Fußball

Leverkusens Kapitän Andrich wütend über Elfmeterpfiff: „Das reicht doch nicht“

Havertz trifft bei Rückkehr in die BayArena: „Tut mir leid für die Leverkusener, aber das ist Fußball“ - Bayer-Coach Hjulmand zur Form von Kofane: „Hat es wahnsinnig gut gemacht“ - DAZN-Experte Petersen zu Arsenal: „Haben sich so ein bisschen als Titel-Favorit disqualifiziert“

Berlin/München, 11.03.2026

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus der Partie Bayer 04 Leverkusen gegen FC Arsenal (1:1) im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League live bei DAZN.

 

Kasper Hjulmand (Trainer Bayer 04 Leverkusen) ...

… zum Remis: „Wir sind enttäuscht, nicht gewonnen zu haben. Wir haben heute Abend gegen eine Top-Mannschaft eine gute Leistung gezeigt und auch gut gespielt. Wir haben nicht viele Chancen zugelassen. Wir können mit dem Ball einen Tick besser im Umschaltverhalten sein. Insgesamt eine gute Leistung und wir sind mit dem 1:1 nicht zufrieden.“

… zum Elfmeter: „Kein Kontakt und dann geht er runter. Es ist kein Elfmeter. Das ist eine Situation, in der, wenn der Schiedsrichter nicht pfeift und der VAR es checkt, es trotzdem kein Elfmeter ist.“

… zum Standardtreffer gegen Arsenal: „Wir hatten eine gute Trainer-Analyse und ein gutes Training. Wir haben sehr, sehr gut gearbeitet – defensiv und offensiv. Diese Situation war sehr, sehr gut vorbereitet. Wir haben alles richtig gemacht.“

… zur Leistung von Kofane: „Die letzten zwei, drei Spiele hat er es wahnsinnig gut gemacht. Er ist 19 Jahre alt, hat in Spanien in der 2. Liga nur ein paar Monate gespielt und dann hier in Leverkusen. Mit 19 so eine Top-Leistung heute.“

… zum Rückspiel in London: „Da geht was. Es ist Game on.“

… zur Ausgangslage gegen Arsenal (vor dem Spiel): „Wir haben eine Chance. Und deswegen ist im Fußball manchmal etwas möglich. Wir müssen heute Abend natürlich unsere absolut beste Leistung bringen. Wir werden einen guten Versuch zeigen und müssen natürlich unser bestes Spiel zeigen.“

… zur Stärke von Arsenal (vor dem Spiel): „Sie haben keine großen Schwächen. Sie sind in beiden Strafräumen sehr, sehr gut und genau dort wird Fußball entschieden. Natürlich gibt es im Fußball immer Möglichkeiten. Wir müssen sehr, sehr gut verteidigen – manchmal hoch und aggressiv, manchmal sehr kompakt. Aber wir müssen auch unser Spiel machen, nach vorne spielen und Arsenal vor Aufgaben stellen. Deswegen sind wir hier: um unser bestes Spiel zu machen.“

… zu den Standards von Arsenal (vor dem Spiel): „Ja, natürlich sind wir vorbereitet, sehr, sehr gut vorbereitet. Aber alle Mannschaften gegen Arsenal sind gut vorbereitet. Du kannst das natürlich vorbereiten, aber sie machen das sehr, sehr gut. Wir haben die Analysen, wir wissen, was passiert. Aber das eine ist die Analyse und die Theorie, das andere ist das Spiel. Wir haben das natürlich trainiert. Aber wenn es losgeht, dann geht es los. Wir haben auch sehr, sehr gute Standards und versuchen heute Abend auch, diese Situationen für uns zu gewinnen.“

… zu Kofane und Maza (vor dem Spiel): „Die zwei haben in den letzten sechs, sieben Monaten einen unglaublichen Schritt nach vorne gemacht. Sie haben Qualität und so gute Persönlichkeiten, um zu lernen. Ich sage nur: Gas geben und genießen, nach vorne spielen und alles auf den Platz bringen. Wir haben sehr viele junge Spieler, die zum ersten Mal in einer Situation wie dieser sind. Aber auf geht’s.“

 

Janis Blaswich (Torwart Bayer 04 Leverkusen) ...

… zum Remis: „Durchaus positiv, muss ich sagen – trotz des Gegentors und trotz des Unentschiedens. Wenn wir auf unsere Leistung schauen, vor allem auf die erste Halbzeit, haben wir sehr reif, sehr erwachsen gespielt, waren sehr griffig. Trotzdem ist es natürlich bitter.“

… zum Elfmeter: „Weiß ich jetzt nicht. Also ich finde, für so ein Champions-League-Hinspiel ist das schon sehr wenig. Da habe ich nichts gesehen. Er kann so nicht fallen. Aber es ist so entschieden worden und man kann es nicht mehr rückgängig machen.“

… zum Strafstoß von Havertz: „Bei Kai wusste ich, dass er verzögert. Da musst du als Torwart ein bisschen spielen und länger warten, du kannst nicht zu früh weg, sonst schiebt er ihn in die andere Ecke. Bitter. Ich denke, wenn ich früher gehe und er ihn in die Ecke schießt, habe ich ihn, aber vielleicht switcht er auch um.“

 

Robert Andrich (Kapitän & Torschütze Bayer 04 Leverkusen) ...

… zum Elfmeter: „Schon sehr wenig. Natürlich darf Tillman da so nicht hingehen, er entscheidet sich dann so. Ich kenne solche Situationen auch: Wenn du runtergehst und vielleicht das Gefühl hast, oh scheiße, jetzt bin ich schon mal unten. Aber boah, das ist schon sehr, sehr wenig. Mein Gefühl war, dass der kleine Kontakt kommt und er aber ein bisschen später immer noch fällt. Wenn ich das noch zweimal gesehen habe, ist es noch weniger ein Elfmeter. Wie man da nicht sagen kann, dass er es zurücknehmen soll – das reicht doch nicht. Leider kannst du es nicht mehr ändern.“

… zur Defensivleistung: „Ich glaube, dass wir es sehr gut gemacht haben. So ab der 60. Minute waren wir einen Tick zu tief, da haben wir den Switch nicht hinbekommen, mal ins Angriffspressing zu kommen. Aber trotzdem haben sie wenig daraus kreiert. Ich glaube schon, dass es gut war, dass wir tiefer standen. Da hatten sie echt nicht viel, weil wir es auf den Außen auch gut gemacht haben, wo sie eigentlich immer sehr, sehr stark sind.“

… zum Remis: „Es fühlt sich enttäuschend an, aber nächste Woche haben wir noch eine Chance.“

… zu seinem Tor: „Der Ball ist perfekt. Es ist tatsächlich auch eine der Varianten gewesen. Mannorientierung. Man sieht ganz gut, wie Ibo seinen Gegenspieler wegblockt. Der Ball ist perfekt, ich laufe gut ein – und ich köpfe ihn natürlich auch gut ein.“

… zum Rückspiel und dem Bundesliga-Duell mit den Bayern: „Hier kommt jetzt schon das nächste Brett auf uns zu – drei Bretter hintereinander. Aber wir haben gegen jede Mannschaft eine Chance, das haben wir heute wieder gesehen. Natürlich wird es dort nochmal etwas anderes als hier. Wir wären gerne mit einem 1:0 hingereist. Das 1:1 fühlt sich ein bisschen schlecht an, aber ich glaube, es ist trotzdem noch alles drin.“

 

Simon Rolfes (Geschäftsführer Sport Bayer 04 Leverkusen) ...

… zur Verabschiedung von Havertz (vor dem Spiel): „Natürlich war es schön, dass er nach sechs Jahren endlich wieder auf uns trifft – und dann direkt in der Champions League in so einem Rahmen. Dass wir ihm etwas überreichen konnten, war wichtig. Damals während Corona war das alles ein bisschen trister, obwohl es für uns ein großer und wahnsinnig wichtiger Wechsel war. Und für ihn ja auch, denn er ist Champions-League-Sieger geworden und wir haben danach das Double geholt.“

… zu möglichen Havertz-Nachfolgern im Kader (vor dem Spiel): „Das ist schwer, weil Kai so viele Facetten auf unglaublichem Niveau erfüllt. Er hat Größe, ist trotzdem unglaublich elegant, dribbelstark, torgefährlich, kopfballstark und schnell. Mit Kai ist das nicht so einfach. Deswegen lasse ich den Jungen noch ein bisschen Zeit. Aber dass wir interessante Spieler haben, die wieder auf Topniveau an die Entwicklung herangehen können, mit ihren Qualitäten, mit Sicherheit. Kai ist schon ein schönes Vorbild.“

… zur Motivation durch die Champions League für den Liga-Alltag (vor dem Spiel): „Klar, vielleicht fehlt uns in der Bundesliga der eine oder andere Punkt. Aber genau diese Spiele müssen Motivation sein. Das ist eine riesige Motivation für die Jungs. Ich habe auch dem einen oder anderen, der nach Piräus wegen der Leistung enttäuscht war, gesagt: Wie häufig warst du schon im Achtelfinale der Champions League? Deswegen musst du das als Motivation für heute nehmen, aber auch für die Liga, um da wieder reinzukommen. Das sind die großen Spiele in einer Karriere.“

 

Kai Havertz (FC Arsenal) ...

… zu den Sekunden vor dem Elfmeter: „Ja, das war auch für mich relativ lange, ehrlicherweise. Ich bin froh, dass ich angetreten bin, froh, dass ich getroffen habe. Es tut mir natürlich leid für die Leverkusener, aber das ist Fußball.“

… zur Bedeutung des Tores: „So ein Elfmeter in der letzten Minute ist nicht immer einfach. Aber das sind Momente, für die ich jahrelang gearbeitet habe – um in solchen Momenten da zu sein. Deswegen freue ich mich natürlich.“

… zu seiner Rückkehr nach Leverkusen: „Ich glaube, ich habe auf der Seite auch schon den einen oder anderen Elfmeter geschossen. Deswegen kenne ich das Gefühl, kenne die Entfernung. Wir sind glücklich, dass wir am Ende noch das Unentschieden geholt haben.“

… zur Gegenwehr von Leverkusen: „Überrascht waren wir nicht. Wir wussten, dass es eine Top-Mannschaft ist. Wir haben viel darüber gesprochen. Wir wussten, dass sie zu Hause sehr, sehr schwer zu schlagen sind. Ich weiß persönlich, dass es hier in der BayArena immer schwer ist, als Gast herzukommen – vor allem in der Champions League. Wir haben heute nicht unser bestes Spiel geliefert, fahren aber mit einem guten Ergebnis nach Hause und müssen das Ding nächste Woche richten.“

… zum Rückspiel: „Wir müssen Gas geben, wir müssen das Spiel gewinnen. Wir haben natürlich unsere Fans im Rücken, was sehr, sehr wichtig ist. Sie werden uns unterstützen, und dann wollen wir das Spiel gewinnen und hoffentlich weiterkommen.“

 

Mikel Arteta (Trainer FC Arsenal) ...

… zum Spiel: „Das Spiel hatte verschiedene Phasen. In der ersten Halbzeit haben wir es über weite Strecken kontrolliert. Wir hatten natürlich die große Chance, als Martinelli die Latte trifft. Wenn du in diesem Moment das Tor machst, verändert sich das Spiel komplett. In der Halbzeit mussten wir ein paar Dinge anpassen, aber sie kamen dann sehr schnell raus und wir haben genau das Gegenteil von dem gemacht, was nötig gewesen wäre. Wir waren nicht bereit. Wir wussten, dass sie bestimmte Abläufe bei Anstößen haben. Sie haben am Wochenende schon drei davon gezeigt, und wir waren darauf nicht vorbereitet. Daraus lassen wir die Kopfballchance zu und danach das Gegentor nach einem Standard. Darüber bin ich sehr enttäuscht. Dann musst du reagieren und emotional stabil bleiben, weil noch viel Zeit zu spielen ist. Sonst fängst du an, Fehler zu machen und das Spiel zu überhasten. In einigen Bereichen haben wir uns verbessert, vor allem durch die Wechsel. Die Spieler von der Bank haben einen großen Einfluss gehabt.“

… zu den Problemen gegen Leverkusens Defensive: „Vor allem waren wir in den Aktionen im letzten Drittel zu unpräzise und dadurch haben wir ihnen Räume für Umschaltmomente gegeben. Wenn das passiert, wird das Spiel etwas offener. In den letzten 20 bis 25 Minuten haben wir das deutlich besser gemacht. Aber für das Rückspiel gibt es definitiv Dinge, die wir anpassen und verbessern müssen.“

… zum Elfmeter für Arsenal: „Es gibt bei solchen Situationen immer zwei Seiten. Darauf werde ich mich nicht einlassen.“

 

DAZN-Experte Nils Petersen ...

… zum späten Ausgleich: „Wenn man die ernüchterten Gesichter der Leverkusener sieht, dann ist das auch ein Kompliment für diese Leistung und für diese Moral, dass man diesen scheinbar übermächtigen Gegner so an den Rand einer Niederlage gebracht hat. Am Ende wäre der Sieg auch verdient gewesen. Die Art und Weise tut natürlich jetzt richtig weh.“

… zur Einordnung von Arsenal als Top-Favorit: „Heute haben sie sich so ein bisschen als Titel-Favorit disqualifiziert. Das hat natürlich viel mit Leverkusen zu tun, aber auch mit dem Momentum, dass sie heute keine gute Tagesform hatten. Deswegen sind die Leverkusener auch so enttäuscht, weil heute mehr möglich war und Arsenal heute verwundbar war.“

… zur Leistung von Kofane: „Er hat sich vorne wirklich aufgerieben. Nach 70, 80 Minuten habe ich gedacht: Wann ist er denn mal müde? Er war immer wieder anspielbar, hat mit verteidigt, umgeschaltet, war Anspielstation für lange Bälle, hat Freistöße gezogen und Saliba und Gabriel das Leben schwer gemacht. Unabhängig vom Alter war das einfach eine Top-Leistung.“

 

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