Fußball

Mainzer Sportvorstand Heidel zur Siewert-Entlassung: “Kann nicht sagen, dass Jan schuld ist“

Wölfe-Coach Kovac über Druck: „Natürlich müssen die Ergebnisse kommen“ - Dortmunds Trainer Terzic zu Malens Verletzung: „Nichts Dramatisches“ - Neuer FSV-Coach Bo Henriksen: „Ich liebe es hier in Mainz“ - Sky Experte Hamann zu einem Happy End von Tuchel bei Bayern: „Es wird unheimlich schwer“

Unterföhring, 17.02.2024

• Wölfe-Coach Kovac über Druck: „Natürlich müssen die Ergebnisse kommen“

• Dortmunds Trainer Terzic zu Malens Verletzung: „Nichts Dramatisches“

• Neuer FSV-Coach Bo Henriksen: „Ich liebe es hier in Mainz“

• Sky Experte Hamann zu einem Happy End von Tuchel bei Bayern: „Es wird unheimlich schwer“



Unterföhring, 17. Februar 2024 - Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 22. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

 

Niko Kovac (Trainer VfL Wolfsburg) ...

... zur aktuellen Situation: „Meine Laune ändert sich nicht. Die Fakten sind bekannt.“

... zum Verhältnis zu und Rückendeckung durch Geschäftsführer Marcel Schäfer: „Ich habe schon einen Wissensvorsprung gegenüber denjenigen, die es erzählt bekommen. Er sieht, dass die Jungs marschieren und sich Chancen erarbeiten. Er sieht aber auch, dass wir die Tore nicht machen. Gegentreffer sind nicht das Problem. Bei uns ist das Problem, dass wir die Tore nicht machen aus den Chancen, die wir kreieren. Wir haben aktuell nur einen Stürmer, der trifft, beziehungsweise in den letzten zehn Spielen auch nicht getroffen hat. Lukas Nmecha war lange verletzt, Patrick Wimmer war lange verletzt – das können wir nicht kompensieren.“

… zu den Rückkehrern Patrick Wimmer und Lukas Nmecha: „Es geht darum, dass sie sukzessive im Training wieder dabei sind. Das haben sie jetzt zwei Wochen getan. Sie sind einsatzbereit und können sicherlich eine halbe Stunde gehen. Lukas war ein Dreivierteljahr verletzt, Patrick dreieinhalb Monate.“

... zu Marcel Schäfers Forderungen nach Ergebnissen: „Natürlich müssen die Ergebnisse kommen. Ich kann nur das beeinflussen, was in der Woche geschieht. Ich kann die Jungs einstellen. Die Tore müssen die Jungs schießen.“


Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund) ...

... zu Afrika-Cup-Rückkehrer Sebastien Haller: „Erstmal waren wir sehr froh, ihn wieder begrüßen zu dürfen in Dortmund. Er hat sich leider im Finale im Laufe der zweiten Halbzeit verletzt. Wir hatten die Hoffnung, dass es nicht ganz so schlimm ist. Wir hatten ihn dann am Freitagmorgen im MRT und haben diagnostiziert, dass die alte Verletzung wieder aufgebrochen ist. Er wird uns jetzt ein paar Wochen nicht zur Verfügung stehen. Wir drücken ihm die Daumen, weil wir hoffen, dass er den Schwung von der Nationalmannschaft mitbringen kann nach Dortmund.“

... zu Donyell Malen: „Eigentlich war es geplant, dass er startet. Er hat sich leider gestern leicht am Knie verletzt im Training und hat heute Morgen gesagt, dass er nicht bei einhundert Prozent ist. Es ist nichts Dramatisches. Es ist etwas, dass ihn ein bis zwei Tage beschäftigen wird. Wir wollen nur nicht, dass es etwas längerfristiges wird.“



Thomas Eichin (Direktor Lizenz Bayer 04 Leverkusen) ...

... zu seiner Rolle: „Xabi Alonso braucht nicht mehr so viel von mir. Ich versuche jeden Tag, mit ihm zusammen und dem ganzen Team bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen.“

... zur Frage, wann es bei Leverkusen „Kopfsache“ werde: „Das glaube ich eher nicht. Wir agieren so schon seit langer Zeit. Ich kriege alles mit. Selbst grandiose Siege wie das Bayern-Spiel feiern wir nicht so lange ab, sondern: Diese Zeit ist weitaus kürzer als die Zeit, in der wir uns auf das nächste Spiel vorbereiten.“

…zu möglichen Negativerlebnissen: „Xabi und sein Trainerteam haben so viel Erfahrung. Irgendwann wird dieser Tag kommen und darauf sind wir vorbereitet.“

 

Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim) ...

... zum Lob von Xabi Alonso: „Das zeigt, dass er weiß, wie bei uns viele Spiele verlaufen sind. Wir sind nicht seit dieser Saison sehr heimstark, sondern schon in den letzten Jahren.“

... zur Konstanz im Team: „Das hat man in der Aufstiegssaison gesehen: Da haben wir konstant sehr oft mit der gleichen Mannschaft gespielt. Die Jungs hinten dran trainieren trotzdem so, als ob sie von Anfang an spielen würden. Das ist unser großen Plus: die Geschlossenheit. Die Jungs hinten dran machen Druck. Und die, die dafür gesorgt haben, acht Spiele ungeschlagen zu sein, die haben natürlich mein Vertrauen. Wenn wir wechseln, dann brennt die Bank auch.“


Benedikt Gimber (1. FC Heidenheim) zu den letzten Worten vor Spielen in der Kabine: „Die gehören dem Trainer. Das macht er auch immer richtig gut.“


Christian Heidel (Vorstand Sport 1. FSV Mainz 05) ...

... zur Trennung von Trainer Jan Siewert: „Ich kann bei Jan nicht sagen, dass Jan schuld ist. Wenn man vier Spiele 0:1 verliert und die auch hätte gewinnen können... Es war einfach eine ganz schwierige Zeit. Das Glück war nicht auf unserer Seite. Wir haben auch nicht immer gut gespielt. Jetzt war der Tag gekommen, dass wir nochmal alles versuchen und tauschen. In der Hoffnung, dass jetzt vielleicht eine Wende kommt.“

... zur Auswahl des neuen Trainers Bo Henriksen: „Trainer sind so ein bisschen mein Hobby, ohne dass das despektierlich klingen soll. Wenn ein Trainer zum Tabellenletzten in die Schweiz kommt und ein paar Monate später an der Tabellenspitze steht, dann macht man sich Gedanken. Uns war klar, dass wir jemanden brauchen, der hier richtig Leben hereinbringt und mit der Geschichte davor nichts zu tun hat. Wenn man mit ihm am Tisch sitzt, dann will man die Schuhe anziehen. Das ist das, was wir brauchen: Köpfe frei und alles reinwerfen.“

… zu Henriksens selbstgewähltem Spitznamen „Old Bastard“: „Er hat damit zum Ausdruck bringen wollen, dass die jungen spielen müssen. Und er kann leider nicht mehr spielen, weil es vom Alter einfach nicht mehr funktioniert.“

... zur Mannschaft nach dem Trainerwechsel: „Sie haben verstanden, dass es fünf vor zwölf ist und noch nicht nach zwölf. Die Trainingseinheiten waren höchst intensiv.“

 

Bo Henriksen (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...

... zu den ersten Eindrücken: „Ich liebe es hier in Mainz.“

... zu den Fans: „Das ist das Wichtigste: Wir müssen die Fans mitspielen lassen. Für mich ist das Erlebnis alles. Und dafür auch, wie wir spielen.“

 

Sky Experte Dietmar Hamann ...

... zum FC Bayern München: „Spielerisch war es mir zu wenig, die ganze Zeit über. Und jetzt wurde das offengelegt, weil man letzte Woche gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt hat und unter der Woche gegen eine gute. Sie haben jetzt noch zweieinhalb Wochen. Es wird ziemlich wichtig sein, in der Champions League weiterzukommen. In der Bundesliga haben sie im Moment wenig Möglichkeiten einzugreifen, wenn die Leverkusener nicht ausrutschen. Du musst schauen, dass du irgendwann ein Erfolgserlebnis hast, um, wenn Rom nach München kommt, das Gefühl zu haben: Die können das noch drehen. Ich glaube immer noch, dass sie große Chancen haben, weiterzukommen.“

… zu Bayerns Trainer Thomas Tuchel: „Es wird unheimlich schwer. Es sind unheimlich viele Risse entstanden: Ein de Ligt, der in Leverkusen nicht spielt. Eric Dier, der als Ergänzungsspieler kommt, kommt vor ihm ins Spiel. Jetzt spielt de Ligt unter der Woche wieder nicht, kommt dann aber rein nach dem Platzverweis. Du brauchst Spieler, die andere besser machen. De Ligt wäre für mich einer der ersten Spieler, auf den ich mich jetzt verlassen kann oder muss. Das sind die Spieler, die er braucht. Ob sie für ihn durch das Feuer gehen? Da habe ich meine Zweifel. Wird es ein Happy End geben? Ich glaube, das wird unheimlich schwer.“

… zum 1. FC Köln: „Sie hätten die Möglichkeit gehabt, dass sie auf 19 Punkte gehen. Dann ziehst du Union, Gladbach, sogar die Wolfsburger mit herein. Die Wolfsburger spielen in den nächsten vier Spielen die ganzen Großen: Stuttgart, Leipzig, Frankfurt und heute Dortmund. Es wird darauf hinauslaufen, dass die letzten Drei den 16. Platz unter sich ausmachen. Wenn du gegen Bremen zuhause nicht punktest, gegen wen willst dann punkten? Auch wenn die Bremer im Moment gut unterwegs sind.“

... zum neuen Mainzer Trainer Bo Henriksen: „Ich habe mir die Pressekonferenz angesehen. Wenn er halb so gut ist wie das, was er gesagt hat, dann haben sie einen richtigen Griff gemacht. Er hat diese Leidenschaft sofort vermittelt.“

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