Fußball

RB-Coach Demichelis zur Verletzung von Ouedraogo: „Müssen die Untersuchungen abwarten, aber es sah nicht gut aus“

HSV-Sportdirektor Costa nach verpatztem Saisonstart: „Ich halte nichts von Aktionismus“ - SVE-Trainer Wagner zur knappen Niederlage gegen den FCB: „Nah dran ist die Schwester von Scheiße“ - DAZN-Experte Ballack zu Bayerns Leistung: „Über weite Strecken zu wenig“

Berlin/München, 13.09.2026

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus den Sonntagsspielen RB Leipzig gegen Hamburger SV (5:0) sowie SV Elversberg gegen FC Bayern München (1:2) am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.

 

Vincent Wagner (Trainer SV Elversberg) ...

… zur Frage, ob Glückwünsche angebracht seien: „Um Gottes Willen, wir haben verloren. Da gibt es nichts zu beglückwünschen. Nah dran ist die Schwester von Scheiße, habe ich mal gehört. Aber es geht bei uns auch immer ums Wie und ich glaube, das Wie war schon in Ordnung. In der zweiten Halbzeit haben wir uns zweimal ganz dezent versucht, selber umzubringen, als wir den Ball im Aufbau verlieren. Sonst haben wir es eigentlich ganz gut gemacht. Und dann hat Bayern natürlich ein bisschen ernst gemacht.“

… zur Einordnung des Auftritts: „Ich glaube, innerlich waren wir gut bis sehr gut. Aber gut bis sehr gut reicht halt nicht. Wir hatten zwei, drei Momente in der zweiten Halbzeit, da hatten wir deutlich mehr Spiel- und Ballkontrolle. Das hat mir besser gefallen. Die Bayern hätten aber schon noch eine Stufe hochschalten können. Trotzdem: Wenn wir das 2:2 machen, wird es auf jeden Fall spannend.“

… zum aberkannten Treffer: „Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder es ist eine neue Spielsituation, weil er klar köpft, oder halt nicht. Der Schiedsrichter hat entschieden, dass es keine neue Spielsituation ist. Ich glaube, das ist auch in Ordnung. Wir dürfen vorher einfach nicht im Abseits stehen. Wenn du da ein bisschen smarter bist und dir zehn oder 20 Zentimeter weniger nimmst, stehst du gar nicht im Abseits. So ehrlich muss man sein.“

… zur turbulenten Woche rund um seine zunächst ausgesprochene Sperre (vor dem Spiel): „Natürlich beschäftigt das einen. Für unsere Verhältnisse war schon ordentlich was los. Es hat uns schon beschäftigt, vor allem mich. Auf der anderen Seite sind wir ein cooles Trainerteam. Auch die Mannschaft ist sehr, sehr gut, reif und erwachsen. Deswegen haben wir unseren Job gemacht. Am meisten hat es meine Familie zu Hause betroffen, weil für die Mannschaft natürlich nichts draufgehen durfte.“

… zur erfolgreichen Berufung gegen die Sperre (vor dem Spiel): „Es war natürlich ein schöner Medienrummel. Erst einmal danke für die breite Unterstützung deutschlandweit und auch danke an die Schiedsrichter. Der Austausch war jederzeit fair. Im schriftlichen Urteil stand zunächst die Wahrnehmung drin, dass ich aufs Feld gelaufen bin und von meinen Spielern hätte zurückgehalten werden müssen. So war die erste Urteilsbegründung.“

… zur Bedeutung des Spiels gegen den FC Bayern (vor dem Spiel): „Es ist natürlich schon ein besonderes Spiel, gegen die Bayern an der Linie stehen zu dürfen. Vor sieben Jahren war ich noch U15-Trainer. Da war ich auch super happy und glücklich. Deswegen ist es schon ein bisschen eine andere Hausnummer. Das haben die Jungs sich erarbeitet, das haben wir uns erarbeitet. Es ist ein geiles Spiel und ich bin gespannt, welche Lernfelder wir diesmal wieder zu sehen bekommen.“

… zum Kader der SV Elversberg (vor dem Spiel): „Wir haben eine tolle Elf und auch eine tolle Bank für unsere Verhältnisse. Ich bin super happy. Wir haben zwar einen super kleinen Kader und noch drei Jungs, die nicht dabei sein können. Aber wir haben für unsere Verhältnisse einen super kleinen, aber einen voll geilen Kader. Wir haben eine Mannschaft, mit der man zumindest mitspielen kann.“

 

Maurice Krattenmacher (Torschütze SV Elversberg) ...

… zur Leistung gegen den FC Bayern: „Wir haben uns vorgenommen, möglichst gut zu spielen. Ich glaube, wir haben auch gut gespielt, aber leider hat es nicht gereicht.“

… zu seinem Treffer zum 1:1: „Ich werde hier gut freigespielt. Dann sehe ich, dass Lasse gut den Raum freimacht. Ich habe eine gute Schussgelegenheit, treffe den Ball gut und ich glaube, dann schlägt er ganz gut ein.“

… zu seinen persönlichen Zielen nach drei Toren in zwei Spielen: „Ich schaue von Spiel zu Spiel. Ich versuche, mit der Mannschaft möglichst viele Punkte zu holen. Die persönlichen Erfolge sind klar schön. Aber das Ziel ist, mit der Mannschaft möglichst viele Punkte zu holen.“

 

Maximilian Rohr (SV Elversberg) ...

… zum Spiel gegen den FC Bayern: „Ich bin einfach glücklich, gegen so eine Mannschaft gespielt zu haben. Wir haben es eigentlich auch noch ganz gut gemacht. Zum Schluss sieht man einfach diese individuelle Qualität. Von daher sind wir einfach nur stolz.“

… zur Phase nach dem Elversberger Anschlusstreffer: „Wir haben unser Spielsystem. Ich glaube, das kannst du dann einfach nicht verhindern. Nach dem 2:1 haben wir auch die Chance auf das 2:2. Dann hätten wir wahrscheinlich gebunkert. Nichtsdestotrotz können wir positiv ins nächste Spiel gehen.“

… zu seinem persönlichen Weg bis in die Bundesliga (vor dem Spiel): „Ich glaube, man spürt heute in den ersten Minuten, was wirklich auf einen zukommt. Es war natürlich immer der Traum. Dass es bei mir persönlich noch so funktioniert hat, ist unglaublich. Deswegen bin ich heute gar nicht aufgeregt, sondern nur voller Vorfreude.“

… dazu, dass Trainer Vincent Wagner doch an der Seitenlinie stehen darf (vor dem Spiel): „Es ist schon schön, dass er da ist. Ich muss sagen, auf dem Spielfeld kriege ich gar nicht so viel mit, ich bin ja meistens auch auf der anderen Seite. Natürlich gibt es trotzdem ein gutes Gefühl, wenn er dann doch da ist.“

… zu Vincent Wagner (vor dem Spiel): „Er ist einfach menschlich, man kann gut mit ihm reden. Er ist nicht umsonst Lehrer, er kann einem viele Sachen noch beibringen, unter anderem auch mir. Ich glaube, dass ich mich persönlich schon sehr weiterentwickelt habe. Deswegen bin ich absolut dankbar.“

 

Vincent Kompany (Trainer FC Bayern München) ...

… zur Leistung der SV Elversberg: „Es zählt immer alles, nicht nur die drei Punkte. Aber das war heute die Priorität für uns. Elversberg hat es in allen Bereichen gut gemacht, sehr mutig am Ball. Auch die Rolle des Torwarts war ein bisschen anders, als sich das andere Mannschaften vielleicht zutrauen. Klar haben wir unsere Momente gehabt und hätten mehr Tore schießen können. Aber insgesamt haben wir gegen einen schwierigen Gegner gespielt. Wir sind zufrieden mit den drei Punkten.“

… zur fehlenden Energie in der ersten Halbzeit: „Als Spieler weiß ich, dass das ein gefährliches Spiel ist. Wir sagen als Trainer schon, dass es hier keinen Unterschied gibt. Ich hatte gehofft, dass wir mit den frischen Jungs diese Energie bringen. Aber mental waren wir heute am Anfang einen Schritt zu langsam. In der zweiten Halbzeit sind wir besser rausgekommen. Aber es darf nicht passieren, dass eine Halbzeit verloren geht. Am Ende kann ich diesen Sieg trotzdem schätzen.“

… dazu, ob die Startelfspieler ihre Chance nicht genutzt haben: „Nein, so sehe ich das nicht. Um unsere Ziele zu erreichen, brauchen wir jeden. Die Jungs, die heute von Anfang an gespielt haben, haben schon unglaublich viele gute Spiele für uns gemacht. Es geht nicht darum. Es geht darum, wie wir als Mannschaft in dieses Spiel gekommen sind. Die Jungs, die sich das von der Bank angeschaut haben, haben auch gesehen, was fehlt. Das ist manchmal ein Luxus, wenn man reinkommt.“

… zur umfangreichen Rotation: „In der ersten Saison war es für mich sehr wichtig, dass wir so wenig Rotation wie möglich hatten. In der zweiten Saison war es über weite Strecken unsere Stärke. Deswegen hatten wir die Jungs am Ende fit. Das darf man nicht vergessen. Die Jungs, die heute angefangen haben, sind alle Spieler, die in den letzten sieben bis zehn Tagen schon in der Startelf waren. Für mich ist wichtig, dass wir mental als Mannschaft für jedes Spiel bereit sind, egal wo wir hingehen.“

 

Aleksandar Pavlovic (FC Bayern München) ...

… zu seinen eigenen offensiven Laufwegen: „Es kommt immer darauf an, ob ich die Möglichkeit habe, nach vorne zu gehen. Wenn mein Sechserpartner mich absichert, kann ich gerne gehen. Manchmal bin ich auch der defensivere Sechser und dann kann der andere gehen. Im Moment wechseln wir uns gut ab und machen immer wieder diese Laufwege. Ich bin glücklich, dass ich Harry den Ball so spielen konnte und wir jetzt drei Punkte mit nach Hause nehmen.“

… zur Leistung nach dem Elversberger Ausgleich: „Elversberg hat es von Anfang an nicht schlecht gemacht. Vor allem die erste Halbzeit müssen wir besser machen. Insgesamt haben wir es in der zweiten Halbzeit viel, viel besser gemacht. Natürlich macht Elversberg das Tor auch top. Dann war es wichtig für uns, weiterzumachen und unser Spiel zu machen. Ich glaube, das hat gut funktioniert.“

 

Harry Kane (Kapitän & Torschütze FC Bayern München) ...

… zu seinem ersten Saisontreffer: „Natürlich ist das Fußball. Manchmal muss man ein bisschen länger warten, als man erwartet. Aber es war schön, heute das Tor zu erzielen und damit das Spiel zu gewinnen. Wichtig sind die drei Punkte. Es ist kein einfacher Platz und ein gutes Team. Ich bin sehr glücklich mit dem Sieg.“

… zur Bedeutung der Einwechselspieler: „Wir sprechen viel über das Team. Jeder ist fit, jeder ist gesund im Moment. Wir haben viele Spiele in kurzer Zeit. Bei der Art, wie wir spielen und wie intensiv wir spielen, ist es wichtig, frische Spieler zu haben. Wer anfängt oder von der Bank kommt, muss bereit sein, 110 Prozent zu geben. Das hat man heute gesehen. Die Jungs, die reinkamen, hatten mehr Energie und waren im Eins-gegen-eins direkter.“

… zum aktuellen Leistungsniveau der Bayern: „Es ist nicht einfach. Auch heute war es keine schlechte Leistung. Wir wissen, dass wir uns in bestimmten Bereichen verbessern können. In der zweiten Halbzeit waren wir viel besser. Wir wissen, dass wir in dieser Saison vielleicht noch nicht unser höchstes Level erreicht haben. Aber es ist früh in der Saison. Dafür trainierst du und dafür kommst du in diese Momente. Wir holen im Moment gute Siege.“

 

Lennart Karl (Torschütze FC Bayern München) ...

… zu seinem Treffer: „Zum Glück war ich am zweiten Pfosten. Da hatte ich Glück, dass der Ball noch durchgekommen ist. Dann habe ich einen guten Abschluss gehabt.“

… zu den Pfiffen nach seinem Torjubel: „Es gehören immer Emotionen dazu. Wenn die Fans es falsch verstanden haben, tut es mir leid. Es war nicht so gemeint. Die meisten Fußballfans wissen, dass es Emotionen sind.“

… zur Bedeutung des Siegs: „Sehr wichtig. Elversberg hat es uns nicht einfach gemacht. Es war ein sehr schwieriges Spiel, aber wir hatten schon viele Chancen. Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns, allgemein für das Gefühl und für die nächsten Wochen.“

 

Tom Bischof (FC Bayern München) ...

… zu den ungewohnten Bedingungen in Elversberg (vor dem Spiel): „Das hat man schon mal früher gesehen. Deswegen ist es jetzt nichts so Besonderes. Aber mal schauen, wie es gleich im Stadion wirkt.“

… zu seinem ersten Bundesliga-Startelfeinsatz der Saison (vor dem Spiel): „Ich habe mir vorgenommen, Spaß zu haben, den Sieg zu holen und einfach eine gute Leistung zu bringen. Wie wahrscheinlich jeder im Team das vorhat. Einfach ein geiles Spiel hinlegen.“

… zur offensiven Entwicklung des FC Bayern (vor dem Spiel): „Ich würde jetzt nicht sagen, dass es Klick gemacht hat. Ich glaube, unsere Jungs da vorne haben es allgemein immer im Tank, ein Tor zu machen. Ein kleines bisschen Glück hat vielleicht gefehlt. Im letzten Spiel haben wir es wieder reingeholt und jetzt läuft es, glaube ich, wieder.“

 

Martin Demichelis (Trainer RB Leipzig) ...

… zur Reaktion nach zwei Niederlagen: „Siege sind immer wichtig, aber nach zwei harten Niederlagen war das eine wichtige Reaktion. Nicht nur, um zu gewinnen, sondern auch fünf Tore zu machen und am Ende zu null zu spielen.“

… zur Verletzung von Assan Ouedraogo: „Wir müssen die Untersuchung abwarten, aber es sah nicht gut. Ich muss ehrlich sagen: Seit langer Zeit habe ich keinen so guten Achter auf dieser Position mit so einem Talent gesehen. So einen jungen Spieler mit einem so brutalen Talent. Deswegen hoffe ich, dass es nicht so schlimm ist.“

… zur Leistung seiner Mannschaft: „Am Anfang war es schwer. Aber mit der ersten richtigen Aktion nach vorne haben wir unser Tor gemacht. Von da an hatten wir immer mehr Kontrolle. Nach den ersten Minuten der zweiten Halbzeit haben wir etwas geändert und danach wieder die Ruhe und die Positionierung gehabt. Ich bin top zufrieden, auch mit der Leistung. Am Ende hatten wir mit unseren Fans einen verdienten Sieg.“

… zur Reaktion auf die beiden Niederlagen (vor dem Spiel): „Wir hatten zwei Niederlagen, bei denen wir viel zu analysieren hatten. Wir haben mit den Spielern gesprochen. Heute haben wir die Möglichkeit, zu reagieren – gegen eine Mannschaft, die genauso heiß ist wie wir. Wir brauchen ganz große Konzentration.“

… zu den einfachen Gegentoren (vor dem Spiel): „Uns ärgert das absolut. Es gibt viele Dinge zu besprechen, zu zeigen oder zu trainieren. Wenn wir so einfache Gegentore bekommen, bin ich der Meinung, dass es einfacher ist, diese Dinge zu korrigieren. Deswegen haben wir viel mit der Mannschaft gesprochen.“

 

Antonio Nusa (Torschütze RB Leipzig) ...

… zum 5:0-Sieg nach zwei schwierigen Spielen: „Fußball ist verrückt. Wir hatten zwei schwierige Spiele und es gab viel Druck auf uns. Aber heute mussten wir es einfach auf dem Platz zeigen. Dieser große Sieg zeigt: Wir sind noch da, wir wollen kämpfen und uns weiter verbessern. Ich bin sehr glücklich für die Mannschaft und für alle, dass wir diesen Sonntag genießen können.“

… zum Potenzial der Mannschaft: „Ich glaube, da geht noch mehr. Wir können es noch besser machen. Aber es ist ein guter Anfang, wieder ein gutes Gefühl zu bekommen. Das ist nach zwei schwierigen Spielen wichtig.“

… zu seinem Tor und seinen zwei Vorlagen: „Als Offensivspieler versuche ich, der Mannschaft mit Toren und Assists zu helfen. Das erste Tor war vielleicht ein bisschen glücklich, aber Tor ist Tor. Und ich freue mich, dass ich auch Christo und Willi die Bälle zu ihren Toren geben konnte.“

 

Willi Orban (Torschütze RB Leipzig) …

… zum 5:0-Sieg: „Unterm Strich ist das 5:0 ein bisschen deutlicher, als das Spiel war. Gerade bis zum 3:0 war es relativ eng. Aber ich bin hochzufrieden. Druck war drauf, aber ein bisschen Druck ist immer da. Wir wollten nach der Woche mit zwei schlechten Spielen beweisen, dass wir eine gute Leistung zeigen können – gerade hier zu Hause vor unseren Fans. Das ist uns gut gelungen.“

… zum Potenzial von RB Leipzig: „Wenn wir unsere Stammelf auf dem Platz haben, sind wir schon eine brutale Mannschaft. Klar, die Abläufe sind noch nicht zu 100 Prozent da. Wir haben am Ende noch ein paar Transfers gemacht und müssen an der einen oder anderen Sache schrauben. Aber wir haben viel Potenzial. Wir müssen schauen, dass wir es konstant abrufen. Heute können wir stolz auf alle sein.“

 

Marcel Schäfer (Geschäftsführer Sport RB Leipzig) ...

… zum öffentlichen Statement nach den beiden Niederlagen (vor dem Spiel): „Den Zeitpunkt haben wir intern besprochen, auch was wir sagen und warum wir das tun. Das ging in der Vorbereitung schon los. Man darf nicht vergessen, dass wir viele Veränderungen vorgenommen haben: auf der Trainerposition, im Staff und über 30 Transferbewegungen. Wir sind ordentlich in die Saison gestartet. Gegen Bremen haben wir es nicht geschafft, gegen einen sehr tiefstehenden Gegner Lösungen im letzten Drittel zu finden. In Como haben wir aufgezeigt bekommen, warum sie eine so tolle Entwicklung gemacht haben und berechtigt in der Champions League spielen. Das sind zwei Spiele, die ordnen wir richtig ein. Wir waren schon überrascht, wie viel Negativität von außen an uns herangetragen wurde. Deshalb haben wir das auch einmal kommentiert. Man muss nicht immer alles unkommentiert lassen und alles über sich ergehen lassen, was von außen an einen herangetragen wird.“

… zur benötigten Zeit nach den vielen Veränderungen (vor dem Spiel): „Wir stehen am Anfang der Saison. Wenn man so viele Veränderungen vornimmt, dauert es – wie in jedem anderen Beruf auch – vielleicht ein bisschen Zeit. Wünschenswert wäre es gewesen, dass es sofort flutscht. Ich möchte das nicht als Alibi nehmen, denn das ist nicht der Grund für die beiden Leistungen. Aber wenn nach dem ersten Spiel drei Stammspieler ausfallen, muss man sagen, dass wir das im Moment vielleicht noch nicht komplett auffangen können.“

… zu Trainer Martin Demichelis (vor dem Spiel): „Man lernt sich wirklich erst richtig kennen mit Erfahrungen und Rückschlägen und damit, wie man gemeinsam wieder herauskommt. Da sind wir gerade dabei. Wir haben zwei Spiele verloren. Martin macht einen sehr klaren Eindruck davon, was fehlt und was wir der Mannschaft mit auf den Weg geben müssen – auf dem Trainingsplatz und heute gegen den HSV.“

 

Merlin Polzin (Trainer Hamburger SV) ...

… zur zweiten deutlichen Niederlage in Folge: „Für uns wird jetzt ganz entscheidend sein, dass wir das Ganze weniger emotional betrachten, sondern inhaltlich aufarbeiten. Mir war heute ganz wichtig, dass man ein anderes Gesicht sieht: von der Art und Weise, wie wir auftreten, wie wir Fußball spielen und wie wir für unser Trikot und unsere Fans auftreten. Das habe ich gesehen. Das hört sich beschissen an bei demselben Ergebnis, bei einem 0:5, das sehr wehtut. Aber das sind die Dinge, die wir heute mitnehmen. Eines steht fest: Wir stehen brutal zusammen und das ist gerade in dieser Phase extrem wichtig.“

… zu Parallelen zur vergangenen Saison: „Das wäre sicherlich ein Ansatz, jetzt darin die Ausrede zu suchen. Es ist ein Stück weit eine Erklärung, aber es wäre mir viel zu einfach, das als Grund zu nennen. Wir wollen nichts mit der letzten Saison vergleichen. Wir wollen in diesem Jahr einen HSV sehen, der es schafft, in der Bundesliga zu bleiben und sich in der Liga zu etablieren. Das bedarf extrem viel Arbeit. Da stecken wir alles rein: Brust raus, Vollgas, Attacke in die neue Trainingswoche.“

… zu Fabio Vieira: „Er ist natürlich ein ganz wichtiger Spieler für uns. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir ihn an diese 100 Prozent bekommen, die für unser Spiel und für ihn selbst wichtig sind. Wenn man in der Vorbereitung eher individuell arbeitet und in den letzten Wochen die Matchfitness nicht holen konnte, braucht es Zeit. Aber Fabio macht einen super Eindruck und wird diese Woche noch einmal nutzen, um an die 100 Prozent heranzukommen.“

… zur Aufarbeitung der 0:5-Niederlage gegen Mainz (vor dem Spiel): „Wir waren sehr kritisch mit uns, haben die Dinge ehrlich aufgearbeitet und passend zum Ergebnis fünf klare Botschaften für uns herausgenommen, die in dieser Art und Weise nicht wieder vorkommen sollen. So hat die Mannschaft das Ganze verarbeitet und so hat sie auch trainiert. Deshalb freue ich mich heute auf das Spiel und bin fest davon überzeugt, viele Dinge davon zu sehen.“

… zu Yussuf Poulsen und dessen Rückkehr nach Leipzig (vor dem Spiel): „Fußballromantisch sicherlich, aber das war weniger der Grund für die Entscheidung. Wir haben nach der vergangenen Woche gemerkt, dass uns die Struktur und das Vertrauen gegen den Ball mit ihm sehr gut gelingen, weil er die Prinzipien verinnerlicht hat und die Mannschaft zu ihm aufschaut. Wünschen würde ich ihm natürlich, dass es für ihn ein besonderes Spiel wird.“

… zu seiner bevorstehenden Vertragsverlängerung (vor dem Spiel): „Eine grundsätzliche Einigung ist da. Es geht um Details. Da muss sich keiner Sorgen um mich oder das Trainerteam machen. Wir haben tolle Gespräche mit Kathleen, haben eine ähnliche Vision von unserem Verein. Heute liegt der Fokus auf Leipzig und der Rest kommt dann zeitnah.“

 

Claus Costa (Sportdirektor Hamburger SV) ...

… zur zweiten 0:5-Niederlage in Folge: „Das Ergebnis ist natürlich ernüchternd. Die Art und Weise war über weite Strecken eine andere als letzte Woche. Und trotzdem ist das mit einem 0:5 hier natürlich ein bitterer Nachmittag für uns.“

… zum Spiel: „Wir haben uns natürlich etwas komplett anderes vorgestellt. Ich glaube, wir sind sehr gut reingekommen. Dann bekommen wir durch ein, zwei individuelle Fehler die Gegentore. Wir nehmen uns für die Halbzeit viel vor und kommen mit viel Druck aus der Kabine. Wir haben auch die eine oder andere Möglichkeit, zumindest zum Anschlusstreffer zu kommen. Das machen wir nicht. Und was natürlich nicht passieren darf, ist, dass du innerhalb von fünf oder sieben Minuten drei Gegentore bekommst.“

… zu seiner Rolle in der schwierigen Phase: „Genauso wie immer. Ich halte nichts von Aktionismus, von unnatürlichen Dingen oder Aussagen, die nur einem Zweck dienen. Es geht darum, dass wir gemeinsam an Lösungen arbeiten. Unser Trainerteam hat schon mehrfach bewiesen, dass es in Krisen die richtigen Schlüsse zieht und eine saubere Analyse findet, um dann nach vorne zu schauen. Uns hat in den vergangenen Monaten und Jahren ausgezeichnet, dass wir Ruhe bewahren, zusammenarbeiten und nicht in Aktionismus verfallen.“

… zur Unterstützung durch die HSV-Fans: „Der HSV ist etwas Besonderes. Da ist in den vergangenen Jahren etwas zusammengewachsen und wir können uns immer auf die Fans verlassen. Diese Positivität und diese Energie sind sehr wichtig für uns. Gerade nächste Woche brauchen wir die Fans. Darauf können wir stolz sein, aber jetzt müssen wir es auf den Platz bringen und nächste Woche die Punkte holen.“

 

Daniel Heuer Fernandes (Torwart Hamburger SV) ...

… zur Höhe der Niederlage: „Nach dem 0:3 waren wir nicht mehr stabil genug. Das müssen wir uns ganz klar ankreiden. Das vierte und fünfte Gegentor sind dann einfach zu viel, gerade mit der letzten Woche im Hinterkopf. Das darf uns so nicht passieren.“

… zum Spielverlauf: „Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen beziehungsweise der Gegner macht mit der ersten Chance direkt das Tor. Dann bringt uns wieder ein individueller Fehler ins Schwanken. Trotzdem hatten wir unsere Aktionen und sind auch gut aus der zweiten Halbzeit gekommen. Nach dem Standard zum 0:3 war dann der Moment, der das Spiel zum Kippen gebracht hat.“

… zum Fehler vor dem zweiten Gegentor: „Das ist ein klarer Aufbau, dann verlieren wir den Ball und der Gegner steht vor uns. Das ist ärgerlich. Aber danach sind wir klar geblieben und haben erst einmal wieder unsere Struktur gefunden. Für das Endergebnis müssen wir alle die Verantwortung übernehmen. Wir müssen klar bleiben und zusammenhalten, weil uns kein anderer helfen wird. Wir werden uns selbst helfen und darauf liegt der Fokus.“

 

Yussuf Poulsen (Hamburger SV) ...

… zur Niederlage: „Anders als letzte Woche, wenn ich ehrlich bin. Leipzig war effizient. In der ersten Halbzeit hatten sie, glaube ich, zwei Chancen und machen zwei Tore. Das ist im Moment ein bisschen der Unterschied zu uns. Wir sind bei unseren Chancen nicht effizient.“

… zur Leistung des HSV: „Letzte Woche waren wir in allen Facetten des Spiels sehr weit untergegangen. Heute nicht, finde ich. Es waren eher Phasen, in denen wir nicht griffig genug waren und keine guten Entscheidungen getroffen haben. Es sind viele neue und viele junge Jungs dabei. Fehler können passieren. Nach dem 0:2 haben wir bis zur Halbzeit wenig zugelassen und hatten auch ein paar Umschaltsituationen. In der zweiten Halbzeit hatten wir sogar noch die Möglichkeit, auf 1:2 zu stellen. Gegen die Besten der Liga musst du das ausnutzen. Das haben wir nicht gemacht und am Ende hat Leipzig seine Qualität gezeigt.“

… zu seinem 250. Bundesligaspiel: „Für mich selbst hat es sich super angefühlt. Ich bin langsam auf dem Weg, wieder mehr Minuten machen zu können. Das freut mich. Ich hätte natürlich gerne ein besseres Spiel als Jubiläum gehabt.“

 

Kathleen Krüger (Sportvorständin Hamburger SV) ...

… zum Saisonstart (vor dem Spiel): „Grundsätzlich haben wir uns den Saisonstart einen Ticken anders vorgestellt. Wiederum darf man schon festhalten, dass man in der Bundesliga keine Punkte garantiert bekommt, erst recht nicht in Dortmund. Mainz zu Hause war ein rabenschwarzer Tag. Ich glaube, es macht wenig Sinn, da in unterschiedliche Analysedimensionen reinzugehen. Es war einfach ein Tag, an dem nichts zusammenlief. Das Wichtigste ist, wie man damit umgeht. Die Mannschaft hat gemeinsam mit dem Trainerteam die Woche sehr, sehr gut genutzt.“

… zu ihrer Rolle nach schwierigen Spielen (vor dem Spiel): „Ich glaube nicht, dass wir eine Situation haben, in der ich vor die Mannschaft treten und eine Ansprache halten muss. Dafür sind Merlin und Klaus da. Ich glaube schon, dass es gut ist, eine gewisse Ruhe auszustrahlen und besonnen zu sein. Der Moment ist definitiv nicht der, dass ich jetzt in die Kabine gehen und eine Ansprache halten müsste.“

… zu ihren ersten Monaten beim HSV (vor dem Spiel): „Es sind sehr intensive Wochen und Monate für mich. Aber ich komme sukzessive Schritt für Schritt weiter, kann mich freischwimmen, lerne die Menschen, die Inhalte und den Verein immer besser kennen. Langsam fügt sich das Bild zusammen. Ich genieße die Zeit in Hamburg sehr und freue mich auf alles, was kommt.“

… zur Zukunft von Trainer Merlin Polzin (vor dem Spiel): „Der Kennenlernprozess ist abgeschlossen. Wir sind uns grundsätzlich einig. Das sind einfach Kleinigkeiten und Prozesse, die wir noch zu gehen haben. Wir sind alle noch auf Kurs. Ich spüre im HSV-Umfeld keine Unruhe. Ganz im Gegenteil: Wir im Team wissen, was wir aneinander haben. Keiner spürt eine Unsicherheit. Wir wissen, dass wir gemeinsam in die Zukunft gehen werden.“

 

DAZN-Experte Michael Ballack ...

… zum 2:1 des FC Bayern: „Dass die Bayern hier das Spiel im Griff haben werden, war klar. Sie bestimmen generell immer mit ihrer eigenen Leistung, wie das Spiel ausgeht. Die war heute nicht so toll, aber schlussendlich gut genug, um das Spiel zu gewinnen. Sie haben noch zwei, drei Riesenchancen liegen lassen, es hätte also auch höher ausgehen können. Aber die Elversberger haben es gut gemacht, das lange offengehalten und vorne Nadelstiche gesetzt. Schlussendlich war es ein verdienter Sieg für die Bayern.“

… zum Auftritt der SV Elversberg: „Sie haben diszipliniert gespielt und versucht, ihr Spiel durchzudrücken. Das war natürlich nicht immer möglich, aber sie haben sich überhaupt nicht versteckt. Wichtig ist, dass du Momente hast, und die hatten sie im Umschalten. Sie haben keine großen Fehler vor der eigenen Abwehr gemacht und somit die Torchancen gegen sich einigermaßen im Rahmen gehalten. Nur so geht es.“

… zur Leistung des FC Bayern: „Für die Ansprüche, die der FC Bayern an sich selbst hat, war das über weite Strecken natürlich zu wenig. Aber sie können es eben auch regulieren. Du hast manchmal solche Spiele, in denen du ein bisschen träge reinkommst und das Spiel vor sich hinplätschert. Sie sind aber immer in der Lage, anzuziehen und mit einzelnen Aktionen das Spiel zu entscheiden. Dass du das nicht jede Woche immer abrufen kannst, ist auch klar. Deswegen war es heute wichtig, mit drei Punkten heimzufahren.“

… zur Form des FC Bayern (vor dem Spiel): „Sie kommen langsam in Fahrt. Sie haben in der ersten Halbzeit auch ein bisschen gebraucht, aber dann haben sie einen Gang hochgeschaltet und kommen immer mehr in den Rhythmus. Und wenn die Bayern in den Rhythmus kommen, sieht man, was auch in einer Halbzeit möglich ist.“

… zur frühen Rotation beim FC Bayern (vor dem Spiel): „Er fängt ein bisschen früher an, was auch Sinn macht. Er muss irgendetwas aus der letzten Saison lernen. Sie haben viel, viel, viel richtig gemacht. Aber am Ende geht es auch um die Champions League und um die entscheidenden Spiele im Viertel- und eventuell Halbfinale, wo du die Körner brauchst, die vielleicht den Ausschlag geben, um weiterzukommen.“

 

DAZN-Experte Tobias Schweinsteiger ...

… zur schwierigen Situation des HSV: „Das ist brutal schwer, weil die Gegentore teilweise entstehen, weil sie passiv sind, durch Standards oder individuelle Fehler. Das ist ein brutal breites Potpourri an Sachen, die du eigentlich bearbeiten musst. Aber du musst dahin kommen, dass die Mannschaft weiterhin daran glaubt, dass sie bundesligatauglich ist. Das wird die Hauptaufgabe in der Woche sein.“

… zum Potenzial von RB Leipzig: „Wenn du sie spielen lässt und ihnen Raum gibst, sind sie stark. Wenn sie umschalten können, sind sie stark. Wenn sie ins Tempo kommen, sind sie stark. Sie haben schon Potenzial. Dieses Potenzial kannst du aber nur ausschöpfen, wenn du dich auch gegen Widerstände wehrst. Das wird der Turning Point dafür, wie gut sie wirklich sind.“

… zur frühen Trennung von Eugen Polanski in Mönchengladbach (vor dem Spiel): „Das ging sehr, sehr schnell. Sie haben ihn über den Sommer gestärkt und den kompletten Staff um ihn herum verändert. Jetzt mussten sie nach drei Spieltagen feststellen, dass es so nicht weitergeht. Er hatte im vergangenen Jahr die Siege immer zur richtigen Zeit. Deshalb ist es schon überraschend, wenn du so viel Personal um den Trainer herum veränderst, um ihn zu stärken, und ihn dann nach drei Spieltagen entlassen musst.“

 

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