22.01.2022
Fußball

Gladbach weiter im freien Fall: "Das kotzt einen an"

Unterföhring, 22.01.2022

-Strafstoß-Streit in Freiburg: "Der Eingriff ist völlig irrsinnig"

-Dortmund schlägt Hoffenheim: "Ein Sieg der Effektivität"

-Leverkusen überrollt Augsburg: "Es hat sehr viel Spaß gemacht"

-Sky Experte Hamann zu Hütters Zukunft in Gladbach: Ablösesumme "im Moment das einzige Argument, am Trainer festzuhalten" 


Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 20. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.


Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach): "Das ist nicht gut genug, was wir momentan in der gesamten Defensive machen. Das betrifft nicht nur die Abwehrkette, sondern auch uns davor. Da müssen wir einfach schnellstmöglich schauen, dass wir das zusammen wieder besser hinkriegen. Beim zweiten Gegentor sind wir einfach nicht hellwach, obwohl wir eigentlich am Drücker und ganz klar spielbestimmend sind und dem Gegner eigentlich jedes Fünkchen Hoffnung nehmen, Punkte mitzunehmen. Trotzdem schenken wir es zum Schluss wieder her. Das kotzt einen ehrlich gesagt an." 


Adi Hütter (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Union Berlin geht mit einer einzigen Torchance mit 2:1 als Sieger vom Platz. Wir haben es aufgrund unserer Leistung überhaupt nicht verdient, dass wir als Verlierer vom Platz gehen. Wenn man das Spiel gesehen hat, ist es ein frustrierendes Ergebnis, weil es die Leistung auf dem Platz nicht wiedergibt. Wir waren eine Mannschaft, die 90 Minuten lang taktisch diszipliniert gespielt hat, die gelaufen ist, die speziell in der ersten Halbzeit gute Aktionen gehabt hat. Dass es unter dem Strich zu wenig ist, ist ärgerlich, das stört mich. Aber darauf kann man aufbauen."


Max Kruse (Torschütze 1. FC Union Berlin): "Wir hatten diesmal ein bisschen mehr Glück. Aber nach 20 Spieltagen 34 Punkte, da kann nicht nur Glück dabei sein. Das ist harte Arbeit, die belohnt wird. Da muss man einfach dem ganzen Verein ein Lob aussprechen, was wir in den letzten Jahren leisten. Aber wir wissen das ganz gut einzuordnen. Das ist auch das gute an dem Verein, dass keiner überheblich wird und zu träumen anfängt. Wir sind froh, dass wir da oben stehen, aber wissen, dass in den nächsten Wochen noch schwere Aufgaben auf uns zukommen."


Sven Mislintat (Sportdirektor VfB Stuttgart) zum zurückgenommenen Elfmeter: "Für alle die, die den Kontakt nicht gesehen haben: Gehört hat ihn jeder im Stadion, selbst die Freiburger Spieler. Wir hatten die gleiche Szene letzte Woche schon. Schiedsrichterleistungen dieser Art zerstören die Spiele. Das Spiel ist ein anderes, wenn wir mit 1:0 in Führung gehen. Unabhängig von dieser Situation können wir uns nicht beschweren, dass wir dann das Spiel verlieren. Aber ein Spiel verändert sich mit dem 1:0. Das zurückzunehmen, nachdem so entschieden worden ist, ist meines Erachtens unfassbar. Da brauchen wir gar nicht nochmal hinschauen. Der Eingriff ist meiner Meinung nach völlig irrsinnig. Es würde nie passieren, dass das gegen Mannschaften zurückgenommen wird, die eine andere Reputation haben als der VfB. Da brauchen wir gar nicht mehr diskutieren."


Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart) zum zurückgenommenen Elfmeter: "Das kann ich zu 100 Prozent nicht nachvollziehen. Wir wurden letzte Woche benachteiligt und haben einen Elfmeter nicht bekommen, der für mich ein ganz klares Foul war. Diesmal ist es für mich sicherlich kein hundertprozentiger Elfmeter. Aber der Gegenspieler geht mit einer aktiven Bewegung zum Spieler und zum Ball und trifft ihn, der Spieler fällt in der Box. Ich verstehe nicht, warum das kein Elfmeter ist und warum das zurückgepfiffen wird."


Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart): "Das einzige Positive, das ich nach dem Spiel sehe, ist, dass wir jetzt zwei Wochen Zeit haben, uns vorzubereiten und zu trainieren. Ich will gar nicht sagen, was wir als Mannschaft besser machen können. Wir können uns mehr Chancen erarbeiten. Ich muss schauen, was ich besser machen kann. Ich habe versucht, meine Zweikämpfe zu gewinnen und meine Bälle zu sichern. Ich habe Fehler gemacht und das 0:1 ist entstanden, weil ich den Ball verloren habe. Ich werde mit dem Trainer reden und mit den Co-trainern analysieren, was ich besser machen kann. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ich habe keine Ahnung."


Christian Streich (Trainer SC Freiburg) zum zurückgenommenen Elfmeter: "Kübler steht einfach da und macht gar nichts. Er kommt da dran, ich weiß gar nicht, ob er das extra macht. Kübler hat null Aktivität. Zum Glück werden solche Elfmeter zurückgenommen. Das kann niemals ein Elfmeter sein, so eine Situation. Für uns nicht und für jemand anders nicht."


Nicolas Höfler (SC Freiburg): "Wir haben extreme Qualität in der Mannschaft. Bis auf das Spiel gegen Dortmund haben wir es in den letzten Monaten auch regelmäßig auf dem Platz gezeigt. Wenn wir diese Linie weiterfahren, unsere Leistung abrufen und einer für den anderen kämpft, dann sind wir einfach extrem stark und es ist extrem schwer, Spiele gegen uns zu gewinnen."


Marco Reus (Torschütze Borussia Dortmund): "Wir sind richtig gut reingekommen in den ersten Minuten. Dann sind wir ein bisschen zu passiv geworden und dann sind sie einfach spielerisch sehr gut und finden gut die Lücken, weil sie im letzten Drittel jede Schnittstelle besetzen. Dann haben wir zu wenig Druck draufbekommen. Das wurde dann mit der Umstellung auf eine Fünferkette in der zweiten Halbzeit etwas besser, aber es war ein Sieg der Effektivität und wir sind froh, dass wir dieses schwierige Spiel gewonnen haben." 


Manuel Akanji (Borussia Dortmund): "Sagen Sie mir mal, wie viele Teams auf Strecke konstant abliefern. Es gibt ein Team und das ist seit vielen Jahren konstant Meister. Klar versuchen wir das. Wir haben viele Spiele, in denen wir gut spielen, und dann haben wir Spiele danach, in denen wir nicht so gut spielen. Wir müssen das hinkriegen, dass wir auch an nicht so guten Tagen nicht so einfach Gegentore zulassen und unsere Chancen nutzen, die wir vorne kriegen. Wir müssen einfach als Mannschaft auftreten, wenn es mal nicht so gut läuft. Wir haben das in der Mannschaft besprochen. Es wird nicht von heute auf morgen gehen, aber es war ein guter Schritt und nach der Pause, die wir jetzt haben, müssen wir gegen Leverkusen weitermachen."


Andrej Kramaric (Torschütze TSG 1899 Hoffenheim) über seine Zukunft bei der TSG: "Ich denke ganz positiv. Wir werden sehen. Ich kann auch ehrlich sagen, dass wir reden. Es ist möglich, dass ich bleibe."


Lukas Hradecky (Torhüter Bayer 04 Leverkusen): "Mir hat die Einstellung gefallen. Direkt nach dem 2:1 haben wir wieder größere Gier gezeigt und haben direkt das 3:1 und das 4:1 gemacht. Kompliment an die Mannschaft. Es hat sehr viel Spaß gemacht."


Michael Gregoritsch (FC Augsburg): "Sie haben uns einfach wirklich sehr gut ausgespielt. Dann wird es irgendwann schwer, Zugriff zu kriegen. Und wenn du deine Ballgewinne dann schlecht ausspielst, wird es noch schwerer."


Paul Seguin (SpVgg Greuther Fürth): "Ich bin einfach zufrieden, dass wir es als Mannschaft viel besser machen als in der Hinrunde. Wir waren alle nicht zufrieden mit der Hinrunde und wissen, dass das viel zu wenig war. Darüber ärgern wir uns. Wir wissen, dass das noch schwer wird für uns, aber es bringt jetzt nichts, aufzugeben."


Stefan Leitl (Trainer SpVgg Greuther Fürth): "Wir werden weiter akribisch mit dieser Intensität Fußball spielen. Dann werden wir auch weiter kontinuierlich punkten. Ob das am Ende reicht, wird man sehen."


Robin Zentner (Torwart 1. FSV Mainz 05) zum Spiel in Abwesenheit von Trainer Svensson: "Er hat die Ansprache vorher im Hotel gemacht. Auf dem Platz müssen wir es dann regeln. Trainer und Co-Trainer sprechen eine Sprache. Auf dem Platz sind die Spieler dafür verantwortlich, das umzusetzen, was der Trainer sagt. Das haben wir nicht gemacht."


Sky Experte Dietmar Hamann ...

... zu Adi Hütters Zukunft in Gladbach: "Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Gladbacher bis zum letzten Spieltag unten stehen. Was den Trainer angeht: Die Ablösesumme spielt mit Sicherheit eine Rolle. Sie ist mit Sicherheit ein Grund, ihm ein paar Spiele und Wochen mehr zu geben, weil er sehr viel Geld gekostet hat. Aber ich glaube, dass das im Moment das einzige Argument ist, am Trainer festzuhalten."

... zur Gladbacher Krise: "Es sieht düster in Gladbach. Nicht auszudenken, hätten sie die ersatzgeschwächten Bayern nicht geschlagen. Sie hängen da unten drin und werden weiter dort unten bleiben. In der zweiten Hälfte haben sie es wirklich probiert und hätten wahrscheinlich einen Punkt verdient. Aber dann ist es wieder eine ganz schlechte Klärungsaktion und dann verlierst du so ein Spiel mit 1:2. Ich hatte vor dem Spiel wenige Antworten und jetzt noch weniger. Wenn du in so einer Krise bist, rückst du entweder näher zusammen, oder du fängst an, in deine Einzelteile zu zerfallen. Ich habe aktuell das Gefühl, es ist Letzteres. Dass es keine Mannschaft ist, ist offensichtlich."

... zum Spiel zwischen Dortmund und Hoffenheim: "Das Bild des Spiels für mich ist Sebastian Hoeneß, der nach dem Spiel auf den Platz geht und den Kopf schüttelt. Er sitzt in seiner Trainerkabine und weiß nicht, wie sie das Spiel verloren haben. Es war ein Sieg der Effektivität. Die Dortmunder müssen schauen, dass sie Spiele gewinnen, wenn sie nicht gut spielen. Das machen sie, aber sie spielen nicht oft genug gut. Diesmal waren sie ein sehr glücklicher Sieger. Die Hoffenheimer sind an ihrer Chancenverwertung gescheitert. Und wenn Dortmund mal einen Gegner hat, der die Chancen nutzt, dann tun sie sich schwer, wenn sie mal in Rückstand geraten."

... zum zurückgenommenen Elfmeter im Spiel zwischen Freiburg und Stuttgart: "Es muss eine klare Fehlentscheidung sein, um das zurückzunehmen. Kübler macht einen ganz kleinen Schritt Richtung Ball. Tibidi trifft ihn unten. Wenn er gegeben wird, ist das eine Entscheidung, die so stehenbleiben muss. Es ist keine Entscheidung, die hundertprozentig falsch ist und die man zurücknehmen muss."


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