Fußball

„Das kann nicht der Fairplay-Gedanke sein“: Viel Aufregung über nicht gegebenen Kruse-Elfmeter

Hradecky lobt „gute Reaktion“ seiner Mannschaft - Eggestein gibt zu: „Beim Elfmeter hatten wir Glück“ - Leitl sieht ein „geiles Spiel“ am Ronhof - Sky Experte Hamann versteht den Wolfsburger Ärger: „Ein klarer Elfmeter“

Unterföhring, 26.02.2022

Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 24. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky


Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) zur Gladbacher Defensive: „Wir müssen in den letzten Wochen einige Tore erzielen, um Spiele zu gewinnen. Unser Ansatz muss sein, mit unserer Qualität auch mal ein 1:0 zu erreichen und nicht immer drei oder vier Tore schießen zu müssen. Wir müssen weiterarbeiten und defensiv besser stehen, damit wir über die Defensive auch mal Spiele gewinnen können. Offensiv haben wir gute Qualitäten, aber der Ansatz muss sein, weniger Tore zu kassieren.“

 

Florian Kohfeldt (Trainer VfL Wolfsburg) ...

... zum möglichen Foulelfmeter an Max Kruse: „Da gibt es gar keine Diskussion, das ist ein klarer Elfmeter.“

… zur roten Karte von Maxence Lacroix: „Über das Handspiel müssen wir nicht reden, aber Thuram zieht mit beiden Armen und somit ist es vorher ein Foul. Wenn er nur das Handspiel sieht, kann er sie geben, aber er muss auch das Foul vorher bewerten.“

 

Marcel Schäfer (Sportdirektor VfL Wolfsburg) zum Spiel: „Es war ein sehr turbulentes und emotionales Spiel. Leider haben wir die 2:0-Führung trotz einiger Chancen nicht ins Ziel bringen können. Vom Grundsatz her, waren wir in den entscheidenden Momenten vielleicht nicht griffig genug. Es gab die ein oder andere diskussionswürdige Entscheidung, das war auch Teil dieses Spiels.“

 

Koen Casteels (Torhüter und Kapitän VfL Wolfsburg) zum Spiel: „Gladbach ist eine gute Mannschaft, die nicht da steht, wo sie hingehört. Auf der anderen Seite hatten wir auch Chancen, um das Spiel zu entscheiden. Die haben wir aber nicht genutzt, das fehlt uns aktuell noch ein wenig.“

 

Max Kruse (VfL Wolfsburg) ...

... zum Spiel: „Wir haben uns vorgenommen zu gewinnen, haben 2:0 geführt und bekommen zwei dumme Gegentore. Wir haben dann noch große Chancen und bekommen einen klaren Elfmeter nicht. Die rote Karte kann man geben, da er den Ball mit der Hand fast mitnimmt. Keine Ahnung, was ihn da geritten hat. Dann haben wir Glück, dass es nur 2:2 endet.“

... zum möglichen Elfmeter: „Ich frage mich, was die im Keller machen. Es kann nicht der Fairplay-Gedanke sein, dass ich direkt hinfalle. Dann muss ich immer direkt fallen und es gibt Elfmeter. Klarer kann er mich nicht treffen. Ich weiß nicht, wie viele Leute im Keller sitzen, aber sehr kompetent waren sie nicht.“

 

Lukas Hradecky (Torhüter und Kapitän Bayer Leverkusen) zum Spiel: „Es war nach der Niederlage in der letzten Woche eine gute Reaktion. Es war verdient. Wir hatten viele Chancen, aber Ortega hat gut gehalten. Es war ein kontrollierter Sieg, so muss es sein.“

 

Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) zu der Frage, ob alles andere als die Champions-League eine Enttäuschung wäre: „Definitiv. Wir sollten uns nicht auf das Ende fokussieren, sondern auf jedes Spiel und dabei die Punkte sammeln. Am Ende wollen wir in die Champions-League.“

 

Patrick Wimmer (Arminia Bielefeld) zum Spiel: „Wir hatten unsere Chancen und Umschaltsituationen, um vielleicht einen Punkt mitzunehmen. Im Endeffekt haben wir es nicht schlau genug gespielt und waren in einigen Momenten zu passiv. Deshalb hat Leverkusen heute verdient gewonnen.“

 

Gonzalo Castro (Arminia Bielefeld) zum Leverkusener 1:0: „Die Hälfte der Spieler kannte die Regel gar nicht, dass es nicht mehr abgepfiffen werden muss. Ich weiß nicht, ob da immer jemand sitzt der Langeweile hat und irgendwelche Regeln umschreibt. Wir sollten beim Fußball bleiben. Hand ist Hand und fertig.“

 

Maximilian Eggestein (SC Freiburg) ...

... zum Spiel: „In der ersten Halbzeit war es ein sehr guter Auftritt. Wir haben sehr dominant gespielt, aber dann ein wenig Ärger mit Standardsituationen hatten. In der zweiten Hälfte haben wir es zu Beginn ein wenig aus der Hand gegeben, aber die Einwechselspieler haben uns zum Ende hin nochmal geholfen.“

... zum Elfmeter: „Im Spiel habe ich gesagt, dass es ein klarer Elfmeter war. Aber in der Wiederholung sieht man, dass wir in der Situation Glück hatten.“

 

Vicenzo Grifo (Torschütze SC Freiburg) zum Elfmeter: „Es ist schon ein paar Mal passiert, dass solche Elfmeter nicht gepfiffen worden sind. Es tut mir ein wenig leid für Berlin. Der Kontakt ist da, aber man muss ihn nicht geben. Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn er ihn nicht pfeift.“

 

Fredi Bobic (Geschäftsführer Sport Hertha BSC) ...

... zum Spiel: „Das Ergebnis ist brutal. Wir haben versucht nach vorne zu spielen, in den entscheidenden Situationen aber nicht die Tore gemacht. Am Ende bekommen wir noch zwei Gurken, die auch aus dem Zufall entstehen. Wir müssen weiter dranbleiben und an den guten Dingen arbeiten. Aber die haben wir heute leider nicht genutzt.“

... zum Elfmeter: „Es ist ein leichter Kontakt, aber das ist mir zu wenig. Das reicht für einen Elfmeter nicht aus. Wir müssen es so nehmen, aber für mich ist es eine klare Fehlentscheidung.“

 

Stefan Leitl (Trainer SpVgg Greuther Fürth) zum Spiel: „In der zweiten Hälfte waren wir dem Sieg einen Tick näher als die Kölner. Dennoch ein Kompliment an beide Mannschaften, das war ein richtig geiles Spiel mit vielen Offensivszenen. Kompliment an meine Mannschaft, dass sie zurückkommt und das Spiel am Ende offen gestaltet.“

 

Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln) zum Spiel: „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Es war wie erwartet sehr eng und sehr umkämpft. Am Ende geht das Ergebnis für beide in Ordnung. Beide haben alles rausgehauen und am Ende ist es ein Remis geworden. Wir wünschen uns immer mehr, aber heute war nicht mehr drin.“

 

Christopher Trimmel (Kapitän 1. FC Union Berlin) zu den angeblichen Unruhen im Verein: „Es gab intern überhaupt keine Unruhe, das war alles medial. Das hat uns nicht interessiert. Uns ist die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wichtig und auch die letzten drei Spiele waren nicht so schlecht.“

 

Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin) zum Spiel: „Effizienz, so ist manchmal Fußball. In den letzten Spielen hatten wir viele Chancen, erzielen aber keine Tore. Dafür waren wir heute sehr effizient.“

 

Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05) zum Spiel: „In der ersten Halbzeit machen wir ein ordentliches Spiel. Es gibt das Tor, aber ansonsten hatten wir die besseren Chancen. Eine Mannschaft, die zuletzt ein wenig verunsichert war, so früh in Führung gehen lassen, ist natürlich nicht optimal. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr gut gespielt und Union war besser.“

 

Sky Experte Dietmar Hamann …

... zum möglichen Foulelfmeter an Max Kruse: „Der Schiedsrichter muss die Situation bewerten und nicht das was danach passiert. Er wird klar am Knöchel getroffen. Das ist ein Strafstoß, da gibt es keine zwei Meinungen. Durch eine solche Situation provozieren wir, dass Spieler bei dem kleinsten Kontakt auf den Boden gehen.“

… zu Bayer Leverkusen: „Sie machen es wunderbar, spielen guten Fußball und haben es heute ohne Schick gut gelöst. Aber die Verfolger sitzen ihnen im Nacken. Sie müssen dranbleiben. Es wäre nicht das erste Mal, wenn sie es noch verspielen. Es wird ein enges Rennen“

… zu Hertha BSC: „Freiburg war nicht drei Tore besser, aber Berlin muss anfangen zu punkten. So wie sie aktuell spielen, sind die Augsburger und Stuttgarter die einzige Chance der Hertha. Sie sind abhängig davon, dass die Konkurrenz verliert. Man muss sich Sorgen um Berlin machen.“


Sky Schiedsrichter Experte Alex Feuerherdt ... 

... zum möglichen Foulelfmeter an Max Kruse: „Man sieht einen sehr klaren Tritt. Er macht dann noch einen Haken und geht dann erst zu Boden. Fällt er sofort, gibt es den Strafstoß wahrscheinlich. Die wenigsten Schiedsrichter pfeifen ab, wenn er nicht zu Boden geht. Da er anscheinend unbeeinträchtigt war, greift der VAR nicht ein. Dennoch kann ich jeden verstehen, der hier einen Elfmeter fordert.“

… zur roten Karte von Maxence Lacroix: „Wenn beide halten, aber zum Schluss ein so klares Handspiel kommt, das eine klare Chance verhindert, muss der Platzverweis kommen. Diese Entscheidung und den Eingriff halte ich für berechtigt.“


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