Fußball

Union verspielt Tabellenführung – Fischer wütend: „Das war Jugendfußball“

Fehlende Frische für FC-Coach Baumgart keine Ausrede: „Freiburg hat das gleiche Pensum“ - Alonso nach Befreiungsschlag für Leverkusen: „Wollen mehr“ - DAZN-Experte Bigalke lobt Freiburg: „Ganz klar auf dem Kurs Champions League“

Berlin/München, 06.11.2022

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus den Sonntagsspielen Bayer 04 Leverkusen gegen 1. FC Union Berlin (5:0) sowie SC Freiburg gegen 1. FC Köln (2:0) am 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.

 

Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin) ...

... zum Spiel: „Die erste Halbzeit fand ich gut und kontrolliert. Es war ein ausgeglichenes Spiel ohne große Chancen auf beiden Seiten. Dann geraten wir durch eine Standardsituation in Rückstand und das hat uns den Stecker gezogen. Dann musst du eine gewisse Sicherheit an den Tag legen und nicht so ins Messer laufen. Das war für mich Jugendfußball, das haben wir nicht gut gemacht.“

... zu den Schlüssen aus dem Spiel: „Es war eine Ohrfeige, da musst du mitnehmen, dass du dich so nicht verhalten kannst. Es gibt das eine oder andere anzusprechen und dann gilt es, wieder aufzustehen. Dafür hat es die Mannschaft im Jahr 2022 einfach zu gut gemacht, dass wir zu lange über diese Niederlage diskutieren.“

... zum Restprogramm vor der WM: „Wir wollten in Leverkusen Punkte mitnehmen, das ist uns deutlich nicht gelungen. Jetzt gilt es, gut zu regenerieren, da wir am Mittwoch wieder zuhause gegen Augsburg spielen. Dann gehen wir die letzte Aufgabe an.“

 

Xabi Alonso (Trainer Bayer 04 Leverkusen) ...

... zum Spiel: „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis und der Leistung. Wir wussten vor dem Spiel, wie stark Union ist. Die erste Halbzeit war eng, beide Mannschaften hatten nicht viele Chancen. Wir sind konzentriert geblieben, das erste Tor war sehr wichtig für uns. Wir sind zufrieden, haben aber noch zwei Spiele in dieser Woche und wollen mehr.“

... zur Taktik: „Wir versuchen, eine Balance zwischen der Kontrolle und dem Angriff zu bekommen. In der ersten Halbzeit waren wir nicht aggressiv genug im letzten Drittel. Nach dem Führungstreffer war es einfacher. Das brauchen wir von unseren Spielern.“

... zu seiner bisherigen Arbeit mit der Mannschaft: „Die letzten Wochen waren sehr intensiv für uns. Wir hatten viele Spiele, mussten oft reisen und konnten nicht so viel trainieren. Wir wollen diese Woche gut beenden und in der Winterpause werden wir besser trainieren. Dann werden wir unser Konzept erweitern, da wir noch keine Zeit hatten, verschiedene Systeme zu üben. Wir hoffen, dass wir im neuen Jahr eine bessere Mannschaft sein können.“

 

Christopher Trimmel (Kapitän 1. FC Union Berlin) ...

... zum Spiel: „Zwei blöde Tore – die ersten beiden Gegentore müssen nicht passieren. Danach wollten wir kompakt bleiben und das Feld lang machen, da wir wussten, dass Leverkusen gut im Konterspiel ist. Sie haben das gut gemacht. Es war eine Wucht, die auf uns zugekommen ist. Das passiert mal.“

... zur Pleite: „Wir spielen eine grandiose Saison – sind in der Europa League und im Pokal weiter. Das wissen wir genau und wir wussten, dass es Spiele gibt, wo wir eine Packung kriegen.“

... zum Restprogramm vor der WM: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Nun haben wir wieder ein wichtiges Heimspiel, wo wir punkten wollen. Wir wollen so lange es geht oben bleiben. Allerdings wird es hart.“

 

Robert Andrich (Torschütze Bayer 04 Leverkusen) ...

... zum Spiel: „Die erste Halbzeit war sehr zäh und nicht gut von uns. Wichtig war, dass wir in der Halbzeit dennoch klarbleiben und wissen, dass es noch 0:0 steht. Union hat häufig Spiele, die sie dann am Ende entscheiden. Wenn wir weiter konzentriert spielen, werden wir unsere Möglichkeiten bekommen. Ein paar haben wir dann bekommen.“

... zu den Schlüssen aus dem Spiel: „Wir nehmen uns viel Positives aus dem Spiel. Nicht nur, dass wir fünf Tore geschossen haben. Wir sind nach einer schlechten ersten Halbzeit klargeblieben. Wir dürfen nicht denken, dass es mit ‚Tralala-Fußball‘ weiterläuft. Wir sind sehr froh, dass es am Ende ein 5:0 geworden ist, ich hätte mich auch über ein 1:0 gefreut. Wir müssen konzentriert bleiben und wissen, dass es weiterhin eine schlechte Situation ist. Es kommen noch zwei wichtige Spiele, in denen wir einfach spielen müssen. Wenn wir das machen, sind wir sehr gut.“

 

Rani Khedira (1. FC Union Berlin) ...

... zur Pleite: „Es fühlt sich beschissen an. Es war ein Totalausfall in der zweiten Halbzeit. Ein Ausrutscher, der uns einmal passieren darf und nur einmal passieren wird.“

... zum Spiel: „Du startest denkbar ungünstig mit einem Gegentreffer aus einer Standardsituation in die zweite Halbzeit. Danach fangen wir uns durch einen eigenen Fehler das 0:2. Dann drehen wir uns dreimal um und es steht 0:5. Das können wir uns selbst nicht mehr erklären. Auf Leverkusener Seite hat alles funktioniert und bei uns war gefühlt der Stecker gezogen.“

... zum Restprogramm vor der WM: „Wir fokussieren uns auf Mittwoch. Wir wollen den Totalausfall wieder gutmachen. Es ist das letzte Heimspiel des Jahres und da wollen wir uns mit den Fans einen schönen Abschied gewähren. Dann schauen wir, was am Sonntag in Freiburg passiert.“

 

Mitchel Bakker (Torschütze Bayer 04 Leverkusen) ...

... zum Sieg: „Es fühlt sich toll an. Wir sind nicht in bester Verfassung, daher war es ein wichtiges Spiel und wichtige drei Punkte für uns.“

... zum Spiel: „Zuerst war es schwierig, sie haben gut verteidigt. In der Halbzeit sagte der Trainer, dass wir geduldig sein sollen und unsere Chancen werden kommen. Das haben wir getan und man hat gesehen, dass wir genug Qualität haben. Wir hatten Spaß auf dem Feld und das hat sich gezeigt.“

... zur sportlichen Lage: „Vor dem Spiel hat der Trainer uns gesagt, dass er sauer wird, wenn er auf die Tabelle blickt. Wir mussten gewinnen und die drei Punkte sind gut für uns. Ich hoffe, dass wir weiterhin so spielen.“

… zu seiner Leistung: „Ich probiere jedes Spiel, mein Bestes zu geben. In dem Spiel war es gut, das Tor und die Vorlagen haben der Mannschaft geholfen. So will ich jedes Spiel spielen, aber es ist nicht einfach.“

 

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...

... zu seinem Dialog mit FC-Coach Baumgart: „Ich habe ihm gesagt, dass sie eine unglaubliche Mannschaft haben. Das hat auch mit Steffen zu tun, da sie eine brutale Mentalität haben. Das hat man gesehen, sie haben mit Verletzen Probleme und zu jeder Zeit tun sie alles, damit sie das Spiel drehen können. Das ist außergewöhnlich.“

... zum Spiel: „Die Mannschaft hat sehr konzentriert gespielt, wir haben gewusst, wie Köln anläuft. Sie haben einige Kontersituationen, wir müssen am Anfang in Führung gegangen. Dann ist Köln ein paar Mal aus unserem Pressing gekommen und wenn sie da treffen, wird es schwierig. Die Mannschaft hat ein sehr gutes und reifes Spiel gemacht und daher verdient gewonnen.“

... zur hohen Belastung: „Noch wollen wir spielen. Ich bin froh, wenn der nächste Sonntag ist und wir durchatmen können.“

 

Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln) ...

... zur hohen Belastung: „Das kann man als Entschuldigung nehmen, wenn man aber sieht, wie die Tore gefallen sind – in der Anfangsphase verteidigen wir es einige Male mit Glück und Können so, dass der Ball nicht ins Tor geht. Dann haben wir zwei große Chancen, die müssen in so einem Spiel rein. Wir hatten es nach 20 Minuten ausgeglichen, dann drückt Freiburg. Wir kassieren ein Tor aus einem Konter, wo einiges nicht funktioniert, was sonst gut funktioniert. Das sind die Fehler zu viel und die nutzt der Gegner derzeit aus. Wir können die Frische als Ausrede nehmen, aber Freiburg hatte das gleiche Pensum. Daher lasse ich das nicht gelten. Wir müssen gucken, dass wir schnellstmöglich wieder in eine gute Form finden.“

... zu den vielen Ausfällen: „Wir reden nicht über die Jungs, die fehlen. Die Jungs, die da sind, geben alles und werden sich weiterentwickeln. Das ist ein Lernprozess und das wird so bleiben. In Freiburg – mit der Qualität – ist es keine Schande, zu verlieren. Es ist ärgerlich, da es in der einen oder anderen Szene zu verhindern war.“

 

Marvin Schwäbe (Torhüter 1. FC Köln) ...

... zum Spiel: „In der ersten Halbzeit sind wir über Strecken nur hinterhergelaufen. Wir haben keinen Weg dagegen gefunden, es ist schwierig. Wir gehen mit einem relativ guten Gefühl in die Pause und kassieren dann schnell die zwei Gegentore.“

... zum Plan: „Wir hatten einen guten Plan, wollten das Zentrum zumachen und einen Tick tiefer stehen. Das hat über weite Strecken gut funktioniert. Dann haben wir doch das System umgestellt, da wir selbst nicht vom Fleck kamen. Nach einer halben Stunde wurden wir dann auch besser.“

... zur Frage ob der FC von der Belastung am Maximum sei: „Belastungsmäßig ja – dazu kommen die Verletzungen. Wir hauen in den letzten zwei Spielen alles raus, versuchen sie für uns zu entscheiden. Dann kommen wir in den Urlaub, der auch für uns wohlverdient kommt.“

 

Christian Günter (Kapitän SC Freiburg) ...

... zum Spiel: „Wir sind von Anfang an relativ konsequent aufgetreten. Wir hatten gute Phasen mit dem Ball. Gerade in der Anfangsphase haben wir gute Chancen, hätten in Führung gehen können. Köln ist stark im Konterspiel, das konnten wir allerdings gut verteidigen. Dann gute Tore und wir konnten es souverän runterspielen.“

... zu seinen WM-Chancen: „Ich werde mir anschauen, wen der Hansi mitnimmt. Ich konnte mich nur Spiel für Spiel zeigen und beweisen. Ich glaube, dass ich bisher eine gute Hinrunde gespielt habe, letztendlich trifft er die Entscheidung. Ich würde mich freuen, dabei sein zu können, es ist ein tolles Erlebnis. Ich bin auch gespannt.“

 

Michael Gregoritsch (Torschütze SC Freiburg) zur hohen Belastung: „Man merkt schon, dass wir viele Spiele hatten. Man sieht, dass wir eine stabile und gute Mannschaft sind. Jeder hat seine Aufgaben und erfülllt diese. Dann kommt ein Spiel wie dieses zustande. Wir müssen eigentlich schon in der ersten Halbzeit die Tore machen. Normalerweise passiert es schnell in der Bundesliga, dass man dann ein Tor kassiert. Die Situationen von Köln haben wir gut verteidigt und gehen verdient in Führung in der zweiten Halbzeit.“

 

DAZN-Experte Tim Borowski zu Leverkusen: „Es gibt teilweise entscheidende Momente in der Saison, wo du diesen Brustlöser hast. Da erzielst du die Tore und weißt nicht, warum es gerade in dem Spiel funktioniert. Das freut mich für Bayer Leverkusen, dass sie es in der zweiten Halbzeit nach einer so schwachen ersten geschafft haben.“

 

DAZN-Experte Sascha Bigalke zum SC Freiburg: „Die Zielsetzung ist mittlerweile eine andere. Über 40 Punkte muss man nicht mehr reden, wenn sie so weitermachen, sind sie ganz klar auf dem Kurs Champions League.“

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