arbeit während der Länderspielpause: „Ich denke, vor der Saison hätten wir fünf Punkte bis zur Länderspielpause unterschrieben. Jetzt haben wir zwei Wochen Zeit, um genau an solchen Sachen zu arbeiten, die heute gefehlt haben. Wir werden zwei Testspiele haben und versuchen, solche Sachen genauer umzusetzen. Dann bereiten wir uns auf Freiburg vor.“

… zum Druck nach dem schwierigen Auftaktprogramm (vor dem Spiel): „Druck machen wir uns nie. Wir haben einen klaren Matchplan und sind gut vorbereitet auf das Spiel gegen Elversberg. Das werden wir heute auf dem Platz zeigen. Dann werden wir am Ende hoffentlich mit drei Punkten belohnt.“

 

Vincent Wagner (Trainer SV Elversberg) ...

… zum 0:0 auf Schalke: „Vorher hätte ich es genommen. Wenn Elversberg auf Schalke ein Unentschieden schafft, sollten wir immer zufrieden sein. Auf der anderen Seite waren schon Momente da, um das Spiel ganz auf unsere Seite zu ziehen. Aber man hat auch gemerkt: Sobald wir kleine Fehler gemacht haben, war Schalke da. Deswegen ist es am Ende schon irgendwie gerecht. Ich hätte mich aber auch nicht beschwert, wenn wir das letzte Ding noch reingemacht hätten.“

… zum Leistungsstand nach vier Bundesligaspielen: „Ich glaube, wir sind ein Stückchen weitergekommen. Bei einer unheimlich guten Schalker Mannschaft, die frenetisch unterstützt wird und in einer positiven Phase ist, haben wir ein sehr, sehr stabiles Spiel gemacht. Das ist auf jeden Fall ein Schritt nach vorne. Unser Ziel ist es, unabhängig von den äußeren Umständen unseren Fußball zu spielen. Wir haben einen kleinen Schritt in diese Richtung gemacht.“

… zur Gestaltung der Länderspielpause: „Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir die erste Länderspielpause nutzen, um intensiv zu trainieren. Jetzt sind es leider ein paar Spieler weniger geworden – oder zum Glück, das kann man sehen, wie man möchte. Aber in der ersten Länderspielpause geben wir Gas.“

… zum Leistungsstand seiner Mannschaft (vor dem Spiel): „Von 100 Prozent sind wir noch weit entfernt. Das ist auch normal, das Level ist noch mal ein anderes. Wir haben noch viel Potenzial, besser zu werden. Inhaltlich kann ich uns bisher gut nennen, aber sehr gut sind wir noch nicht. Es ist total schwer auf dem Level. Das ist auch die Erkenntnis der ersten Wochen: Es geht alles so viel schneller. Das ist der Wahnsinn.“

… zum Umgang mit Francis Onyeka (vor dem Spiel): „Er hat eine super Vorbereitung gespielt und es auch super gemacht. Leider musste er letzte Woche nach fünf Minuten raus. Deswegen sind wir die ganze Trainingswoche kein Risiko gegangen. Für ein paar Minuten von der Bank wird Francis auf jeden Fall bereit sein. So ausgeruht war er noch nie, seitdem er bei uns ist. Er ist frisch, aber eher für einen Einsatz von der Bank.“

… zu möglichen Wechselwünschen seiner Spieler bei weiterem Erfolg (vor dem Spiel): „Das ist gar kein Problem. Das ist der Luxus, den ich als Jugendtrainer habe. Für mich ist es das Allernormalste der Welt, dass die Jungs ein, zwei, vielleicht auch drei Jahre da sind. Dann ist die Idee, dass sie den nächsten Schritt machen. Wenn sie sich gut entwickeln, wird das Ende ihrer Karriere hoffentlich nicht in Elversberg liegen. Meister werden wir nicht. Aber die Jungs sollen sich so gut ausbilden, dass sie vielleicht sogar mal um die Meisterschaft spielen können. Das ist für uns völlig entspannt.“

 

Felix Keidel (SV Elversberg) ...

… zur Gefühlslage nach dem 0:0 auf Schalke und seiner Nationalmannschafts-Nominierung: „Gerade sind die Emotionen ein bisschen da, weil man natürlich gerne gewonnen hätte. Aber die Nominierung ist noch mal etwas anderes. Heute hat man sich auf das Spiel konzentriert und hätte hier gerne drei Punkte mitgenommen, auch wenn es schwer war. Über die Nominierung habe ich mich sehr gefreut.“

… zur defensiven Stärke des FC Schalke 04: „Sie stehen mit ihrer Dreierkette sehr gut hinten drin und haben sehr gute Verteidiger. Trotzdem hatten wir heute auch unsere Chancen. Wenn wir da ein bisschen zielstrebiger sind und mehr Glück haben, können wir hier auf jeden Fall ein Tor schießen. Aber das ist Schalke, das muss man ihnen lassen: Sie stehen defensiv immer sehr stark im Block.“

… zum Punktgewinn auf Schalke: „Auf Schalke kann man einen Punkt auf jeden Fall gut mitnehmen. Wir sind jetzt nicht komplett schlecht gelaunt, es war eine gute Leistung von uns. Natürlich will man immer noch mehr haben, aber es ist okay, heute mit einem Unentschieden nach Hause zu kommen.“

 

Cole Campbell (SV Elversberg) ...

… zum 0:0 gegen Schalke: „Schalke ist ein sehr gutes Team. Wir hatten unsere Chancen und hätten gewinnen können, aber das Gleiche gilt für sie. Es war wichtig, bis zum Ende zu verteidigen und zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Wir wollten definitiv mehr, aber am Ende ist der Punkt gut.“

… zur Weiterentwicklung während der Länderspielpause: „Wir können uns die bisherigen Spiele anschauen und sehen, was wir gut gemacht haben und was wir noch verbessern können. Ich werde zu meiner Nationalmannschaft reisen, aber wir können uns anhand der Videos anschauen, woran wir noch arbeiten müssen. Hoffentlich kommen wir danach so zurück, wie wir vorher gespielt haben.“

 

Ralf Kettemann (Trainer SC Paderborn 07) ...

… zum ersten Bundesligasieg seiner Mannschaft: „So, wie man die Niederlagen einschätzen muss, muss man auch diese Siege einschätzen. Aber es fühlt sich schon sehr, sehr gut an. Ein erster Bundesligasieg gegen einen Top-Gegner, gegen einen wirklich sehr, sehr guten Gegner. Ich freue mich für die Jungs. Wir waren heute wieder sehr jung unterwegs, mit wenig Bundesliga-Erfahrung. Ich freue mich für die Fans. Dass wir wahrscheinlich in unserem qualitativ eher schlechtesten Spiel bisher den Dreier geholt haben, tut extrem gut und hilft natürlich fürs Vertrauen.“

… zum Umgang mit der Euphorie nach der 2:0-Halbzeitführung: „Diese Euphorie soll ja da sein, dafür ist der Sport auch da. Die Emotionen dürfen sein. Klar braucht es dann Emotionskontrolle, aber die Jungs sind in der Kabine entspannt. Da ist es ruhig, man kommt herunter, dann gibt es ein, zwei Hinweise. Die Jungs hatten eine gute Balance. Da muss ich nichts machen.“

… zur Einwechslung von Steffen Tigges und zur Verletzung von Marvin Piringer: „Vor allem hat Piri etwas am Knie gespürt, deswegen haben wir gewechselt. Er hat einen Schlag aufs Knie bekommen. Wir hatten gehofft, dass er noch ein bisschen spielen kann. Aber wir haben eine unfassbar tolle Alternative: einen tollen Menschen, der immer strahlt, immer gut drauf ist und eine unglaubliche Qualität hat. Tigges hat im Vergleich zum letzten Jahr einen Schritt nach vorne gemacht. Auf ihn kann man sich immer verlassen, er lässt sein Herz auf dem Platz und hat jetzt auch ein qualitativ ganz, ganz tolles Tor geschossen. Das brauchen wir, um so ein Spiel zu Ende zu bringen.“

… zur Rückkehr von Sven Michel und Felix Götze (vor dem Spiel): „Die beiden sind einsatzbereit und fit. Sie haben natürlich auch die Fähigkeit, über Emotionen so ein Stadion noch mal mitzunehmen. Dazu bringen sie die Qualität mit, die wir brauchen, um in der Bundesliga Spiele zu gewinnen. Deswegen sind wir happy, dass sie wieder da sind.“

 

Laurin Curda (Kapitän SC Paderborn) ...

… zum ersten Bundesligasieg der Saison: „Sehr befreiend auf jeden Fall. Es ist ein geiles Gefühl, zu Hause an einem Sonntagabend so spät zu gewinnen und jetzt den ersten Sieg einzufahren. Das war einfach eine kämpferische Leistung. Ich glaube, wir haben es heute echt verdient.“

… zur defensiven Widerstandsfähigkeit: „Das gehört einfach dazu, dass wir als Paderborn teilweise auch mal ein bisschen aushalten müssen. Gerade gegen spielerisch starke Mannschaften muss man manchmal ein bisschen verweilen. Das machen wir aktuell extrem gut. Gegen Dortmund hat es schon echt gut geklappt, gegen Freiburg und Mainz auch. Heute haben wir uns zum Glück belohnt und endlich Tore geschossen.“

… zu den drei Paderborner Treffern: „Alle drei waren echt gut herausgespielt. Tigges ist natürlich Wahnsinn, wie er den da wegmacht. Ich habe selten gesehen, dass jemand so gut in der Luft ist. Castanedas Tor war schön abgefälscht, er macht auch selten Tore. Und das zweite Tor war ebenfalls sehr schön.“

 

Steffen Tigges (Torschütze SC Paderborn) ...

… zur Auszeichnung als Man of the Match: „Die Auszeichnung hätte heute jeder verdient gehabt, von hinten nach vorne, wie sich alle reingeworfen haben. Ich habe vielleicht das 3:1 gemacht, aber ohne die ganze Mannschaft wäre es nicht möglich gewesen. Wie wir in den letzten 20 Minuten unser Tor verteidigt haben, war beeindruckend. Ich hätte die Auszeichnung auch jedem unserer Verteidiger geben können. Aber ich freue mich natürlich.“

… zu seinem Kopfballtreffer zum 3:1: „Wir trainieren das schon oft, Flanken auf den zweiten Pfosten. Wenn wir so nah am Tor sind, muss man sich einfach durchsetzen. Ich war ehrlich gesagt auch überrascht, dass der Ball dann so lang wird. Olli hat schon gesagt, dass ihm wirklich ein Stück gefehlt hat, um dranzukommen. Ich glaube, wir haben uns für viel Aufwand belohnt. Hinten raus haben wir das Ding einfach sauber wegverteidigt. Wir können richtig stolz auf diese Leistung und die drei Punkte sein.“

… zur Widerstandskraft nach dem Hoffenheimer Anschlusstreffer: „Ich glaube gar nicht, dass das eine neue Qualität ist. Wir haben auch letztes Jahr gezeigt, dass wir mit Rückschlägen und schwierigen Situationen umgehen können, sowohl im Spiel als auch über die ganze Saison. Das zeigt den Charakter der Mannschaft. Das macht uns aus. Wir mussten gerade in den letzten 20 Minuten viel aushalten und haben das hervorragend gemacht. Da kann man wirklich allen nur ein Riesenlob aussprechen.“

… zur bevorstehenden Länderspielpause: „Von dem Schwung geht nicht viel verloren. Jetzt kann man sich erst mal ein paar Tage freuen. Dann fliegen wir nach Amerika, machen noch mal ein bisschen etwas für den Teamgeist, arbeiten noch mal und kommen mit dem gleichen Schwung wieder. Für viele ist es der erste Bundesligasieg, darüber kann man sich schon freuen. Der Schwung geht auf gar keinen Fall verloren, dafür werden wir schon sorgen.“

 

Sebastian Lange (Geschäftsführer Sport SC Paderborn 07) ...

… zum Entwicklungsstand Mannschaft (während der Halbzeit): „Wir haben eine junge Mannschaft. Das hatten wir auch im letzten Jahr. Die Jungs sollen von Spiel zu Spiel besser werden. Das ist unser Weg. Wir haben viel Potenzial in der Mannschaft. Klar, das erste Spiel in Mainz und Dortmund vor 80.000 Zuschauern sind etwas, was die Jungs noch nicht hatten. Aber auch vor 40.000, 50.000 oder 60.000 Zuschauern haben sie in der Zweiten Liga schon gespielt. Das kennen wir auch. Das ist ebenfalls eine tolle Liga. Deswegen sind die Jungs da schon reif genug.“

… zur Qualität des Kaders und dem Ziel Klassenerhalt (während der Halbzeit): „Wir sind so selbstbewusst und haben vor der Saison selbst gesagt, dass wir gekommen sind, um zu bleiben. Wir wollen Geschichte schreiben. Das ist unser dritter Anlauf. Wir haben viel Potenzial in der Mannschaft. Das gilt es jetzt in den nächsten Wochen durch unser Trainerteam herauszuholen. Wir müssen als Team besser werden, uns an die Bundesliga gewöhnen und dann auch unsere Punkte holen.“

… zur bevorstehenden Länderspielpause und der USA-Reise (während der Halbzeit): „Wir fliegen in die USA, machen eine Marketing-Tour und haben dort auch ein Testspiel gegen Washington DC. Das soll den Verein noch mal nach vorne bringen und die Jungs zusammenschweißen. Auch dort werden wir trainieren, sodass wir diese Pause bestmöglich nutzen.“

 

Bambase Conte (TSG Hoffenheim) ...

… zu den Gründen für die 1:3-Niederlage in Paderborn: „Es ist gerade schwer, die richtigen Worte dafür zu finden. Wir müssen jetzt die zwei Wochen nutzen, auch wenn nicht jeder da ist, um das aufzuarbeiten und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Im Endeffekt fehlt einfach ein Stück weit das letzte Quäntchen Intensität und die letzte Konsequenz, sowohl vorne als auch hinten in den Zweikämpfen. Da müssen wir besser werden, im Training anfangen, das noch besser zu machen, und dann wieder Ergebnisse liefern. Darauf kommt es an.“

… zur Aufarbeitung der vierten Niederlage im fünften Pflichtspiel: „Das ist natürlich auch ein Stück weit die Aufgabe des Trainerteams, uns richtig zu führen und zu sagen, was wir zu tun haben. Es ist jetzt schwer, die richtigen Worte dafür zu finden. Aber wir werden das mit Sicherheit gut aufarbeiten und nach der Länderspielpause mit neuer Energie wieder starten.“

 

Oliver Baumann (Kapitän & Torwart TSG Hoffenheim) ...

… zum Gespräch mit den Hoffenheimer Fans nach der Niederlage: „Wir haben eigentlich Mut zugesprochen bekommen. Das war das Hauptthema. Sie haben nicht draufgehauen. Klar sind die Fans enttäuscht, aber es ging darum, dass sie uns einfach Mut machen.“

… zur Spielweise der TSG: „Den Ballbesitz hast du automatisch, wenn der Gegner auf Konter geht. Das hat erst mal nicht viel damit zu tun, dass du guten Fußball spielst. Wir haben einfach viel zu schlechte Ballverluste gehabt, obwohl sie vorne wenig Druck gemacht haben. Die größte Sorge macht mir, wie viel Gewicht wir ins Verteidigen legen. Das ist einfach zu wenig. Wir sind sehr sorglos.“

… zu den notwendigen Verbesserungen während der Länderspielpause: „Die Jungs, die jetzt nicht da sind, sollen den Kopf frei bekommen und ihre neuen Aufgaben angehen. Wenn sie zurückkommen, arbeiten wir wieder an dem, was wir verbessern müssen. Das müssen wir knallhart angehen und auch sehr, sehr schnell verbessern.“

… zu seiner Zukunft in der deutschen Nationalmannschaft: „Ich kann nicht beurteilen, wie weit die Tür offen ist. Aber Jürgen Klopp hat sie nicht zugemacht. Natürlich bin ich weiterhin bereit.“

… zu seiner Rolle als Führungsspieler in der schwierigen Phase: „Ich werde mir schon Gedanken machen, wie ich der Mannschaft helfen kann und was ich ihr mit auf den Weg geben kann. Wir müssen auf jeden Fall dahin kommen, dass wir nicht denken, dass eine gute Saison reicht. Wir sind jetzt in der Phase, in der wir die Leistungen bestätigen müssen. Für viele war es das erste Jahr Bundesliga und viele sind gerade in so einer Bestätigungsphase. Sie dürfen sich nicht verrückt machen lassen, aber wir müssen hart und ehrlich zueinander sein.“

 

Christian Ilzer (Trainer TSG Hoffenheim) ...

… zur Umstellung nach der Europa-League-Niederlage auf Kreta (vor dem Spiel): „Das ist unser Job. Die Europa League haben wir uns über eine Saison hart erarbeitet. Jetzt geht es einfach wieder in der Bundesliga weiter. Wir haben versucht, sehr schnell Erkenntnisse aus der Kreta-Niederlage mitzunehmen und dann die volle Energie auf das heutige Spiel gegen Paderborn zu richten. Das ist sicher keine einfache Aufgabe, weil Paderborn eine sehr mutige, sehr energetische Mannschaft ist. Wir haben versucht, uns in der Kürze der Zeit sehr gut darauf einzustellen.“

… zu Bambase Conte nach dessen Nationalmannschafts-Nominierung (vor dem Spiel): „Belohnungen gibt es keine. DFB und Bundesliga beziehungsweise TSG Hoffenheim sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Trotzdem haben wir eine Riesenfreude mit ihm, dass er sich das über seine Zeit bei Elversberg und über die Entwicklung, die er jetzt bei uns genommen hat, verdient hat. Jürgen Klopp und der DFB schauen näher auf ihn. Diese Chance hat er bekommen. Für das heutige Bundesligaspiel haben wir uns entschieden, dass er die ideale Besetzung für die Startelf ist.“

 

DAZN-Expertin Turid Knaak …

… zur fehlenden Reaktion von RB Leipzig nach den Gegentoren: „Das waren wirklich zu einfache Gegentore, die Leipzig kassiert hat. Eine Verkettung von Fehlern und am Ende haben sie auch gar keine Reaktion gezeigt. Das hat mir total gefehlt. Wenn du zurückliegst, muss etwas kommen. Dann musst du auch ein bisschen Gras fressen. Aber das haben sie überhaupt nicht gemacht. Da kam nicht viel. Das war das Gesicht, das Martin Demichelis sicher nicht sehen möchte.“

… zur Entwicklung der Spielidee von Carles Martinez bei Bayer Leverkusen (vor dem Spiel): „Offensiv hat er schon diese La-Masia-Schule. Man sieht sehr viel Ballbesitz, eine sehr dominante Spielweise und viel Kurzpassspiel. Über außen bringen sie auch sehr viele Flanken, sowohl hohe als auch flache. Aber gerade in der Defensive sind sie schon noch anfällig. Da fehlt noch ein bisschen die Handschrift.“

… zur Bedeutung von Brajan Gruda für RB Leipzig und die Nationalmannschaft (vor dem Spiel): „Er hat es verdient, für die Nationalmannschaft nominiert zu werden. Er gibt der Mannschaft ein anderes Element. Er ist ein Straßenfußballer, hat eine gute Übersicht und ist kreativ. Er kann mit einem besonderen Moment für Kreativität sorgen, über das Zentrum oder über die rechte Seite. Er hat sich die Nominierung verdient.“

 

DAZN-Experte Nils Petersen …

… zur Spielweise der SV Elversberg (vor dem Spiel): „Sie spielen wahnsinnig gut mit dem Ball. Sie wollen als Aufsteiger viel Ballbesitz haben. Der Kader gehört vom Niveau her ins untere Drittel der Bundesliga. Im Angriffsspiel sind sie kreativ, können super umschalten, aber auch im tiefen Block verteidigen. Sie sind schwer zu bespielen und haben eine wahnsinnige Überzeugung in ihrem Spiel. Sie sind überzeugt, dass sie gegen Bayern, Leverkusen oder Schalke das Spiel machen können.“

… zur Entwicklung von Loris Karius (vor dem Spiel): „Gerade Torhüter und Stürmer sind immer Sensibelchen. Wenn man eine schwierige Phase durchmacht, kann einen das auch stärker machen. Jetzt profitiert Karius davon, dass er diese Phase schon einmal erlebt hat. Manchmal ist es auch gut, gebraucht zu werden. Schalke brauchte einen guten Torhüter wie Loris Karius. Die Qualität steckt in ihm, die hat er bei Mainz nachgewiesen. Er stand im Champions-League-Finale für Liverpool im Tor, weil er Qualität hat. Als Aufsteiger brauchst du einen Torhüter, der Spiele mitentscheidet. Das macht er.“

… zur Bedeutung von Kenan Karaman für Schalke (vor dem Spiel): „Er tut der Mannschaft wahnsinnig gut. Er hat sich als Mensch, Fußballer und Stürmer weiterentwickelt. Die Statistiken sprechen für ihn. Er coacht die Mannschaft auf dem Platz, ist gefühlt der Verkehrspolizist, leitet alles und ist die erste Ansprechperson für Miron Muslic. Man darf nicht vergessen: Als Dzeko geholt wurde, musste Karaman sich ein bisschen verändern. Das hat er in Zusammenarbeit mit dem Trainer gemacht. Diese Entwicklung ist schon atemberaubend.“

 

DAZN-Experte Sebastian Kneißl ...

… zum ersten Bundesligasieg und den ersten Saisontoren des SC Paderborn: „Um gewinnen zu können, musst du logischerweise Tore schießen. Dass sie direkt drei erzielen, ist eine herausragende Sache für die Jungs und für die komplette Mannschaft. Wir haben es schon thematisiert: Ab wann wird aus Geduld Druck? Natürlich möchtest du als Stürmer treffen. Das sind ganz tolle Bilder, dass die Mannschaft sich jetzt endlich gemeinsam mit den Fans belohnt hat und sie feiern können.“

… zu den Problemen der TSG Hoffenheim: „Sie müssen in dieser Saison deutlich mehr Arbeit liefern, um sich belohnen zu können. Die Leichtigkeit ist verloren gegangen. Das ist das große Thema: Sie haben viel zu viele Gegentore kassiert, jetzt schon zehn nach dem vierten Spieltag. Aber auch die offensive Leichtigkeit ist verloren gegangen.“

 

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