Fußball

Demirovic mit CL-Dreierpack nach Wechsel-Gedanken: „Da hat sich ein bisschen was angestaut“

Hoeneß zum Auftaktsieg trotz defensiver Schwächen: „Brauchen uns für einen Champions-League-Sieg nicht zu schämen“ - Prömel geht in die selbstkritische Analyse: „Haben uns das Leben teilweise selbst schwer gemacht“ - DAZN-Experte Petersen zu Demirovic: „Spüre bei ihm totale Klarheit“

Berlin/München, 09.09.2026

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus der Partie VfB Stuttgart gegen Viking Stavanger (3:1) am 1. Spieltag der Ligaphase der UEFA Champions League live bei DAZN.

 

Sebastian Hoeneß (Trainer VfB Stuttgart) ...

… zum Sieg: „Das Spiel war nicht durchgängig so, wie wir es uns vorgestellt haben. Trotzdem brauchen wir uns für einen Champions-League-Sieg nicht zu schämen. Er war verdient. Wir hatten Situationen, in denen wir nicht so gut aussahen. Trotzdem hätten wir vielleicht sogar noch das eine oder andere Tor mehr machen können. Am Ende ist das Ergebnis gerecht. Wir wollten gewinnen und gut in die Champions League starten. Das haben wir getan.“

… zum Dreierpack von Ermedin Demirovic: „Was soll man dazu sagen? Er hat in zwölf Minuten drei Tore gemacht – er hat heute Geschichte geschrieben. Großes Lob an Medo. Er fängt wieder mit dem an, was er eigentlich schon macht, seit er Fußball spielt: Tore machen, wichtige Tore. Daher ein großes Lob von meiner Seite.“

… zur Leistung von Deniz Undav: „Deniz braucht keine Hilfe. Er hat heute zwei Torbeteiligungen gehabt und hätte wahrscheinlich sogar vier oder fünf haben können. Er hat seine Mitspieler sehr, sehr gut eingesetzt. Aktuell klappt es mit dem Toreschießen selbst noch nicht. Er hatte auch zwei richtig gute Möglichkeiten. Aber das wird kommen, daran habe ich überhaupt keinen Zweifel. Deniz wird wieder treffen und wieder derjenige sein, der für uns Spiele entscheidet.“

… zu den defensiven Problemen: „Wir haben sehr offensiv gespielt und eine sehr offensive Mannschaft auf dem Platz gehabt. Da hat mir das Umschaltverhalten nicht immer gefallen. Wir müssen bei defensiven Umschaltsituationen und beim defensiven Anlaufen Verantwortung übernehmen. Da brauchen wir bessere Strukturen. Das müssen wir schon in Hoffenheim zeigen, denn die werden das noch besser ausnutzen als der heutige Gegner. Hier und da haben wir auch die Bälle zu leicht verloren. So sind unruhige Phasen entstanden. Aus diesem Spiel können wir sehr viel lernen.“

… zur Bedeutung des Auftaktsiegs: „Bei allem dürfen wir nicht vergessen: Über allem stand heute, zu gewinnen. Wir waren Favorit, das hat das Spiel aber nicht einfacher gemacht. Für alle war klar, dass wir heute gewinnen müssen. Wir haben gewonnen und auch verdient gewonnen. Sicher nicht in der Art und Weise, wie wir es uns vielleicht vorgestellt haben. Aber der Sieg steht unter dem Strich. Drei Punkte, wir sind gut gestartet.“

… zur zweiten Champions-League-Saison mit dem VfB (vor dem Spiel): „Ich habe eine andere Sichtweise auf unsere erste Champions-League-Saison. Wir haben trotzdem beachtliche zehn Punkte geholt. Natürlich hat es am Ende nicht gereicht. Beim zweiten Mal wollen wir angreifen. Wichtig ist, bevor man nach vorne schaut, das Hier und Jetzt nicht zu verlieren. Das sind Erfahrungen, die wir gemacht haben. Jeder Moment in diesen Spielen ist wichtig und hat Auswirkungen. Wir wollen daraus gelernt haben.“

… zum Zusammenspiel von Prömel und Angelo Stiller (vor dem Spiel): „Spieler, die direkt nebeneinander spielen, sind wichtig füreinander – gerade im Zentrum. Was Grischa geben kann, ist Disziplin in der Positionierung. Trotzdem taucht er immer wieder in der Box auf. Dazu kommen eine unglaubliche Laufstärke und Wahnsinnslaufwerte. Er ist sehr fleißig, wenn es darum geht, zweite Bälle aufzusammeln – vorne wie hinten. Damit kann er Angelo den Rücken freihalten.“

… zum Startelfeinsatz von Ermedin Demirovic (vor dem Spiel): „Die gute Einwechslung hat ihm nicht geschadet. Unabhängig davon wird Ermedin dieses Jahr eine gute Rolle einnehmen. Er ist ein wichtiger Spieler für uns. Deswegen liegt es nahe, anzufangen zu rotieren. Wir sind in der englischen Woche und haben am Wochenende ein intensives Spiel. Wir haben Möglichkeiten und das ist sehr positiv.“

 

Ermedin Demirovic (Dreifachtorschütze VfB Stuttgart) ...

… zum Sieg: „Für mich persönlich war es auf jeden Fall ein perfekter Auftakt, für uns als Mannschaft natürlich auch. Wir haben drei Punkte geholt, das war wichtig. Wir hätten das Spiel noch besser gestalten können. Aber wir können zufrieden sein, wieder in der Champions League zu sein, drei Punkte geholt und das Spiel souverän runtergespielt zu haben. Mit ein bisschen Abstand können wir richtig zufrieden sein.“

… zum Verbesserungspotenzial: „Da waren schon einige Situationen, die wir besser hätten ausspielen müssen. Vielleicht haben wir auch ein bisschen zu viel zugelassen und waren im Gegenpressing nicht zu 100 Prozent da. Das sind Sachen, die der Trainer natürlich perfekt haben will. Als Mannschaft können wir trotzdem richtig stolz darauf sein, dass wir den Gegner zu Hause klar geschlagen haben. Auch wenn es hinten raus einige Situationen gab, die wir defensiv wie offensiv besser hätten machen können.“

… zu seinem Dreierpack: „Da hat sich ein bisschen was angestaut in mir. Wobei ich froh bin, jetzt hier zu sein. Das ist mittlerweile auch kein Thema mehr. Ich bin jetzt da. Wahrscheinlich hat Nils mir Glück gebracht mit dem Telefonat vor dem Spiel. Er hat mir ein bisschen Glück über das Telefon gegeben.“

… zum Konkurrenzkampf im Sturm: „Wer mich kennt, weiß, dass ich da wirklich normal bin. Mir geht es am Hintern vorbei, ehrlich gesagt, wer mein Konkurrent ist oder wie auch immer. Ich bin gut mit jedem in der Mannschaft und gönne jedem nur das Beste. Wir brauchen eine schlagkräftige Mannschaft, dazu gehören drei Stürmer. Es gibt nirgendwo einen Freifahrtschein, dass du jedes Spiel machst. Egal, wer von uns spielt: Wir haben richtig Qualität auf dem Platz. Wir sind gut miteinander. In der Mannschaft gibt es von diesem Konkurrenzkampf, der nach außen immer ein bisschen angestachelt wird, gar nichts zu sehen.“

… zu den Zielen in der Champions League: „Wir sind eine super Mannschaft. Wir wollen uns von Spiel zu Spiel konzentrieren, weil wir relativ neu in diesem Wettbewerb sind. Auch wenn wir vor zwei Jahren Champions League gespielt haben, wissen wir, was wir damals falsch gemacht haben, und wollen das dieses Jahr ausbügeln. Ziel Nummer eins ist, die Ligaphase zu überstehen. Wir sind nicht hier, um einfach dabei zu sein, sondern wollen weiterkommen. Danach gibt es keine Grenzen nach oben. Wir können gegen jeden Gegner bestehen.“

 

Grischa Prömel (VfB Stuttgart) ...

… zum Champions-League-Auftakt: „Wir wollten gewinnen, das Ziel haben wir erfüllt. Wir haben 3:1 gewonnen, das ist ein schöner Auftakt in die Champions-League-Saison.“

… zu den Problemen im Spiel: „Wir haben uns teilweise das Leben selbst schwer gemacht. Über allem stehen natürlich die drei Punkte, aber es gibt einiges, was wir verbessern können – gerade bei der Geduld, beim Vorbereiten der Angriffe und beim Nachrücken. Die Abstände waren heute zu groß. Nichtsdestotrotz geht es in der Champions League darum, Spiele zu gewinnen und das haben wir heute gemacht.“

… zu seinem ersten Champions-League-Spiel für den VfB: „Das sind Momente, die für immer bleiben. Davon hat man immer geträumt. Jetzt ist man selbst auf dieser Bühne und ich konnte es genießen.“

… zum anstehenden Spiel gegen seinen Ex-Verein Hoffenheim: „Jetzt heißt es gut regenerieren und das Spiel aufarbeiten. Der Trainer wird noch einmal den Finger in die Wunde legen, weil er nicht ganz zufrieden war. Das dürfen wir auch nicht sein, denn gegen Hoffenheim wird es noch einmal eine Nummer schwerer.“

 

DAZN-Experte Nils Petersen ...

… zur Leistung des VfB und den defensiven Schwächen: „In der gegnerischen Hälfte war das auf jeden Fall auf hohem Niveau. Sie bedrohen immer wieder die Tiefe und waren bei den Abschlüssen sehr effektiv. Gegen den Ball in der eigenen Hälfte gibt es aber noch Potenzial nach oben. Das ist auch ein bisschen dieser offensiven Ausrichtung geschuldet. Wenn Stavanger so oft vor das Tor kommt, wird das in den nächsten Wochen in der Champions League gegen andere Gegner deutlich gefährlicher.“

… zu den offensiven Möglichkeiten mit Ermedin Demirovic: „Das zeigt die offensiven Möglichkeiten des VfB Stuttgart. Demirovic ist ein etwas anderer Spielertyp als Dzenan Pejcinovic, aber einer, der sich in der Box durchsetzen kann. Wenn er dann noch von solchen Vorlagen profitiert, hast du natürlich eine Qualität in der Offensive. Dazu kommt diese technische Qualität der Stuttgarter auf höchstem Niveau und die Eingespieltheit, die sie mittlerweile haben.“

… zu Demirovics Umgang mit dem Konkurrenzkampf: „Ich spüre bei ihm totale Klarheit. Ein Topteam in der Champions League braucht drei gute Stürmer. Vielleicht hätte er heute auch keine drei Tore gemacht, wenn ihn nicht so gekitzelt hätte, dass Pejcinovic zuletzt gespielt und im Pokal dreifach getroffen hat. Manchmal braucht man diese Konkurrenz, das belebt das Geschäft. Demirovic ist ein Führungsspieler und muss vorangehen. Da schaut auch ein junger Pejcinovic hin, wie ein erfahrener Demirovic damit umgeht.“

… zur Bedeutung der ersten drei Punkte: „Der Sieg steht über allem. Elf Punkte braucht man ungefähr, plus/minus, fürs Weiterkommen. Heute hast du die ersten drei geholt. Und das waren auch die wichtigsten, weil sie am Ende wahrscheinlich die einfachsten waren.“

… zur Entwicklung des VfB seit dem letzten Champions-League-Auftritt (vor dem Spiel): „Die Mannschaft ist noch einmal weiter. Sechs, sieben Spieler waren damals beim Ausscheiden gegen PSG schon dabei, konnten sich weiterentwickeln und international weitere Erfahrungen sammeln. Da ist schon die Hoffnung da, dass dieses Jahr mehr geht.“

… zur Qualität von Viking Stavanger (vor dem Spiel): „Das ist eine Mannschaft, die sehr diszipliniert spielt, taktisch gut organisiert ist, über Standards kommen kann und total resilient gegen den Ball ist. Wer Zagreb ausschaltet und norwegischer Meister wird, hat seine Qualität und auch seine Berechtigung für diesen Wettbewerb.“

… zum vermeintlich einfachen Champions-League-Programm des VfB (vor dem Spiel): „Hätte man sich eine Ligaphase malen können, in der man weiterkommen kann, hätte sie ungefähr so ausgesehen. Man hat aus allen Töpfen gute Lose gezogen. Das ist machbar. Mit Viking Stavanger und danach Bratislava ist ein super Start möglich. Dann lässt sich natürlich auch leichter in Istanbul oder Eindhoven agieren.“

 

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